Beiträge von H2O

    Alkohol als Geschenk, irgendwo hattest Du das erwähnt:

    Aufgrund meiner Position bin ich mit meinem Alkoholismus ganz offen umgegangen, wodurch ich aber keine Nachteile hatte.

    In dem Zusammenhang war es dann kein Problem, Alkohol bei Festen und Empfängen abzulehnen. Es ging sogar so weit, dass Menschen fragten, ob ich was dagegen hätte, wenn sie Bier, Wein etc. trinken.

    Da mich das ideenlose Schenken von Alkohol (gibt viele Alkoholiker, von denen man nichts weiß), Schokolade und Pralinen (viele Leute sind Zuckerkrank), Bücher (mag ich als Staubalergiker gar nicht) nervt, war ich dazu übergegangen, wenn wieder einmal ein Jubiläum, Abschied etc. anstand, den Empfänger von Geschenken direkt zu fragen, was ihm eine Freude machen würde. Es war nie ein Wunsch nach Alkohol, Schokolade oder Bücher dabei.

    Leider haben Sie mich selbst erst gefragt, als der Abschiedskorb schon gekauft war.

    Wein, Sekt, Schnapsflaschen und Süßzeug habe ich noch auf dem Fest verschenkt. Meine Offenheit hat also nicht ganz geklappt, aber ich bin immer offen damit. Übrigens, keines der Bücher, die auch geschenkt wurden, interessiert mich auch nur ansatzweise.

    Erst gestern wurde ich von alten Freunden eingeladen, bei denen ich immer voll war und die ich seit meiner Trockenheit nicht mehr sah. Es war eine unserer alten Parties vorgesehen.

    Ich war ganz offen und bereit abzulehnen. Sie wollen aber, dass wir kommen, das Fest wird anders als früher verlaufen.

    Von meiner Familie oder meinen Freunden schenkt mir keiner mehr Alkohol. Wenn Familienmitglieder Alkohol in unserem Haus haben und ich spüre, dass das gefährlich werden könnte, sage ich das und die Flaschen verschwinden. Da meine Familie um meine Trockenheit weiß und froh darüber ist, denken sie mit und vermeiden Alkohol im Haus.

    Bei Fremden, die mir was schenken, lehne ich Alkohol sofort dankend ab und bin noch nie auf Unverständnis gestoßen.

    Mir macht Alkohol in Sichtweite zwar nichts aus, ich habe auch kein Verlangen danach, wenn aber eine Angst davor hochkommt, achte ich im Haus darauf, dass er verschwindet. Mich hat in all die Jahren der Offenheit noch nie jemand zu "nur ein Gläschen" gedrängt.

    Das aus meiner Vergangenheit und Gegenwart. Jeder hat seinen eigenen Weg, viel Erfolg damit.