Allzu detailliert mag ich das hier im offenen lieber nicht erörtern. Aber elly, vielleicht hast du recht. Es gibt eine historie mit dem herrn. Ganz ausblenden kann ich die anscheinend nicht. Muss ich mal drauf herumdenken.
Beiträge von koda
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mit traurigkeit aufgewacht, bin frustriert, dass xy scheinbar auf der stelle tritt. ja er trinkt nicht mehr, aber sonst alles beim alten. lebensunfähig? das klingt so hart. und stimmt ja auch nicht. er lebt ja. aber seit wochen will er mich besuchen.und kriegt es nicht hin. wie schwer kann es sein, in ein öffentliches verkehrsmittel zu steigen? ich merke gerade, daß ich wenig toleranz aufbringe. ich versuche ihn zu ermutigen, sage daß ich an ihn glaube. und glaube es mir selber gerade nicht, wenn ich das sage. ich lese ja oft auch bei den alkoholikern hier mit und dann denke ich, das ist doch abzusehen, daß er irgendwann einen rückfall hat. warum diese sturheit alles alleine hinzubekommen? es gibt doch anlaufstellen.
das musste raus. besser ich lauf hier im kreis und werde meine gedanken los, als dass ich wieder auf den helferzug aufsteige.
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Und dann kannst du unterhalb vom Zitatfeld weiterschreiben.
Du kannst auch eine passage markieren, und dann kommen zwei schwarze felder, eins davon ist "Zitat einfügen", dann nimmt er genau nur das was du markiert hast als Zitat, und dann schreibst du unterhalb weiter.
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obwohl mein Mann während ihrer gesamten Kindheit getrunken hat, haben meine Kinder - "offiziell" - erst als Jugendliche/junge Erwachsene erfahren, dass ihr Vater Alkoholiker ist.
liebe hannah, der beitrag ist ja schon etwas älter aber ich musste grade bei einigen pausen von dir hart schlucken, weil ich mich so angesprochen gefühlt habe. bei uns war es auch so, daß ich erst als erwachsene begriffen habe was mit meinem vater los ist, so gut haben die beiden das versteckt. mein vater hat allerdings auch nur abends getrunken. allerdings hatte ich noch als 13 jährige absurd frühe zubett geh zeiten, die mich damals fassungslos und wütend gemacht haben. ich weiss natürlich nicht, ob das was mit der sucht meines vaters zu tun hatte, ob sie versucht haben mich und mein geschwister zu schützen... aber es würde einigen sinn machen aus dem jetzt betrachtet.
Wenn sie Abstand und Thema-Ausblenden als Schutzmechanismus noch brauchen, dann hat das seine Gründe.
Wieso sie zum Psychologen schleppen?
habe ich auch so erlebt. ich wurde jahrelang bearbeitet mich in psychologische hände zu begeben und hab mich dagegen gewehrt.das ständige greifen nach meiner seele, so habe ich das empfunden, hat in mir einen unglaublichen freiheitsdrang hervorgerufen. es jetzt 30 jahre später zu lesen, löst was in mir aus. kanns noch nicht greifen, aber ich habe mich so lange so unverstanden gefühlt, mittlerweile bin ich etwas milder gestimmt was eine therapie angeht, weil ich langsam begreife, daß es dabei nur um mich geht, und ich das nicht für meine eltern, bzw coabhängige mutter mache.
Du bist ein armes EKA und gehörst zum Psychologen...", das ist genau der Weg, um zu erreichen, daß sie komplett dicht machen.
ja genau. ich hab gemauert. gewittert habe ich dahinter eine erwartungshaltung meiner mutter, die bis heute todunglüclich ueber die zerbrochene familie ist. ich hätte es also in der hand gehabt, aktiv am heilungsprozess teilzuhaben. Ihrem, so habe ich das empfunden, ich unterstelle ihr bis heute, daß es ihr da nie um ihre kinder ging. und sofort hakt eine stimme in mir ein, das kannst du doch nicht denken, natürlich ging es ihr um ihre kinder, sie ist doch mutter. gefühlt habe ich das aber nie.
entschuldige hannah, das war jetzt viel zu mir und nichts zu dir. es ist schön, daß dein mann nicht mehr trinkt. das du um die verlorenen jahre trauerst, kann ich nachvollziehen.
liebe grüsse koda
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Liebe c.o.ma, mein beileid für dich. Jemanden zu verlieren, der einem viel bedeutet hat, ist furchtbar, viel kraft für dich für die nächste tage. Und schreib hier, wenns dir eng ums herz wird. wir lesen dich.
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Denke grade öfter an die Feiertage. xy wird alleine sein, das war er letztes Jahr auch schon, - weil ich geflüchtet bin, bzw, bei meiner Familie sein wollte.
So und jetzt korrigier ich das mal: ich habe ihn nicht im Stich gelassen, sondern habe mich selbst wichtig genommen und habe mich mit den Menschen umgeben, die mir guttun. Wenn ich das schreibe, dann macht das was, ich danach geschrieben habe, nämlich nicht mehr so viel Sinn, bzw. bedient ein anderes Denkmuster.Darum gehts doch, die aufzu knacken. Ich lass das jetzt trotzdem stehen für mich.
Irgendjemand hat hier mal geschrieben, man kann nur einen Gedanken gleichzeitig denken, oder verketten.Der andere Strang war nämlich:
Nicht ohne ein sehr schlechtes Gewissen zu haben, daß ich ihn mit seinem Leid alleine lasse. Wird er wieder trinken?
Ich kann nicht verhindern, daß so ein Sorgenkloss sich in mir ausbreitet, wenn ich darüber nachdenke.
Das, was ich hier auch so oft bei anderen COs lese, - er hat niemanden außer mir- empfinde ich auch so. Bloss das ich nicht mehr täglich zur Verfügung stehe.
Und auch nicht stehen will.Also zwei Gedankenstränge, die in mir nebeneinander herlaufen. Ich kann mich aber entscheiden, jetzt beim Schreiben, ob ich dem schlechten Gewissen und der Sorge Raum gebe, ... oder dem, was mir guttut, was mich Kraft tanken lässt. Daher: W E I H N A C H T E N. Vorfreude auf meine Familie. Morgens ein Adventskalendergeschenk aufmachen. Zeit haben, um zu puzzeln (Das will ich unbedingt machen zum Ende dieses Jahres).
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Sie war in einem miserablen zustand als ihr euch gesehen habt (stand mai). Kann also sein, daß es noch viel schlimmer geworden ist. Das kann böse enden. Aus EKA sicht, erspare das deinen kindern lieber. Hattet ihr denn kontakt seitdem? Was denkst du denn selbst darüber?
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ich glaube weder kann er nachvollziehen, was es mit dir macht noch du was die sucht mit ihm macht. es ist als würde man am abgrund stehen bloss jeder auf seiner seite. alles mitanzusehen, ist so hart, und schlägt auf den magen. aber mach das nicht alles mit dir alleine aus. bzw. alleine bist du ja nicht, du hast uns. wir lesen dich.
aber weisst du freunde sind auch genau dafür da. einen mitzutragen, wenn es nottut. oder sind es gemeinsame freunde von dir und deinem mann, dann ist es wahrscheinlich ein bisschen schwieriger, sein herz auszuschütten. so machst du ja ganz viel mit dir selbst aus, und trägst eine unmenschliche last mit dir herum.
Anders herum gefragt. wenn es einer freundin von dir so ginge, was würdet du tun? doch sicher auch zuhören, ihre hand nehmen und sie weinen und erzählen lassen. und dann einen plan schmieden. gemeinsam. ich finde das gar nicht entwürdigend, sondern heilsam. für dich.
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sonnenschein, das tut weh zu lesen, ich kann es so sehr nachfühlen. siehs auch als mitteilung deines körpers an dich, mit dir selber gut umzugehen. es ist als wollte er dir sagen, schau das macht mich krank,ich zeigs dir.
und ich sehs anders als du rennschnecke. wenn wir am boden sind, dann ist keine kraft da um sie uns zu geben. wo soll die herkommen, keiner schöpft sie aus dem nichts, wir sind soziale wesen, und brauchen einander. aber solange er in deiner naehe ist, ist es vermutlich schwer, sich das nicht von ihm zu wünschen, der dir das in seinem zustand 0 geben kann. da wo du warst, ist jetzt der alkohol.
kannst du jemanden anrufen, wenn es dir so mies geht? eine freundin, oder besser noch woanders hin? eins ist klar, die situation macht dich krank.
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Liebeskummer ist furchtbar. selbst erlebt, vorallem wenn man selbst verlassen wurde, spielen die gedanken verrückt. ich hab in solchen zeiten rauf und runter gespult, wo denn der fehler lag.
jetzt macht er gerade eine therapie und sortiert sich und seine vergangenheit. sein leben. macht schluss, hält aber noch kontakt, weil der sortierprozess ein work in progress ist. vielleicht kommt ihr wieder zusammen, vieleicht nicht.
was ist, wenn du das gleiche machst? dich auch sortierst. was du für dich möchtest, hast du ja schon ein bisschen formuliert. denk doch da noch mal ein bisschen drauf rum unabhängig von ihm. die 8 jahre sind futsch, die bekommst du nicht wieder. aber vielleicht kannst du ja die nächsten 8 so gestalten, daß sie dir gefallen.
gefällt dir der ort an dem du lebst? wie möchtest du deine tage verbringen? denk von heute an, nach vorne.
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guten morgen katharina und herzlich willkommen hier im forum. mein aufrichtiges beileid zu eurem verlust. alkoholismus ist eine schreckliche krankheit, ich realisiere das immer mehr. und auch eine wo man als angehörige absolut machtlos ist und einfach nichts tun kann. gut daß du hier her gefunden hast.
alles liebe für dich und deine kinder
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guten morgen schwesti, willkommen hier im forum und mein beileid zu deinem verlust. es ist furchtbar zu lesen, wie die sucht einen menschen zerstört zumal man ja weiß daß sie theoretisch stoppbar wäre. bitte macht dir keine vorwürfe, dich trifft 0,0 schuld. für deinen bruder hat es tragisch geendet, aber nur er ganz alleine hätte es beenden können. aber die sucht war stärker als er. das zu akzeptieren ist auch für uns angehörige sehr sehr schwer.
hier gibt es auch einige menschen die jemanden verloren haben, der austausch wird dir sicher guttun. komm gut durch die nächsten tage, wenn du etwas auf dem herzen hast schreibs dir von der seele.
alles liebe für dich
koda
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iiebe sonnenschein, hier bin ich drüber gestolpert:
Ich hab ihm gestern in der Früh gesagt, dass ich möchte, dass er sich eine Tasche packt und nicht nach Hause kommt wenn er getrunken hat. Das es für mich und die Kinder nicht länger auszuhalten ist und uns belastet.
Wenn er nun trinkt und nach Hause kommt, wenn ich schon schlafe, dann passt es wieder für ihn.
passt es denn für dich? für mich liest sich das, als hättest du unmerklich eine grenze verschoben. Von, er darf nicht nach hause wenn er getrunken hat zu, er darf nicht nach hause, wenn du noch wach bist. Aber wie kann er wissen daß du noch wach bist?
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Mir geht es so, daß ich gar nichts mehr trinken will. Mich hat das was ich erlebt und gesehen habe so geschockt, daß ich seitdem Alkoholkonsum, auch den maßvollen mit sehr anderen Augen sehe. Es fühlt sich auch nicht wie Verzicht an, ich will das Zeug einfach nicht in meiner Nähe wissen. Und da spielt es keine Rolle, wer um mich ist, ich will es für mich nicht.
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Hallo sonnenschein, wie gehts dir?
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hi coffeegirl.
ich war sehr froh als ich letzten winter hierhergefunden habe, weil ich mich auch in einer unmöglichen wohnsituation mit jemandem befunden habe, der tief in der alkoholsucht steckte, und sich um sein leben soff. ich war nah genug an ihm dran um sehr viel mitzubekommen. und mir wurde irgendwann himmelangst. -um ihn, weil er woche für woche mehr abbaute, aber auch um mich, weil mich das sehr belastet hat. vieles was du beschreibst aus deinem alltag kenne ich auch. die fast irre emotionalität/agressivität gegenüber jeglichen stressfaktoren, alle sind schuld, das als weiteren anlass nehmen um noch mehr zu trinken auch tagsüber. verrückte mengen, oft hielt ich ihn für nüchtern, dabei war er immer auf pegel, wirkte nüchtern, weil er getrunken hatte. (bis zu dem punkt wo es kippte und er sich komplett abschoss, abend für abend.)
eine therapie hat dein mann schon hinter sich? dann weiß er was er sich antut. vielleicht auch wo es endet. aber die sucht ist stark, und so lange er nicht aus tiefstem herzen genug davon hat, kannst du NICHTS machen. er wird trinken, den eigenen langsamen selbstmord aus trüben augen sehen, bedauern und trotzdem weitermachen. ich habe stundenlange gespräche geführt, um zu verstehen, was da vor sich geht, was in ihm vorgeht, verstanden habe ich es trotzdem nicht, und er sagte mir oft er auch nicht. die sucht war einfach stärker.
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Ich hol das mal aus mimis Faden zu mir, weil mir gerade ein Gedanke kam, zum Co Statisten Sein, von dem Whitewolf hier schreibt, das beschäftigt mich:
Es ist zum verzweifeln und Du bist nur Statist.
Ich habe mich nie wie eine Statistin gefühlt, im Gegenteil, in mir gab es eher eine Art Allmachtsgefühl, um mal im Bild zu bleiben, er und ich waren die Hauptdarsteller, und ich habe vergeblich versucht, die Regie zu übernehmen. Weil er nichts mehr im Griff hatte, sah ich alle Verantwortung das Steuer herumzureißen bei mir. Es gibt sie natürlich auch, die Hilflosigkeit, die hat mich aber eher noch mehr angespornt. Jede in meinen Augen schwache Handlung seinerseits (oder einfach laufen lassen) sorgte in meinem System für einen neuen Boost. Was er nicht hinbekam, war dann eben auf meinem Tisch.
Das dann nichts funktionierte von meinen Ideen, das machte mich fassungslos, und unglaublich frustiert. Daraus resultierte dann irgendwann auch die Ohnmacht, aber sie entstand aus einem Wahnsinnsenergiefeld, das im NICHTS verpuffte.
Funktioniert der gesunde Menschenverstand noch, in Extremsituationen? Ich möchte meinen ja. Auf den zu hören fühlte sich dann teilweise so an, als würde man gegen sich selbst gehen (vorallem gegen seine Gefühle). Das macht es so schwer, und es ist gut, das man an einem Ort wie hier erinnert wird, daß Gefühle nicht immer die richtigen Ratgeber sind.