Beiträge von Mariexy

    Ich kannte 2 Ehepaare wo die Ehe nicht auseinanderging , die Männer trocken blieben aber das ist war nur möglich ( hätte auch anders ausgehen können lt. Aussage ) weil die Ehemänner sich selbst auf den Weg gemacht haben um trocken zu werden und zu bleiben. Die Ehefrauen sich selbst auch aufgemacht haben um " gesund " zu werden. Oft ist es aus ihrer Erfahrung so gewesen dass wenn die Partner trocken waren es erst recht zur Trennung kam da der trockene Partner keinen coerkrankten Partner brauchen kann. Bei mir ist es im Moment so , ich habe mein eigenes Zimmer innerhalb der Wohnung, ich lebe mein Leben so wie ich es gerne habe hatte allerdings nie probleme mit dem Alleinsein. Je nachdem spreche ich mit ihm vorher darüber ,mache aber auch vieles spontan. Vor ein paar Jahren als er das merkte dass ich mich ändere be kam natürlich gegenwind und ich habe mich auf eine Trennung vorbereitet. In letzter Zeit begegnen wir uns auf freundschaftlicher Basis. Aber wie schon gesagt unsere Kinder waren schon teilweise aus dem Haus als er angefangen hat zu trinken ,vor allem als es mir bewußt wurde. Meine Kinder müssen mir auch nicht helfen , ich lebe ihnen nicht die heile Ehe vor. Aber es ist meine Entscheidung so zu leben und ich kann das nur weil ich meiner höheren Macht ( in meinen Augen Gott ) vertraue und er höher steht als mein mann. Es ist mein Leben das ich lebe und mit dem Wissen das ich heute habe würde ich mich trennen wenn ich kleine Kinder hätte.

    Mariexy

    Am Anfang vor Jahren als ich anfing in die Angehörigengruppe zu gehen , gab es einmal im Monat ein Gemeinsames Treffen mit der Alkoholerkrankten Gruppe. Das habe ich immer vermieden ich konnte mich nicht dazu überwinden. Weinachtstreffen ( Meeting ) wurden gemeinsam gemacht , ich glaube beim erstenmal war ich recht zurückhaltend und abwehrend dem ganzen. Im 2.ten Jahr kam ich dann mit einem ins Gespräch kann darüber nicht mehr viel sagen nur der hat mir meine ganze Co-abhängikeit aufgezeigt und hat meine Argumente sowas von entkräftigt mir sind ganz viele Lichter aufgegangen. Im Moment tut mir dieses Forum mehr gut ,viele Gruppen hören auf auch wir Angehörigen sind nur noch im Prinzip 2 Leutchen.

    Mariexy

    Liebe Yuma, schön dass du gestartet bist mit rennen. Du musst auch gesund werden vielleicht kannst du eine Psychotherapie bekommen ,ich merke wie so manches in mir hoch kommt ( schlechtes Gewissen durch anerzogene oder Kindheitserlebnisse ) dann weiß ich wie ich mit dem umgehen kann und keinen schritt zurück mache. Genieße deine Kinder, ich weiß noch wie mein Kinderarzt bei einer U- Untersuchung begeistert über 2jährige geredet hat. Sie fangen an zu reden usw. ,sie bekommen soviel mit und man hat und kann daurch viel nettes erleben. Mein Mann hat d

    amals eine Tonaufnahme gemacht von ihnen als ich nach einer geburt im KH war. Leider ist die kassette verloren gegangen. Genieße das kuscheln mit dem ganz kleinen.

    Mariexy

    Du haßt dich ? Du machst Selbstmord an deinem Wert , du kannst reagieren wie soll deine 2jährige in dir die Mutter, Beschützerin wahrnehmen ? Wenn du es für dich nicht fertig bringst tu es für deine Kinder. Lies mal bei den erwachsenen Kinder von Alkoholiger. Ich möchte dich in Arm nehmen und gleichzeitig schütteln. Es gibt bestimmt Menschen die dir helfen wenn du endlich startest.

    Mariexy

    Ich habe am Anfang ,als bei meinem Mann diese Trinkerei anfing eine Heilpraktikerin wegen meinem Rücken aufgesucht und in dem Vorgespräch kam es dann dass ich zum ersten mal jemand davon erzählte dass mein mann Alkoholiker ist oder wird. ( war ganz am Anfang ) Sie erzählte mir dann ihre Geschichte weiß jetzt nicht mehr ob Mann oder Sohn Alkoholiker war egal sie hat mich auf die Co- Abhängikeit hingewiesen und wie gefährlich sie ist. Ich bekam ein buch von ihr und mir ist nur noch in Erinnerung davon dass da geschrieben wurde dass die Sterblichkeit der Co- Abhängigen sehr hoch ist. Meine kinder waren noch nicht aus dem haus zwar die meißten in Ausbildung. Das gab mir zu denken aber ich habe auch noch ein paar Jahre gebraucht bis ich gehandelt habe. Du kannst nicht handeln wenn dein Mann dich umbringt dann sind deine Kinder allein. Du bist die Erwachsene wo für sie handeln muss ,sie können es noch nicht. Mein mann hat oft gedroht er fährt mit mir wenn ich im Auto sitze mit Fleiß auf einen baum oder LKw. Ich habe mir auch lange keinen wert zugemessen und mußte lernen mit gutem Gewissen dass ich das darf mich in Mittelpunkt zustellen. Auch ich habe nach der letzten Schwangerschaft zugenommen und das ist geblieben. Das musste ich annehmen jedes Pfund zu lieben dafür hat mein Körper Kindern das Leben geschenkt. Mein Mann liebt nur dünne junge Frauen . Abnehmen versuche ich immer aber ich bin mit meinem Körper in Frieden und tue es nur für mich und nicht für jemand anderes. Wenn du losrennst nicht nach hinten schauen nur vorwärts, es gibt Hilfe dabei, vielleicht hast du freunde oder Mutter wo du beim rennen halt machen kannst um Kraft zu schöpfen. Du hast hinter dir nur die Hölle und deine Kinder auch , wie sollen sie denn gesund aufwachsen ? Ich dachte auf mich wartet die Altersarmut, aber andere leben auch damit aber ich darf leben und werde geliebt. Ich erfahre Liebe z.B. von meiner Tochter wo ich es nicht erwartet habe. Ich dachte das ganze Dorf hasst mich weil ich nicht zu meinem mann stehe aber auch das ist nicht eingetroffen. Zweifle nicht du musst niemand helfen außer dir und vor allen deinen Kindern.

    Mariexy

    Liebe Aurora, dein Bericht ähnelt sehr stark meiner Geschichte , ich kann nicht näher darauf eingehen da es für eine bestimmte Person hohen Wiedererkennungsefekt hätte. Ich bin froh dass ich da Dank Forum und selbsthilfegruppe mich stabilisieren und herausnehmen kann. Ich wollte eigentlich psychologische Hilfe für mich in Anspruch nehmen aber das hat leider bis auf zweimaliges treffen mit einer Therapeutin nichts gebracht. Zum Glück habe ich eine freie evang. Glaubensgemeinde und Freunde da die mich auffangen.

    edit

    Aus dieser Hölle kommst du nur selbst heraus in dem du deine Kinder Nimmst und los rennst. Du hast nichts mehr zu verlieren , wenn du drin bleibst verlierst du alles evtl. sogar euer Leben wenn er z.B. einen tödlichen Unfall mit dem Auto baut weil er betrunken fährt oder jemand anderes wird tödlich verletzt. Such dir anwaltl. Hilfe, Suchtberatung, Caritas du findest Hilfe aber du musst losrennen.

    Mariexy

    Ich habe auch mein Leben so ca. 2 Jahre vor der Rente vorgeplant , war ganz euphorisch als ich aus der rentenberatung raus kam ja und kurz darauf hat sich alles geändert ,ich wurde schwer krank. ICH bekam die "Alkoholikerkrankheit " eine dramatische Form der Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ich die nur wenig Alkohol im Leben getrunken habe und davor schon einige Jahre gar nichts mehr. Mein mann der viel mit seinem Kumpel im Ausland verbringen wollte um seine Rentnerzeit dort zuverbringen konnte es nicht weil der Freund erkrankte und starb somit lebt er ja weiter hier. Der freund hat dort 2 Ferienhäuser und mein Mann sollte da nach dem rechten sehen. Ich musste mich um mich kümmern und so konnte ich ganz gut damit zurecht kommen. Mein Tag ist heute so in etwa gplant für mich , heute Abend ist in einem verein dem wir beide angehören eine Sommerversammlung aber wir gehen in den allermeisten Fällen getrennt dahin, manchmal sitzen wir zusammen , ich sitze aber gerne auch woanders es gibt genug die alleine kommen, ich komme auf meine Kosten wie man soschön sagt. Ich kümmere mich auch nicht wie er nach Hause kommt. Dort habe ich meine eigene Persönlichkeit und nicht die Ehefrau von........ Wenn er dort schlecht redet über mich weisen die ihn schnell zurecht wohlgemerkt die meißten trinken. Die haben auch gemerkt dass ich zu mir stehe und es einiges gibt was ich nicht toleriere. Ich muss auch sagen mein mann ist eine Instution in unserer Gemeinde, hoch angesehen weil wie alle oder fast alle sagen nüchtern der beste, hilfsbereite usw.. Es gab auch eine Zeit ( wo ich ernsthaft überlegt habe wegen Scheidung ) dass er erzählt hat bei den leuten ich wäre Alkoholikerin und somit in den Augen der anderen die Schuldige . Einige haben es geglaubt , habe auch zeiit gebraucht darüber zustehen . Heute kann ich darüber fast lachen. Ich lerne mich zu lieben gerade heute.

    Mariexy

    Es gibt tage da sehen wir uns kaum .Im Moment sind wir gerade viel morgens zusammen. Er ist zum glück eine nachteule und steht oft spät auf, so dass ich dann soweit bin schon wieder mit Hund raus oder andere Termine habe. Sprechen tue ich nur wenig mit ihm, nur Dinge wo ich weis sie sind unverfänglich. Urlaube machen wir gerade auch keine zusammen da das Geld fehlt und ich es auch nicht nachfrage weil die letzte Urlaubsfahrt vor ca 4 -6 Jahren ins Allgäu ging und er für mich das erste Mal mit viel Restalkohol im Blut gefahren ist und wenn ich den Mut gehabt hätte unterwegs ausgestiegen wäre, der Urlaub selbst ging dann , da hat er nur soviel getrunken um wahrscheinlich seinen Pegel zuhalten. Dann war unser alter Hund damals und dann Corona. Ich gehe manchmal auf christl. Frauenwochenenden oder letztes Jahr mit meinem Sohn und Enkel ein verlängertes Wochenende zu seiner Exfrau in die Nähe um auch die Enkelin zusehen. Er trinkt ganz selten Zuhause wenn mal dann wahrscheinlich um nicht in den Entzug zu kommen. Ich habe mein Leben auf meine Kinder und Enkel in der Nähe ausgerichtet, darf das geniesen habe auch einige sehr gute freundinnen mit denen ich reden kann. Er merkt natürliche dass ich mich verändert habe und manchmal kommen dann Vorwürfe aller möglichen Art die ich aber fast nur am Rand mitbekomme weil ich schon schlafe , in meinem Zimmer bin und fernsehe. Er weiß dass ich meine Prinzipien habe was alkoholisiert und Alkohol betrifft.

    Mariexy

    Nein ein Despot war er nicht aber geprägt durch seine Generation, er hat erst spät geheiratet, Ende 40 war davor lange in Kriegsgefangenschaft . Meine Mutter war auch schon ende 30 als sie geheiratet haben. Ja zuerst kam ich ein Mädchen da war er zwar glücklich aber als mein Bruder ( ein SOHN ) geboren wurde da war er noch glücklicher. Er war ein sehr lieber Vater aber mein Bruder war ein Unglücksrabe oft sehr schwer krank, Unfälle und wir waren am Anfang in keiner Krankenversicherung und so wurde ich zur Hüterin meines Bruders bestimmt. Einmal hatte er seine Mütze während des spielends runter getan ,es war schon etwas wärmer ,ich hatte die aufgabe darauf zu achten dass er sie auflässt ich war so ca. 6 Jahre alt dann hat er sie auch noch dort vergessen und dafür bekam ich Schläge mit einer weidenrute durch das halbe Dorf da wo sie die nackten Beine getroffen haben kannst du dir vorstellen wie ich ausgesehen habe aber das wurde von den Leuten toleriert. Es gab auch psychischen Missbrauch weil ich dadurch zum Hüter meines Bruders abgestellt wurde. Auch ich bin Linkshänderin, mußte in der schule noch lernen rechts zu schreiben. Meine Eltern haben das toleriert ,es war einfach so damals aber selber haben sie nichts gesagt meine Mutter war selbst Linkshänderin. Mein vater starb als ich 14 war und ich trauere heute noch manchmal . Ich heiße heute noch nicht gut was damals war aber ich habe ihm vergeben und das hlf mir los zu lassen. Ich bin früh aus dem Haus und selbstständig geworden . Mein vater hat mir aber auch vermittelt dass eine Frau einen Beruf braucht ,das war in der damaligen zeit schon was besonderes und meine Mutter wurde am Anfang schon angegangen dass sie mich nicht in die fabrik ans band schickte denn Mädchen heiraten ja eh. Man kan sich diese Zeit gar nicht mehr vorstellen, ich habe aber immer Frauen kennen gelernt die ihr Leben alleine gemeistert haben ,eigentlich hätte mich das hindern sollen in die CO- Abhängikeit zu rutschen aber ich bin voll in die Rolle in meiner Kindheit gerutscht. Ich lese heute noch gerne über Frauen die aus solchen Abhängikeiten raus kamen das gibt mir auch AHA Erlebnisse und Mut

    Mariexy

    auch ich muss meine eigene bedürfnisse mir selbst eingestehen und zulassen, sie wurden bei mir schon in der Kindheit unterdrückt ,ich habe gelernt man liebt mich nur wenn ich ein braves Mädchen bin das gehorsam ist wenn ich mir mal etwas Selbstliebe zugestand ging es für mich schlecht aus. Sowas sitzt tief und wenn ich für mich einen schönen tag hatte kommt manchmal abends die Angst vor bestrafung hoch. Aber wie gesagt das wird weniger und ich kann schöne Stunden geniessen. Ich komme gerade von einem Besuch zurück, von jemanden der im Moment total verbittert ist und da merke ich doch dass es sich gelohnt hat an sich zu arbeiten und wieviel Freunde ich doch selbst habe aber ich übe das jetzt auch schon gut einige Jahre. Mein Tiefpunkt war bei einem alten Ehepaar wo ich bei meiner Arbeit zur Pflege hin kam und mir bewußt wurde wie sich Coabhängikeit im Alter anfühlt dort war es zuspät aber ich habe angefangen für mich Sorge zutragen.

    Mariexy

    Dann darfst du jetzt aufbrechen auf einen neuen Weg, du kannst am Anfang kleine schritte machen denn vieles ist verschüttet worden in den Jahren aber mach dich auf den weg zu dir, was würde dir heute gut tun und wenn es nur kurz ist du wirst sehen dass du mutiger dadurch wirst.

    Mariexy.

    Auch mir hat es gut getan und hilft mir weiter. Ich habe auch seit 1 Jahr einen Enkel bei uns wohnen sein vater ( mein Sohn ) wohnt zwar auch in einer kleinen Wohnung im Haus aber gibt gerne die Verantwortung gerade an mich ab und ich merke dass ich das ändern muss . Heute werde ich ihn nicht von der Schule abholen er kann mit Bus und bahn fahren und ich werde mir die Freiheit nehmen was für mich zu tun.

    Mariexy

    Die Pflegekasse macht es leider nicht von selbst ,die wenigsten wissen das leider. Mein Mann ist auch ein richtiger Kontrollfreak geworden, es gab eine zeit da habe ich alles kontroliert bevor ich ins bett ging dann habe ich gemerkt ich kann es nicht ändern und lasse es nun bleiben. Wenn es möglich ist gehe ich in mein Zimmer oder kann es ganz gut abprallen lassen und wenn er merkt ich reagiere nicht hört er auf oder geht selber weg. Ich bin viel unterwegs, darf meiner Tochter helfen an einem Tag wo sie Homeoffice macht, bin ehrenamtlich an einem nachmittag der Woche unterwegs, Mein Leben ist ausgefüllt, er zunehmend alleine,einige Freunde von ihm für die er viel zeit aufgewendet hat ( nicht nur trinken ) sind gestorben und er ist jetzt viel Zuhause.

    Ich habe mir ein eigenes Leben neben ihm aufgebaut, begleiten tue ich ihn nur selten mal zu ner familienfeier. Ich hatte das Glück vor 7 Jahren mein eigenes kleines Auto zu bekommen. Ich hole ihn aber nie von einem Gelage ab diese Aussage habe ich ziemlich bald gemacht. Ja auch bei ihm nehmen Aussetzer zu und er erzählt Dinge die er angeblich erlebt hat wo ich dabei gewesen wäre was aber niemals stimmt. Auf der einen Seite läuft es gerade besser zwischen uns aber diese neue Dinge die sich schon nach Anfang einer Demenz ansehen bringen mich auch gerade zum nachdenken. Ich habe für mich selbst so einiges schon getan ,wie Versorgevollmacht usw. auch mit meinen Kindern darüber gesprochen. Aber gerade habe ich gesehen dass er einen termin mit der Bank ausgemacht hat und es klingeln alle Alarmglocken wir haben leider noch ein gemeinsames Konto das ich schon längst ändern wollte aber bis jetzt immer vor mich her geschoben habe. Pflege von ihm werde ich wahrscheinlich nicht können, ich bin chron. krank und brauche meine Resoursen für mich. Ich habe mir aber abgewöhnt mich für morgen zu sorgen heute will ich nur für mich sorgen. Unser Haus ist sein Elternhaus ,ich hänge also emotional nicht dran. Unsere Kinder wollen es nicht übernehmen, wir haben auch noch viele Schulden darauf. Wenn es nicht mehr geht muss er es halt verkaufen vor Altersarmut habe ich keine Angst durch die schulden muss ich eh auf vieles verzichten und ich kann mit wenigem leben aber ich wäre frei. Meine Kinder stehen auch hinter mir aber ich wünsche mir natürlich dass ich ihre Hilfe nicht in Anspruch nehmen muss. Heute war ich mit Tochter und Enkeln im Schwimbad, sie hat den Eintritt übernommen am Schluss hätte ich ihnen schon gerne auch was gekauft zum Essen aber sie haben die Erklärung verstanden dass ich mir den Monat das nicht mehr leisten kann. Es war so ein schöner nachmittag und ich habe ihn sehr genossen.

    Mariexy

    Hallo Geli,

    Ich lese hier auch fast nur mit, deine geschichte gleicht fast meiner. ich bin 47 Jahre verheiratet meine Kinder sind erwachsen und ich habe viele Enkelkinder. Vor ca.20 J. fing das mit dem Alkoholismus meines mannes an zu eskalieren, es hat einige Jahre gebraucht bis ich mir Hilfe gesucht habe damals gab es im Ort bei uns noch zwei ältere Frauen die in eine Selbshilfegruppe gingen, eine hat mich angesprochen und mich mitgenommen. Ab da habe ich gelernt los zulassen mich in den Mittelpunkt zustellen und für mich zusorgen. Es waren kleine Schritte denn ich hatte kein Selbstwergefühl und wenn ich meinem mann etwas verwehrte an Gefühlen oder ohne ihn was unternahm ging es mir am Anfang lange Zeit nicht so gut. Er merkte natürlich meine veränderung und fing natürlich an dann Knöpfe zu drücken wo er wußte dass ich da gerne drauf reinfalle auch er kann wochenlang nicht reden und das hat mich am Anfang wahnsinnig gemacht aber ich konnte mich doch innerhalb unseres Hause abgrenzen. Nach einer schlimmen verbalen Bedrohung die damals auch mein Sohn der in der unteren Wohnung bei uns wohnt mitbekam , hatte ich den Mut auf ein eigenes Schlafzimmer zu bestehen und mein Mann hat sich ein Zimmer unseres Hauses als Schlafzimmer eingerichtet aber er meinte es mich spüren zulasen in dem er nicht mehr mit mir sprach ,nicht mehr Zuhause gegessen hat usw.. Er wollte mir Schuldgefühle einreden damit, und am Anfang war es auch fast so obwohl ich das schon lange wollte. Ich habe meinen Raum in den ich mich zurück ziehen kann auch tagsüber wenn er schon getrunken hat und er redet ohne Unterbrechung oder ich mir sein normales gerede nicht anhören möchte. Es geht mir heute gut, wir können gemeinsam manches machen wenn er nicht trinkt aber ich plane mein Leben für mich war auch schon einige Tage ohne ihn im Urlaub und genieße es. Bei mir waren es über lange Zeit ein ablösen, meine Kinder haben ihr eigenes umgehen mit ihm. Auch das mit altem Hund kenne ich, auch ich habe meine Schwiegermutter ein Jahr lang alleine gepflegt in unserer Wohnung und nach dem Tod da hat das dann alles mit dem Alkohol zugenommen. Keine Situation ist aussichtslos aber ohne meine Selbshilfegruppe und die frauen die schon jahrelang mit dem Program lebten hätte ich es nicht geschafft deshalb lese ich viel hier im Forum was mir gut tut.

    Mariexy

    Hallo RH,

    Habt ihr denn noch ein gemeinsames Konto ? Sonst mach ein Konto für dich wo er kein Zugang hat und da kommt alles drauf was dir gehört Kindergeld oder sonstige Zuschüsse . Ich habe es auch viel zuspät verstanden das zu machen. Es ist gut dass du dich schon auf den weg machst für ein eigenes freies Leben auch besonders für deine Kinder.

    Dorothea

    Hallo Holy, auch ich dachte mit viel Liebe muss ich doch was bewirken ,ich musste erkennen dass das keine Liebe ist wie soll ich Liebe bringen wenn ich nur schlecht gemacht wurde und beschimpft und kinder merken sehr gut wenn der liebe Papa die Mama so runter macht . Irgendwann behandeln sie dich genauso ,der liebe Papa muss doch recht haben. Sie werden so unsicher anstatt Halt zu bekommen. Ich war am Anfang auch stolz auf mich weil ich dachte ich ertrage das aus Liebe und andere. Freunde auch meine erwachsenen Kinder haben mich dann darauf angesprochen warum ich das Mache und ich bekam keine Anerkennung für dieses verhalten von mir. Von ihnen und den Freunden bekam ich allerdings Kraft und Liebe meinen Mann los zulassen.

    Mariexy

    Bei mir waren die Kinder schon aus dem Haus als das mit dem Alkohol zu tage kam, in meinem bekanntenkreis war eine ältere Frau von der ich wußte das sie in eine Angehörigen Gruppe ging und der habe ich mich angeschlossen und diese Gruppe hat mich verändert. Es hat gedauert und ist manchmal nicht einfach an sich zu arbeiten durch die Erkenntnis nur sich selbst kann man ändern in dem man sich in den Fokus stellt. Ja mein mann bemerkte die Veränderung und die gefällt ihm natürlich nicht denn die Co wird weniger. Es ist gut wenn du zuerst rechtliche Beratung suchst und du dann entscheidest ob du dich an das Jugendamt wendest. Trau dich eigene Entscheidungen zu treffen. Mir hat es gut getan dass in der Gruppe einige ältere Frauen waren mit viel Erfahrung die mich unterstützt haben ,eine wird jetzt 91 J. und die kann ich immer noch anrufen wenn es mir nicht gut geht. Sie lebt heute noch im Program , bedingt durch körperliche Einschränkung können wir uns nur noch über's Handy sprich WatsUp unterhalten.

    Marie