Beiträge von Rennschnecke

    Naira, aller Anfang ist schwer, auch hier im Forum, kannst Du bei einigen nachlesen, auch bei mir...😉

    Komm erst mal an, lass die ersten Eindrücke sacken, lies Dich ein und entdecke die Möglichkeiten....

    Der ungeschminkte Austausch ist unser großer Vorteil, wenn auch anfangs gewöhnungsbedürftig, aber das, was uns wirklich weiterbringt. Alles Gute!

    Der Körper muss abends ohne Dopamin und Serotoninschub auskommen-

    Ich habe auch schon Anlässe oder Feiern abgesagt, weil diese an sich schon sehr anstrengend für mich als ADHSler sind, und es dann noch Alkohol gibt, der mich ja beruhigen könn

    Hallo Naira, der Alkohol scheint doch noch ziemlich positiv bei Dir besetzt zu sein. Dabei gaukelt er uns die positive Wirkung nur vor.

    Wichtig ist es, echten Ersatz ohne Suchtverlagerung zu finden. Was würde Dir guttun und Dich wirklich beruhigen und positiv stimmen?

    Ein Herr in der LZT war wegen der MPU da. Er hat immer wieder betont, wie sehr ihm es fehlt, mit den Kunpeln einen trinken zu gehen. Er hatte auch gar kein Interesse, sein Umfeld zu verändern. Ein anderer Patient war nur da um nicht ins Gefängnis zu kommen. Die Therapie war eine Auflage vom Gericht. Er sah sich gar nicht als Alkoholiker und hat sowieso normal weiter gelebt wie bisher. Ein weiterer wollte in keinem Fall auf sein alkoholfreies Bier verzichten.

    Ich finde diese Erläuterung plausibel, ähnliche Beispiele habe ich auch stationär und ambulant erlebt.

    Es gibt allerdings auch den gegenteiligen Fall, ich nenne es mal den Therapiestreber, bei dem alle sagen/denken: Wenn es einer schafft, dann du/der ...(Ich gebe zu, ist eher meine Rolle).

    Und da gibt es auch genug Gegenbeispiele, dass das nicht stimmen muss, wie im "richtigen" Leben ....:/

    Es wäre auch eine Diskussion wert, wie sich der persönliche Tiefpunkt definiert. Ich habe schon viele Geschichten gelesen und gehört, wo die Patienten alles verlieren mussten. Bei mir hat die Aussage meines Arztes gereicht. Ich hätte auch einfach nur anfangen müssen zu Trinken, wenn es bei mir anfängt zu zwicken. Es ist bei jedem anders, sehr individuell. Für mich ein Thema, mit dem ich mich mehr auseinander setzen möchte. Danke für die Anregung bzw. Hinweis.

    Genau, haben wir gerade gemacht, immer noch in Jumps Faden, vielleicht sollten die Beiträge langsam in einen eigenen Faden zum Thema "Tiefpunkt" überführt werden, ist ja hochspannend und wichtig ...

    CT

    Ich glaube, wenn es einem nicht dreckig genug gegangen ist, ist man einfach nicht bereit, wirklich alles zu tun um trocken zu werden. Ich glaube auch, wenn es einem nicht schlimm genug ging, nimmt man diese Krankheit nicht ernst genug. Es muss schon richtig weh tun.

    Ist das so? Dann hätte man mir letztes Jahr, als ich hier aufgeschlagen bin, sagen müssen: "Wie, Du bist noch nie in Deiner eigenen Kotze oder neben einem fremden Mann aufgewacht, hast immer noch Job und Führerschein und noch nie das Bedürfnis gehabt, morgens weiterzutrinken oder eigene Smartphone-Posts vom Vorabend zu löschen? Das wird nix, melde Dich wieder, wenn Du richtig am Boden bist ..."

    Wie sehen das die alten Hasen aus ihrer Erfahrung heraus: Ist mein Rückfallrisiko wegen des Fehlens vergangener Exzesse höher als bei anderen?

    Ich würde auch nichts ihm überweisen, sondern (wenn es überhauot noch sinnvoll ist, wenn due Zwangsversteigerung droht) die Rate direkt an den Kreditgeber zahlen, in Deinem Namen, sonst hast Du keine Sicherheit. Bisher hast Du nur nur Worte damit erkauft, auf die du leider nichts geben kannst...

    Hallo Haar, in solchen Momenten des Zweifelns hilft es, den eigenen Faden noch einmal durchzulesen, um zu sehen, was Dich hergeführt hat. Das musst Du Dir nicht antun, Du bist nicht sein Eigentum!

    Wenn Du Angst hast, dass er ausrastet und gefählich wird, nimm das ernst und such Dir Rückendeckung von Freunden oder Verwandten und stelle ihn am besten erst kurz vorher vor vollendete Tatsachen ( und übernachte dann ggf. Bei Deinen Unterstützern).

    Herzlichen Glückwunsch, Silberstreifen, dass Du Deine Tochter und Dich aus diesem kranken Umfeld befreit hast.

    Ich habe gerade mal geschaut: Du bist erst seit Anfang Juli hier - und gut 2 Monate später schon in der eigenen Wohnung, Respekt!

    Vielleicht wäre es eine Idee, Deinen Faden positiver zu benennen? Denn Dein Kind und Dich hast Du ja gerade nicht aufgegeben...

    Kommt gut an in der neuen Wohnung und erholt Euch erst mal - alles Gute!

    Genau, frage mich die ganze Zeit, warum Du jetzt ein Gespräch führen möchtest, was soll dabei herauskommen? Oder hast Du das Gefühl, Du darfst die Trennung nicht "hinter seinem Rücken" in die Wege leiten? Hoffst Du auf sein (Ein)verständnis? Oder möchtest Du ihm eine letzte Chance zur Umkehr geben?

    Das alles lese ich bei COs öfter ... Aber: Du hast es mit einem Schwerkranken zu tun, der nicht unbedingt Herr seiner Sinne ist. Das kann gefährlich werden oder Dir zumindest die nächsten Monate noch mehr zur Hölle machen und den Trennungsprozessweiter erschweren. Überleg es Dir bitte gut ...

    Über die Stelle war ich auch gestolpert, Stromer. Du warst wohl ziemlich lange (wie ich auch) ein irgendwie noch funktionierender und "unauffälliger" Alkoholiker, während andere laut Berichten hier vielleicht schneller in nicht mehr zu verheimlichende Exzesse abgerutscht sind, aber untypisch ist das auch nicht ....

    Aber ich ahne, was Du meinst: Bei dem Wort haben viele meist das Endstadium vor Augen, deshalb sträuben sich auch viele Betroffene, sich selbst so zu nennen.