Beiträge von Rennschnecke

    Mir fällt dazu noch ein, Cambrina: Weißt oder vermutest Du, dass die anderen dir zuliebe weniger trinken?

    Oder ist es ihnen vielleicht nur unangenehm, bei Euch weiterhin "zuzuschlagen", wenn jetzt auch du (und nicht nur dein Mann) nichts trinkst?

    ( Den Eindruck habe ich nämlich bei mir in Familie und Nachbarschaft gewonnen, wenn ich da mal eingeladen bin. Entweder ist es ihnen in meiner abstinenten Gegenwart peinlich oder sie haben angefangen, über ihren eigenen Konsum nachzudenken. Egal. Hier gehts um meine Abstinenz. )

    Hallo Charlotte,

    erst mal Glückwunsch zur überstandenen Entgiftung und Deinem Start hier im Forum - das ist das Allerwichtigste, alles andere läuft individuell verschieden, und die Möglichkeiten sind hierzulande zum Glück vielfältig.

    Die Langzeittherapie kannst du ja auch ambulant, in der örtlichen Suchtberatung oder in einer Tagesklinik vor Ort, machen.

    Wenn Du erst mal im geschützten Rahmen Deine Abstinenz festigen möchtest, kannst Du auch in eine Suchtklinik gehen. Dazu am besten intensiv im Netz (Kliniksuchportal) gucken und die Selbstdarstellungen der Kliniken mit Patientenbewertungen abgleichen.

    Wenn du nicht zu lange von zu Hause wegbleiben möchtest, kannst Du auch stationäre und ambulante Reha kombinieren ( Kombitherapie, 6-8 wochen stationär, danach mehrere Monate ambulant, mit Verlängerungsmöglichkeiten, hab ich z. B. Gemacht).

    Generell würde ich von der Einzeltherapie in der Klinik nicht zu viel erwarten, dafür ist man einfach nicht lange genug da. Die dient m. E. eher als "Schnupperkurs", um zu weiterer Therapie zu Hause anzuregen.

    Due Gruppentherapie fand ich stationär und ambulant toll, wie die meisten. Die Einzeltherapie im ambulanten Teil der Reha brachte mir auch deutlich mehr als in der Klinik, da eben langfristiger angelegt.

    Und hier ist unsere SHG, die 24/7 für uns offen ist - nicht nur mein wichtigster Abstinenzanker ...

    Alles Gute!

    Ansonsten, Alkohol.
    Vorgestern bekam ich von einem mir sehr nahestehenden Menschen ein Glas Bier zum Essen angeboten, könnte ja sein, dass ich es mir inzwischen anders überlegt habe.
    Gerade, weil es schon lange kein Problem mehr ist, nehmen das auch Andere bei mir nicht mehr ernst.

    Danke, traurig, auch ein schönes Beispiel, warum das hier gerade vieldiskutierte Outen allein noch keine Rückfallversicherung darstellt.

    ICH muss meine Grenzen erkennen, sie nach außen klar vertreten und durchsetzen, ob mit oder ohne Alkoholiker-Etikett.

    Denn auch wenn wohl jeder glaubt zu wissen, was ein Alkoholiker ist, wissen wohl die wenigsten, was trockene Alkoholiker alles beachten müssen, um trocken zu bleiben., auch nach Jahren.

    Dass die Gäste teilweise nichts trinken war nicht meine Idee.

    Die machen das von selbst. Ich frage auch, ob sie ein Bier haben wollen oder 1 Glas Wein,

    Verstehe ich nicht, warum? Bist Du es dir nicht wert zu sagen: In meiner Wohnung gibt es keinen Alkohol mehr? Oder die Leute ggf. Nur noch zum Kaffee und nicht mehr abends einzuladen und zu treffen, wenn das alles Vieltrinker sind, die sich nur dir zuliebe "mäßigen"?

    Wieder ein Beispiel für mich, dass "Outen" allein nicht reicht, sondern ich für meine Abstinenz auch meine Grenzen wahrnehmen und durchsetzen muss...

    Bitte nicht als Angriff verstehen, das konsequent alkfreie Zuhause ist einfach unser Schutzraum.

    Ich finde es auch gut, wie Du von allen Seiten Unterstützung suchst und erfährst, Cambrina. Glückwunsch zu den 6 Monaten und Deiner Entwicklung! 💐

    Nur darüber bin ich gestolpert:

    Wenn wir Gäste haben, wird mir zu liebe wenig Alkohol getrunken. Das hat sich auch geändert.

    Würden sie nicht bzw. seltener kommen, wenn es keinen Alk mehr bei Euch gäbe? Dass Dein Haushalt auch dank Deines Mannes ansonsten alkoholfrei ist, hattest du ja schon zu Anfang geschrieben.

    Es gibt ja den klugen Spruch "Wer kein Problem mit Alkohol hat, hat auch keins ohne ..."

    Liebe Leute, seid mir bitte nicht böse, aber ich sage jetzt kurzfristig aus persönlichen Gründen ab, brauche anscheinend gerade Ruhe und Zeit für mich zum Trauern, hab plötzlich panische Angst vor der Autofahrt nach Bertingen. Hier lag alles schon zum Einpacken bereit, aber ich möchte mich gerade nur noch verkriechen.

    Dem Campingplatz schreibe ich gleich gesondert. Ich mache jetzt auch mal eine kurze Forumspause, um mich nicht abzulenken. Euch viel Spaß, ich hoffe auf eine neue Chance im nächsten Jahr.

    Liebe Grüße 🐌

    Für den Sattel kann ich empfehlen, ein auf deine Sitzbeinhöcker abgestimmtes Exemplar zu wählen. Ist aber eher für schmerz- und ermüdungsfreies Sitzen relevant als für den Rücken.

    Für den Rücken ist tatsächlich eine umfassende Federung wichtig. Da nicht sparen und im guten Fachgeschäft ausführlich beraten lassen!