Vielen, lieben Dank für eure Beiträge.
Ich war 7 jahre mit einem Mann zusammen, der absolut gegen Alkohol war. Er passte auf mich auf. Trotzdem habe ich zwischendurch all halb Jahr so ein starkes Bedürfnis gehabt, dass ich getrunken habe, wenn er mal nicht da war. Was danach natürlich ein riesen Theater war. Aber es war immer nur ein Tag und dann lange wieder nichts.
In dieser Zeit ging ich fast nie aus dem Haus und hatte auch keine sozialen Kontakte.
Letztes Jahr Dezember bekam er Brustkrebs. Ich habe ihn Zuhause gepflegt, bis zu seinem letzten Atemzug am 1. März.
Danach war ich erstmal so fertig dass ich 1 Woche zu meiner Mutter bin.
Danach musste ich die Wohnung ausräumen. Auch hier habe ich nur einmal 2 Tage hintereinander getrunken.
Da ich mir aber bewusst war, dass ich nicht alleine in eine Wohnung ziehen kann, weil ich dann wieder komplett abrutschen, bin ich hier in der Stadt in eine WG vom ambulanten Betreutem Wohnen für Suchthilfe gezogen.
Vor 3 Wochen hatte ich einen Rückfall, aber auch nur ein Tag. Danach war wieder OK.
Am Montag hat sich hier ein Bekannter vom Haus das Leben genommen. Seither habe ich wieder dieses starke Verlangen zu trinken. Habe es aber bis jetzt mit viel Anstrengung geschafft, das ich es nicht tue. Das zeigt mir, daß ich es kann.
Und deshalb habe ich mich auch hier angemeldet, um hier Erfahrungen und Austausch zu finden.
Momentan mach ich auch eine Verhaltenstherapie. Ich glaub, dass ist die einzige Therapie, die ich in all den Jahren noch nicht gemacht habe.
Ich will diesen scheiß Alkohol nicht mehr in mein Leben lassen.
Danke fürs Zuhören 😌
Kira