Hallo Zusammen,
kurz vor Weihnachten und kurz vor Sylvester möchte ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Bis auf Weihnachten und Sylvester habe ich jetzt alles zum zweiten Mal nüchtern erlebt, mit allen Höhen und Tiefen, ziemlich unspektakulär.
Heute ist mir aufgefallen, dass ich schon lange keine Langeweile Phase mehr hatte. Ich glaube das waren die letzten Ausläufer der psychischen Abhängigkeit. Mir geht es gut, ich bin gesund und fühle mich ‚normal‘.
Letztes Jahr wollte ich unbedingt ins neue Jahr rein feiern. Unbewusst wollte ich wohl beweisen, dass sich nichts verändert hat und ich ohne Alkohol genauso lustig bin und feiern kann.
Nur nicht trinken reicht nicht, das habe ich verstanden. Dieses Jahr möchte ich gar nicht mehr feiern gehen. Was soll ich da? Ich gehöre da nicht mehr hin. Innerlich fühle ich mich nicht mehr ‚nur‘ nüchtern sondern abstinent lebend. Was mir (noch) fehlt ist das trockene Alkoholikerinnen Selbstbewusst. Ich druckse immer noch rum. Da sind Alex auf dem Weg und Cadda meine großen Vorbilder. Die Ideotie ist, dass ich mich Fremden gegenüber schäme, ein Getränk abzulehnen. Das ist für mich noch ein großes Übungsfeld. Dieses Jahr fahre ich Sylvester zu meinen Eltern, der Ausblick ist toll und Anfang des Jahres ab in den Urlaub. Mal sehen, ob ich es schaffe nach einer Wanderung zum Essen in ein Restaurant einzukehren, oder besser direkt zur FeWo. Ich werde das situativ entscheiden.
Liebe Grüße Rina