Beiträge von Rennschnecke
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Kann es wirklich sein, dass es die FALSCHE Entscheidung war, mit dem trinken aufzuhören?
Aber ich frage mich immer öfter, war es das wert?
was ich jetzt mit der Erkenntnis mache, dass das Leben ohne Drogen wohl auch nicht besser ist.
Du bist bald 3 Jahre abstinent, Funky, richtig? Ich habe mir Deinen kurzen Faden mal durchgelesen. Ich kann da eindeutig Verbesserungen bei Dir erkennen, Du doch zwischendurch auch...
Warum jetzt nicht mehr? Wo kommen diese Fragen her, vielleicht direkt aus deinem Suchthirn? So klingt es jedenfalls für mich.
Denn dein nüchterner Kopf möchte doch nicht zu den Abstürzen zurück, oder?
Du hast Deine Abstinenz anscheinend ganz ohne Hilfe erreicht, Bewundernswert, aber vielleicht doch nicht genug?
Im Austausch mit uns und/oder einer realen SHG kannst Du leichter Wege zur zufriedenen Abstinenz entdecken. Und oft geht es hier auch ganz vergnüglich zu.
Erzähl doch mal von Dir, wie Du an den Punkt gekommen bist, an dem Du heute stehst.
Willkommen zurück!
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Als ich so einen ähnlichen Brief verfasst habe (war ein bisschen anders, ein Geschwister mit anderem Suchtmittel wollte am liebsten gar nicht darüber sprechen), gab es noch keine Sprachnachrichten.
Mach es so, wie es sich für Dich stimmig anfühlt, wie bei allem im Leben.
Und ja, das ist so schrecklich schwer: sich selbst zu erlauben, auch mal Freude zu empfinden, sein eigenes Leben zu leben, auch wenn es dem geliebten Familienmitglied (vor allem in meinem Kopfkino) gerade furchtbar gehen muss.
Ich bin auch fast zusammengebrochen deswegen, hätte fast meine Ausbildung versemmelt, hab ja auch noch versucht, meine Eltern in der Lage zu stützen, aber irgendwann kam wohl doch noch der Überlebensinstinkt bei mir durch und ich konnte mich etwas besser abgrenzen und für mich wieder Freude empfinden.
(Allerdings bin ich spätestens in der Zeit endgültig selbst süchtig geworden, weil ich zu wenig auf mich selbst geachtet habe und immer nur für die abderen "stark" sein wollte und den Alk nun erst recht zur Selbstmedikation benutzt habe.)
Ein paar Jahre später hat mein Geschwister tatsächlich aus eigenem Antrieb noch gerade rechtzeitig die Kurve gekriegt und steht wieder auf eigenen Füßen.
Bei mir (lange Zeit vermeintlich "funktionierende" Alkoholikerin) hat es noch Jahrzehnte gedauert, bis ich den Splitter im eigenen Auge erkannt habe.)
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unterstützen Dich aber immer, wenn Du ins Handeln kommst und wenn wir sehen, dass Du Dir aktiv Hilfe suchst".
Bei allem Verständnis: Mit dieser "Generalvollmacht" stellen COs sich selbst eine Falle. Dann geht er ein-, zweimal zur Suchtberatung, und Ihr seid wieder mittendrin in der Hoffnungsspirale?
Was wollt Ihr überhaupt "unterstützen" ? Wenn er aus der Wohnung fliegt, ihn aufnehmen, "weil er ja schon ins Handeln gekommen ist"? Dann kann er mit seinen Bemühungen ja wieder nachlassen und Ihr werdet nie mehr frei .
Als Eltern könntet Ihr z. B. schreiben (die Idee mit dem Brief finde ich grundsätzlich aus eigener Co-Erfahrung gut):
"Wir werden immer Deine Eltern sein, Dich immer lieben und nur das Beste für Dich wollen.
Wir mussten aber nach unzähligen vergeblichen Versuchen schmerzlich begreifen, dass wir Dir nicht wirklich helfen können, wir haben alles mehrfach versucht und gesagt.
Wir sind kurz davor, mit Dir gemeinsam unterzugehen, weil wir am Ende unserer Kräfte sind. Und damit wäre niemandem geholfen. Wir haben auch noch für andere Menschen Verantwortung - und für uns selbst. Deshalb müssen wir Abstand halten, auch wenn es uns das Herz zerreißt.
Bei unserem Austausch mit anderen Betroffenen sind wir immer wieder auch auf trockene Alkoholiker gestoßen. Und die haben aus eigener Erfahrung berichtet, wie reich ihr Leben geworden ist, seit sie den Alkohol unter ärztlicher Aufsicht aus ihrem Leben entfernt haben (und alles dafür tun, dass es so bleibt).
Und dass nur das Suchthirn und alte Saufkumpanen ihnen einreden wollten, dass ein Leben ganz ohne Alkohol trostlos ist. Guck mal im Netz, da wirst Du viele Beispiele finden.
Aber diese Einsicht muss bei Dir und für Dich selbst ankommen, die können wir nicht erzwingen, erkaufen, erlieben oder erhoffen.
Nur deshalb lassen wir Dich in Liebe los und hoffen, dass es noch rechtzeitig bei Dir Klick macht, bevor Deine Gesundheit unwiederbringlich geschädigt ist und Du irgendwann alles verlierst. Du bist doch noch so jung, Du kannst noch so viel aus Deinem Leben machen ...
Dann gibt es immer noch ein vielfältiges Netz von professionellen und ehrenamtlichen Hilfen in diesem Land, das Dich auffängt und Dir bei Deinen ersten Schritten in die Freiheit hilft, wenn Du es wirklich willst.
Wir als liebende Eltern können das nicht leisten, so sehr wir uns das auch wünschen würden. ..."
( Und dann genau definieren, wie der Abstand aussehen soll, z. B. Keine Hilfeanfragen oder Leidklagen mehr, auch nicht über Dritte.)
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Moin, Iwona,
schön, von Dir zu lesen.
Gute Reise und gute Erholung! 🛩️⛱️🌞 Fliegst Du allein oder mit Familie?
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Ok, verratet Ihr auch, welchen? 😉
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Na ja, hast Du Geschwister? Und sind die alle alkoholsüchtig geworden? Meine nicht, keiner.
Soweit ich das gelesen und in der Reha gelernt habe, kommen da laut aktuellem Stand der Wissenschaft immer mehrere Faktoren zusammen.Die genetische Vorbelastung erhöht zwar das Risiko, führt aber nicht unvermeidlich zur Sucht.
Aber: Für uns ist der Drops sowieso gelutscht, wir sind ja längst süchtig. Da denke ich doch lieber über die Rückfallvermeidung nach.
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Also ich halte mich ja lieber "im Grünen" auf, als altes Landei ...😉
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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute für ein nüchternes und zufriedenes neues Lebensjahr - und ganz viel Lebensmut! 😉💐🎂🍀
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Magst Du uns erzählen, wie es zu den Rückfâllen kam?
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Ok, solange Dein Plan B steht ... Alles Gute!
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Wie geht es Dir und dem Baby, Josy?
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Das ist schon richtig, E69, aber wäre der innere Abstand dazu nicht größer, wenn Du es für Dich umformulieren könntest, z. B.:
"Da hätte ich früher versucht, mich mit Alk wegzuträumen ... Hat bloß nie lange funktioniert, und dann musste ich noch mehr trinken .."
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Auch wenn ich sagen muss, dass die Wahrnehmung des Weltgeschehens nicht gerade erfreulich ist. Da könnte der Alk schon helfen, sich weg zu träumen.
Hmmh, nimms mir nicht übel, aber ist das nicht noch eine gefährliche Verknüpfung aus der nassen Zeit?
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Schön beschrieben, Paul, herzlichen Glückwunsch zum Zweijährigen! 💐
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Vermutlich glaubt er noch felsenfest seinem Suchthirn, das ihm weismacht, dass ein Leben ohne Alkohol "zur Entspannung/Belohnung/Auflockerung/zum Trost/Genuss" unvorstellbar, weil ein ödes Jammertal ist.
Das habe ich auch lange geglaubt. Bis ich langsam merkte, dass ich mich auf dem Holzweg befand und "plötzlich" mehr und mehr Beispiele in den Medien sah, die zeigten, dass das Gegenteil der Fall ist.
Mir haben solche Lebensgeschichten ( oft von irgendwelchen Promis) Mut gemacht, den nächsten Schritt zu gehen. (Da kannte ich dieses Forum noch nicht und hätte mich bis dahin auch ums sprichwörtliche Verrecken nicht getraut, irgendwo um Hilfe zu bitten.)
Den Tipp kann ich Dir noch geben, nach einem solchen Mutmacher-Buch für Männer zu suchen, z. B. In unserem Literaturfaden oder in Deiner SHG vor Ort, und ihm ohne weitere Nachfragen zu überlassen.
Das könnte eine Chance sein, ein Umdenken bei ihm auszulösen, wenn er freiwillig mal ein Buch anfasst (Filme gibt es aber auch einige dazu), so habe ich es bei mir und einem anderweitig süchtigen Geschwister erlebt.
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