Beiträge von Rennschnecke

    Hallo Bibi,

    so einen Onkel hatte ich auch, wobei der dabei nie "lustig" war, sondern nur völlig stumpf und still neben der "normal" trinkenden Familie saß und jaum ansprechbar war.

    Hat mich (neben weiteren/andersartigen Beispielen im nahen Umfeld) auch nur insofern abgeschreckt, als ich mich dann über viele Jahre hinweg "kontrolliert", d. h. langsam, aber sicher in die Sucht gesoffen habe.

    Denn dass Alk dazugehörte, wenn Erwachsene feiern, stand in meiner Welt außer Frage. Und irgendwann resultierte daraus dann: wenn schon keine Feier, dann wenigstens Feierabend....

    Herzlichen Glücjwunsch zum ersten Dreivierteljahr in Freiheit. Schön, dass Du hier bist!

    Auf jeden Fall ist es gut, dass Du nicht mehr Zahnpasta kaufen gefahren bist, Schmidtty, das hätte bei dem Kopfkino tatsächlich gefährlich werden können.

    Jetzt ist die Frage, wie Du dieses Kopfkino künftig verhindern kannst, denn auf das Homeoffice bzw. Dein Zuhause möchtest Du ja sicher nicht verzichten.

    Ich hab mich anfangs auch gefragt, wie ich denn in meinem Zuhause meine Abstinenz festigen soll, wo das doch mein bevorzugter Trinkort war - jeden einzelnen Abend.

    Am Ende geht es darum, mithilfe der Grundbausteine die alten (Denk)Gewohnheiten durch neue zu ersetzen. Und wenn solche Erinnerungen hochkommen, nicht in Angst erstarren, sondern neu bewerten/abwürgen und sich sagen: Ja, krass, so war das bis vor gar nicht langer Zeit bei mir. Wie gut, dass ich das nicht mehr brauche und mein Zuhause jetzt mein sicherer Ort ist.

    Notfalls, wenn solche Gedanken häufiger komnen, die neue Zeitrechnung durch eine mehr oder weniger umfangreiche Umgestaltung von Homeoffice/Wohnung markieren, den Tipp habe ich hier damals bekommen. Und wenn Du nur ein neues Bild über Deinen Schreibtisch hängst ...

    Danke fürs Aufschreiben!

    Hallo Schmidtty,

    hab gerade nicht auf dem Schirm, wie lange Du jetzt abstinent bist.

    In den ersten 2,5 Monaten nach Entzug habe ich (am Ende meiner Saufzeit adipös) trotz ziemlich geregelter Ernährung und Bewegung in der Reha gerade mal 5 kg abgenommen, war schon enttäuscht.

    Durch den "Nachbrenneffekt" sind in den nächsten 3- 4 Monaten ohne großes Zutun von mir weitere 8 kg gepurzelt (von denen inzwischen 3 kg wieder drauf sind). Seitdem ist mehr oder weniger Stillstand.

    Wenn Du Dir Sorgen machst, besprich das am besten mit Deinen Ärzten. Gehst du denn zu allen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen?

    Hmmh, hattest Du nicht mal was von PTBS geschrieben? Könnten Deine Süchte/Probleme eventuell damit zusammenhängen?

    Das in einer geschützten Umgebung herauszufinden - und vor allem: zu lernen, mit Deiner komplexen Problematik für DICH hilfreich umzugehen - wäre auf jeden Fall ein Thema für die Langzeittherapie (und die Anschlussbehandlung).

    Diagnosen und Medikamente können höchstens eine Basis dafür herstellen, aber nicht allein die Lösung sein, so meine bescheidene Erfahrung aus der Kombi von Depression + Alkoholsucht.

    Wann startet denn die Langzeit?

    Ich finde es gut, wie Du nicht lockerlässt und Dir Hilfe suchst, auch wenn es immer wieder Stolpersteine gibt.

    Weiter so, und schreib hier und lies hier ruhig öfter, ist ja Deine SHG.

    Verständlich, aber das bringt dich ja nicht weiter.

    Wenn Dein Hausarzt ebenfalls diesen Verdacht hat, kann er Dir eine Überweisung zu einem passenden Facharzt ausstellen, und über die Terminvermittlung unter 116 116 muss Dir dann innerhalb von 6 Wochen ein Termin vermittelt werden (ggf. mit einer gewissen Anfahrtszeit).

    Was genau erhoffst Du Dir denn von einer Bestätigung Deines Verdachts? Therapie, Medikamente, Verständnis fürs "Anderssein" ...?

    Und was ist aus Deinem Antrag auf eine Langzeittherapie geworden? Evtl. Kann dort die nötige Diagnostik vorgenommen werden?

    Hallo Sunflower,

    hier ist Dein Faden. Dein Beitrag bei Eva wird bestimmt noch hierherverschoben.

    Schreib hier gern schon mal weiter. Wie ist es Dir seit Deiner letzten Nachricht im Februar ergangen?