Dann ist er vermutlich eher entzügig als nüchtern.
Aber was bringt dir das?
Dann ist er vermutlich eher entzügig als nüchtern.
Aber was bringt dir das?
Totschweigen nicht, aber auch nicht erwarten, dass sich irgendwas ändert, wenn ich es anspreche.
Aber spätestens bei Fremdgefährdung (z. B. Autofahren unter massig Alk) ist Ansprechen und Handeln gefragt.
Inwiefern "richtig"? Um den Nassen aus eigener Sauferfahrung zur Umkehr zu bewegen? Auch das funktioniert nicht.
Ich habe weder den Anspruch noch die Kraft oder Macht, aktive Alkoholiker oder Missbräuchler zu bekehren.
Ich lebe zufriedene Trockenheit vor, und wer Fragen dazu hat, kann mich gern fragen. Offenkundigen Alkoholmissbrauch schaue ich mir aber auch nicht an, mochte ich früher schon nicht, hab ja "gesittet" abends zu Hause gesoffen ...
Wenn ich mir so Deine aktuellen Fragen anschaue, Orange-Blau: Bist Du vielleicht gerade mit Deinen Gedanken mehr bei Deinen saufenden Ex-Partnern als bei Dir?
Genau. Und das Suchthirn ist sehr erfinderisch darin, einem Betroffenen weiszumachen, dass ein Leben ohne Alk sinn-und trostlos ist.
Habe ich auch sehr lange geglaubt - bis ich dank Google-Algorithmus mehr und mehr glaubhafte Berichte von zufrieden trockenen Alkoholikern gelesen habe.
Ich hab mich auch lange Zeit selbst damit "beruhigt", dass doch "jeder" bei irgendeinem Thena "über die Stränge schlägt", ib Alk, Nikotin, Gaming ider Sport, und geglaubt, dass ich es trotz zu großer Mengen (bis kurz vor meinem Start in die Abstinenz galten kleine Mengen ja aus WHO-Sicht noch als unbedenklich) noch im Griff habe.
Und es gab immer welche, die es genauso oder noch "schlimmer" trieben - änderte aber nichts an meinem Problem
Willkommen, Coco.
Als trockene Alkoholikerin mit eigener Co-Erfahrung lese ich im Co- Bereich ebenfalls mit Interesse mit.
Mein Eindruck aufgrund Deiner bisherigen Beiträge: Du scheinst noch voll im Retter-Modus zu sein und auf allen Seiten nach Hilfen für Deinen Mann zu suchen.
Das ist menschlich verständlich, kenne ich aus eigener Erfahrung, auch wenn es bei mir "verdamp lang her" ist, wie ich gerade nachgerechnet habe.
Aber so, wie man einen Hund nicht zum Jagen tragen kann, kann man auch einen Süchtigen nicht zur dauerhaften Abstinenz tragen - höchstens zum nächsten Entzug.
Dein Mann scheint sich gegen Deine ganzen Bemühungen nicht zu wehren, immerhin. Aber vielleicht fehlt ihm dafür auch einfach nur die Kraft. Der Antrieb, die Sucht zu stoppen, muss aus ihm kommen, das kannst Du ihm leider nicht abnehmen oder auferlegen.
Vielleicht hast Du noch Hoffnung, dass es bei Euch anders läuft, wenn Du Dich nur genug anstrengst. Ich kenne das Gefühl als Schwester, alles in meiner Macht Stehende versuchen zu müssen, um gleich zwei süchtige Geschwister auf den "richtigen" Weg zu bringen. Dabei hätte ich mein eigenes Leben und meine Ausbildung fast an die Wand gefahren - und hab den Grundstein für meine eigene Sucht gelegt.
Dieses Selbsthilfeforum kann Dir eine Stütze sein, wenn Du eines Tages feststellen solltest, dass Du ihn nicht zu seinem trockenen Glück zwingen kannst, aber selbst dabei unterzugehen drohst.
Aber dann bitte auch akzeptieren, wie das Forum - aus bewährter Erfahrung - tickt - und bitte nicht ihm empfehlen, denn dann könntet Ihr hier beide nicht ungehemmt an Eurer Selbsthilfe arbeiten.
Darum geht es hier nämlich: Andere kann ich nicht ändern, nur mich selbst bzw. meine Einstellung dazu. Alles Gute!
Da machst Du hoffentlich eine Sportpause, bist du wieder fit bist, oder?
Das wäre doch schön für die Kinder - aber eher weniger wahrscheinlich, oder?
Natürlich nicht, Pinguin!
Herzlichen Glückwunsch zu vier Monaten Freiheit und dem erholsamen Urlaub, Step!
Hast Du denn die Zeit auch nutzen können, um wie geplant in Dich zu gehen und zuüberlegen, wie Du Dein Leben künftig gestalten kannst, um Deine Abstinenz zu sichern? Und konntest Du mit Deinem Mann offen über Deine Sucht sprechen?
Was sagt er denn dazu? Und fühlst Du Dich kein bisschen erleichtert?
Ich fürchte, Du kannst ihn als nassen Alkoholiker nicht mehr für die Betreuung einplanen, Rosa, weil er eben immer unzuverlässiger wird und du wahrscheinlich nur die Hälfte mitbekommst.
Und Besuchszeiten am besten zusammen mit seinen Eltern abmachen, auf die Gefahr hin, sie in eine Co-Rolle zu drängen - aber die Sicherheit der Kinder geht vor.
Was die gemeinsamen Aktivitäten angeht: Ja, das ist für die Kinder vermutlich ein Quell der Hoffnung. Hast Du denn erst mal nur eine räumliche Trennung ausgesprochen? So scheint es gerade.
Ich bin gespannt, was Co-Mütter aus eigener Erfahrung dazu schreiben, wie sie in der Situation vorgegangen sind.
PS: Ich finde es gut, dass Du hier dran leibst, auch wenn der Ton vielleicht mal etwas direkter wird.
Bist Du eigentlich auch mit der örtlichen Suchtberatung in Kontakt?
Vergiss auch nicht, dass nach 20 Jahren Ehe ein finanzieller Ausgleich stattfindet, auch bei der Rente.
Siehst Du Dich denn als co-abhängig?
Hallo Delicious, einen wichtigen Schritt hast Du mit der Anmeldung hier ja schon gemacht, herzlich willkommen!
Ist bei mir ähnlich - wenn der mal abgelaufen und entwertet ist, kommt er als Mahnmal in meinen Notfallkoffer.
Hallo Rosa, ich dazu mangels eigener Erfahrung nicht, aber andere hier bestimmt.
Nur so viel: Du musst da nicht alleine durch. Gut, dass Du Dich wieder gemeldet hast!
Toller Tipp, tolle Sache!
Zu Deinem sinngemäßen Satz: "Ich nehme meine Situation an, weil ich sie nicht ändern kann ", Steevie:
Darf ich den mal konkretisieren? Zu "Noch kann ich mir nicht vorstellen, dass ich meine Situation ändern kann."
Das muss ja nicht so bleiben. Du konntest Dir doch auch lange Zeit nicht vorstellen, keinen Alkohol mehr zu trinken, oder?
Eine Partnerschaft kann was Schönes sein, wenn beide Seiten damit zufrieden sind. Ist gar nicht so einfach, wie allein die Scheidungsstatistik zeigt.
Aber geht es hier wirklich um Partnerschaft? Oder nicht eher um Angst vor dem Alleinsein, weil Du das offenbar nicht kennst?
Wäre es nicht an der Zeit, sich auch in dem Punkt mehr zuzutrauen? Und dann aus sicherem Abstand zu schauen, inwiefern eine Partnerschaft mit einem zunehmend abbauenden nassen Alkoholiker überhaupt noch möglich kst?