Heute hatte ich es fest vor: mit meiner Mutter sprechen. Und ich schaffe es nicht. Ich habe seit gestern Abend Panikattacken, kann nicht essen, muss mich übergeben und konnte heute Nacht nicht schlafen. Ich bin wirklich verzweifelt. Morgen werde ich zum Arzt gehen wenn es mir nicht besser geht. Seit Samstag steigert sich diese Panik immer mehr. Nicht weil ich Angst vor der Trennung habe sondern vor seiner Reaktion. Auch diese MPU (ja sie betrifft mich nicht direkt und liegt nicht in meiner Verantwortung) macht mich zusätzlich fertig. Denn ich mache mir ja trotzdem Sorgen um seine Existenz - die eben auch am Führerschein hängt. Ach Mensch wenn alles so einfach wäre, immerhin habe ich mich einer Freundin anvertraut, leider wohnt sie sehr weit weg.
Beiträge von traurige32
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Danke, ich komme aus dem Lesen gar nicht mehr raus. Ich lese hier im Forum während mein Mann seinen Rausch ausschläft. An einem Sonntag voller Schnee und Sonnenschein, trotzdem fehlt mir der Antrieb meine Kinder zu packen und den Tag zu genießen. Diese MPU Sache lässt mich nicht los, 1000 fragen in meinem Kopf, wie es nach einer Trennung weitergehen kann. Für ihn und für mich? Habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass Co-abhängige oft die Kontrolle nicht abgeben können und ich glaube das ist bei mir auch der Fall, ich fühle mich für ihn verantwortlich. - als wäre er mein drittes Kind. Ich bin jetzt erstmal froh diese Selbsthilfegruppe zu haben, und werde versuchen Schritt für Schritt vorzugehen, ich habe nur riesige Angst dass ich einen Rückzieher mache. Ein Grund mehr warum ich froh über dieses Forum bin.
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Hallo Vally, darf ich fragen wie es gelaufen ist? Ich finde mich selbst ein bisschen in deiner Geschichte wieder und hoffe du hast den Absprung geschafft! LG
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Danke Cadda, diese Worte haben mich zu Tränen gerührt und mich bestärkt. Ich habe mir schon lange so einen Ablauf überlegt wie ich den Schritt Richtung Trennung starten kann. Und ich denke jemandem die Wahrheit sagen, ist der erste Schritt. Riesige Angst habe ich vor dem Tag an dem ich es meinem Mann sage und wie ich das anstelle, damit es meinen Kindern gut geht. Ich lese sehr viel in den anderen Beiträgen.
Kurze Frage: mit Vorstellungsbereich ist das Unterforum gemeint in dem sich alle neuen Mitglieder vorstellen und nicht dieser Bereich hier, ist das richtig?
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Vielleicht noch als kleine Ergänzung: an der MPU gibt er mir die Schuld sowie auch seine Eltern. Das kam glaube ich in meinem Text falsch rüber. Eigentlich weiß ich, dass ich nur so gehandelt habe um ihn und andere zu schützen.
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Hallo Cadda,
danke für den Link! Und danke für deine netten Worte, meine Vernunft sagt mir auch, dass es nicht meine Schuld ist. Aber innerlich nagt so ein Gefühl an mir und es fühlt sich an als würde es mich zerfressen. Seit dieser Brief mit der MPU kam, kann ich weder essen noch trinken.
Was kann ich ändern dass es mir besser geht? Mich trennen, mir selbst psychologische Hilfe suchen und endlich wieder leben. Als mein Mann in der Klinik war, fühlte ich mich zum ersten Mal seit Jahren frei. Ich weiß also was ich gerne möchte. Aber der Schritt ist so schwer, da auch keiner in unserem Umfeld im Detail von seinen Problemen weiß. Ich habe mir vorgenommen mich in den nächsten Tagen meiner Mutter anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten.
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Hallo, ich lese bereits lange in eurem Forum mit und bedanke mich schon im voraus für die vielen Male die ihr mir helfen konntet.
Ich bin Mitte 30 und habe mit meinem Mann 2 Kinder im kindergartenalter. Mein Mann hat bereits seit mehreren Jahren einen problematischen Alkoholkonsum. Nach einem Verkehrsunfall 2022 (betrunken) hat er sich in eine psyciatrische Klinik begeben und ca. ein halbes Jahr dort verbracht und auch ohne Alkohol gelebt. Der Unfall wurde nie polizeilich erfasst, da er auf einem Privatgrundstück passiert ist. Dort wurden verschiedene Diagnosen gestellt, unter anderem eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, Depressionen und alkoholabhängigkeit. Leider hat sich bis heute trotz vieler Versprechen nichts geändert. Im November 2023 ist die Situation so weit eskaliert, dass ich die Polizei rufen musste bevor er sich wieder betrunken hinters Steuer setzt. Natürlich steht jetzt eine MPU im Raum, die ausschließlich meine Schuld ist, da ich die Polizei gerufen habe und sie hierbei auch über den VU aus dem Jahr 2022 informiert habe. Im Nachhinein bereue ich dies natürlich, aber ich wusste mir in der Situation nicht anders zu helfen. Ich mache mir riesige Vorwürfe deshalb, da ohne Führerschein natürlich auch sein Job in Gefahr ist.
Schon seit dem Vorfall im Jahr 2022 habe ich mit der Beziehung abgeschlossen, aber ich liebe ihn natürlich und habe Angst dass nun alles für ihn noch mehr bergab geht. Außerdem habe ich große Sorge um die Kinder und unsere finanzielle Situation. Ich brauche etwas Zuspruch die Trennung diesmal durchzuziehen und durchzuhalten. Denn ich bin ehrlich verzweifelt und kann nicht mehr, gerade weil unsere Kinder langsam auch merken, dass da etwas nicht stimmt, vor allem wenn Papa wieder wütend und aggressiv ist...
Das war nun eine lange Geschichte und noch lange nicht alles. Leider habe ich wenig familiäre Unterstützung und auch keine Freunde mehr. Wie schaffe ich den Schritt hier raus?
Ich danke euch fürs Lesen und sende liebe Grüße.