Beiträge von koda

    Guten Morgen, – ich hab meinen eigenen Faden einmal komplett durchgelesen vor einigen Tagen, hatte ich länger nicht gemacht. (und meinen eigenen Forums-Jahrestag verpasst...). Am 27. Januar vor einem Jahr hatte ich mich hier angemeldet, ziemlich durch den Wind. Gerade bereue ich es ein bisschen, daß ich nicht regelmäßiger geschrieben habe. Inzwischen habe ich genug Anfangsbeiträge von anderen im Co-Bereich gelesen, um mehr zu verstehen, daß meine Situation gar nicht so außergewöhnlich war, wie ich es dato dachte. Trotzdem war und bin ich sehr vorsichtig mit den Informationen die ich hierlasse. Gefühle und Gedanken zu teilen empfinde ich jedoch nach wie vor und mehr denn je als weiterbringend. Wie oft ich hier saß, eine halbe Seite verfasste, sie dann noch mal durchlas und dachte, da erkennt dich doch jeder, der dich kennt,-zack wieder gelöscht. Stattdessen einen Stift genommen und es so detailliert wie ich es in dem Moment brauchte ins Tagebuch geschrieben.

    Soweit fühlt sich das Jahr für mich gut an, als hätte ich wirklich ein paar für mich wichtige Schritte in Richtung innere Freiheit unternommen. Die Bindungen, die ich momentan habe, Beziehungen/Freundschaften und Familie fühlen sich gut an.
    Ich bin gelassener geworden, was die Abwehr von unliebsamen Gedanken angeht. - Ist das jetzt nur ein Heutezustand oder etwas was Gefestigteres? Ruhe ist wichtig für mich, ich bin auch eher eine ruhige Person, ab und zu ist trotzdem in mir eine wilde Wut, die sich vergessen will. Mit den Fäusten auf den Boden trommeln, rauslassen.

    Mir fällt dazu ein Erlebnis ein, weiß nicht ob ich es hier schon geschildert habe, sonst stehts jetzt hier eben doppelt, ist ja mein Faden, ich darf mich wiederholen...Es war eine Situation im Alltag, weiß nicht mehr was mich wütend gemacht hat. Entgegen meines sonstigen Musters die Wut zu spüren, bis sie einfach wieder weg ist, bin ich einem Impuls gefolgt, und habe auf den Boden eingeschlagen. Rauslassen, so wie ichs mir sonst oft nur vorgestellt habe. DIe Wut hat sich sofort noch mehr gesteigert, die Gewalt, dich meinem Fußboden antat, ist mir direkt noch mehr in den Körper gerutscht. Ich war ziemlich perplex, weil ich mir eine kathartischere Wirkung erhofft hatte. Stattdessen war ich ziemlich fertig danach. Soll jetzt kein Plädoyer sein für Wut in sich Reinfressen, eher fürs Ausprobieren, denn das Ergebnis habe ich offensichtlich falsch eingeschätzt.

    So, kleiner Morgenexkurs. Mir gehts gut. Ich bin dran an meinen Themen, darüber freue ich mich.

    Euch einen schönen Tag

    Ja manchmal gibt es missverständnisse. Hatte ich letzte woche auch. Schrieb hier was von dem ich dachte es käme so rüber wie ich es meinte. Beim nochmaligen lesen hab ich dann gesehen, daß man es auch anders deuten konnte.

    das ist aber auch das gute an der geschriebenen form, daß man genauer auf die worte schaut. Und das nachfragen führt zum nachdenken darüber. Ich schätze das sehr.

    Du hast keinen Grund diesen Kontakt weiter zu halten.

    Du hast Faktoren im Außen aufgezählt. Emotionale Verstrickung, das sich-Anketten an den Anderen- tickt aber nach anderen Regeln. Das ist im Grunde genauso wenig zu verstehen wie der Trinker, der seinen Körper zugrunde richtet. Ich hatte auch keinen Hund, Haus, oder Kinder. Was einen bindet geht leider viel tiefer. Es setzt im Inneren an, da wo wir sehr privat, sehr verletzlich und sehr ansprechbar sind. Deswegen hatte ich das mit der Poesie geschrieben. Auch Mitleid kann so funktionieren. Diese Dinge können einen treffen bis ins Mark. Jeder hat andere solcher Türöffner. Was es bei dir ist Laura das gilt es herauszufinden. Warum du klammerst. Es gibt Gründe, warum du dich so in ihm verhakt hast. Die kennst ja nur du. Lohnt sich aber, die mal rauszufinden. Anfangen sich selbst zu beschützen. Diese innere Kammer, in die der Andere immer wieder (besoffen) eindringt – ich rede jetzt metaphorisch, die mal absperren. Aber dafür muss man genauer wissen, wo die Tür ist.

    Heute Morgen hat er wieder geschrieben das er ein verlorener Stern ist .

    Klingt poetisch. was geht in dir vor wenn er sowas schreibt? und leider auch sehr manipulativ.
    mich haben solche sätze leider auch immer gecatcht.. drum würde mich mal interessieren ob deine antennen darauf anspringen.
    du kannst immer wieder nur bei dir ansetzen. - die fessel der co abhängigkeit abstreifen heisst sich selbst kennenlernen.
    wo sind deine fallstricke. wo kriegt er dich? wenn du das weisst, kannst du anfangen dich dagegen zu entscheiden.
    werde expertin für dich. daß er in sich gefangen ist, kann er selbst herausfinden.
    liebe grüsse

    koda

    hallo wichtelmama, das ist wirklich ein furchtbares klima was du da beschreibst. wie er mit dir umgeht, hast du ja noch nicht beschrieben, aber was deine kinder erleben müssen, und mussten, fügt ihnen grossen schaden zu. Sie sind verhaltensauffällig, da setzen sie selbst ja schon eine alarmstufe.

    Soweit das ein Kind kann. Denn sie sind dieser Hölle ja ausgesetzt.
    Dein kleines Kind will nicht mit dem Vater alleine sein. Und sollten sie auch nicht, beide nicht.

    Mein erster impuls war, sofort raus da.

    Ich habe nächste Woche ein Termin bei der Diakonie . Und informiere mich, wie ich was machen kann ...das ich Hilfe habe .

    Das ist doch schon mal super. Informieren über die eigenen Möglichkeiten ist ein erster Schritt aus der Lähmung. Ich bin selbst Tochter eines Alkoholikers. Jede Familiengeschichte verläuft anders, aber ich kann dir nur Mut machen, dich aus den Verstrickungen des Wieder- Schon-Wieders-Und-Nochmals zu lösen und dir und deinen Kindern einen sicheren Rückzugsort zu schaffen. Wie eine Trennung aussieht, ob erst mal nur räumlich, oder auch komplett, kannst du doch entscheiden. Auch wie der Kontakt nach einer Trennung aussehen könnte. Erst mal ins Handeln kommen, Sonst bleibt einfach alles gleich, siehst du ja selbst.
    Bleibt gleich, bzw. wird eher schlimmer. Jenachdem wie rasant er auf seiner Bergfahrt unterwegs ist.
    Für die Kinder wird es ruhig werden, weniger unberechenbar. Damit machst du ihnen das Geschenk überhaupt, das werden sie mitbekommen.
    - Wenn es eines gab, was mich - neben vielen anderen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugend fertig gemacht hat, dann war es die Ohnmacht und das Verharren meiner Eltern. Ich bin immer mit einem Kloss im Hals nach Hause gegangen, bis ich selbst in der Lage war auszuziehen.
    Da war dann aber schon sehr viel vorgefallen, was sich wie ein Schatten an mich dranklebte.
    Ich weiß natürlich nicht, wie es für mich verlaufen wäre, wenn meine Mutter sich zur Trennung durchgerungen hätte, angedroht hat sie es oft, auch das hat mir Angst gemacht. Aber das Nichtstun fand ich dann wirklich entsetzlich. Es hat sehr viel Verantwortung zu mir geschoben, und das kann ich dir sagen, war wirklich Gift für mich. Ich habe mich sehr lange für das Wohl meiner Eltern verantwortlich gefühlt.
    Ich wünsch dir alles gute. Schreib hier ruhig mehr, und komm nicht erst 2026 wieder :)

    Hallo Silberstreifen.
    Da hatte ich jetzt wiederum darauf herumzudenken :) Also das Ziel ist das Gleiche: aus dem Vollen schöpfen, gemäß dem, was ich selbst mitbringe. Um mich so zu verhalten, daß ich mich nicht selbst übergehe, oder mich Situationen auszusetzen, die mir Kraft nehmen (- wie in einen vollen Bus zu steigen), muss ich mich kennen, und auch einordnen. Was bedeutet es wenn ich nach der Fahrt im übervollen Bus fix und fertig bin? Bin ich einfach zu sensibel und halte nix aus, oder bin ich introvertiert, und brauche eben was anderes. Die Busfahrt kann ich vielleicht nicht vermeiden, weil mein Ziel fußläufig zu weit weg ist. Statt jetzt zu warten, daß im Bus eine Ruhezone eingerichtet wird, schaffe ich mir meine eigene Rückzugszone. Kopfhörer aufsetzen, Fensterplatz. Vielleicht seh ich was Lustiges auf der Fahrt, oder ich schließe die Augen und höre mein Lieblingslied. Plötzlich wird die Busfahrt zu einer schönen Erinnerung. Dabei dachte ich eigentlich ich mag kein Busfahren. Aber weil ich ein introvertierter Mensch bin, der mehr Energie aus dem Innen als aus dem Außen schöpft, kann ich die Busfahrt für mich umgestalten.
    Also weniger ein Bus, Ja oder Nein, als ein, wie will ich eigentlich Busfahren, wenns halt sein muss.

    Lieber Kazik, ich selbst wollte nie eine eigene Familie gründen, ich konnte mir schlicht nicht vorstellen, daß ich in der Lage sein könnte, in einer guten Art und Weise eine Mutter zu sein und es anders gestalten zu können, als ich das selbst erlebt habe. Erst seitdem ich Tante bin, merke ich, daß es schön sein kann und das ich auch was zu geben habe. Die Zeit kann ich nicht zurückdrehen. Ich hätte die Jahre vorher nicht anders handeln oder anders empfinden können. Zum abschliessen fällt mir ein: für mich geht das immer nur situativ. Das was mir widerfahren ist, ist in mir, und begleitet mich. Aber mal tut es weh, und mal schaue ich es an und sage mir - isso.
    Ich lese dich gerne.

    Koda

    liebe silberstreifen, an der frage was sind wesenszüge und was sind muster bin ich auch gerade dran. und auch der gedanke ich dachte ich war schon mal weiter ist mir sehr vertraut. ich weiss auch nicht ob ich das für mich jemals so genau werde klären können. daher versuche ich gerade anders ranzugehen. ich frage mich, welche verhaltensweisen tun mir gut, und welche belasten mich eher. ein beispiel: dominante menschen machen mir angst. sie ziehen mich aber auch an. beide gefühle kenne ich, sie sitzen in meinem körper. begegnungen mit dominanz lösen fluchtgedanken, anziehung, ohnmacht, angst, und faszination aus. anteile von dominanz finde ich aber auch in mir. also je nach situation, und lebenslage kommen sehr unterschiedliche verhaltensweisen heraus. ich fühle mich klein, und hinterfrage meine eigene wahrnehmung kann eine reaktion sein, ich weiss alles besser, und denke mein gegenüber hat keine ahnung, eine zweite (sodaß sich jemand anderes von mir wiederum dominiert fühlt). um da jetzt nicht stecken zu bleiben in der erzählung "ich kann mit dominanz nicht umgehen - iss einfach so) versuche ich sie weiter zu fassen. sie führt naemlich auch dazu dass ich dinge angehe, weil ich an sie glaube. etwas für wichtig erachte, und anderes wegschiebe, prioritäten setze. also kann ich ja auch die fähigkeit in mir entdecken, lösungen zu finden.
    So in der Art versuche ich das gerade für mich anzugehen. Wenns dann nicht klappt, und ich mal wieder den Mund nicht aufkriege, ist das trotzdem sehr frustrierend. Ohne Frust geht so ein Prozess aber vielleicht auch nicht. Dranbleiben sag ich mir dann.
    Das wären jetzt so meine Gedanken dazu. Vielleicht kannst du damit was anfangen?

    Liebe Myla, die Gefahr, die von dem Mann ausgeht ist nicht aus der Welt, nur weil du ihm jetzt Aufgaben stellst.
    - du hast dich doch für dich selbst hier angemeldet, weil:

    - er körperlich gewalttätig gegen dich wurde
    - dich auf übelste Art und Weise beschimpft hat
    - dein Auto beschädigt hat
    - gedroht hat, deinem Hund was anzutun
    - du Todesangst gefühlt hast

    also Hilfe für dich wolltest. ZU RECHT.

    Und jetzt soll er Wasserkisten schleppen und Teppiche aufräumen, um sich nützlich zu fühlen?
    Das ist, als würde man einen Tiger als Milchkuh halten wollen. Blöder Vergleich. Aber das ist doch völlig verrückt.

    Einfach keine gute Strategie. Eher Hochrisiko-Selbstüberschätzung.

    Ihr Lieben, liebe Koda,
    mir selbst schreibe ich ja hierdrin hauptsächlich...
    ich bin stolz drauf endlich was angegangen zu haben was ich seit Monaten vor mir herschiebe. 2 Sachen eigentlich, wobei das eine nix mit Alkohol zu tun hat, sondern mit meiner eigenen Aufschieberitis. Das andere ist, daß ich es endlich geschafft habe, xy auf Schulden aufmerksam zu machen, sprich ihn daran zu erinnern und das nicht einfach als verlorenes Geld zu sehen. Sozusagen, ist ja ok, wenn ich als CO so dumm war, ihn und seine Sucht zu finanzieren, dann isses jetzt eben weg. Nein, kann ich mir erstens nicht leisten, und fühlt sich auch nicht länger gut an, das als liebevolles Opfer zu sehen. Vielleicht ging es in dem Moment nicht anders, oder mir ist nichts Anderes eingefallen, aber ich bin am Sortieren. Das jedenfalls möchte ich nicht als selbstlose Opfergabe hinweggeweht sehen, sondern möchte es wiederhaben. Noch grummeln da Zweifel in mir, a la das kannst du doch nicht machen, der arme, wo soll er es denn hernehmen. Aber erst mal hab ich es kommuniziert. Raus ist es.

    Matrix , falls du das hier lesen solltest, ich hab dir ja kürzlich geschrieben, daß du nicht so rumeiern sollst, nun in dem Punkt habe ich auch geeiert. Und ich fürchte mich auch etwas vor seiner Reaktion. Viel wichtiger ist mir aber gerade, dass ich meine Stressoren reduzieren will, und das finanzielle ist einer.

    Er sitzt also da und freut sich riesig über das erste Gespräch mit seinem Kind nach ca. 2 Jahren . Es ging auch um Alkohol und seinen Konsum, ärgert sich aber über unseren Streit ( es ging um seine Sucht)!!!! und säuft da wieder.

    hi Esther, das kann man auch nicht verstehen.

    Ich bin Tochter eines Alkoholikers (der jetzt schon seit längerem eine trinkpause einlegt, ich schreib das bewusst so, weil sein nichttrinken nicht freiwillig ist). Er hat eigentlich sein ganzes Leben getrunken, jedenfalls so weit meine erinnerung zurückreicht, gab es in über 40 jahren nur einmal eine 4-wöchige trinkpause. Ich habe es sehr sehr lange gar nicht gewusst, oder verdrängt, das versuche ich beim gedankensortieren seit einiger zeit herauszufinden. Mir fallen dann doch immer wieder bilder aus der kindheit und jugend ein wo er getrunken hat. Aber weil er zumindest bis er pensioniert wurde, in meinen augen immer gut funktionierte, habe ich das nie als problem gesehen. Zuhause gab es trotzdem immer massive Probleme. Heute denke ich, daß sehr viel von den Spannungen und Streits mit seiner Sucht zu tun hatte. Meine Mutter ist sehr unglücklich darüber gewesen. Verzweifelt möchte ich sogar eher schreiben. Sie hat unzählige Male von Trennung gesprochen, damit gedroht, wenn sich nichts ändert. Ich habe als Kind und Jugendliche vorallem die Gefühlszustände meiner Eltern wahrgenommen, und die sehr oft auf mich bezogen. In mir war eine ständige Ohnmacht, viel Wut auch, und Traurigkeit, weil da so viel in Scherben lag. Ich habe im Gegensatz zu eurem Kind eher den Kontakt zu meinem Vater gesucht, das verzweifelte Agitieren meiner Mutter hat mir Angst gemacht, manchmal war es an Absurdität kaum zu überbieten. Erst jetzt als Erwachsene kann ich sie mit dem nötigen Abstand sehen, und mich nicht von ihnen erschlagen fühlen.

    Eigentlich wollte ich aber auf eine Erinnerung hinaus, als der Konsum meines Vaters einen ziemlichen Tiefpunkt erreicht, ist erst wenige Jahre her. Es gab sowas wie eine Familienkonferenz. Es waren viele DInge vorgefallen, ihm wurden Versprechen abgerungen, die er nicht hielt. Jedes Mal ein neuer Vertrauensbruch, er trank immer mehr. Dann saßen wir zusammen, die Kernfamilie (will nicht genauer schreiben wer wegen Wiedererkennung, aber mein Vater war die Minderheit). Er wurde im Kreise seiner Lieben regelrecht bearbeitet. Alle packten ihre Sorgen und Ängste, aber auch Ärger auf den Tisch. Das Ziel war klar: es sollte sich was ändern, er den Alkohol "einfach weglassen", und er saß da und sagte kaum ein Wort. Gefühlte Stunden dauerte dieses Gespräch und wir haben ihn eingekreist wie ein Raubtier. Am Ende des Gesprächs sollte ein Ergebnis herauskommen, wie bei einem Verhör. Wir wollten hören, ja ich bin Alkoholiker, und ja ich suche mir jetzt Hilfe. Und dann wird alles gut. Ich glaube so in der Art sollte das ablaufen. Es endete also damit, daß er sagte was wir hören wollten. Wir lasen ihm eine Adresse vor, und er stimmte zu, sich Hilfe zu suchen. Ich habe schon an der Art wie er es sagte, gespürt, daß er kein Wort davon ernst meinte. Trotzdem herrschte erst mal sowas wie Erleicherung am Tisch. Wir alle hatten vereint auf ihn eingeredet, ihm unsere Liebe und Unterstützung zugesichert, aber auch erheblich Druck gemacht. Sollte ja wirken.

    Dann war alles gesagt. Er erhob sich, heute weiß ich, die Sucht packte ihn bei der Hand und lotste ihn von uns weg. Er ging in seine Räumlichkeiten zurück und betrank sich.

    Guten Abend Matrix,
    durch die Sache mit dem Brief kommen ja jetzt so oder so DInge in Gang, und das ist auch gut so. Du siehst aber daran auch, daß auch wenn du scheinbar nichts machst und dich nichts bewegt, die Situation ins Schleudern gerät. Das ist natürlich auch ein Sch...gefühl, wenn alles passiert, ohne daß man selbst dafür die Hebel gesetzt hat. Ich kann dich nur ermutigen, dich selbst wichtig zu nehmen.

    Ich habe eher das Gefühl, daß die beiden dir auch einreden, daß du nicht weißt was du möchtest. Denn dann passiert ja nichts, was wiederum gut für deinen xy ist - für seine Mutter vielleicht auch, weil sie ja damit auch fein raus ist, wenn du dich kümmerst.
    Deine wichtigen und dringenden Themen kennst du ja am besten. Sowas ansprechen ist nie schön. Wird hier glaube ich keiner das Gegenteil behaupten. Die Erleicherung und das gute Gefühl kommen oft erst hinterher. Wenn man es noch nicht ausgesprochen hat, löst es großen Druck aus. Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen, weil ich auch so ein Mensch bin, der unangenehme Themen meidet bis es nicht mehr geht, daß es immer was ins Rollen gebracht hat, wenn ich mich dann doch getraut habe.

    Trau dich, du und dein Kind habt ein Leben verdient, wie du es dir vorstellst.

    Die Tage: Träume, Gedanken, Gefühle, eine Textarbeit, die ich schon lange vor mir herschiebe, finanzielle Sorgen. Meine Festplatte, die innere meine ich kommt grade kaum zur Ruhe. Mit Migräne aufgewacht. Das hat mir den Tag zerschossen, und ich bin mit Katze und Wärmflasche im Bett geblieben. Jetzt einige Stunden später geht es mir etwas besser. Der Plan für den Tag ist allerdings hin. Mein Körper brauchte wohl eine Pause. Ich trinke Tee, und bin erleichtert daß die Kopfschmerzen nachlassen.

    Mein herzliches Beileid, wieiweiter. Ganz viel Kraft und Durchatmen für die nächsten Tage.
    Ich wünsch dir auch liebe Freundinnen an der Seite. Das ist sicher ein Schock und auf der anderen Seite hast du es ja auch schon kommen sehen.
    Auf Station haben sie sicher dafür gesorgt, daß er ohne Schmerzen gehen kann.
    Alles Gute, und schreib weiter hier