Beiträge von Mine

    Brauche nochmal einen Ratschlag. Unsere große Tochter ist 5, versteht schon viel und ist recht weit.
    Wann sollte man ihr erzählen das Papa sehr sehr krank ist?
    Im Moment geht es ihr gut damit wie es ist. Wenn man nicht von Papa redet tut sie es auch nicht. (Ist sowieso total Mamakind) Sie übernachtet jetzt erstmal bei meinen Eltern. Das war auch ihr Wunsch und sie soll das solange tun wie sie will. Besser als mit mir zuhause wenn ich so traurig bin. Da geht es ihr bei den Großeltern besser.
    Wäre es besser ihr zu sagen das Papa sehr krank ist? Wäre es für ein kleines Kind besser wenn sie das schon mal erfahren? Oder ist es für die kleinen besser sie vor vollendete Tatsachen zu stellen falls der worst case Eintritt?

    Ich fühle mich immer noch wie betäubt nach dem Anruf. Er war einfach 2 Minuten tot. Das muss man erstmal verkraften. Da scheiss ich doch auf die ganzen anderen Baustellen in seinem Körper.

    Danach hab ich seinen Bruder angerufen aber die wussten schon Bescheid, waren wohl quasi live dabei? Saßen wohl 1,5 Stunden im Wartezimmer und waren auch nur 10 Minuten bei ihm.
    Ich hab dann auch mal meine Frage gestellt die mir auf dem Herzen brennt:

    Was tun wir wenn er nicht will? Was tun wir wenn er nicht abstinent sein will für den Rest seines Lebens?
    Als wir ins Krankenhaus gefahren sind war er ja schon im 4. Tag des kalten Entzugs. Er wollte aufhören. Aber was machen wir wenn er nicht stark genug ist?? Wenn er lieber den tot vorzieht als zu heilen und zu leben?

    Wenn dem so ist das er lieber weiter trinkt als zu leben sehe ich keinen Sinn mehr in der Beziehung. Ich mache grade die schlimmste Zeit in meinem Leben durch und nochmal kann ich das nicht ertragen. Ich muss dann einen Schlussstrich ziehen und los lassen. Das ist mir klar geworden.
    Im Moment bete ich nur das sein Körper es packt. Was danach kommt ist zur Zeit offen.
    Das musste ich mir nochmal von der Seele schreiben.
    Ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag von euch und es hilft mir.

    Grade der Anruf vom Krankenhaus. Der klinische Zustand hat sich verschlechtert. Seine Sauerstoffsättigung verbessert sich nicht. Jetzt musste er intubiert werden. Während dem intubieren hat sein Herz aufgehört zu schlagen und sie mussten ihn reanimieren…

    Wann kommen endlich bessere Nachrichten?

    Ich bin jetzt im Garten und mache da bisschen Ordnung, lasse den Pool ab usw. Da wird dieses Jahr eh keiner mehr drin sein. Für meine Tochter reicht auch das kleine Planschbecken.
    Bald kommen meine Eltern um mir noch mehr beim aufräumen zu helfen und auch um die Flaschen zu entsorgen die hier noch so rum fliegen.

    Nein, dazu hat bisher keiner was gesagt wie es weiter geht.
    Wahrscheinlich weil keiner glaubt das es ein danach gibt. 🙈

    Wenn nur endlich dieses Delirium zumindest mal überstanden wäre. Oder vielleicht ist es das und er hat einfach keine Kraft für mehr? Dienstag Abend fing das Delirium an. Eigentlich müsste es doch jetzt schon auf dem Rückzug sein zumindest wenn man nach dem Lehrbuch geht.
    Wenn er tatsächlich weiter trinkt… ja dann… dann kann er sich sein Grab selber schaufeln. Dann bringt er sich um. Punkt.
    Und ich glaube dann ist meine Kraft auch am Ende wo ich nicht mehr will. Seine Familie weiß es ja nun. Dann müssen die ihn unterstützen oder was weiß ich.
    Bin auch immer noch am überlegen ob ich doch ins Krankenhaus fahren soll heute. Auf der einen Seite will ich ja aber auf der anderen Seite ertrage ich auch diese Enttäuschung nicht wenn er immer noch so da liegt.

    Ach man. Ich bin grade so traurig.
    Ich bin mit dem kleinsten heute wieder zuhause. Die große und den Hund hab ich bei meinen Eltern gelassen. Ich wollte meinen Abend nun irgendwie genießen, hab mir grad die Farbe in die Haare geschmiert, will mir einen Film an machen aber nun kommt diese Traurigkeit so heftig hoch ☹️

    Hallo Cadda,

    Ich bin im Moment der festen Überzeugung das er nicht mehr trinken wird. Ich weiß nicht wieso ich das denke aber ich klammere mich an den Gedanken.
    Bevor er ins Delirium kam war er gewillt und er wollte gesund werden, das hat er klar und deutlich gesagt. Und ich weiß das er seine Kinder aufwachsen sehen will.
    Was ich für mich fühle ist das ich auch nie wieder trinken werde. Nicht das ich das jemals so exzessiv getan hätte. Vor den Kindern halt mal am Wochenende auf Partys oder was auch immer. Aber niemals alleine. Seit 6 Jahren kann ich das an einer Hand abzählen wo ich mal was getrunken habe. Wenn dann auch nur mal ein Glas. Mir schmeckt es auch einfach nicht. Und seit einiger Zeit löst es sowieso Ekel in mir aus wenn ich sehe was das alles anrichten kann.


    Edit:

    Ich habe überlegt ihn bei WhatsApp von jedem Tag einen kleinen Zusammenfassung zu schicken was so passiert ist. Glaubt ihr das ist sinnvoll oder eine blöde Idee ? Er könnte es dann lesen wenn er wieder bei Verstand ist.

    Hallo ihr,

    Ihr seid alle so nett. Das find ich schön. Es tut gut das alles ein wenig nieder zu schreiben.
    Gestern Nachmittag war ich nochmal bei ihm um Bilder der Kinder zu bringen. Ich hatte unseren kleinen Sohn dabei. Er ist 9 Monate alt und versteh das alles noch nicht daher fand ich das okay und da er aktuell zahnt wäre der Opa mit ihm überfordert gewesen denke ich 😀

    Auf jeden Fall war er wieder etwas mehr sediert und auch fixiert weil er wieder aggressiv war zwischendurch. Er hatte aber die Augen auf und hat uns angeschaut. Vor allem seinen Sohn hat er sehr intensiv angeschaut.

    Liebste Grüße, Mine

    Heute war er wenig sediert, hatte die Augen auf, hat uns angesehen und hat auch wenige Worte gesprochen.
    Heute Nachmittag werde ich ihm noch Fotos von den Kindern bringen. Die kann er sich dann anschauen.
    Eine Lungenentzündung hat er nun auch noch bekommen und die wird behandelt. Aber das er sprechen konnte und nicht um sich getreten hat ist ja schon ein kleiner Erfolg.

    Hallo,

    Mir geht es so lala.. Heute Morgen hat mein Vater mich zum Krankenhaus begleitet und wir haben uns mit seinen Eltern und Bruder dort getroffen.
    Wir haben ihn dann besucht aber er ist immer noch sediert. Sobald sie die sedierung reduzieren fängt er an zu treten und will sich alle Zugänge und Katheter raus reißen. Heute Morgen hat er sich den blasenkatheter raus gerissen und das ganze Bett war wohl verschmutzt 🙈

    Sein Bruder hat ganz gute Kontakte und kann das mit dem reden auch sehr gut. Er unterstützt mich da sehr und will alles versuchen das er die beste Behandlung bekommt und schnellstens auf die Transplantationsliste geschrieben werden kann.
    Morgen werden wir uns wieder alle dort treffen und ihn besuchen und dann soll in unserem Beisein die sedierung runter gesetzt werden um zu schauen wie er drauf ist wenn seine liebsten bei ihm sind.
    Als ich vorhin gegangen bin hab ich ihm gesagt das ich nun nach Hause gehe und morgen wieder komme und da hat er versucht was zu sagen. Zumindest glauben wir dies.
    Ansonsten hab ich mich heute noch mit einem alten Freund von uns getroffen mit dem wir kaum Kontakt mehr haben. Aber das reden hat zumindest geholfen und er wohnt nicht weit weg sodass ich zu Fuß dort hin komme.

    Ich bin mit Kindern und Hund bei meinen Eltern untergekommen. Die Katzen hab ich zuhause gelassen. Da werd ich dann 1-2 mal am Tag vorbei schauen.
    Ich hoffe einfach das doch noch alles gut wird aber es ist so schwierig sich das schön zu reden.

    Ich weiß nicht mehr weiter.
    Alles scheint so sinnlos grade.
    Er ist nicht ansprechbar, musste sediert werden weil man ihn anders nicht helfen.
    Seine Leber ist kaputt. Leberzirose im schlimmsten Stadium.
    Wir müssen hoffen das er jetzt überhaupt überlebt. Und das er das nächste Jahr überlebt liegt nur bei 35%.

    Das ist doch alles ein schlechter Albtraum.

    Hallo,

    Ich muss einmal meinen Gedanke und Gefühle los werden.
    Mein 1. Beitrag ist schon länger her aber an meiner Situation hat sich nichts geändert. Vor ca 3-4 Wochen ist mir das erste mal aufgefallen das mein Mann gelbe Augen hat. Ich habe das ein paar Tage beobachtet und ihn darauf angesprochen. Er sagte ich würde spinnen und das wäre nicht so. Wieder ein paar Tage später hab ich es nochmals versucht und auch gesagt das ich es nicht böse meine und er nochmal schauen soll. Er sah ein das es ein wenig gelb ist. So ging es dann erstmal weiter. Letzte Woche wurde er das erste mal von jemand anderen darauf angesprochen und dann hat er anscheinend angefangen darüber nachzudenken denn jetzt am letzten Wochenende wollte er nun also aufhören zu trinken. Samstag Mittag war es dann soweit und er hat den restlichen vodka in den Ausguss gekippt. Mir ist zu diesem Zeitpunkt schon aufgefallen das auch seine Haut gelb erscheint. Er meinte wieder ich würde spinnen. Sonntag hatte er ordentlich Kreislauf und auch Montag ging er nicht arbeiten. Dienstag ist er los gefahren aber kam früh wieder weil es nicht ging. Das war also gestern. Am Nachmittag rief er mich sehr panisch zu sich das er Blut im Urin habe. Ich sagte das ist nicht gut und das wir zum Krankenhaus fahren.
    Wir kamen an und mussten nicht lange warten. Es wurde auch ziemlich schnell ein Arzt gerufen und er wurde verkabelt und befragt. Seine Leber ist deutlich vergrößert und angegriffen. Die leberwerte sind stark erhöht. Ich bin zwischendurch nach Hause gefahren um ihn Sachen zu holen. Als ich zurück kam lag er noch immer in der ZNA. Ich bin dann irgendwann nach Hause weil ich mich um die Kinder kümmern musste. Am Abend fing es an das er mir komische Sachen geschrieben hat. Heute um 4 Uhr morgens rief er an ich solle ihn abholen. Er ist nun in einem kompletten Delirium und total verwirrt. Heute Morgen war ich da und es war furchtbar. Er war auf der normalen Station. Am Nachmittag rief mich die Neurologin an das er nun auf der Intensivstation sei weil man ihn dort besser schützen kann weil er inzwischen eine Gefahr für sich selber sei. Er will weg laufen und hat versucht aus dem Fenster zu steigen. Morgen werde ich ein Formular ausfüllen das ich über seine Gesundheit entscheide. Ich bin komplett verzweifelt und habe Angst zu schlafen falls jemand anruft…

    Hi,

    Lange trage ich dies schon mit mir rum und bin nun an einem Punkt angekommen wo ich mich austauschen möchte.
    Mein Mann trinkt. Jeden Tag. Sehr viel. Wir sind seit 6 1/2 Jahren verheiratet und haben 2 Kinder. Das jüngste ist erst 3 Monate alt.
    Als wir uns kennen lernten hat er nur gelegentlich getrunken. Am Wochenenden halt, wenn wir in den Club gegangen sind oder so. Aber irgendwann wurde es schon mehr und mir passte das auch nicht. Vor unserer Hochzeit war es schon manchmal extrem aber ich hatte noch die rosarote Brille auf und habe es nicht erkannt. Dann wurde er gekündigt und ab da wurde es nur schlimmer.
    Es gab in all der Zeit immer Phasen wo er aufhören wollte oder es zumindest versucht hat. Teilweise hat er 1 Monat nichts getrunken und es war sehr harmonisch und ich war wirklich sehr glücklich. Aber wirklich JEDES MAL endete es damit das er mal einen Tag ein Bier oder ein vodka trinken wollte und am nächsten Tag wäre wieder Schluss. Und natürlich war nicht Schluss. Er wiederholte sich mehrmals schon. Anscheinend hab ich ja Glück das er nicht schon tot umgefallen ist nach den ganzen kalten Entzügen.
    Ich habe immer wieder meine Hilfe angeboten aber er will es einfach nicht annehmen. Er wollte zum neuen Jahr aufhören und hat dann vermutlich nach einem Tag wieder heimlich angefangen bis ich den vodka im Auto gefunden habe. Ich habe schon mehrmals seine Verstecke gefunden und es dann entsorgt. Es ist ihm meistens sogar nie aufgefallen das es fehlte den er brachte sich jeden Tag was neues mit wenn er nach Hause kam.
    Ich habe keine Angst vor ihm und er tut einem auch nichts. Trotzdem weiß ich nicht mehr weiter. Ich bin angespannt und Ekel mich gleichzeitig davor wie betrunken er ist. Teilweise kann er sich nicht mehr anständigen artikulieren und wenn er von der Arbeit nach Hause kommt ist er meist so müde das er dann mehrere Stunden schläft und dann auch am Abend sehr früh schlafen geht. Morgens wacht er dann meistens sehr sehr früh auf.
    Zu trinken fängt er erst an wenn er von der Arbeit zuhause ist. Zumindest glaube ich das.
    Ich habe mich schon mal einer Arbeitskollegin und auch meiner besten Freundin anvertraut aber ich schäme mich auch dafür und habe schon länger nicht mehr mit jemanden gesprochen.
    Es tut mir leid für den Iangen Text. Ich weiß nicht was ich tun soll und kann. Ich möchte die Beziehung eigentlich nicht aufgeben…