Beiträge von *Rina*

    Guten Morgen Stef,

    ich habe an Weihnachten und Sylvester keinerlei Erwartungen. Für mich sind das Tage an denen ich Auszeit für mich habe, daher genieße ich die Zeit ohne Verpflichtungen sehr. Was mir an schwierigen Tagen hilft ist ein straff organisiertes Programm, viel raus an die frische Luft bei jedem Wetter, Wohnung ausmisten, aufräumen und Pläne für die Zukunft schmieden.
    Egal wie Du Dich an den Tagen fühlst, das ist nur eine Momentaufnahme und kein andauernder Zustand. Geht vorbei.

    Liebe Grüße Rina

    Hallo Zusammen,

    kurz vor Weihnachten und kurz vor Sylvester möchte ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Bis auf Weihnachten und Sylvester habe ich jetzt alles zum zweiten Mal nüchtern erlebt, mit allen Höhen und Tiefen, ziemlich unspektakulär.
    Heute ist mir aufgefallen, dass ich schon lange keine Langeweile Phase mehr hatte. Ich glaube das waren die letzten Ausläufer der psychischen Abhängigkeit. Mir geht es gut, ich bin gesund und fühle mich ‚normal‘.
    Letztes Jahr wollte ich unbedingt ins neue Jahr rein feiern. Unbewusst wollte ich wohl beweisen, dass sich nichts verändert hat und ich ohne Alkohol genauso lustig bin und feiern kann.

    Nur nicht trinken reicht nicht, das habe ich verstanden. Dieses Jahr möchte ich gar nicht mehr feiern gehen. Was soll ich da? Ich gehöre da nicht mehr hin. Innerlich fühle ich mich nicht mehr ‚nur‘ nüchtern sondern abstinent lebend. Was mir (noch) fehlt ist das trockene Alkoholikerinnen Selbstbewusst. Ich druckse immer noch rum. Da sind Alex auf dem Weg und Cadda meine großen Vorbilder. Die Ideotie ist, dass ich mich Fremden gegenüber schäme, ein Getränk abzulehnen. Das ist für mich noch ein großes Übungsfeld. Dieses Jahr fahre ich Sylvester zu meinen Eltern, der Ausblick ist toll und Anfang des Jahres ab in den Urlaub. Mal sehen, ob ich es schaffe nach einer Wanderung zum Essen in ein Restaurant einzukehren, oder besser direkt zur FeWo. Ich werde das situativ entscheiden.

    Liebe Grüße Rina

    Hi Emmi, ich glaube Alkohol bauscht vorhandene Gefühle auf und kreiert Gefühle, die es ohne Alkohol nicht gäbe.
    Ich empfinde mittlerweile den nüchternen Zustand als viel angenehmer, keine selbst erdachten oder reingesteigerten Dramen mehr. Ich kann viel besser mit Problemen umgehen und sie auch gedanklich abschließen. Richte Deinen Blick in die Zukunft, das Vergangene ist vergangen.
    Liebe Grüße Rina

    Hallo Joryn, auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Trotz sehr heftigen Lebensumständen (Mutter schwer krank, Beruf belastet mich wegen Personalmangel, Haustier krank...) möchte ich es gerade jetzt schaffen und habe mir vielleicht extra diese harte Zeit zusätzlich als Beginn meiner Abstinenz ausgesucht.Wenn nicht jetzt,wann denn dann?....

    bald wirst Du feststellen, dass Du abstinent lebend mit allen Widrigkeiten des Lebens viel besser umgehen kannst, Du eine viel größere Resilenz einwickelst.
    Liebe Grüße Rina

    Hallo Evelin, wie schön von Dir zu lesen! Ich finde Deine Bergtouren total beeindruckend und wie befreiend für Dich in den Berghütten nicht mittrinken zu müssen! Herzlichen Glückwunsch zum verschlafenen Jahrestag!
    Liebe Grüße Rina

    Hallo,

    ich habe fast über ein halbes Jahr still mitgelesen, bevor ich mich angemeldet habe. Ich habe auf vielen Forenthemen rumgekaut. Bin ich wirklich Alkoholikerin? Kann ich mir eine ‚lebenslängliche‘ Abstinenz vorstellen? Was sind überhaupt Trinkpausen? Wann nass, trocken oder abstinent? Warum keine alkoholfreien Ersatzgetränke? Warum ein alkoholfreies Zuhause und Umfeld? Ich hatte keine Lust mich an all diesen Themen öffentlich abzuarbeiten. Durch das stille Mitlesen hatte ich die Möglichkeit mich weiter zu entwickeln und vieles umzusetzen. Und im Nachhinein den Sinn zu verstehen!
    Die Forumsregeln sind klar kommuniziert und jede*r kann sich überlegen ob es passt. Ich finde das Forum muss niemanden retten. Hop oder top. Ich bin mittlerweile sehr froh über die klaren Regeln und super froh, dass ich nicht so Sätze lesen muss, wie „ Oh, jetzt habe ich doch leider wieder getrunken, aber gar nicht sooo viel und nächste Woche fange ich wieder an aufzuhören, Mimmimmi“

    Fazit: desto trockener ich werde, desto besser finde ich die klare Forumslinie. Sich selbst als Alkohliker*in zu bezeichnen, finde ich grundlegend.

    Liebe Grüße Rina

    Liebe Jump,

    wie schrecklich für Dich. Ich hatte so auf ein Happy End gehofft und jetzt sind all Deine Träume und Hoffnungen zerstört. Leider scheint Dein Mann keinen Weg aus der Sucht zu finden. Einfach nur traurig für Euch. Ich schicke Dir mein besten Wünsche, dass Du Deinen Weg gehen kannst. Liebe Grüße Rina

    Vielen Dank für Deinen Einsatz.
    Ich habe festgestellt, dass das Forum lesen eine liebgewordene Gewohnheit ist und umso wertvoller wenn alles wieder wie gewohnt läuft.
    Deine Arbeit ist sooo wichtig für uns. Vielen Dank!

    Hallo Naira,

    Den Begriff nasses Denken habe ich auch erst hier im Forum gelernt. Mein nasses Denken ist: Ich kann genau sagen wer wieviel und was an Alkohol getrunken hat. Ich habe schon Rotwein aus drei Meter Entfernung gerochen. Am Anfang habe ich mir genau überlegt, was ich an Alternativen trinken könnte und mir darüber Gedanken gemacht, ob das negativ auffallen könnte. Manchmal schäme ich mich Alkohol abzulehnen ( ganz bescheuert). Ich habe immer noch die Verknüpfung langweilige Menschen leben abstinent und wer will schon langweilig sein? Das sind alles Gedanken, die ein Mensch ohne Saufkarriere nicht hat.
    Lange Zeit habe ich gedacht, das es reicht nicht trinken zu wollen. Aber irgendwie ist die Alkohol Sucht stark an Emotionen geknüpft und da wird es dann echt schwierig. Letztes Jahr habe ich bei einem Arzttermin zufällig aus dem Fenster auf den Weihnachtsmakt geguckt und bin traurig geworden. Ich habe mit Freunden einen total schönen Abend verbracht und in der darauffolgenden Woche bin ich auf einmal total traurig geworden. Vielleicht muss man das aber auch einfach mal selber erleben, so als Aha Erlebnis. Bevor ich das selber erfahren habe, hätte ich es auch nicht für möglich gehalten.
    Leider kann man bei der Alkohol Sucht nicht sagen ‚Versuch macht klug‘, dafür ist das Scheitern echt zu folgenschwer.
    Liebe Grüße Rina

    Liebe Rennschnecke,

    ich lese Dich sehr gerne! Ich nutze das Forum um am Ball zu bleiben, selber schreiben liegt mir nicht so, aber ich lese hier täglich. Die Entwicklung immer weniger schreiben, Suchtgedanken und wenn dann das Lesen nachlässt, ist potenziell gefährlich. Da könnte ein Baustein verloren gehen. Ich hatte letztens häufiger den Gedanken ‚Ach, sooo schlimm war das doch gar nicht‘. Auch ganz übel. Ich habe mir das so erklärt. Meine Suchtstimme ist eigentlich verstummt und jetzt schickt sie mir solche Gedankenblasen…. Das habe ich nicht freiwillig gedacht, das ist eine neue Finte. Also wahrnehmen, schauen woher der Gedanke kommt und dann den Gedanke ziehen lassen.
    Mit 80 wieder entspannt ein Gläschen zu trinken ist auch so ein ….. Einfall. Ein alter Körper kann ja überhaupt nicht mehr gut Alkohol verstoffwechseln. Wahrscheinlich würdest Du schneller auf der Gerontopsychatrie landen, als Du ‚Prost‘ sagen könntest.
    Guck Dir sportliche fitte alte Menschen an und nimm die zum Vorbild und nicht die verwirrten Alkohol Dementen.
    Liebe Grüße Rina

    Hallo Stromer, hallo Zusammen,

    Danke der Nachfrage. Mir geht es sehr gut und ich fühle mich pudelwohl. Vorgestern war ich bei meiner Augenärztin und sie hat festgestellt, dass man anhand meines Sehnerves sieht, dass ich sehr gesund lebe. Da bin ich total stolz drauf. Früher bin ich gar nicht zum Augenarzt gegangen. So insgesamt würde ich sagen, dass die Alltags Dramen sich beruhigt haben. Ich handle wesentlich souveräner und fühle mich nicht so gestresst. Bis jetzt hatte ich aber auch noch keine echten Probleme zu lösen.
    Auch meine Langeweile Phasen sind nicht mehr da. Ich glaube, die sind die Vorstufe von dieser Leere, die durch den psychischen Entzug entstehen kann.
    Im trinkenden Freundeskreis fühle ich mich wie ein Insekt unter der Lupe betrachtet. Alle denken, ich müsste unglaublich verzichten und keiner glaubt mir, dass die Abstinenz meine freie Entscheidung ist, die ich in keinster Weise bereue. Früher war ich auch nicht anders.

    In meinem Haus wird noch bis 2026 renoviert, aber in unterschiedlichen Phasen. Gerade ist es still. Gott sei Dank.
    Wie geht es Dir Stromer? Ist ein neues Kätzchen in Sicht?

    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Anna,

    ich hoffe Du bist weiterhin Käptn peng Fan. Ich werde mir auf jeden Fall den von Dir empfohlenen Film ansehen. Allein schon wegen Käptn Peng!8)

    Ich finde sowohl die Alkoholiker Geschichten als auch die Erlebnisse der Angehörigen ähneln sich sehr. Jeder belügt sich irgendwie selbst, bis das Kartenhaus einstürzt und erst dann geht es weiter. Desto länger mein Hirn nicht mehr vernebelt ist, desto mehr verstehe ich, was mit nassem Denken gemeint ist. Ich hätte früher wirklich nie gedacht, dass ein abstinentes Leben überhaupt Sinn macht und Spaß erst recht nicht. Tja, das Leben ist Veränderung. Ich bin sehr gespannt, wie unser Weg weiter geht.

    Liebe Grüße Rina

    Hi Anna, herzlichen Glückwunsch zu 150 Tagen nüchtern sein.
    Ich bin auch in die Life Style Sauf Falle getappt. Hauptsache der Rotwein ist Demeter und die Eiswürfel für den Gin Tonic passen zum Glas. Was für ein Selbstbetrug in Wahrheit kam es immer auf die Umdrehungen an. Aber so konnte ich lange Zeit meinen Alkoholkonsum schön reden.
    Auf zu den nächsten nüchternen Tagen