Weil ich war wirklich ganz ganz kurz davor zu trinken, ich muss da besser vorbereitet sein. Alarmsignale besser deuten können.
Gut, dass Du hier geschrieben und Dich auch von unseren kritischen Anmerkungen nicht hast abschrecken lassen, Blendi!
Ansonsten gilt: Selbstfürsorge, Selbstfürsorge - für Dein inneres Gleichgewicht, damit die innere Suchtstimme keinen Anlass findet, sich glaubwürdig als "Lösung, Belohnung, Trost..." anzubieten.
Auf das Thema Depression kam ich bei Dir, weil ich selbst in meinen dunkelsten Zeiten auch schon solche Anrufe getätigt habe, bin sogar uneingeladen bei Feiern aufgekreuzt, weil ich so dringend irgendeine Art menschlichen Kontakt brauchte - trotz der ebenso großen Angst, jemandem auf die Nerven zu fallen....
Irgendwann, vor gut 20 Jahren, schien ich nichts mehr zu verlieren zu haben und habe mich auf psychotherapeutische und medikamentöse Hilfe eingelassen. Dumm nur, dass ich da schon klammheimlich süchtig war, da wirkt beides nur eingeschränkt.
Will sagen: Lass Dich nicht von Podcastern beirren, die zum Teil den Eindruck erwecken, als ob das Leben ohne Alk ein Ponyhof wäre.
Ja, alles ist besser ohne Alkohol - aber nicht automatisch einfach. Wir müssen schon selbst aktiv werden.
Ich sage immer: Nüchtern dürfen wir uns noch mal neu entdecken und unser Leben ganz neu erfinden. Das ist nicht immer bequem, aber aufregend, auch mit ü50!
Und ob bei dir nur eine depressive Verstimmung oder eine Depression vorliegt, kannst du jetzt, da nüchtern, herausfinden und dich ggf. Noch mal behandeln lassen.
Nur Mut!