Lieber Nayouk,
vielen Dank für deine Frage!! Da grübel ich jetzt schon seit gestern drüber. Die Frage hört sich so einfach an, aber wenn ich mir das so richtig vorstelle, dann wird es kompliziert.
Also mein Märchen-Ich will natürlich, dass nur mein Mann sich verändert, also trocken bleibt und dann wäre alles gut.
Mein Superwoman-Ich stellt sich vor wie ich ausziehe in in eine Wohnung in der Stadt in der ich auch arbeite, wo auch meine sozialen Kontakte sind.
Ich würde so gerne noch eine Variante finden in der ich bleiben kann und trotzdem zufrieden wäre, aber da fällt mir nichts ein. Verleugnung funktioniert nicht mehr seit dem Krampfanfall. Genauso wenig ignorieren und mich um mich kümmern - das hatte ich lange Zeit ganz gut hingekriegt, aber die Panik vor einem neuen Anfall wäre zu groß.
Und dann kommen die ganzen "aber"s. Das Hamsterrad ist nämlich auch in meinem Kopf und nicht nur in meinem Handeln/Leben.
ABER ich will nicht unser Haus aufgeben, das wir mit so viel Arbeit und Liebe selbst saniert haben.
ABER ich kann nicht unsere wilden Freigänger-Katzen mit in die Stadt nehmen.
ABER das wird alles zu teuer.
Aber...
Und wenn ich jetzt ganz furchtbar ehrlich zu mir bin, dann gibt es auch noch so eine klebrige Bequemlichkeit. Mein Mann ist ja ein funktionierender Spiegeltrinker. Er arbeitet, er macht sehr viel im Haushalt, im Garten und durch sein schlechtes Gewissen mir gegenüber versucht er quasi alles "auszugleichen". Es gibt sozusagen auch einen "sekundären Krankheitsgewinn" bei mir, auch wenn sich das jetzt vieleicht komisch anhört...
Soweit erstmal von
Jump! im Hamsterrad