Das hab ich in 4 Jahren noch nicht geschafft, die Türe zuzumachen und eine Grenze wieder zu errichten.
Richtig gut!!
Das hab ich in 4 Jahren noch nicht geschafft, die Türe zuzumachen und eine Grenze wieder zu errichten.
Richtig gut!!
Liebe Wichtelmama,
vielleicht ist auch der Kinderschutzbund eine Möglichkeit der Unterstützung?
Ich würde mir einen Notfallplan überlegen, Wichtelmama.
Euch in Sicherheit bringen.
Der Konsum steigert sich doch gerade massiv oder? Isst er noch?
EIn Körper kann ja nur so und soviel wegstecken. Hab das letztes Jahr erlebt,
da hat mein dann schon nicht mehr Mitbewohner ein ähnliches Pensum gehabt jeden Tag.
Zuerst hat man es ihm nicht angemerkt. Aber er hatte es gar nicht mehr im Griff.
Hat den Konsum innerhalb von wenigen Wochen immer mehr gesteigert.
Dann kamen Stürze dazu. Entzugsserscheinungen.
Aggressiv wurde er nicht. Aber er war einfach nicht mehr in der Lage auf sich selbst aufzupassen.
Da war ich schon heilfroh, daß er bei mir raus war. Auch wenn ich mir dauernd Sorgen gemacht habe.
Ich hätte ihm nicht mal einen Hund anvertraut.
Kannst du es einschätzen? Mit so einem Pegel ist die Unberechenbarkeit ja Dauergast bei euch.
liebe releaseme,
du hast hiernach gefragt.
Hättet ihr euch wirklich gewünscht, dass sich eure Mütter früher getrennt hätten, auch wenn ihr dadurch vl alles verloren hättet? Schulwechsel, das Zuhause, eine vollständige Familie.. ?
Ein paar Gedanken dazu.
Ich hätte eine Trennung sehr begrüßt, ich erinnere mich an eine Freundin aus der Kindheit, die in einem Haushalt aufwuchs, ohne Vater. Ich bin da immer sehr gerne hingegangen, sie hatten ein offenes Haus, ich habe mich immer willkommen gefühlt. Es war leicht, und ich konnte wenn ich dort war, ein wenig der erdrückenden Atmosphäre zuhause entfliehen. Ich habe für mich dann Wege gesucht, wo ich Ablenkung und Trost fand. Bücher. Meine Großmutter, leider viel zu weit weg. Mein Bruder, ein Verbündeter.
Schulwechsel? Wäre sicher tough geworden. Der Punkt fällt mir schwer ihn aus rückgewandter Kindersicht zu beantworten.
Zuhause lässt sich in meiner Erinnerung kaum trennen von dem was ich als belastend empfand, es war nie ein Rückzugsort für mich.
Also nein, kein Verlust. Ich wollte sehr früh weg von dort.
Da muss doch jeder halbwegs normal denkende Mensch einsehen, dass er ein Problem hat.
liebe tiger.
Was hier schon einige geschrieben haben: Sucht ist nicht nur seine Krankheit oder sein Problem, sondern auch deine und die deiner Kinder. Mein Vater ist auch nie ausfallend geworden, er hat nie (soviel ich weiss) Schnaps getrunken sondern ist immer "nur" bei Bier, und Wein geblieben, im Wechsel. Hat auch "nur" abends getrunken. Ging tagsüber zur Arbeit, hat mit uns Kindern Zeit verbracht, war ein liebevoller Vater. Vieles war trotzdem permanent vergiftet, meine Sicht darauf. Beide Eltern waren nicht glücklich. NIE. Das konnte ich spüren.
Meine Mutter hat unendlich gelitten, und mein Vater hat sich vermutlich viele seiner negativen Gefühle durchs Trinken weggespült, hat sich aus Konflikten rausgezogen. DAS und das Aushalten von beiden - ich mach da keinen Unterschied zwischen den Beiden, - sie haben das beide zu verantworten - hat mein Bild von Familie geprägt. Nicht so schlimm wie ... ist doch eigentlich völlig egal. Dir gehts schlecht. Du wirst davon krank. Du lebst ihnen vor, daß man Unglück aushält, es erträgt. Das ist doch furchtbar.
Der Vergleich mit Krebs oder irgendeiner anderen Krankheit funktioniert damit eben auch nicht. Weil Sucht ist eher wie eine Krake, da hängen alle in den Fangarmen.
Ich habe mich jahrelang wie ein Alkoholiker verhalten (und war dabei nüchtern),
Liebe arthurie
Wie ist das gemeint?
Liebe wieweiter, hoffentlich kannst du zwischendurch ein bisschen kraft tanken oder ausruhen.
Das muss alles ganz schön hart sein. Es wird leichter werden.
Alles liebe für deinen Sonntag.
Ihr lieben, danke, ich fühle mich auch gut aufgehoben hier.
Liebe Sonnenschein,
habe gerade an dich gedacht. Wie geht es dir?
Liebe Grüße koda
Guten Morgen, – ich hab meinen eigenen Faden einmal komplett durchgelesen vor einigen Tagen, hatte ich länger nicht gemacht. (und meinen eigenen Forums-Jahrestag verpasst...). Am 27. Januar vor einem Jahr hatte ich mich hier angemeldet, ziemlich durch den Wind. Gerade bereue ich es ein bisschen, daß ich nicht regelmäßiger geschrieben habe. Inzwischen habe ich genug Anfangsbeiträge von anderen im Co-Bereich gelesen, um mehr zu verstehen, daß meine Situation gar nicht so außergewöhnlich war, wie ich es dato dachte. Trotzdem war und bin ich sehr vorsichtig mit den Informationen die ich hierlasse. Gefühle und Gedanken zu teilen empfinde ich jedoch nach wie vor und mehr denn je als weiterbringend. Wie oft ich hier saß, eine halbe Seite verfasste, sie dann noch mal durchlas und dachte, da erkennt dich doch jeder, der dich kennt,-zack wieder gelöscht. Stattdessen einen Stift genommen und es so detailliert wie ich es in dem Moment brauchte ins Tagebuch geschrieben.
Soweit fühlt sich das Jahr für mich gut an, als hätte ich wirklich ein paar für mich wichtige Schritte in Richtung innere Freiheit unternommen. Die Bindungen, die ich momentan habe, Beziehungen/Freundschaften und Familie fühlen sich gut an.
Ich bin gelassener geworden, was die Abwehr von unliebsamen Gedanken angeht. - Ist das jetzt nur ein Heutezustand oder etwas was Gefestigteres? Ruhe ist wichtig für mich, ich bin auch eher eine ruhige Person, ab und zu ist trotzdem in mir eine wilde Wut, die sich vergessen will. Mit den Fäusten auf den Boden trommeln, rauslassen.
Mir fällt dazu ein Erlebnis ein, weiß nicht ob ich es hier schon geschildert habe, sonst stehts jetzt hier eben doppelt, ist ja mein Faden, ich darf mich wiederholen...Es war eine Situation im Alltag, weiß nicht mehr was mich wütend gemacht hat. Entgegen meines sonstigen Musters die Wut zu spüren, bis sie einfach wieder weg ist, bin ich einem Impuls gefolgt, und habe auf den Boden eingeschlagen. Rauslassen, so wie ichs mir sonst oft nur vorgestellt habe. DIe Wut hat sich sofort noch mehr gesteigert, die Gewalt, dich meinem Fußboden antat, ist mir direkt noch mehr in den Körper gerutscht. Ich war ziemlich perplex, weil ich mir eine kathartischere Wirkung erhofft hatte. Stattdessen war ich ziemlich fertig danach. Soll jetzt kein Plädoyer sein für Wut in sich Reinfressen, eher fürs Ausprobieren, denn das Ergebnis habe ich offensichtlich falsch eingeschätzt.
So, kleiner Morgenexkurs. Mir gehts gut. Ich bin dran an meinen Themen, darüber freue ich mich.
Euch einen schönen Tag
Ja manchmal gibt es missverständnisse. Hatte ich letzte woche auch. Schrieb hier was von dem ich dachte es käme so rüber wie ich es meinte. Beim nochmaligen lesen hab ich dann gesehen, daß man es auch anders deuten konnte.
das ist aber auch das gute an der geschriebenen form, daß man genauer auf die worte schaut. Und das nachfragen führt zum nachdenken darüber. Ich schätze das sehr.
Du hast keinen Grund diesen Kontakt weiter zu halten.
Du hast Faktoren im Außen aufgezählt. Emotionale Verstrickung, das sich-Anketten an den Anderen- tickt aber nach anderen Regeln. Das ist im Grunde genauso wenig zu verstehen wie der Trinker, der seinen Körper zugrunde richtet. Ich hatte auch keinen Hund, Haus, oder Kinder. Was einen bindet geht leider viel tiefer. Es setzt im Inneren an, da wo wir sehr privat, sehr verletzlich und sehr ansprechbar sind. Deswegen hatte ich das mit der Poesie geschrieben. Auch Mitleid kann so funktionieren. Diese Dinge können einen treffen bis ins Mark. Jeder hat andere solcher Türöffner. Was es bei dir ist Laura das gilt es herauszufinden. Warum du klammerst. Es gibt Gründe, warum du dich so in ihm verhakt hast. Die kennst ja nur du. Lohnt sich aber, die mal rauszufinden. Anfangen sich selbst zu beschützen. Diese innere Kammer, in die der Andere immer wieder (besoffen) eindringt – ich rede jetzt metaphorisch, die mal absperren. Aber dafür muss man genauer wissen, wo die Tür ist.
Heute Morgen hat er wieder geschrieben das er ein verlorener Stern ist .
Klingt poetisch. was geht in dir vor wenn er sowas schreibt? und leider auch sehr manipulativ.
mich haben solche sätze leider auch immer gecatcht.. drum würde mich mal interessieren ob deine antennen darauf anspringen.
du kannst immer wieder nur bei dir ansetzen. - die fessel der co abhängigkeit abstreifen heisst sich selbst kennenlernen.
wo sind deine fallstricke. wo kriegt er dich? wenn du das weisst, kannst du anfangen dich dagegen zu entscheiden.
werde expertin für dich. daß er in sich gefangen ist, kann er selbst herausfinden.
liebe grüsse
koda
ich schulde einem.Mann, der mich besoffen in die Wüste schickt gar nichts.
Ein super Stoppschild!
Auf wen läuft die Wohnung denn Wichtelmama?
hallo wichtelmama, das ist wirklich ein furchtbares klima was du da beschreibst. wie er mit dir umgeht, hast du ja noch nicht beschrieben, aber was deine kinder erleben müssen, und mussten, fügt ihnen grossen schaden zu. Sie sind verhaltensauffällig, da setzen sie selbst ja schon eine alarmstufe.
Soweit das ein Kind kann. Denn sie sind dieser Hölle ja ausgesetzt.
Dein kleines Kind will nicht mit dem Vater alleine sein. Und sollten sie auch nicht, beide nicht.
Mein erster impuls war, sofort raus da.
Ich habe nächste Woche ein Termin bei der Diakonie . Und informiere mich, wie ich was machen kann ...das ich Hilfe habe .
Das ist doch schon mal super. Informieren über die eigenen Möglichkeiten ist ein erster Schritt aus der Lähmung. Ich bin selbst Tochter eines Alkoholikers. Jede Familiengeschichte verläuft anders, aber ich kann dir nur Mut machen, dich aus den Verstrickungen des Wieder- Schon-Wieders-Und-Nochmals zu lösen und dir und deinen Kindern einen sicheren Rückzugsort zu schaffen. Wie eine Trennung aussieht, ob erst mal nur räumlich, oder auch komplett, kannst du doch entscheiden. Auch wie der Kontakt nach einer Trennung aussehen könnte. Erst mal ins Handeln kommen, Sonst bleibt einfach alles gleich, siehst du ja selbst.
Bleibt gleich, bzw. wird eher schlimmer. Jenachdem wie rasant er auf seiner Bergfahrt unterwegs ist.
Für die Kinder wird es ruhig werden, weniger unberechenbar. Damit machst du ihnen das Geschenk überhaupt, das werden sie mitbekommen.
- Wenn es eines gab, was mich - neben vielen anderen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugend fertig gemacht hat, dann war es die Ohnmacht und das Verharren meiner Eltern. Ich bin immer mit einem Kloss im Hals nach Hause gegangen, bis ich selbst in der Lage war auszuziehen.
Da war dann aber schon sehr viel vorgefallen, was sich wie ein Schatten an mich dranklebte.
Ich weiß natürlich nicht, wie es für mich verlaufen wäre, wenn meine Mutter sich zur Trennung durchgerungen hätte, angedroht hat sie es oft, auch das hat mir Angst gemacht. Aber das Nichtstun fand ich dann wirklich entsetzlich. Es hat sehr viel Verantwortung zu mir geschoben, und das kann ich dir sagen, war wirklich Gift für mich. Ich habe mich sehr lange für das Wohl meiner Eltern verantwortlich gefühlt.
Ich wünsch dir alles gute. Schreib hier ruhig mehr, und komm nicht erst 2026 wieder ![]()
Hallo Silberstreifen.
Da hatte ich jetzt wiederum darauf herumzudenken
Also das Ziel ist das Gleiche: aus dem Vollen schöpfen, gemäß dem, was ich selbst mitbringe. Um mich so zu verhalten, daß ich mich nicht selbst übergehe, oder mich Situationen auszusetzen, die mir Kraft nehmen (- wie in einen vollen Bus zu steigen), muss ich mich kennen, und auch einordnen. Was bedeutet es wenn ich nach der Fahrt im übervollen Bus fix und fertig bin? Bin ich einfach zu sensibel und halte nix aus, oder bin ich introvertiert, und brauche eben was anderes. Die Busfahrt kann ich vielleicht nicht vermeiden, weil mein Ziel fußläufig zu weit weg ist. Statt jetzt zu warten, daß im Bus eine Ruhezone eingerichtet wird, schaffe ich mir meine eigene Rückzugszone. Kopfhörer aufsetzen, Fensterplatz. Vielleicht seh ich was Lustiges auf der Fahrt, oder ich schließe die Augen und höre mein Lieblingslied. Plötzlich wird die Busfahrt zu einer schönen Erinnerung. Dabei dachte ich eigentlich ich mag kein Busfahren. Aber weil ich ein introvertierter Mensch bin, der mehr Energie aus dem Innen als aus dem Außen schöpft, kann ich die Busfahrt für mich umgestalten.
Also weniger ein Bus, Ja oder Nein, als ein, wie will ich eigentlich Busfahren, wenns halt sein muss.
Das ist schrecklich, was du erleben musstest, ich hoffe du hast Unterstützung in diesen Tagen. Sei willkommen hier, vielleicht findest du Trost, sicher aber viele Menschen, die dich gut verstehen können. Alleine bist du nicht. Liebe und Kraft für dich.
Koda
Lieber Kazik, ich selbst wollte nie eine eigene Familie gründen, ich konnte mir schlicht nicht vorstellen, daß ich in der Lage sein könnte, in einer guten Art und Weise eine Mutter zu sein und es anders gestalten zu können, als ich das selbst erlebt habe. Erst seitdem ich Tante bin, merke ich, daß es schön sein kann und das ich auch was zu geben habe. Die Zeit kann ich nicht zurückdrehen. Ich hätte die Jahre vorher nicht anders handeln oder anders empfinden können. Zum abschliessen fällt mir ein: für mich geht das immer nur situativ. Das was mir widerfahren ist, ist in mir, und begleitet mich. Aber mal tut es weh, und mal schaue ich es an und sage mir - isso.
Ich lese dich gerne.
Koda