Ich kann dir nur raten, deinen Haushalt komplett alkfrei zu machen und die Karten auf den Tisch zu legen. Treffen mit Schwiegerfamilie war ja bei dir immer mit alkohol verbunden. Sage ihnen doch klar dass du alkoholikerin bist und es bei dir im Hause keinen Alkohol mehr gibt. Dann können Sie ja weiterhin gerne zu besuch kommen aber eben alkoholfrei. Und du kommst erst gar nicht in versuchung. Wenn Sie dies nicht akzeptieren und deshalb nicht mehr kommen würden, kann man auf solche Menschen verzichten.
Beiträge von nordlichtfan
-
-
Mir hat immer gut geholfen und hilft mir immer noch wenn der Gedanke zu trinken aufkommt mir bewusst zu machen was dann passieren würde. Der ganze Mist würde wieder von vorne Anfangen. All die ganzen Lügen, die Enttäuschungen, die Stürze. Und es würde bei mir schlimmer werden als zuvor. Das ist es einfach nicht wert. Um nichts auf der Welt. Ich mache mir immer wieder klar was ich zu verlieren habe. Die Abstinenz ist kein Verlust sondern nur ein Gewinn. Habe mir auf der Reha einen Notfallkoffer gebastelt und da ist ein Zettel drin was passiert wenn ich wieder trinke und was die Vorteile der Abstinenz sind. Und ein Mini Krankenwagen ist da drin. Das krame ich bei dann raus.
-
Hallo, nur die selbst hast es in der Hand. Du hast schon 3 Entgiftungen hinter dir, die Frage ist was du jetzt anders machen willst als damals.
Vielleicht kann doch eine Langzeittherapie dir helfen. Auch wenn es beruflich schwierig ist gibt es da immer einen Weg. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich hätte es ohne Langzeittherapie nicht geschafft
-
Es sollte nicht übergriffig rüberkommen. Wenn du es so aufgefasst hast tut es mir leid. Es sollte nur deutlich sein. Gerade dass es klappt ist unser Haushalt seit meiner Therapie alkoholfrei, auch wenn mein Mann gerne mal ein Bier trinkt. Und das seit nun 19 Monaten Abstinenz. Da er wie ich auch auf keinen Fall in alte Zeiten zurückwill schließen wir dieses Risiko aus. Natürlich hast du recht dass Alkohol überall zu bekommen ist. Es ist aber trotzdem erstmal eine Hürde fortzugehen und was zu kaufen.
-
Ihr habt immer noch Alkohol im Haus. Finde ich sehr riskant. Auch wenn es bisher geklappt hat, ist die Gefahr immer da, das man zulangt wenn Suchtdruck kommt und etwas im Hause ist. Da nütze die beste Kommunikation vorher nix. Wenn mir die Abstinenz meines Partners ach so wichtig ist mache ich den Haushalt alkoholfrei.
-
Ob ambulant oder stationär, da kann dich sicher die Suchtberatung weiterhelfen. Wie schon Rennschnecke geschrieben hat kommt es auf deine Situation darauf an. Ich habe mich damals für eine Langzeittherapie entschieden. Ist natürlich ne Lange Zeit. Wollte mir die aber die Auszeit nehmen und mich nur um mich kümmern. In Ruhe über vieles klar werden. Viele Sachen in Ruhe aufarbeiten. Brauchte damals auch den Abstand von zu Hause, da die häusliche Situation damal nicht einfach war.. Das mit den Stimmungsschwankungen kenne ich auch von meiner Entgiftung. Ging vielen da so. Ist glaube ich normal. Dein Körper muss erstmal mit der Situation klar kommen. Natürlich geht Vertrauen durch die Sauferei und den Lügen mit der Zeit kaputt. Das muss sich langsam wieder aufbauen und braucht Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen. Wenn man aber Abstinent bleibt kann das Vertrauen Schritt für Schritt zurückkommen
-
Ich gehe mit meiner Alkoholabhängigkeit sehr offen um, stehe dazu und habe nur possitive Erfahrungen damit gemacht. Wer damit Probleme hat oder es nicht versteht ist sein Problem. Nicht meines. Keiner muss sich dafür schämen. Ich habe während meiner Sauferei genug gelogen. Viele nahestehende Menschen belogen und vor allem auch mich selbst. Das möchte ich einfach nicht mehr. Aber ich glaube da muss jeder seinen eigen Weg finden wie er damit umgeht.
-
Hallo Evo, wenn ich an deiner Stelle wäre würde ich nicht auf das Festival fahren. Mir wäre das Risiko einfach zu groß. Gerade auf den Festivals wird ja ordentlich gesoffen. Du bist erst 8 Wochen Abstinent. Ich denke da ist man noch nicht so stark gefestigt. Wie Helmut schon richtig sagte hat die Empfehlung mit dem 1. Jahr seine Berechtigung. Kann richtig schiefgehen. Auch wenn 8 Wochen natürlich schon eine echt gute Leistung ist. Ich habe es mit der Empfehlung im 1. Jahr so gehalten und bin gut damit gefahren. Natürlich gabs da auch Events wo ich echt schade fande nicht teilzunehmen, aber ich fande nichts ist wichtiger als die Abstinenz. Und die Festivals kommen ja immer wieder. Wenn nicht jetzt, dann halt ein anderes mal. Nicht dabei zu sein, davon geht die Welt nicht unter. Mach dir doch nicht jetzt schon Gedanken über nächstes Karneval. Ein Schritt nach dem anderen.
-
Dieses Risiko würde ich niemals eingehen, dafür ist mir meine Abstinenz viel zu wichtig. Nicht umsonst mach man ja auch sein zu Hause alkfrei. Kann lange gut gehen und man wiegt sich in der Sicherheit "geht doch ganz gut", und irgendwann schlägt das Suchtgedächtnis erbarmungslos zu. Ich würde mir da dringend einen anderen Job suchen.
-
Ich habe mich glaube ich etwas falsch ausgedrückt. Habe mich in meiner Langzeittherapie natürlich auch damit auseinandergesetzt (Suchtbiographie) warum ich irgendwann mit dem saufen angefangen habe und welche Funktion der Alkohol in meinem Leben hatte, bzw. was ich damit bezwecken wollte (Streßbewältigung ect) War für mich wichtig und hilfreich um mir geeignete Strategien dagen anzueignen. Ich meine man muss einfach irgendwann auch mal mit seiner Vergangenheit abschließen und es akzeptieren dass es so ist. "Was wäre gewesen wenn...." bringt einen nicht weiter. Ich würde niemals irgend jemand anderes die Schuld für meine Sucht geben.
-
Genauso sehe ich es auch. Es bringt nichts in der Vergangenheit zu leben und da für Gründe zu suchen warum man zum saufen angefangen hat. Das bringt mich nicht weiter. Fakt ist ich bin Alkoholikerin. Und kann es für mich nur so akzeptieren. Ich lebe im hier und jetzt und mache nun das beste daraus und tue alles dafür weiter abstinent zu bleiben
-
Hast du denn ein eigenes Einkommen? Eigene Rente?
-
Eine zweite Wohnung mieten? Wenn du ausziehst zahlst du doch nur für 1 Wohnung Miete? Die Miete der aktuellen Wohnung ist doch dann sein Problem
-
-
Ich würde es abhängig davon machen wie ich mich fühle. Wenn man sich stabil genug fühlt, gerne. Wenn aber nicht, nimm dir die Zeit die du brauchst. Denke nur an dich. Es dankt einem keiner. Mann muss sich auch nicht dafür rechtfertigen wenn man krank ist. Krank ist krank.
-
Danke nochmal für den Tip Helmut. Werde ich in Zukunft berücksichtigen
-
Das hört sich für mich nach Ausreden von dir an um wieder trinken zu können. Wenn es deinem Mann genauso wichtig wäre dass du trocken wirst sollte er dich dabei unterstützen.
-
Du hast noch Bier im Kühlschrank. Ich rate dir deinen Haushalt auf jeden Fall erstmal alkoholfrei zu machen. Ist immer ein Risiko wenn was daheim ist.
-
Radikale Akzeptanz hat sich nicht explizit auf meine Alkoholsucht bezogen sondern auf meine nun allgemeine Lebenseinstellung. Darunter versteht man die Realität so anzunehmen wie sie ist ohne Widerstand oder ablehnung. Es geht darum das unveränderliche zu akzeptieren und sich auf da zu konzentrieren was man beeinflussen kann. Du hast recht eintscheidend ist auch das man zufrieden Abstinent ist.
-
Mir hat es am Anfang der Gedanke nie wieder trinken auch Angst gemacht. Aber wie die anderen auch schon geschrieben haben, denke Tag für Tag. Heute trinke ich nicht. Mit der Zeit wird es leichter.