Beiträge von Jump!

    Entwarnung! 🙏🏼😅 Es ist nur eine Grasmilben-Allergie. Die Wunden hat er sich selbst zugefügt. Er hat zwei Cortison - Spritzen bekommen und ich soll eine Lösung auftragen (ha ha, als ob das geht, aber ich werde es natürlich mit allen Tricks versuchen). Und es musste nicht genäht werden und auch keine Halskrause 🥳. Weil der Arzt davon ausgeht, dass der Juckreiz durch die Spritzen weg geht und es abheilen kann.

    Ich bin so unfassbar erleichtert. Obwohl so eine Allergie natürlich auch blöd ist.

    In den Korb habe ich ihn mit Leckerli-Trick gut bekommen. Ich muss halt vorher gaaaanz entspannt tun und darf mir bloß nix anmerken lassen. Es gibt nur einen Versuch - wenn der nicht klappt ist es vorbei. Ein Nachbar hat uns zum Arzt gefahren und gewartet, das war supernett. Mein Katerchen hat sich unter dem Transportkissen versteckt, ich mache auch immer eine Decke über den Korb, da fühlt er sich ein bisschen geschützter.

    Beim Arzt war er zappelig, aber es ging. Er war echt brav. Und Zuhause ist er auch nicht weg gerannt, sondern hat sich stolz seine Belohnungen abgeholt. Er macht Fortschritte.

    Übrigens war sein Brüderchen mal mit gebrochener Pfote in der Tierklinik. Nach der OP haben sie abends angerufen und uns gebeten ihn abzuholen, weil sie nicht mit ihm klar kamen. Wir haben damals Schichtdienst gemacht, um ihn Zuhause zu betreuen...das war die Hölle.

    Der Arzt hier kennt mich (bei drei Freigängern sind wir oft dort) und weiß dass er in erster Linie MICH beruhigen muss 🙈.

    Ganz ganz herzlichen Dank für eure lieben Antworten und Tipps und Ideen!!! 🙏🏼 Ich hatte zwischendrin schon kurz rein geschaut und das hat mir so sehr gut getan!

    Bin gerade fix und fertig. Nein, nicht wegen meinem Mann sondern wegen meinem Kater.

    Er hat eine Wunde am Kopf. Und kratzt sie sich immer wieder auf. Bisher ging es noch, aber heute früh habe ich Panik bekommen und denke es muss genäht werden. Habe heute Nachmittag einen Termin beim Tierarzt.

    Zum Tierarzt gehen ist für mich noch schlimmer als Notaufnahme für meinen Mann. Sehr blöder Vergleich, ich weiß.

    Wir haben keine normalen Katzen, sondern extrem scheue, traumatisierte, verhaltensgestörte. Ihn in der Korb zu kriegen ist eine Sache. Dann der Weg zum Arzt. Dann die Panik er mischt die ganze Praxis auf. Obwohl wir einen super Tierarzt haben, hat dieser früher auch schon die Behandlung verweigert, weil er zu wild war.

    Aber das Schlimmste kommt danach. Ihn mit Halskrause einzusperren bedeutet tagelanges schreien, Fluchtversuche, Rückwärtslaufen und sollte er entkommen wird er tagelang weg bleiben. Wundversorgung unmöglich.

    Und jetzt bin ich alleine damit. Jemand Fremdes kann nicht helfen, denn dann rastet er noch mehr aus. Und der andere Kater wird außerdem von Außen Randale machen. Ich denke er war der "Täter", er mobbt ihn.

    Eigentlich hatte ich mich so auf heute gefreut. Ich fahre gerade zu meiner neuen Wohnung und bekomme die Schlüssel. Und heute wird ein Schrank geliefert. Hoffe der kommt rechtzeitig vor dem Arzttermin. Ich war so glücklich heute in Ruhe alles ausmessen zu können, zum ersten Mal in der Wohnung alleine zu sein. Und jetzt das.

    Ich fühle mich als hätte ich eine viel zu enge Zwangsjacke an.

    Okay, ich mache Schritt für Schritt. Jetzt erst mal Schlüssel. Schrank. Tier in Korb. Taxi. Arzt. Taxi. Durchhalten.

    Cadda, dein Beitrag ist wirklich klasse! So gut auf den Punkt gebracht. Ich musste mir beim Lesen andauernd an die eigene Nase greifen 🙈!

    Zum Thema Therapie möchte ich noch was sagen. Erst mal gibt es ja einen großen Unterschied zwischen Sucht-Therapie und Psychotherapie. Das wird hier etwas durcheinander geworfen habe ich den Eindruck.

    In der Psychotherapie gibt es ja sowieso die Vorgabe, dass der Betreffende spätestens nach der 10. Sitzung trocken sein muss, sonst muss aufgehört werden. Aktuell wird versucht das auszuweiten. Halte ich ebenso für sinnlos.

    In einer Psychotherapie geht es normalerweise nicht darum Abstinenz herzustellen. Jeder gute Therapeut würde hier zunächst an die Suchtberatung verweisen. Und sagen, dass die Person wieder kommen kann, wenn sie trocken ist.

    Ich halte es aber für sehr wichtig im Sinne der Rückfallprophylaxe, dass psychische Störungen behandelt werden nachdem jemand trocken wurde. Jemand mit selbstunsicherer Persönlichkeitsstörung wird vermutlich ein höheres Rückfallrisiko haben. Angststörungen, Depressionen - sind nicht direkt ursächlich, aber belasten sehr. Unbehandelt kann es die Trockenheit sehr erschweren.

    Aber darum ging es, glaube ich, gar nicht primär in diesem Thema, sondern eben darum, dass Psychotherapie nicht zur Abstinenz führt und nass auch wirkungslos bleibt. Das sehe ich ganz genauso.

    Und dass wir Co's uns einreden bei uns ist es anders, besser, hoffnungsvoller.

    Danke Cadda für diesen schonungslosen Realitätscheck!

    Liebe Jana, schön, dass du wieder schreibst.

    Ich kann verstehen, dass es schwer für dich ist mit dem Vergangenen abzuschließen, weil alles so plötzlich kam und ungeklärt ist.

    Ein Eifersuchtswahn kommt meines Wissens öfter vor bei Alkoholikern. Was in seinem Kopf vorgeht ist total verrückt (ich meine das nicht abwertend, sondern eben ver-rückt) und daher auch nicht nachvollziehbar. Es wird unverständlich bleiben, so sehr du dich auch anstrengst. Das macht das Loslassen aber noch schwerer, denke ich.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Hey du Liebe,

    ich kann dich so gut verstehen. Viel zu gut.

    Ich muss noch dran denken wie du nach der Entgiftung deines Partners geschrieben hattest: Und da ist er wieder, mein lieber sanfter Buddha.

    So geht's mir jetzt gerade. Jetzt ist er wieder da. Mein Mann. Wie der Phönix aus der Asche. Verständig, liebevoll, erschüttert über das was war. (Also er ist noch in der Klinik, aber sein Ich ist wieder da).

    Ich habe auch schon manchmal gedacht: ach, im Grunde muss ich doch immer nur warten bis er unten aufknallt. Dann ab in die Entgiftung und neue Chance. Aber das ist ja kein Leben. Und der Aufprall wird ja jedesmal schlimmer.

    Er leidet doch auch

    Das sehe ich auch so.

    Ich kann nicht nachvollziehen wie hier so oft geschrieben wird, der Alkoholiker genieße es seine Sucht auszuleben; es gehe ihm doch gut damit; er ziehe das nun mal vor. Vielleicht wirkt das so bei Alkoholikern in einem früheren Stadium. Klar kenne ich solche auch.

    Bei meinem Mann ist es jedenfalls so, dass er trinken MUSS, nicht will. Und er wirkt dabei gequält, genaueres will ich hier nicht schildern. Da ist jedenfalls absolut kein seliges Rausch-Erleben (mehr). Da wird auch nix gefeiert oder genossen.

    Klar, das erste Glas! Das ist die bewusste Entscheidung. Das ist ja das, Alexa, was du glaube ich meinst, wenn du von der Ignoranz und Überheblichkeit schreibst. Also im Grunde dann auch nicht das erste Glas, sondern davor die Gedanken dazu.

    Vielleicht ähnlich wie bei uns, wenn wir denken diesmal wird es besser. Na ja, da bist du weiter als ich, du hast das ja alles schon ganz klar voraus gesehen.

    Ich finde nicht, dass du dich im Kreis drehst. Du bist ausgezogen. Wie riesengroß dieser Schritt ist erlebe ich gerade selbst. Und nun fängst du an dich auch zumindest gedanklich mit dem Thema Trennung auseinander zu setzen. Und du schaust sehr genau wie es dir geht. Und sorgst mittlerweile auch so viel besser für dich.

    Loslassen ist so schwer.

    Und dann hast du ja auch noch deine eigene Geschichte. Du hast mal geschrieben wie dankbar du bist, dass deine Mutter dich so sehr weiter unterstützt hat, während deiner eigenen Sucht-Zeit. Ich weiß nicht ob das auch eine Rolle spielt?

    Das was mir selbst am meisten hilft ist, mir immer wieder und wieder zu sagen, dass ich sowieso nix machen kann. Und dass ich nur helfe die Sucht zu vertuschen, wenn ich so weiter mache.

    Irgendwie habe ich das Gefühl du bist mir immer ein paar Monate vorraus. Und ich kann mich dann stellvertend über dich schon mal drauf einstellen was mich auch selbst erwartet.

    Bleib dran,

    Jump! 🏵️


    P.S.

    Halte dein rechtes Auge mit der Hand zu, aber lass beide Augen offen und zähl mindestens bis 15.

    Ich liebe solche Übungen. Habe es direkt gemacht. Sauschwer für mich die Geduld aufzubringen überhaupt bis 15 zu kommen 😅. Ich fürchte ich bin so ein schwerer Fall, dass ich unter 100 nix merke 😂

    Ich wünsche mir in Zukunft, dass ich wenn ich das Gefühl habe ich kann jemanden helfen oder einen Denkanstoß geben, dass ich dann auch so einfühlsam reagieren kann, und so etwas so wertvolles weitergeben kann.

    Das machst du doch schon die ganze Zeit!!! 😘

    Liebe trübe Tasse,

    solche Tage gibt es. So einen hatte ich gestern. Nicht ganz so schlimm, aber in die Richtung.

    Ich fühle mich ein bisschen wie eine Verräterrin, oder dass ich ihn ausnutze.

    Wie kommst du darauf? Weil er dir beim Einzug geholfen hat? Du hast auch mal erwähnt, dass er manches bezahlt hat? Du denkst du lässt ihn hängen?

    Nein! Das sind diese typischen Co-Gehirn-Flüstereien. Alles was er für dich gemacht hat, hat er gerne und freiwillig gemacht. Aber am wichtigsten: du kannst ihn nicht retten! Wenn du dort wärst würde sich die Bergabfahrt vielleicht um ein paar Wochen verlängern, aber du hast keine Möglichkeit zu bremsen. Diese Macht hast du leider nicht. Das ist so ein Co-Allmächtigkeits-Gedanke, dass wir das Schlimmste verhindern können.

    Ihm geht es schlecht und ich kann mich rausnehmen?

    Jawohl! Denn wenn du dich nicht raus nimmst, dann geht es euch BEIDEN schlecht. Ihm geht's dadurch nicht besser, er kann nur eher das Mäntelchen der Normalität beibehalten. Du kannst nicht nur, du sollst, du musst!

    Jetzt sitze ich schon seit Stunden hier und weiß nichts mit mir anzufangen.

    DAS ist jetzt etwas wirklich wichtiges. Denn das kannst du selbst beeinflussen. Was könntest du machen??? Bei mir hilft dann oft nur ein Tapetenwechsel. Raus gehen, mich zwingen dazu. Im Urlaub war es manchmal so, dass ich in einen Strudel geraten bin. Dann habe ich Gefühl ausgeschaltet und bin los gegangen.

    wenn er das nicht schafft kann er die Wohnung nicht halten

    Du hattest diese Sorge schon mal erwähnt. Bei mir k mmt dann gleich die Frage: was machst du, wenn er dann vor deiner Tür steht?

    und häßlich..

    Nein und nochmals Nein! Du bist wunderschön! Jemand die so schreibt wie du musst einfach schön sein. Das ist jetzt einfach mal Fakt.

    Dein Gedankenkarussell ist gerade richtig voll auf Touren. Gut, dass du geschrieben hast, denn das schafft hoffentlich schon ein bisschen inneren Abstand. Die Alkoholiker erzählen oft vom Suchtgedächtnis. Ich glaube wir haben so ein Co-Gedächtnis, dass uns weiß machen will, dass wir uns kümmern müssen und so. Vielleicht müssen wir da auch solche Gegenstrategien entwickeln.

    So, ich schick dir das mal flott, ohne groß zu korrigieren...

    Von Jump! 🏵️ die ein bisschen Klarspüler in deine Tasse werfen will

    Guten Morgen lieber Stromer,

    schön, dass du mich zu dir geholt, also quasi eingeladen hast 😊

    Du hast schon öfter erwähnt, dass du gerne grün wärst. Hast du dich denn schon mal beworben?

    Ich selbst schreibe übrigens nur am Handy und das klappt für mich sehr gut.

    Ja, die Frage wem man vom Alkoholisus erzählt ist nicht so einfach. Und normal würde ich sagen, dass muss ja natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Aber als Angehörige stellt sich die Frage ja auch. Aber anders.

    Wenn ich jetzt ausziehe, dann fragen mich natürlich alle weshalb. Tja, sage ich dann die Wahrheit? Oder eine Ausrede? Oder was dazwischen von wegen: wir brauchen Abstand, ohne genaue Gründe zu nennen. Oder einfach: geht euch nichts an? Will ich nicht drüber reden?

    Für mich wäre es kein Problem, aber eigentlich finde ich, mein Mann muss selbst entscheiden wer das von ihm wissen soll. Andererseits will ich auch nicht lügen, es verheimlichen. Also schwierige Entscheidung finde ich.

    Seine Familie, enge Freunde wissen es ja. Wobei letztere nicht unbedingt wissen wie sehr es nun eskaliert ist. Meine eigene Herkunftsfamilie ist (außer meine Schwester) völlig bescheuert was das Thema angeht. Vermutlich weil sie selbst alle saufen ohne Ende. Meinem Bruder und meinem Cousin ist die Bierflasche quasi am Arm angewachsen, die kenne ich gar nicht anders.

    Mein Cousin hat vor einiger Zeit völlig entrüstet erzählt, dass ein früherer Freund ihn nach Jahren plötzlich angerufen hat. Und ihn gebeten hat ihm Einkäufe zu bringen. Eine lange Liste. Klar macht er. Er wusste der ist Alkoholiker und hat deshalb gesagt er kauft ihm alles, nur nicht den gewünschten Wein.

    Als er dann hin kam war er entsetzt. Der Freund sei auf Knien zur Tür gekrabbelt. Konnte nicht mehr laufen. Habe gezittert. Die Wohnung in schlimmen Zustand. Selbst dann habe er aber beteuert er sei kein Alkoholiker und alles geleugnet. Mein Cousin hat sich geekelt. Ihm das Zeug gegeben und hat überall entrüstet erzählt wie schlimm es war. Er hat nicht den psychiatrischen Dienst eingeschaltet. Sich gerühmt dass der von ihm aber keinen Tropfen Alk bekommen habe. Ein paar Wochen später lag er tot in der Wohnung. Wurde erst Wochen später aufgrund des Gestanks gefunden. Große Entrüstung und Kopfschütteln in meiner Familie: wie kann man nur!

    Solchen Leuten will ich nix erzählen. Habe zu denen aber auch so gut wie keinen Kontakt.

    Stromer ich bewundere deine Klarheit und Geradlinigkeit!

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Lieber Stromer,

    ich möchte mich noch ganz herzlich für deinen Beitrag bedanken! Da sich die Ereignisse überschlagen hatten konnte ich noch gar nicht darauf eingehen.

    Danke für deine Offenheit und auch deine Erklärungen. Ich finde du hast SO VIEL beizutragen! Ich finde es schade, dass du dich im Forum nicht noch mehr einbringst, denn ich bin mir sicher, dass es vielen sehr weiter hilft, was du zu sagen hast.

    Aber du bist ja vor allem für dich selbst hier. Und machst es natürlich so wie es für dich passt.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Ich bin jetzt seit einigen Tagen aus dem Urlaub zurück.

    Als ich nach Hause kam, habe ich meinen Mann direkt am nächsten Tag in die Notaufnahme gebracht. Er hatte großes Glück und konnte direkt eine qualifizierte Entgiftung beginnen.

    Ja, ich hab mich wieder gekümmert. Aber so ist es auch das Beste für mich selbst, denn nun habe ich die nötige Ruhe, um meinen Auszug vorzubereiten. Und musste nicht irgendwo unterkommen, wo ich mich unwohl gefühlt hätte. Jetzt kann ich Abschied nehmen, trauern, packen, organisieren, mich um die Katzen kümmern.

    Ende nächster Woche bekomme ich die Schlüssel. Ich habe tolle Unterstützung von einem Bruder meines Mannes, der selbst trockener Alkoholiker ist.

    Meine Gefühlswelt ist so bunt wie ein Regenbogen mit Gewitterfront. Ziel im Auge. Immer weiter.

    Das ist kein "Schicksal" sondern von ihm eine weitere Grenzüberschreitung! Das finde ich wirklich ungeheuerlich.

    Ich wünsche dir so sehr, dass du es dennoch schaffst deinen Abstand zu wahren.

    Ich verstehe so sehr was du schreibst!

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Du hast dich so freudig angehört wegen der Wohnung. Da war endlich mal was Eigenes von dir spürbar! Sonst bist du doch die ganze Zeit abhängig davon, dass er nicht wieder trinkt. Das ist keine gute Basis für eine Beziehung.

    Ich bin so froh, dass ich im September ausziehe. Und das obwohl mein Mann gerade eine qualifizierte Entgiftung macht und danach in die stationäre Reha geht.

    Gerade weil du so oft umgezogen bist, ist es vielleicht auch wichtig etwas zu finden, wo du sicher bleiben kannst. Und das nicht jederzeit wieder zusammen brechen kann. Zusammen bleiben könnt ihr doch trotzdem.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Liebe Alexa,

    ich freue mich so sehr das zu lesen!

    Heißt das er ist jetzt doch nicht mit eingezogen wegen dem Wasserschaden?

    Ich glaube auch, es macht einen riesigen Unterschied ob du deine eigene Wohnung hast oder mitten drin bist in der ganzen Dynamik. Abstand ist so wichtig. Um bei dir selbst zu bleiben.

    Ich bin auch berührt, wenn ich bei dir lese wie du innerlich zuerst so verletzt warst und jetzt so viel Stärke entwickeln konntest.

    Ich fliege heute zurück "nach Hause". Fühlt sich nicht mehr so an.

    Ich freue mich schon so darauf, wenn ich ebenfalls schreiben kann, dass mein kleines Reich fertig ist.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Ich melde mich mal aus dem Urlaub 🌺🌴☀️🐟🧚

    Es geht mir gut. Es war schwer die Sorge um meinen Mann abzustreifen und ganz geht das auch nicht. Aber aktuell ist das jetzt eher ein "Hintergrundrauschen" (😜) und ich bin mehr im Hier und Jetzt.

    Hier ist es auch einfach wunderschön: glasklares Wasser, kleine Gässchen, Palmen und knallige Blumen, leckeres Essen, köstliches Eis, dieser spezielle Geruch nach Sonne und Salzwasser und alles einfach sehr entspannt. Jetzt nach vier Tagen verblasst endlich der ganze Stress.

    Und ja! Ich kann es immer noch supergut, das Alleine-Reisen 😌. Hat auch durchaus Vorteile. Ich kann so viele Foto-Stopps machen wie ich will, ohne genervte Kommentare. Ich kann immer als erstes ins Bad 😂. Ich kann in alle Seitengässchen abbiegen und Schneckentempo laufen, ohne Drängeln...

    Ich mach nichts anderes außer Schwimmen, Eis essen, Lesen, Spazieren, aufs Meer gucken... 🦥

    Und heute hatte ich es: das Urlaubs-Glücks-Kribbeln! 🧚 Zwar nur kurz, aber es war da!

    Habe die Nacht maximal zwei Stunden geschlafen. Ich will hier im offenen Bereich keine Details schreiben. Ich war dauernd kurz davor die Rettung anzurufen. Jetzt schläft er aber, zumindest glaube ich Atemzüge gehört zu haben.

    Ich schwanke zwischen: zum Glück bin ich in wenigen Stunden meilenweit weg. Und: ich kann ihn so unmöglich alleine lassen. Ich kann mich nicht erinnern, wann es so schlimm war wie heute Nacht. Also ich meine seinen Zustand.

    Ich habe ja eine sehr anstrengende Reise vor mir. Zug. Flugzeug. Bus. Fähre. Ich werde erst heute Abend ankommen. Gerade weiß ich auch gar nicht wie ich das körperlich schaffen soll.

    Nein, freuen kann ich mich nicht. Es ist eher eine Flucht. Und ein mir-beweisen-wollen, dass ich das alleine kann.

    Liebe Silberstreifen, ich fühle gerade sehr mit dir mit.

    Ich ziehe ja auch aus dem gemeinsamen Haus aus. Bei mir kommt aber dazu, dass ich dort wo ich hinziehen auch mehr soziale Kontakte habe und mich dort alleine wohler fühle. Aber ich denke auch, sonst würde sich alles nur weiter hin ziehen und so habe ich Nägel mit Köpfen gemacht.

    Mir wurde ja im Forum der Kopf gewaschen, dass ich, wenn ich verlange, dass mein Mann (wegen unserem Urlaub) nichts trinkt, ihn anstifte in den kalten Entzug zu gehen. Und das ist ja gefährlich. Deshalb frage ich mich, ob das nicht dasselbe ist, wenn hier (nicht nur von dir, sondern auch sonst oft) Mütter sagen, sie geben die Kinder ja nur zum nassen Alkoholiker, wenn er nüchtern ist.

    Bei meinem Mann ist auch jahrelang nix passiert - und dann plötzlich der Krampfanfall. Ich glaube es ist sehr schwer da eine wirklich gute Lösung zu finden.

    Ich dachte früher übrigens auch, dass ich es immer merke, wenn er was getrunken hat. Mittlerweile weiß ich, dass ich es nur merke, wenn er bereits über ein Promille hat. Darunter wirkt er noch völlig normal.

    Ein Alkoholtester ist übrigens auch keine Lösung. Das wird dann so getimed, dass er kurz bei null ist und danach wird schnell wieder getrunken. Muss er ja. Sonst geht das Zittern los. Ich weiß also nicht wie es ein Alkoholiker schaffen soll tatsächlich zwei Tage nüchtern zu bleiben, während er die Kinder hat? Vielleicht geht es noch in einem früheren Stadium...ich weiß nicht.

    Bei der Wohnung, die sofort beziehbar wäre hast du dich freudiger angehört, finde ich. Falls das klappt - könnte deine Tochter dann nicht nach den Sommerferien direkt in die neue Schule? Wäre natürlich auch schwierig so plötzlich und ohne Abschied von der alten Klasse.

    Ich selbst musste früher auch mitten im Schuljahr die Klasse wechseln und für mich war es damals nicht schlimm. Ich wurde sehr lieb aufgenommen. Ich glaube am wichtigsten ist, dass deine Tochter spürt, dass es dir selbst wieder besser geht. Kinder sind ja viel anpassungsfähiger als wir Erwachsene.

    Und: ich finde das sogar SEHR mutig von dir auszuziehen. Du gehst vorran, du handelst, du bist aktiv. Sei doch auch mal stolz darauf, anstatt selbst das schon wieder klein zu reden.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️