Beiträge von Mercedes

    Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich finde das bedenklich, dass deine Tochter zuhause ist.

    Schaue mal, du bist ein erwachsener Mann und hast genug Möglichkeiten, dich aus dieser Situation zu befreien.

    Das tust du aber nicht, sondern verharrst seit 20 Jahren in dieser Lage.

    Trotzdem bist du am Ende deiner Kräfte.

    Was glaubst du, wie es deiner Tochter mit einer Alkoholikerin als Mutter geht ?

    Liebe Grüße,

    M. ( EKA und trockene Alkoholikerin )

    P.S.: Und jetzt bitte nicht sagen, dass sie es nicht mitkriegt.

    Erinnere dich an deine Kindheit !

    Hallo Berta,

    ich finde es mutig und goldrichtig, dass du wieder hier bist !

    Du schriebst, du hättest deine Trockenarbeit vernachlässigt.

    Was genau verstehst du darunter ?

    Vielleicht hilft es dir, mal eine strukturierte Auflistung zu machen.

    Was genau unterstützt deine Abstinenz ?

    Was genau torpediert deine Abstinenz ?

    Das könnte ein Weg sein, deine Abstinenz zufrieden zu leben, zu festigen und aufrechtzuerhalten.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Du hast alles richtig gemacht und es zeugt von großer innerer Stärke, in diesem Moment dem Craving zu widerstehen.

    Das schaffen wirklich die wenigsten !

    Und es geht vielen so, dass, wenn sie aus der Käseglocke nach Hause kommen, in ein tiefes Loch fallen.

    Das kannst du in der Klinik in Ruhe mit den Therapeuten bearbeiten.

    Alles richtig gemacht, sei stolz auf dich !

    Ich bin stolz auf dich !

    Liebe Violet,

    ich finde auch, dass es von sehr viel Mut und Stärke zeugt, dass du auch diese harten Worte, die du hier hörst, an dich heranlässt.

    Das sagt mir, dass du ( noch ) eine mutige und starke Frau bist.

    Er hat dich bis jetzt nicht kleingekriegt, wow, das ist großartig !

    Nutze diesen Mut und diese Stärke für deine Kinder und dich.

    Wäre das deine Grenze ?

    Mein Eindruck ist, nein !

    Dann wirst du etwas anderes finden, „ja, er trinkt zwar tagsüber, aber nur Bier, nichts Hochprozentiges, machen andere auch, er geht ja noch zur Arbeit, die Kinder hängen an ihm blablabla…“

    Mein Eindruck von dir lässt in mir das Bild des Frosches im Topf mit kochendem Wasser hochkommen.

    Du und deine Kinder hocken aber immer noch drin.

    Du freiwillig, deine Kinder gezwungenermaßen.

    Die Kinder sind gerade -offen gesagt- das Einzige, was mich bei ihm hält.

    Auch das ist eine „klassische“ Aussage -und schlicht Unsinn, verzeihe meine offenen Worte.

    Egal, aus welcher Sicht dies betrachtet wird, psychologisch, paartherapeutisch oder -imho das Entscheidene- pädagogisch, ist dies eine Rechtfertigung dafür, nicht ins Handeln kommen zu „dürfen“, „…ich kann es den Kindern nicht zumuten, sie brauchen doch den Vater, sie würden eine Trennung nicht aushalten blablabla…“.

    Kinder bekommen alles mit und gerade für sie ist eine Trennung in solchen Fällen eine Erlösung, keine Belastung.

    Und oft der einzige Weg, ihnen auf lange Sicht ihr seelisches Gleichgewicht zu bewahren bzw. wiederherzustellen.

    Genau das ist der Punkt, liebe violet ! ( Edit: Bezogen auf # 36 )

    Aus der Sicht des Aggressors sinkt die Hemmschwelle, das Opfer lässt es ja zu.

    Aus der Sicht der Betroffenen zerbröselt der Selbstwert, die innere Kraft mit jedem verbalen oder körperlichen Angriff.

    Diese Hemmschwelle geht nicht zurück, niemals, wenn sich nicht etwas Gravierendes verändert, bei ihm oder dem Opfer.

    Beim Opfer wird der Selbstwert so lange pulverisiert, bis nichts mehr übrig ist -und keine Kraft mehr da ist, der Situation zu entkommen.

    Es gibt physische und psychische Gewalt.

    Interessanterweise wird physische Gewalt in der Wahrnehmung Betroffener viel höher bewertet, „wenn ich den ersten Schlag bekomme, sind ich und die Kinder weg…“.

    Das ist eine geradezu „klassische“ Aussage.

    Was die Betroffenen nicht wissen oder nicht wissen oder sehen wollen, dass psychische Gewalt viel mehr Schaden anrichtet, besonders nachhaltig in Kinderseelen.

    Was ich mir wünschen würde, dass Betroffene bei der ersten Beleidung, Herabsetzung, ungerechtfertigter Schuldzuweisungen etc., eine klare Grenzziehung vornehmen.

    Das würde vielen viel Leid ersparen, besonders denen, die sich nicht wehren können.

    Liebe Tanja,

    Trinker trinken traurig und glücklich, satt und hungrig, bei gutem und schlechtem Wetter etc.

    Ich bin mir sicher, dass du das vom Kopf her weißt.

    Nur deine Gefühle sagen dir etwas anderes ?

    Ich finde es übrigens -abgesehen vom Alkohol- ein absolutes No-Go, ein gemeinsames Wochenende so lapidar „abzusagen“.

    Es zeugt von mangelnder Wertschätzung dir gegenüber.

    Sei froh, dass es dein Haus ist und du deine Kinder nicht aus ihrer Umgebung reißen musst.

    Zeige dir selber die Wertschätzung, die du verdienst, indem du ihn vor die Türe setzt.

    Imho übrigens die einzige Option, um die Beziehung auf Augenhöhe vielleicht irgendwann führen zu können.

    Was er macht, denkt oder fühlt, kann dir -so hart es klingt- momentan egal sein:

    Jeder ist seines (!) Glückes Schmied !

    Liebe Grüße <3

    Oh nein, es tut mir so Leid ;(

    Ich hoffe, du konntest ein wenig emotionale Ruhe im Schlaf finden.

    Ich weiß, wie viel Kraft es kostet, ein Tier zu erlösen.

    Sei stolz auf dich, dass du diese Kraft und Liebe für das Tier hattest !

    Sei stolz auf dich, dass du diese Trauer nüchtern annehmen kannst !

    Sei stolz auf dich, dass du deine Eigenliebe nicht vergessen hast !

    Alles Liebe <3

    Aus meiner Sicht bist du auf dem ganz falschen Weg.

    Dies soll in keinster Weise ein Angriff gegen dich sein.

    Ich möchte dich auch nicht runtermachen, nimm meine Worte als Denkanstoß, wenn du magst.

    Dies sind meine Wahrnehmungen bei deinen Texten:

    Du betonst sehr, wie besonders du bist, besonders reflektiert, besonders empfindsam, besonders ausgebildet etc.

    Gleichzeitig grenzst du dich sehr „von uns anderen“ ab.

    Von denen, die „stigmatisiert“ sind, sich das Leben schwermachen, wenn sie sich „outen“ ( was ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann; mein Leben ist dadurch um ein Vielfaches leichter ).

    Offensichtlich möchtest du auf keinen Fall zu „uns, den anderen“ gehören.

    Du argumentierst ja auch immer dahingehend, „ja, bei euch mag das ja so sein, bei mir aber nicht…“

    Auf der kognitiven Ebene hast du deinen Alkoholismus im Griff, weil du ja keine Alkoholikerin bist.

    Thema für dich erledigt, ich trinke nicht mehr, Schluss, Messe gelesen, Problem beseitigt.

    Was du aber überhaupt nicht verstanden hast und momentan mMn auch nicht verstehen willst, dass Alkoholismus keine kognitive Störung ist, wie z.B. Intelligenzminderungsstörung, sondern eine emotionale Störung.

    Wer sich wie du über Jahrzehnte mit psychotropen ( bewusstseinsverändernden ) Substanzen die Birne zuhaut, hat ein tief sitzenden Problem mit seinen Gefühlen.

    Solange du das nicht erkennst, bist du auf dem Holzweg -und der Weg zur Flasche leider für dich der einzig mögliche, weil es für dich der „erlernte“ Weg ist, mit deinen Gefühlen klarzukommen.

    Ja, du hast vollkommen Recht.

    Deine Worte bestärken mich auch in meinem Entschluss.

    Gestern hat sie meinen Mann am späten Abend angerufen, um ihm zu sagen, dass er wiederum meiner Tochter sagen soll, dass meine Mutter sie angerufen hat.

    Was ja völliger Unsinn ist, da meine Tochter das ja auf ihrem Handy sieht.

    Abgesehen davon ist bekannt bzw. sollte auch ihr bekannt sein, dass mein Mann unter der Woche um halb 10 im Bett verschwunden ist.

    Er muss oder sollte sich da selbst abgrenzen, das sehe ich genauso wie du.

    Daraufhin ging es mir nicht gut.

    Ich merkte, dass ich das erste Mal den Gedanken hatte, dass ich einen Rückfall haben könnte.

    Ich habe dann hier noch viel ( besonders im „EKA-Bereich“ ) gelesen und Artikel über Kontaktabbruch erwachsener Kinder zu den Eltern.

    Das hat mir sehr geholfen, meine Gedanken zu sortieren.

    Als meine Tochter ( 18 ) nachhause kam, haben wir uns noch lange über meinen Entschluss unterhalten.

    Sie hat vor allem sehr offen gesagt, wie sie mich wahrnehme und, dass diese Wahrnehmung diametral zur Wahrnehmung meiner Eltern stünde, und dass sie das als großes Unrecht empfinde.

    Was sie besonders fertig macht, sei die Tatsache, dass ihre Großeltern ihr gegenüber nicht ehrlich seien.

    Ein Beispiel mit Hintergrundinformation ( ich hoffe, ich bin nicht wieder zu detailliert, aber es ist sehr aktuell, was sie gestern anführte, um diesen Punkt der Unaufrichtigkeit ihr gegenüber zu untermalen ): )

    Wir beide sind überzeugte Pferdemädchen ( „Dreck an den Schuhen, Heu im Haar, Sabber auf der Jacke - wir lieben es“ ^^ ).

    Lange hatten wir 2 Pferde, bis ihre Ponystute, mit der sie auch mit viel Freude erfolgreich an Turnieren teilgenommen hatte, für sie zu klein wurde.

    Wir gaben die kleine Maus in sehr gute Hände weiter, wo sie sich jetzt auf der Wiese um ihr Fohlen kümmert.

    Daraufhin bekam sie eine ganz reizende Stute. Die beiden lieben sich, aber für Turniere eignet sie sich aus verschiedenen Gründen nicht.

    Ich wusste, dass meine Tochter nie ihr Pferd deswegen verkaufen wollen würde.

    Dann musste ich vor 3 Jahren mein altes Pferd leider gehen lassen ;(.

    So keimte in mir der Gedanke, mir wieder ein eigenes zu kaufen, mit dem meine Tochter auf Turniere gehen könnte ( 2 Fliegen mit einem Pferd, quasi ).

    Nun ist es vollbracht.

    Ich bin glücklich, weil ich wieder ein eigenes Pferd habe, sie ist glücklich, dass sie wieder Turniere reiten kann.

    Zu ihr hätten sie gesagt, wie sehr sie sich für sie freuten.

    Zu mir sagten sie, was das für ein „himmelschreiender Schwachsinn“ wäre, weil meine Tochter „Angst vorm Reiten“ hätte.

    Es hat mich sehr bestärkt, dass ihre und meine Wahrnehmung meiner Persönlichkeit übereinstimmen.

    Ich muss vielleicht noch ergänzen, dass wir 3 hier sehr offen miteinander sind, gerade, was Probleme, Gefühle und damit verbundene Kommunikation anbelangt.

    Auch und gerade über meinen Alkoholismus und dem, was dies mit ihr gemacht hat, haben wir offen gesprochen.

    Tja, lange Rede, kurzer Sinn:

    Mir geht es gut, ich habe gut geschlafen.

    Vielen Dank an alle, die meinen langen Text gelesen haben !

    Mir hat es sehr gut getan, dies niederzuschreiben.

    Liebe Grüße,

    M.

    Das hört sich doch wirklich nach Hoffnung an und freut mich sehr !

    Ich kann das sehr gut nachempfinden, was du schilderst.

    Gerade, wenn mit meinen Tieren etwas ist, fühlt es sich gut an, dass ich es trocken durchstehen darf.

    Sei sehr stolz auf dich !

    Deine Abstinenz ist kein Geschenk, sondern eine großartige Leistung.

    Oder, das größte Geschenk, das du dir selber gemacht hast ? :)

    Liebe Grüße

    P.S.: Ich war auch so ein hoffnungsloser Fall. Nun sind es schon 6 Jahre

    Gerne würde ich euch mitteilen, dass meine Mutter mich zu ihrem Geburtstag eingeladen hat.

    Ich werde nicht hingehen und habe dies auch schon übermittelt.

    Was für mich momentan schwierig ist, dass mein Kontaktabbruch überhaupt nicht ernstgenommen wird.

    Also komplett ignoriert wird.

    So wird mein Mann mit Anrufen bombardiert.

    Trotz allem fühlt sich der Abbruch nach wie vor schwierig, aber richtig an.

    Eigenschutz vor tiefer Elternliebe !

    Euch allen einen schönen Abend und liebe Grüße,

    M.

    Ich schließe mich aus vollem Herzen dem Glückwunsch an !

    Du kannst sehr, sehr stolz auf dich sein.

    Auch, dass das erste Jahr -aus psychologischer Sicht- das schwierigste ist.

    Alle Situationen, Rituale, Weihnachten, Urlaub, großen und kleinen Probleme wollen nüchtern neu „überschrieben“ und bewältigt werden.

    Das hast du geschafft !

    Ich habe gerade meinen 6. Jahrestag hinter mir und freue mich immer noch jeden Tag.

    Auch meine ich, dadurch eine Stärke und innere Unabhängigkeit erlangt zu haben.

    Aus dieser Quelle schöpfe ich viel Kraft.

    Kennst du das auch ?

    Liebe Grüße und Schulterklopfer :),

    M.