Beiträge von Berni

    Super Paul! Ich habe deine ganze Story gelesen, mich sehr amüsiert und bin felsenfest sicher, du schaffst es! Weiter so, schön welche Alternativen du nun alles macht und du erkennst täglich mehr, wie schön die Natur und das abstinente Leben ist. Alles Gute.

    Hallo Cadda, danke für deinen Beitrag. Ist für mich nachvollziehbar. Was schlägst du mir vor??? Die Umsetzung / Entscheidung zu treffen fällt mir wahnsinnig schwer. Tabula rasa klingt gut, würde mich aber auch unendlich Energie kosten.

    Da ich in Selbsthilfe-Gruppen sehe, dass es Menschen schaffen, habe ich noch eine kleine Hoffnung.

    Ja, für mich als Co-Abhängigen wird es jedoch immer schwerer nachhause zu kommen, weil ich regelrecht Angst und Panik habe, was mich nun wieder Schlimmes erwarten kann. Wäre ich vorgestern nicht da gewesen, würde sie höchstwahrscheinlich dort noch liegen, wo sie gestürzt ist. Und ihr Telefon war 1 Stock tiefer und viele Treppen dazwischen, was sie nicht mehr bewältigen konnte. Und wäre ich ein paar Tage nicht da gewesen, wäre eine Krankenhauseinweisung überflüssig gewesen und es hätte ein Bestattungsdienst kommen müssen. Sehr, sehr schlimm! Ist bei ihr schon der kpl. Verstand versoffen worden und das Gehirn kaputt? Gibt es noch eine Chance auf ‚ein Klick bei ihr‘?

    Planungen, Absprachen werden natürlich von ihr zu 90% nicht eingehalten. Immer wieder das Spagat zwischen Hoffnungen, Enttäuschungen und Zermürbungen auf meiner Seite.

    Das Leben könnte so schön sein, auch ohne Alkohol.

    Ich bin so froh, dass wir keine Kinder haben. Manchmal denke ich aber auch, hätten wir eins gehabt, so wäre ich natürlich schon längst weg, denn ein Kind wird sicher immer dem Partner zugesprochen, der keine Sucht hat. Und ich wäre als Co nicht so lange wie jetzt, schon ca. 20J., im Strudel der Abhängigen.

    Da Alkohol und Depressionen ja absolut zusammen hängen, müsste für sie nun wieder eine Entgiftung her, denn erst den Alkohol behandeln, dann an der Depression arbeiten, sonst kann dieser zusammenhängende Kreislauf nie unterbrochen bzw. gestoppt werden.

    Ganz schlimm finde ich auch, dass viele Psychiater/innen Alkoholabhängigen einfach Psychopharmaka verschreiben, deren Wirkungen mit Alkohol ja absolut kontraproduktiv sind, ohne erstmal den/die Patienten/in motivieren aus eigenem Wille heraus eine Entgiftung zu machen, was doch wohl immer der erste Schritt sein müsste!?

    Danke erstmal an alle!

    Meine Story geht weiter, leider alles Realität. Nachdem meine Frau gestern Abend noch im Vollrausch war, hörte ich plötzlich ein Stockwerk über mir einen großen Knall: Nach Gang auf die Toilette ist sie zurück ins Schlafzimmer gestürzt. Dann das volle Programm: Rettungsdienst bestellt, Feuerwehr kam auch mit mehreren Fahrzeugen, sie musste aus dem 1. Stock mit Drehleiter und Luftliege runtergebracht werden. Ab ins Krankenhaus, heute Vormittag erhielt ich von ihr die Rückinfo mehrere Rippen gebrochen.

    Alles wieder durch den Alkohol und in diesem Jahr waren schon 6 Rettungsdiensteinsätze wegen ihr nötig! Kapiert sie nun endlich mal eine Langzeit-Entzugstherapie zu machen?

    Mein Schlaf war wieder kpl. gelaufen, musste heute 9h arbeiten, danach noch Sachen für sie zusammensuchen, denn sie war ausschließlich in Unterhose ins Krankenhaus gebracht worden, aber es gab halt wieder ihren Co-Abhängigen, der das dann gemacht hat und mit einem Koffer ins Krankenhaus gefahren ist. Was muss noch passieren? Meine Schere geht auf zwischen Hass und etwas Hoffnung. Es ist alles so furchtbar.

    Hope92, danke für deinen Beitrag. Aktuell habe ich jedoch massive Angst, wenn ich von der Arbeit komme. Wo ist sie, wo liegt sie besoffen rum, ist sie wieder gestürzt und kann keine Hilfe holen etc.

    Sehr, sehr schlimm. Auch isst sie nicht mehr regelmäßig, säuft nur noch. Wie lange kann das denn ein Körper so mitmachen?

    Danke für eure lieben Worte. Ich bin mit meinen Nerven am Ende, konnte heute wieder nur stundenlang an mein Leid und Verzweifelung mit meiner Frau als schwere Alkoholikerin denken, während sie stockbesoffen und im Tiefschlaf im Bett liegt und ich nicht mehr schlafen kann. Nachher gehe ich alleine in die Kreuzbund-Gruppe, sie ist ja wieder nass und kann nicht mit.

    Mein Gewissen belastet noch, vielleicht kann der ein oder andere (m/w/d) mir da Tipps oder Handlungsvorschläge geben:

    - noch zu meiner o.g. Nachfrage zu Hochzeit Neffe

    - ab wann muss ich den Rettungsdienst bestellen, wenn meine Frau stockbesoffen im Bett liegt und ich keine unterlassene Hilfeleistung befürchten muss?

    - sie macht mich auch in Selbsthilfegruppen schlecht, die ich zuerst besucht habe. Ich denke auch, dass die ehemaligen Alkoholiker/innen da mehr auf der Seite der eigenen Partei sind (Alkoholiker) und nicht auf der der Angehörigen, die m.E. mehr leiden als die Alkoholiker/innen selbst

    Sie soll aus ‚Ich darf nicht trinken‘, ‚Ich möchte nicht mehr trinken‘ machen, mit einer Langzeittherapie für das Suchtgedächtnis. Denn das Leben ist so schön, auch ohne Alkohol.

    Geld ist natürlich nicht wichtiger als Gesundheit, das gesparte Geld für das Alter zum Versaufen zu vernichten jedoch schlecht für Gesundheit und den Geldbeutel.

    Es tut mir sehr leid zusehen zu müssen, wie sie sich selbst zerstört und keine Hilfe annehmen möchte. Alkohol ist wohl die schnellere und leichtere Belohnungsvariante als eine arbeitsintensive Therapie?

    Ja, ich hätte mich eigentlich schon getrennt, wenn ich nicht verheiratet wäre oder wenn ich vor/bei der Hochzeit eine Gütertrennung gemacht hätte. Das war mein größter Fehler im Leben. :(

    Hallo Aurora, Linde66 und Elly,

    danke für eure Nachrichten und Infos. Schön, dass es so ein Forum und euch gibt.

    Am Wochenende steht bei dem Sohn meiner Schwester, also Neffe eine Hochzeit an.

    Mit meiner Frau habe ich am letzten Sonntag besprochen, dass sie nur mit darf, wenn sie ein paar Tage zuvor nüchtern bleibt. Sonst sehe ich die Gefahr, dass sie besoffen die Hochzeit ‚sprengt‘ oder Gäste übelst beschimpft oder beleidigt.

    Natürlich fühlte sie sich nun wieder unter Druck gesetzt oder beleidigt mich, dass ich ihr drohe. Ich möchte nunmal Frieden und ein normales Fest, was nicht durch eine Spiegeltrinkerin im Dauerrausch gestört wird. In diesem Jahr wurde sie schon 5x mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, da ihr Alkoholkonsum Depressionen verstärkt bzw. sie in Depressionen natürlich noch mehr säuft.

    Was denkt ihr: Soll sie noch eine Chance auf die Mitfahrt zur Hochzeit bekommen, ich alleine hinfahren oder dann evtl. auch nicht? Ich bin es leid als Angehöriger und Nichtalkoholiker ‚Babysitter‘ für eine renitente Alkoholikerin zu sein.

    Liebe Forum-Teilnehmer/innen,

    ich bin 56J. und mit einer Alkoholikerin verheiratet. Diese ist Spiegeltrinkerin und damit täglich im Rausch. Inzwischen ist sie mit 54J. auch nicht mehr arbeitsfähig und hat einen Rentenantrag gestellt.

    Leider hat sie durch ihren Alkoholismus schon mehrere Knochenbrüche erlitten, dadurch auch nichts daraus gelernt. Das finde ich sehr schade.

    Selbst 3 Entgiftungen in Kliniken haben sie nicht zur Einsicht gebracht abstinent zu leben. Ich leide immer stärker darunter, da ich mir unendlich einen Kopf mache, was noch so alles Schlimmes passieren muss, ich bin verzweifelt. Während ich mir viele Gedanken mache, liegt sie natürlich besoffen im Bett.

    Wir hatten schon geplatzte Urlaube wegen ihrem Saufen (vor dem Abflug fiel sie am Gate vor dem Einsteigen um), Herd vergessen auszumachen, da besoffen, Autounfälle etc. Geschweige denn von den ganzen Lügen, Verleumdungen und Rufmorden, die sie im besoffenen Zustand artikuliert.

    Wir gehen auch schon zum Kreuzbund, ich als Angehöriger natürlich öfter und zuverlässiger als sie. Caritativ Einzelberatungen. Ich hoffe, dass sie sich endlich mal für eine Langzeittherapie entscheidet, dies wäre meine letzte Hoffnung. Sie ist eigentlich ein ganz lieber und beliebter Mensch, wenn nur dieser Alkohol nicht wäre.

    Das macht mich fertig, habe schon schlaflose Nächte, bin psychisch nun auch fast am Ende, mein Beruf als Akademiker mit sehr gutem Gehalt ist gefährdet.

    Dennoch möchte ich mich nicht von ihr trennen, da ich ein Helfersyndrom habe und mir konsequente Entscheidungen nicht leicht fallen und sie das natürlich schamlos ausnutzt. Bitte helft mir!