Beiträge von Hope92

    In diesem Zusammenhang mal eine Frage an die jetzt Trockenen hier, die vielleicht auch keine körperlichen Entzugserscheinungen hatten....wann war euch klar, das ihr euch psychisch vom Alkohol lösen müsst und wie habt ihr das bewerkstelligt?

    Ich hatte meine erste schwere Depressive Episode (vorher immer nur mittelschwer).

    Medikamente genommen, Alkohol getrunken (gar nicht mal so viel), aus dem Bett gekotzt (habe es nicht geschafft aufzustehen), mich unendlich geschämt und danach 3 Tage mit noch schwereren Depressionen im Bett gelegen.

    Habe mich dann mit dem Thema Depression und Alkohol auseinandergesetzt und beschlossen, nicht mehr zu trinken.

    In der Klinik (wegen der Depression) wurde ich dann mit dem Thema Abhängigkeit konfrontiert und konnte mich aufgrund folgender bei mir vorliegender Symptome dort einordnen.

    - Kontrollverlust (jeder gute Vorsatz weniger zu trinken ist nach dem ersten Glas gescheitert)

    - Trinken bis zum Blackout ( habe ich zumindest das ein oder andere mal erlebt)

    - heimliches Nachschütten, damit keiner sieht wie viel ich trinke

    - aufs Wochenende hin arbeiten

    - später auch in der Woche jede Gelegenheit, die meiner Meinung nach Trinken gerechtfertigt hat (Geburtstag, guter Tag, schlechter Tag, neues Auto, was weiß ich was noch alles), ausgenutzt

    - Stress und schlechte Laune wenn ich der Fahrer war

    usw

    Ich hatte Angst irgendwann auch körperlich abhängig zu sein (damals hab ich es noch so eingeschätzt, dass dies schlimmer sei als die psychische Abhängigkeit - was natürlich absoluter Schwachsinn ist) und habe für mich angenommen, dass ich ein Alkoholproblem habe und nie wieder trinken werde

    Immerhin: Selbstliebe kann ich inzwischen wirklich gut! Aber es wäre auch schön, von jemandem geliebt zu werden … also jemandem, der nicht seine Arbeit oder den Alk auf die eins setzt - sondern sich für unsere Beziehung und gemeinsames Wachstum interessiert … jemand der nicht einfach grußlos einfach aus meinem Leben verschwindet … jemand der zuverlässig ist und nicht komplett unberechenbar wie meine Eltern.

    Ich hab manchmal die Sorge, ich ziehe ungewollt immer wieder Menschen an, die sich selbst nicht genug lieben, um bereit zu sein eine gesunde Beziehung einzugehen …

    Und obwohl ich wirklich meine beste Gesellschaft bin, hab ich die Sehnsucht, mich auszutauschen, zu teilen und dass jemand irgendwo an mich denkt und auf mich wartet … ich sehne mich nach Liebe - jenseits der Selbstliebe! Eine Umarmung zurück!

    Liebe Lanananana,

    das Gefühl kenne ich und wo ich so deinen Text lese kommt mir der Gedanke…

    Vielleicht hat es einen Grund, warum ich genau die Männer bekomme, die ich bekomme.

    Vielleicht hilft mir ihre Art mich selber weiter zu entwickeln.

    Vielleicht bin ich noch gar nicht bereit für einen Mann, der so ist wie ich meine ihn zu brauchen.

    Vielleicht habe ich auch einfach nur eine falsche Vorstellung und das was ich meine zu brauchen ist gar nicht das, was ich brauche.

    Vielen Dank für deine Gedanken. Sie geben mir den Anstoß gewisses Denken mal zu hinterfragen

    LG

    Hope

    Guten Morgen,

    auch ich denke, dass sie viel mehr mitbekommen als wir erwachsenen meinen.

    In meiner Familie wurde schon immer sehr viel Alkohol getrunken. Das hat dazu geführt, dass ich immer der Annahme war, dass dies normal und okay ist. Entsprechend war dann irgendwann mein Konsum.

    Ich habe auch ohne dass mein Mann getrunken hat sehr lange gebraucht, um mich zu trennen. Kann daher total nachvollziehen wie schwer diese Entscheidung ist.

    Mir war es aber wichtig, dass meine Kinder nicht mit den Glauben groß werden…. Das was wir ihnen als Beziehung vor leben sei normal. Ich wollte dass sie sich irgendwann aus Beziehungen, wo die Liebe verloren gegangen ist, lösen können. Den Gedanken, dass auch sie dann bleiben, weil sie das von mir gelernt haben, fand ich unerträglich.

    Und ich kann aus Erfahrung sagen, den Kindern geht es gut. Alle sind zufriedener und es war die beste Entscheidung.

    Eltern sollten nie wegen der Kinder zusammen bleiben.

    LG

    Hope

    Guten Morgen Lotta,

    lass dir bloß nichts einreden. Du hast es schon gut erkannt, Alkohol verstärkt die Depression.

    Wenn ich Alkohol getrunken habe hatte ich danach immer ganz extreme Tiefs. Mit den Jahren wurden diese immer länger. Zum Schluss musste ich mich locker auf 3 Tage einstellen.

    Meine Depressionen sind seit ich keinen Alkohol mehr trinke leider nicht ganz weg, aber sie sind anders und diese Tage nach dem Trinken entfallen natürlich ganz.

    Ich bin allerdings auch seit meiner Jugend depressiv. Bekomme es zwischen den Episoden nie ganz weg. Dennoch war es die beste Entscheidung die Finger vom Alkohol zu lassen, da es mir dadurch besser geht und ich stabiler bin.

    LG

    Hope

    Guten Morgen Morgendämmerung,

    ich kann total nachvollziehen, wenn man so wenig Medikamente wie möglich nehmen möchte ABER bei Suizidgedanken würde ich mir das echt überlegen.

    Ich durfte in dem Fall noch am gleichen Tag zum Psychiater und habe was bekommen.

    Und wenn es ganz schlimm ist, dann solltest du dich auch nicht davor scheuen eine Klinik aufzusuchen. Auch die schicken dich nicht weg.

    LG

    Hope

    Ich war auch oft genervt. Aber das bin ich generell, wenn ich „überfordert“ oder „gestresst“ bin. Nichts anderes ist es ja am Anfang. Stress.

    Was ich auch bei mir entdeckt habe, ich habe wie Elly gelernt zu kommunizieren warum das so ist. Früher dachte ich immer ich sei schüchtern, brauche den Alkohol um aus mir raus zu kommen.

    Dabei kann ich das jetzt nüchtern viel besser. Ich kann viel besser sagen was mich stört und meine Bedürfnisse kommunizieren. Nicht immer, aber immer öfters.

    LG

    Hope

    Ich habe mir da tatsächlich noch nie ernsthaft Gedanken zu gemacht und fand es daher sehr interessant wie ihr das seht.

    Trocken mag ich eh nicht so wirklich. Da denke ich immer an Kinder, die gerade die Windel los geworden sind 🙈

    Ich mag den Begriff nüchtern ☺️

    So jetzt werde ich aber deinen Faden auch nicht weiter mit meinen Gedanken zu Texten. Danke, dass ihr auf meine Frage eingegangen seid.

    LG Hope

    Guten Morgen,

    ich würde ihm die Tageszeit sagen und es sonst bei zwingend beruflich erforderliche Kommunikation belassen.

    Du sagst selber, dass da fast nichts mehr ist. 3 Monate sind eine Lange Zeit, die du dafür gebraucht hast.

    Quäle dich nicht selbst, indem eu wieder was zulässt und dann wieder von vorne anfangen musst los zu lassen.

    Lieben Gruß

    Hope

    Außerdem sollte man eh keiner Statistik trauen, die man nicht selber gefälscht hat 🤣

    Aber um mal wieder erst zu werden. Ich finde deinen Gedanken, die Zeit ohne Alkohol für dich in unterschiedliche Kategorien zu packen interessant. Vorausgesetzt du gehörst du den Menschen; die gerne immer weiter kommen möchten.

    Hallo Nafino,

    wow sind das jetzt schon 3 Monate.

    Wahnsinn. Das ist echt klasse.

    Gibt deiner Frau Zeit. Du machst es doch für dich. Und irgendwann wird sie auch merken, dass du da hinter stehst und nicht tgl kämpfst. Denke das wird dann auch der Moment sein, wo sie sich wieder annähert.

    Bin kein Experte. Aber so stelle ich mir das vor ☺️