Beiträge von Momo2006

    Und JA... Das ist wahrscheinlich wieder ein Co-Abhängiges Verhalten. Aber wünscht sich nicht JEDER, dass um einen gekämpft wird, das man irgendeinen Wert für den anderen Menschen hatte. Und nein, ich will Alkoholkabhängige nicht mehr in Watte packen, weil sie wissen was sie tun. Weil sie sehen und spüren was sie anderen antun. Und der "Co" ist dann auch der Kranke? Und versucht das System Sucht zu verändern durch seine Verhaltensweise? So fängt es doch mit uns Allen Co's an, weil wir hoffen dadurch kommt der Andere zur Einsicht. Ist aber nicht so. Bin ich krank, weil ich einen Mensche geliebt habe, obwohl suchtkrank... Nein das bin ich nicht und keiner von uns sogenannten Co's. Weil wir mit einer normalen Sicht auf die Beziehung gehen und überfordert sind mit den Reaktionen des Süchtigen. Weil wir dann denken wir hätten was falsch gemacht, wenn der Andere so eskaliert. Weil wir nur so eskalieren würden, wenn jemand wirklich was Schlimmes machen würde. Und da sind wir im Hamsterrad der Schuldvorwürfen. Weil wir nicht "süchtig" denken und handeln. Bin ich "liebessüchtig"? NEIN

    Vielleicht werden Alle Süchtigen zu sehr in Watte gepackt. Sie sind ja krank. Können ja nichts für Ihr Verhalten.

    Hey Ihr,

    Heute bin ich endlich in meiner Wut angekommen. Habe ihn 7 Minuten gesehen und meine Sachen geholt. Er wollte mir einen auf wir trennen uns in Freundschaft erklären

    F...off.

    Er würde gerade halblang machen und nichts trinken (hahaha) und nach dem Vorfall könnte er nie wieder zurück!????

    What the f.....! Ich habe nur gemeint, daß er den Knall nicht gehört hat. Also sorry... Selbst flüchtige Bekannte behandeln mich nicht so. Er meinte dann noch mein Fahrrad und Hänger für den Hund würde er vorbeibringen mit einem Freund. Habe es ihm geschenkt. Soll er mit der Flasche im Hals ersticken.

    Entschuldigt bitte, ich bin einfach sauer.

    Er will sein Gewissen rein waschen, um weiterhin der Nice Guy nach außen zu sein und um sich nicht mit seiner fucking Sucht auseinander zu setzen.

    Sorry, bin ich die falsche Adresse.

    Der Witz ist, dass er überall noch ein Bild von uns als Statusbild hat.

    FuckU von Placebo ist heute Abend mein Song.

    Entschuldigt bitte meine Wortwahl heute hier. Ich bin auf menschlicher Ebene zutiefst enttäuscht.

    Tja für den Alkohol macht man halt Alles. Die Liebe des Lebens.

    Einfach nur traurig...

    Eure Momo

    Liebe Alle,

    Danke für Eure Antworten. Ich weiß, dass ich mich mit mir und meinen Mustern auseinander setzen muss. Das versuche ich auch Schritt für Schritt. Ein zurück zu ihm gibt es für mich nicht mehr, so sehr es mich schmerzt. Ich habe bewusst mit vielen meiner engen Freunde darüber gesprochen, nicht abwertend ihm gegenüber, sodass ich hier genug Rückhalt und auch mahnende Worte erhalte. Das habe ich aus Selbstschutz getan. Dennoch wenn ich ehrlich bin,hat man doch irgendwie die Hoffnung, dass das jetzt der ausschlaggebende Moment für den Anderen war. Ich wünsche es ihm als Menschen sehr, dass er für sich die Verantwortung nimmt und sich Hilfe sucht. Das sind so die Gedankenkreise.

    Zu mir... Mein Vater war ein funktionierender Alkoholiker. Ich muss so 9 oder 10 Jahre alt gewesen sein, als er damit richtig Anfing. Ich hatte eine sehr enge Bindung zu ihm, zu meiner Mutter eher ein schlechtes Verhältnis. Mein Vater ist mit 66 Jahren an COPD gestorben. Während seiner Krankheit hat er immer mehr getrunken, damit er schlafen kann.

    Ich habe das so hingenommen. Habe ihm sogar zu 66. Geburtstag einen sehr teuren Whisky geschenkt. Die Rollen waren da schon seit Jahren wie getauscht. Ich die "Erwachsene" und er derjenige der versorgt werden muss. Er war nie blöd zu mir oder aggressiv. Wie gesagt die Bindung war sehr eng.

    Aber meine beste Freundin hat mich darauf hingewiesen, daß mir das Suchtverhalten meines Ex Partners irgendwie ein falsches Gefühl der Geborgenheit vermittel hat.

    Ich hoffe ich nerve Euch nicht. Aber ich bin noch ganz am Anfang meiner Reise und noch ziemlich verwirrt und verletzt.

    Liebe Grüße Momo

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten, die ich zu beherzigen versuche. Ich habe einen Coaching Termin gebucht. Das investiere ich jetzt mal in mich. Habe sie über das Buch "Mitgefangen in der Sucht" entdeckt. Ich greife im Moment nach jedem Strohhalm.

    Gerne möchte ich aber einem Gedanken mit Euch teilen

    Es fühlt sich für mich an, als würden Co-Abhängige sowie trockene Alkoholiker sich immer in zwei Welten bewegen. Dabei ist doch hier die Schnittmenge. Heißt, die meisten Co-Abhängigen leben doch in der Hoffnung,dass ihr Partner durch ihr Verhalten, durch oder besser gesagt für sie sich Hilfe sucht und Alles gut wird. Das ist wohl aber selten der Fall. Mir persönlich würde die Sicht der anderen Seite helfen ggf loszulassen. Was war der ausschlaggebende Punk der Einsicht? Hat der abhängige Partner gemerk und vorallem mitgeführt, dass sein Partner leidet. Oder war es ihm egal? Mir fällt es schwer das System Sucht zu verstehen. Die Co- Abhängigen reiben sich auf. Sie sind natürlic selbst verantwortlic dafür, aber ich glaube es ist schwer das zu akzeptieren. Beispiel: Wenn mein Partner Depressione hat oder Krebs verlasse ich ihn ja auch nicht.

    Versteht ihr was ich meine?

    Ich habe jetz soviele Beispiele und Lebensgeschichten von Co-Abhängigen gelesen. Und mein Fazit ist, dass wir alle sehr lange in einer falschen Hoffnung leben.

    Ich hoffe mein Beitrag ist verständlich und nicht angreifend.

    Liebe Grüße Momo

    Hallo Zusammen,

    Ich hänge heute mal wieder ziemlich in den Seilen. Ist mir schon peinlich zu schreiben. Er macht jetzt einen auf : Wollte sowieso die Beziehung beenden etc nach außen.

    Das verletzt mich so sehr. Weiß gar nicht warum. Er verletzt mich körperlich und seelisch und jetzt noch dieses Verhalten nach außen. So eiskalt.

    Also war jedes Wort, jede liebevolle Geste in der Beziehung eine Lüge. Ich fühle mich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Seiner besten Freundin wollte er jetzt Weiß machen, dass er gerade keinen Alkohol mehr trinkt. Hat sich dann schnell erübrigt diese Aussage.

    Ich schaffe es irgendwie nicht mich aus meinem Tief zu ziehen. Gefühlt bin ich mit 100 an eine Wand gefahren.

    Da ich keinen Therapeuten finde, der schnell einen Platz frei hat, habe ich jetzt einen Termin bei einem Coach welcher Co- Abhängige unterstützt Ihre Muster zu lösen.

    Ich habe eine Kontaktsperre zu ihm eingerichtet. Trotzdem haben wir zu viele gemeinsame Bekannte. Es ist einfach zum ko....

    Liebe Grüße Eure Momo

    Danke für Eure Antworten. Er wirf mir nichts machen, da er zu bekannt ist hier in der Gegend und nach außen immer den perfekten nice guy spielt.

    Trotzdem bin ich wieder in meine typischen Denkweisen verfallen... Ich bin es einfach nicht Wert, dass er aufhört zu trinken, er hat mich nie geliebt, ich bin nicht gut genug.

    Deswegen gehe ich auf jeden Fall zu einem Therapeuten, da ich diesen Kreis durchbrechen muss.

    Ich danke für Euch für Eure Unterstützung hier. Heute gehe ich mit einer Freundin und Ihrem Mann mal wandern, um nach 2 Wochen im Haus und 2 Wochen endlosem weinen mal mich etwas zu bewegen und die endlosen Gedankenschleifen mit Hoffnung, Kummer, Trauer zu durchbrechen. Ich bin froh, dass meine Freunde noch da sind für mich. Es gab ja genug Dramen, bei denen ich Ihre Nerven strapaziert habe.

    Diese scheiß falsche Hoffnung, die man sich macht.. Man will einfach der Mensch sein, der ihn rettet... Der besondere Mensch und macht seinen eigenen Selbstwertgefühl davon abhängig . Ich bin jetzt hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Das tut weh, aber gibt mir vielleicht die Chance an meine Themen heran zu gehen.

    Ich sende Euch eine virtuelle Umarmung. Wie gesagt, ohne Euch hätte ich ihn wahrscheinlich doch angefleht mich nicht zu verlassen.

    Liebe Grüße Momo

    So... ein kleines Update... Er hat angerufen und gefragt ob man sich morgen treffen kann. Ich habe das verneint und gemeint er kann mir jetzt am Telefon Alles sagen , was er sagen will. Und jetzt kommt es ( ich bin gerade unfassbar wütend, entsetzt und einfach nur sprachlos).Seine Worte: " Er wollte es mir eigentlich persönlich sagen, aber dann so. Er habe jetzt eine Woche nachgedacht und das er sowas gemacht hat geht nicht, deswegen gibt es nur die Trennung für ihn.Er überweist mir das Geld und es wären noch eine große Tasche da mit Sachen von mir. ...

    Ich war sprachlos.... Ich meinte nur, dass er sich nicht trennen kann, da die Trennung für mich beim ersten Schlag da war. Das ich entsetzt bin, dass er nicht einmal auf die Idee kommt, darüber nachzudenken was er bei mir angerichtet hat. Und ob er mal reflektiert hätte, warum das passiert ist..


    Damit konnte er nichts anfangen. O-Ton bevor er mich kennengelernt hat wollte er eigentlich eh keine Beziehung mehr und dann wäre ich halt auf einmal in sein Leben getreten und er will nur seine Ruhe.

    Fazit: Er will halt saufen....

    Die Sachen holt jetzt ein Freund von mir. Meine Kontonummer habe ich ihm gesendet, meine beste Freundin feiert, dass er so ein Arschloch (entschuldigt den Ausdruck) war, weil ich endlich mal wütend und traurig bin...


    Soviel dazu...

    Danke für Eure Unterstützung und Eure ehrlichen Worte. Das wäre sonst mit Sicherheit von meiner Seite anders gelaufen, da ich die Schuld immer bei mir gesucht habe. Toll, dass es Euch gibt.

    Liebe Alle,

    Ich habe das Treffen morgen abgesagt. Ihr habt mir sehr geholfen, mich mit der Situation auseinander setzen zu müssen. Mir geht es zwar seelisch nicht gut, aber da muss ich jetzt wohl irgendwie durch. Habe heute nach einem Gespräch mit einer engen Freundin ( sie war als Teenager Drogensüchtig und ist seit 30 Jahren clean) lange gesprochen. Sie hat darauf bestanden, dass ich zum Arzt gehe um mir eine Überweisung für einen Therapeuten zu holen. Nach mehrmaligen Anläufen habe ich einen Termin ausgemacht und eine Therapeutin, welche sich in Ihrer Ausbildung mit dem Thema Co-Abhänigkeit als Schwerpunkt auseinandergesetzt hat, Kontakt aufgenommen. Ich spüre selbst, dass ich da alleine nicht durchkomme.

    Liebe Grüße Momo

    Hallo Ihr,

    Ich bin im Moment ziemlich hilflos und weiß gerade nicht, was richtig und was falsch ist. Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Lebenspartner zusammen. Irgendwie war von Anfang an klar, dass er viel trinkt. So habe ich ihn kennengelernt und aber irgendwie kein Problem damit gehabt...(dachte ich eigentlich) Ich habe ihn nur einmal sanft auf seinen Schnapskonsum angesprochen und ihm gesagt, dass er doch nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten will. Ansonsten habe ich ihn weder kontrolliert, noch gezählt wieviel er trinkt. Was wohl klar ist, ist dass er schwerer Alkohliker ist, seit Jahren Alkoholmissbrauch betreibt (er ist Musiker). Er ist mir gegenüber eigentlich sehr fürsorglich. Er kocht immer, macht mir Kaffee, schaut dass och nicht friere, etc. Vor ein paar Wochen fing es an, dass mir auffiel, dass er so komische Erinnerungsstücke hat, er isst kaum noch und ist sehr reizbar (Zwiebel fällt runter = Zornanfall- nicht gegen mich, aber erstmal nicht ansprechbar) Dazu ist er sehr träge geworden. Vor 2 Wochen kam es dann zu einer Eskalation, die ich mir niemals in meinem Leben hätte vorstellen können. Er ist nachdem wir heimkamen (er war sturzbetrunken) auf mich aus dem Nichts los. Er hat mit gegen den Brustkorb geboxt und dann mit den Fäusten rechts und links ziemlich fest an die Schläfen. Sein Blick war wie bei einem Wahnsinnigen. Ich habe ( zum ersten Mal in meinem Leben ) im Affekt zurückgeschlagen. Gar nicht bewusst,sondern aus Reflex. Er ist dann wie zu sich gekommen und aus dem Raum. Danach wusste er aber anscheinend gar nicht mehr was passiert ist, da er meinte wann ich ins Bett komme. Ich habe Alles gepackt und bin zu mir nach Hause gefahren. Habe ihm dann eine Sprachnachricht gesendet und ihm den Vorfall ruhig geschilder (das Weinen hört man trotzdem). Er war am nächsten Tag dann abweisend in den Antworten. Jetzt möchte er sich am Freitag mit mir treffen, um sich zu entschuldigen und um mir mein Geld was er mi schuldet zu geben. Laut seiner Schwester versucht er gerade nichts zu trinken. Er hat nichts von dem Vorfall und dem Kontaktabbruch meinerseits erzählt. Er beendet jetzt wohl die Beziehung. Ich kann mir vorstellen, dass viele hier schreiben ist besser so. Aber ich kann meine Gefühle für ihn nicht einfach abstellen. Wie soll ich am Freitag in dem Gespräch sein? Natürlich ist der Vorfall nicht tragbar, aber er ist ja auch krank . Bin total verwirrt. Hoffe mein Text ist verständlich. Schon mal Danke fürs lesen