Hallo Tobias92,
deine Erzählungen kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Deine Geschichte könnte genauso gut von mir stammen.
Das Gefühl, wenn sich einem die Nackenhaare aufstellen, sobald man in die Nähe des Elternhauses kommt, kenne ich nur zu gut.
Man fährt die Antennen aus und schaltet auf Überlebensmodus um.
Die Angst, sofort mit Vorwürfen konfrontiert zu werden, macht die Stimmung angespannt und unerträglich.
Ich für meinen Teil versuche, Besuche tunlichst zu vermeiden und die Kommunikation zwischen meinem Vater und mir auf ein Minimum zu reduzieren.
Ich finde es toll, dass du den Mut gefunden hast, den Kontaktabbruch einzufordern.
Hinsichtlich deiner Mutter kann ich nur von meiner Vorgehensweise berichten: ich schicke ihr fast täglich Nachrichten, Bilder, Videos und versuche, sie - so gut wie möglich - an meinem Leben teilhaben zu lassen.
Sie kennt den Grund für mein Verhalten und respektiert meine Entscheidung.
Anfeindungen (Eifersüchteleien) meines Vaters ignoriere ich mittlerweile und sage ihm auch, dass ich ihm keinen Einblick in mein Leben gewähre, so lange der Alkohol wichtiger ist, als seine Familie. Und ob er aus diesem oder einem anderen Grund beleidigt ist, ist mit inzwischen ziemlich egal
Ich hoffe, du kannst einen gangbaren Weg für dich finden und wünsche dir viel Kraft.
Luna