Beiträge von Jump!

    Guter Artikel, finde ich!

    Zur Epigenetic: Es kommt ja nicht von ungefähr, weshalb es innerhalb einer Familie oft über Generationen mehrere Betroffene gibt.

    Zum frühkindlichen Trauma: Es spricht ja für sich, dass in den SH-Gruppen und vor allem in den Kliniken meist gefühlt 90 Prozent von einer traumatischn Vergangenheit erzählen.

    Zu den Botenstoffen: Mein Mann hatte überhaupt erst eine realistische Chance abstinent zu werden, nachdem er endlich die richtige Medikation bekommen hatte, die auf den GABA und Dopamin-Haushalt zielt. "SO fühlen sich also andere ("normale") Leute", meinte er völlig verwundert. Natürlich keine Lösung, wie meinem Faden zu entnehmen ist - aber es war ein Quantensprung!

    Ich habe mich nur gewundert, dass dort steht, dass auch die Epigenetik mit vererbt wird? Hier geht es doch gerade darum, dass ein Gen zur Expression einen äußeren Auslöser braucht?

    Ich hoffe es ist okay, dass ich hier überhaupt schreibe, als nicht-Alkoholikerin. Sonst bitte sagen.

    Jump! 🏵️

    So etwas mit anzusehen ist , besonders für ein Kind!, genauso traumatisch als wäre es dir selbst passiert! Beim "Zuschauer" werden die selben Schmerzzentren im Gehirn aktiviert. Das ist sehr sehr schlimm!

    Liebe Line, heute musst du nicht mehr zuschauen, heute kannst du handeln!

    Jump!

    Guten Morgen line33,

    was genau meinst du, wenn du schreibst, dass du ihn nicht weiter "reizen" willst? Du hast es paarmal erwähnt und es macht mir bisschen Sorge. Verbale Aggression ist schon schlimm genug, aber wenn er da keinen Anknüpfungspunkt mehr bekommt, könnte es dann auch weiter eskalieren?

    Und du hast völlig Recht - Diskussionen bringen null! Zuhören bringt null. Ich hab früher dann immer nur gesagt: das kannst du mir alles gerne erzählen, wenn du nüchtern bist.

    Deine Liste finde ich prima. Ich würde die "nichts" vielleicht versuchen positiv zu formulieren 🙃. Also anstatt "nicht angespannt" - ich will locker sein... Oder anstatt "keine Stimmungsschwankungen" - ich will ausgeglichener sein. Wenn deine Wünsche aber fast alle davon abhängig sind, dass ER aufhört zu trinken, dann....

    Alles Liebe,

    Jump! 🏵️

    Vielen Dank liebe Alexa!

    Nur 2 Tage rumgeeiert - das finde ich schon richtig gut! Ich denke oft zwei Wochen drüber nach, bevor ich's endlich mache 😜.

    Toll, dass das Medikament so gut wirkt! So schön, dass du dich befreit fühlst von dieser inneren Enge. Ja, du "darfst"!

    Der Ausdruck "erlaubnisgebender Gedanke" gefällt mir. Mein Mann hat angeblich auch niemals Suchtdruck. Aber ich glaube er kann mit dem Wort auch nichts anfangen. Letztens hat er mich richtig gequält angeschaut und meinte: ich weiß eigentlich gar nicht was das ist? Ich fürchte es liegt daran, dass er den Impuls etwas zu trinken so sehr als zu sich gehörig empfindet, dass er es nicht als Druck wahr nimmt, sondern als "ich will jetzt". Da ist kein innerer Puffer, kein mentaler Zwischenraum. Aber egal jetzt, wir sind bei dir!

    Taten werden aber doch bestimmt bald folgen müssen, denn so ein Umzug erledigt sich ja nicht von selbst? Immer auf der Welle surfen - ist mein Motto.

    Ich würde dir so gerne noch etwas Aufbauendes schreiben, was die Liebe angeht...das Zerbrochene kleben...mit meinen Klebestreifen... Ich wünsche dir du kannst deine Scherben neu zusammen setzen.

    Sende dir ganz viel Kraft,

    Jump! 🏵️

    Übrigens ging's mir genauso. Als ich mich hier angemeldet hatte, habe ich auch erst Mal Seitenlang über meinen Mann geschrieben - und wurde dann daran erinnert, dass das jetzt alles im öffentlichen Internet steht 😬.

    Danach musste ich mich erst Mal sammeln und neu starten.

    Über sich selbst schreiben ist aber die richtige Richtung. Weg von ihm - hin zu mir ❤️

    Liebe Pippi,

    wie soll ich das sagen... vielleicht überlegst du ob es gut ist so viel dermaßen persönliches über deinen Mann zu schreiben. Ob er Pornos schaut oder Erektionsstörungen hat geht die Öffentlichkeit nichts an, oder? Das meinte ich damit, als ich auf den offenen Bereich hingewiesen hatte.

    Schreib doch über dich selbst! Da kannst du auch selbst entscheiden was du preisgeben willst. Ich bin nicht prüde. Aber es wirkt sonst so als würde er zur Schau gestellt... fühlt sich für mich nicht gut an. Aber du kannst es natürlich machen wie du willst.

    Alles Liebe,

    Jump! 🏵️

    Liebe Pippi,

    mein Mann hat selbst mit seinem Arzt gesprochen. Vor dem Anfall und dann auch danach. Und mit seinem Suchtberater. Und hatte versucht einen Platz zur stationären Entgiftung zu bekommen... Ich werde niemals verstehen, wie es sein kann, dass Alkoholiker nicht als Notfall gelten, wenn sie dermaßen am Limit sind. Früher hab ich schon öfter den Krankenwagen gerufen oder ihn zur Klinik gefahren, wenn er komplett abgedreht war (das ist aber 10 Jahre oder so her - seit langem war das nicht mehr nötig) Da ich sehr durchsetzungsstark sein kann, habe ich es dann auch immer geschafft ihn notfallmäßig aufnehmen zu lassen. Er war aber auch immer einverstanden. Diesmal wollte ich mich raus halten.

    Da er so oft schon Zuhause kalt entzogen hat, dachte er, er bekommt schon keinen Anfall. Ich hatte da schon Panik, aber nur weil ich durch das Forum informiert war. Es war fast wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Früher bin ich da nämlich total blauäugiger dran gegangen und nie war was passiert. Oh je, wenn ich dran denke, wie riskant das war!!!!

    Aber es hört sich bei dir ja nicht so an, als sei ein Entzug bei deinem Mann überhaupt Thema. Er selbst sollte im Fall der Fälle auf jeden Fall mit seinem Arzt sprechen. Anscheinend gibt es auch die Möglichkeit ambulant zu entziehen, aber wie das funktioniert weiß ich nicht. Wurde meinem Mann nicht angeboten.

    Ein epileptischer Anfall kann auch zu bleibenden Hirnschäden und sogar zum Delir und zum Tod führen. Im Nachhinein bin ich jetzt nochmal schlauer. Ich habe es so verstanden, dass die neuronale Hirnaktivität durch den Alkohol massiv gedämpft wird - und wenn das dann plötzlich weg fällt kann es sozusagen zu einer massiven über-Aktivierung der Synapsen kommen und das löst dann den Anfall aus.

    Das Umfeld weiß sowieso schon lange Bescheid. Auch der Arbeitsplatz. Mein Mann hat sehr darum gekämpft versetzt zu werden, damit er nicht mehr getriggert wird. Hört sich komisch an, aber 80 Prozent seiner früheren Kollegen sind/ selbst AlkolikerInnen. Drei schon dran gestorben (Speiseröhre geplatzt, Organversagen, Suizid). Ich sag das so krass, um nochmal deutlich zu machen, dass es hier um Leben und Tod geht.

    Ich wünsche dir sehr, dass du es schaffst deinen eigenen Weg zu gehen!

    Jump! 🏵️

    Nein, Quatsch, ist genau richtig hier! Ich hatte dich nur so verstanden, dass es Dinge gibt, die sehr persönlich sind und wollte darauf hinweisen, dass hier eben jeder mitlesen kann. Aber als Pippi kannst du ja sowieso machen was du willst!

    Bin übrigens ähnlich alt und finde das ist eine wunderbare Lebensphase!

    Jump! 🏵️

    Hi Jump, ich weiß nicht was mich hier hält. Vielleicht weil wir ( er gerade ohne Alkohol) ein gutes Team sind. Weil ich ihm ein Versprechen gab, was er aber nicht halten kann? Weil ich ein Mensch mit körperlicher Einschränkung bin und in Frührente und noch nicht weiß, wie weiter? Gestern sagte er, er würde es alleine schaffen, als ich sagte, ich überlege auszuziehen. Klar ist, dass er es alleine nicht schaffen kann. Ideen wo man Hilfe findet will er nicht. Oh, noch etwas..das Dilemma ist so schwer, dass ich noch bisschen brauche, mehr zu erzählen oder so. Tu mir mit Fragen leichter gerade als selber erzählen

    Liebe Pippi, ich hab das mal hier her geholt, denn es geht ja um dich. Und das soll es auch - nur um dich!

    Einiges hat sich bei dir ja schon bewegt!

    Hier kannst du Unterstützung dabei bekommen dich wieder selbst mehr zum Mittelpunkt deines Lebens zu machen.

    Du meintest, dass es dir helfen würde, wenn wir die Fragen stellen, oder? Es fällt dir schwer selbst zu erzählen?

    Vielleicht ist das der erste Schritt. Schreib was auch immer dir in den Sinn kommt. Mich interessiert jedenfalls alles... Oder ließ dich durch die andern Beiträge hier - da wirst du dich bestimmt oft wieder finden.

    Aber pass' auf dich auf, überfordere dich nicht und natürlich sei dir bewusst, dass du im offenen Bereich bist. Und wenn dir was ins Auge kommt, dann hat das ja seine Gründe...

    Alles Liebe,

    Jump! 🏵️

    Ja, liebe Pippilangstrumpf, das ist schwer auszuhalten.

    Vielleicht überlegst du mal was dich trotzdem bei ihm hält? Und vielleicht magst du auch erst noch etwas mehr über dich und deine Situation erzählen?

    Weil du geschrieben hast, dass du technisch nicht so fit bist: du kannst in deinem eigenen Faden, also da wo du dich auch angemeldet hast, ganz runter scrollen/wischen und dann kommt ein graues Feld. Da schreibst du rein und gehst auf antworten. Also du antwortest dir quasi selbst :S. Dann wirst du garantiert gelesen. Manchmal kommt nicht sofort eine Antwort...einfach abwarten oder nochmal was schreiben.

    Herzlich willkommen,

    Jump! 🏵️

    Liebe Alexa,

    was machen deine Koch-Künste? 😜Wie geht es dir??? Ich vermisse dich! ❤️ (Und übrigens vermisse ich auch auch RH89).

    Oder bist du auch in den Tiefen des geschützten Bereichs verschwunden und schreibst nur noch dort? Der kommt mir mittlerweile vor wie ein geheimnisvoller, fast unheimlicher Ort, der die User quasi auf magische Weise verschlingt und unsichtbar macht...👻

    Nein, im Ernst. Wie geht es dir? Dein Auszug rückt näher...steigt die Panik einen "Fehler" zu machen oder siehst du es als Chance? Ist dein "sanftmütiger Buddha" weiter an deiner Seite?

    "Geteiltes Leid ist halbes Leid" hast du geschrieben...bitte teile!!!

    Alles Liebe,

    Jump! 🏵️ die sich jetzt einfach mal bei DIR fest-klebt

    Liebe Line33,

    ich finde es klasse, dass du dich hier angemeldet hast! Und so offen sprichst. Du musst dich nicht schämen! Du steckst einfach sehr tief drin. Diese starke, entschlossene Seite, die du bei andern bewunderst gibt es mit Sicherheit auch in dir - schließlich hast du dich hier mutig angemeldet und willst etwas ändern. Und du hast selbst schon viel überstanden, wie du geschrieben hast. Vielleicht ist es aber gerade deshalb so schwer auszusteigen.

    Aber du hast es ja schon mal geschafft?! Du schreibst ihr wart getrennt, nachdem er dich früher betrogen hatte. Wo hast du damals die Kraft her bekommen? Im Grunde hat er auch jetzt eine Geliebte: der Alkohol!

    Wichtig ist zu verstehen, dass eine Trennung NICHT das Ziel haben kann, ihn damit dazu zu bewegen abstinent zu werden. Eine Trennung wäre ein Schritt für DICH SELBST und für deine Kinder! Damit du und deine Kleinen ein gutes Leben habt.

    Sich innerlich tatsächlich frei davon zu machen den Partner beeinflussen, bekehren, ändern zu wollen ist schwer, wenn eine Co-abhangigkeit besteht. Es geht darum einzusehen, dass ich nichts machen kann, zu kapitulieren vor der Sucht, die stärker ist. Also nicht nur der Alkoholiker "muss" kapitulieren, sondern auch die Angehörige.

    Du schreibst, dass er sauer ist, wenn du dich um die Kinder kümmerst und nicht um ihn. Er ist aber kein Kind. Er ist erwachsen. Behandele du ihn auch so wie einen Erwachsenen. Du musst ihn nicht "motivieren".

    Leider wird es nie "nur ein schlechtes Kapitel " im Leben sein, denn er wird für immer Alkoholiker bleiben, wird immer damit leben müssen, auch wenn er es schaffen würde trocken zu werden ist die Geschichte nie aus, sondern es ist sozusagen ein Fortsetzungsroman.

    Aber du kannst ein neues Buch schreiben für dich und deine Kinder und entscheiden ob er darin weiter die Hauptrolle spielt oder ob du dich selbst und auch deine Kindern in den Vordergrund stellst.

    Das wünsche ich dir! Und dabei würde ich dich auch gerne unterstützen!

    Alles Liebe,

    Jump! 🏵️

    Was für eine Reha ist das eigentlich?

    Es ist eine Suchtklinik / Behandlung der Abhängigkeit. War es auch vorher immer. Jetzt eine andere Klinik. Diesmal wurden 13 Wochen bewilligt. Es gibt dann ja noch "Indikationsgruppen", die sich auf PTBS und Angst, Depressionen beziehen.

    Natürlich hat er sich diese spezielle Klinik selbst ausgesucht. Er bespricht das alles mit seinem Suchtberater (selbst trockener Alkoholiker) zu dem er ein sehr vertrauensvolles Verhältnis hat. Ich halte mich da völlig raus.

    Wenn Du in seiner Reha die Fäden komplett aus der Hand gibst, könnte genau das dabei herauskommen.

    Das verstehe ich nicht ganz? Natürlich gebe ich in der Reha die Fäden komplett aus der Hand. Ich hatte es nur so verstanden, dass mir geraten wird ihn am besten zu verlassen, weil er nur als Single die Chance hat wirklich an sich und seiner Sucht zu arbeiten. Und das würde ja heißen ich verlasse ihn nicht weil ICH es selbst will, sondern quasi ihm zuliebe. Das meinte ich mit co.

    Aber nee, ich habe die Zeiten in denen er in der Reha war immer genossen. Ich wusste er macht Seins und ich mach Meins. Bin gerne alleine für mich. Sehr gerne. Aber ich habe mich auch immer sehr gefreut, wenn er wieder da war. In der ersten Reha hatte ich ihn noch öfter am Wochenende besucht, aber dann gar nicht mehr.

    Ja, diese verdammte Sucht ist nicht planbar. Nicht kontrollierbar. Das macht mich wahnsinnig. Deshalb bin ich super entspannt, wenn er in der Reha ist und dort "unter Kontrolle". Das ist total co! Das weiß ich. Ich muss da an Nova denken, die geschrieben hat, sie fährt noch eine Runde mit im Karussell und "lässt sich aber den Wind um die Nase wehen" egal wie es ausgeht. Davon bin ich noch weit entfernt 😔.

    Ja, und heute kriecht sie wieder hoch, die alte Angst - Urlaub rum, keine Kontrolle mehr... ich muss los lassen. Ich kann nichts machen. Ich soll nichts machen. Ich soll nichts machen wollen...puh!

    Ja, unbehandelt geht die Spirale abwärts. Aber er "lässt" sich ja immer wieder behandeln. Und es war nie mehr so schlimm wie ganz früher. Aber schlimm genug. Drei Rehas hört sich so frustrierend an - aber es bedeutet auch, dass er sich immer wieder Hilfe gesucht hat und die Abwärtsspirale gebremst hat. Und ja auch immer wieder trocken war. Oder Trinkpause? 1-2 Jahre gilt als trocken?

    Was mache ich für mich? Taten! Ich knüpfe an Früher an, krame meine Ressourcen raus, versuche mich mental vorzubereiten auf etwas, was ich wahrscheinlich nicht vorbereiten kann, solange ich alles von dieser unplanbaren Krankheit abhängig mache. Das sind keine Taten, das ist Kopfkino. Plan B habe ich schon lange geistig vor mir.

    Ich fahre diese Runde mit im Karussell, ja! Weil ich zu viel Schönes zu verlieren habe. Aber sobald es los geht mit Achterbahn will ich aussteigen. Will!

    Jump! 🏵️