Beiträge von wieweiter

    Hilfe von außen bekommt man ja auch nur, wenn beim Partner Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt.

    Liebe Adelheid,

    So ist es . Gegen seinen Willen kannst Du nichts tun.

    Mein Partner war schon x-mal im Krankenhaus und kaum dass es ihm besser ging, wollte er nach Hause und das Ganze begann wieder von vorne.

    Ich bin seit 4 Wochen in meiner kleinen Wohnung, fahr aber jeden Tag in die gemeinsame Wohnung. Sonntag hab ich den Rettungswagen gerufen, da er mal wieder Blut erbrochen und im Stuhl hatte. Wie die Wohnung aussah, möchte ich nicht näher beschreiben. Jetzt ist er noch im Krankenhaus und hat der Verlegung in eine Suchtklinik zugestimmt.

    Dennoch geht es mir mit der Wohnung viel besser, ich kann aufleben. Ich bin auch in den Sechzigern, glaube mir, auch in dem Alter hast Du das Recht in Frieden zu leben. Gerade weil das Leben nicht unendlich ist, ist jeder Tag kostbar.

    Wenn Du es Dir finanziell leisten kannst, suche Dir eine kleine Wohnung.

    Wenn er bereits Karsakow hat, käme evtl. auch ein Pflegeheimplatz in Frage.

    Ich fühle mit Dir

    Er meint, er hat mir ja nichts getan, ist nicht fremd gegangen und hat mich nicht geschlagen. Und das er Alkohol trinkt, wüsste ich ja seit Jahren.

    Den Satz kenne ich auch. Für ihn ist nur fremdgehen ein Trennungsgrund, den er versteht. Dass man das Leben mit dem Alkohol so nicht mehr will, weil nichts aber auch gar nichts normales möglich ist, kein gemeinsamer Spaziergang, kein gemeinsames Hobby, keinen Urlaub kein Treffen mit Freunden oder Familie. Keine guten Gespräche, nix aber auch gar nix. Das versteht er nicht. Wäre er fremdgegangen, das könnte er verstehen. Was soll man dazu sagen? Es ist als rede man an eine Wand

    Guten Morgen,

    Ich glaube ich hab mir ne Erkältung eingefangen. Halsschmerzen und Matschkopf. Ich mag garnicht aufstehen.

    Ich konnte gestern mit einem Arzt sprechen, es wird schwierig. Er will Kontakt mit der Psychiatrie aufnehmen aber gegen den Willen von xy geht keine Einweisung.

    Das kenne ich alles schon zur Genüge.

    Er ist bei mir gemeldet, der Mietvertrag läuft aber auf mich.

    Ich wollte die Wohnung kündigen, irgendwie hab ich es noch nicht fertig gebracht, könnte aber die Kündigung morgen noch direkt bei der Vermieterin einwerfen. Ich habe das Gefühl, dass ich noch etwas Zeit brauche um die Wohnung aufzulösen.

    Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es nicht an. Aber es könnte wirklich wichtig werden als Argument für eine anderweitige Unterbringung. Solange er weiter trinkt, kommt er aber nirgendwo gegen seinen Willen unter. Ehrlich gesagt, das klingt jetzt hart, denke ich er lebt nicht mehr lange.

    Aber das weiß niemand und ich werde in der Klinik klar machen, dass er nicht zurück kann.

    Es ist eine medizinische Klinik. Er war vor 3 Monaten schon mal dort und wurde dann in die Psychiatrie verlegt. Nach 3 Wochen wurde er stabil entlassen. Er war dann eine Woche abstinent, dann fing er wieder an zu trinken. Seither ging es immer weiter bergab.

    Aber jetzt muss ich nach mir schauen. Das hat oberste Priorität.

    Liebe Grüße

    Danke für Euren Zuspruch, es tut gut.

    Also ich denke es ist wichtig, dass du dich jetzt komplett raus ziehst. Dich nicht wieder einbinden lässt. Diese Situation jetzt "nutzt", so befremdlich sich das anhört.

    Liebe Jump, das werde ich versuchen. Es ist ja nicht das erste Mal und selbst die Dame vom sozialen Dienst im Krankenhaus meinte beim letzten Mal dafür sei sie nicht zuständig. Ich bleibe dran. Es geht so nicht mehr.

    Ich hoffe du kannst trotzdem heute Abend wieder durch atmen und zu dir selbst finden. In deiner kleinen, gemütlichen, sicheren Mini-Bude.

    Ich hätte ja heute in der großen Wohnung bleiben können, aber ich hatte das Bedürfnis "nach Hause " in die kleine Wohnung zu gehen. Es ist wirklich ein Schutzraum für mich.

    Hier habe ich Abstand und komme zur Ruhe.

    Alles Liebe

    Gestern habe ich einen Tagesausflug mit dem Bus zu einem schönen Weihnachtsmarkt gemacht. Wir waren 60 Frauen und es war sehr schön.

    Daher war ich gestern nicht in der alten Wohnung und bin erst heute mittag hin. Es war der Horror. Überall schwarzes Erbrochenes und was auch immer noch. Die Couch, das Bett, das Bad, die Küche und verdreckte Kleidungsstücke und Handtücher. Er stank und war auch verdreckt und hat große Hämatome an Arm und Rücken. Ich habe es geschafft ihn unter die Dusche zubringen und dann sauber in die saubere Hälfte des Bettes bugsiert. Dann hab ich den Rettungsdienst gerufen und sie haben ihn mitgenommen. Mein Adventssonntag sieht jetzt so aus, Wohnung putzen und zig Maschinen Wäsche waschen. Die schlimmsten Teile hab ich gleich in den Müll geschmissen.

    Ich bin gerade ziemlich fertig.

    Ich sorge mich immernoch um ihn, als wär er ein Kind.

    Guten Morgen Silberstreifen,

    Das kenne ich auch. Ich will aber kein Kind sondern einen Partner. Kinder werden groß, mein alkoholkranker Freund entwickelt sich aber immer weiter zurück mit unschönen Vorfällen, die uns Eltern bei Kleinkindern nichts ausmachen. Das will ich nicht mehr.

    Er beschuldigt mich auch nur in meine eigenen Wohnung zu gehen um mich mit meinem "Neuen" zu treffen. Dass sein Verhalten der Grund ist kann ja nicht sein. Ich habe keinen "Neuen" und will auch keinen. Er telefoniert aber zigmal mit der Nachbarin. Streitet das aber ab.

    Und weißt Du was, ich wäre froh er hätte eine "Neue". Er braucht immer eine "Mama", die sich um alles kümmert. Aber die will ich nicht mehr sein.

    Hab einen schönen Sonntag

    Entschuldige, ich wollte Dir noch viel Kraft wünschen. Aber da war mein Beitrag schon weg.

    Ich fühle mich jeden Tag heimischer in meiner neuen Wohnung. Es ist wie ein Schutzraum für mich. Und ich merke wie ich jeden Tag mehr loslassen kann.

    Alles Gute für Dich

    Liebe Jump,

    Ich bin jetzt die dritte Woche in meiner kleinen Wohnung und lebe mich immer mehr ein.

    Mein Partner hat sich schon nach zwei bis drei Wochen Klinik so regeneriert, dass ich an anderes Leben glaubte. Aber spätestens nach einer Woche fing er wieder an zu trinken. Jetzt liegt er nur noch auf der Couch, trinkt, schläft und rafft sich einmal am Tag auf um Wein zu kaufen.

    Ich fahr jeden Tag einmal rüber, es ist immer noch meine Wohnung, ich stehe im Mietvertrag, und ich rechne auch damit ihn früher oder später leblos zu finden.

    Heute hatte ich einen schlechten Tag. Ich könnte ständig weinen. Ich kann leider keinen endgültigen Abstand bekommen solange er noch in der von mir gemieteten Wohnung ist. Aber das wird hoffentlich auch vorbei gehen, wie auch immer

    Erstmal vielen Dank für die Freischaltung. Ich bin jetzt seit 11 Tagen in meiner süßen kleinen Wohnung. Hätte nie gedacht, dass ich mit 67 Jahren in einer kleinen Studentenbude lande. Ich muss jetzt den Mietvertrag für die alte Wohnung kündigen. Ich fahre jeden Tag hin um nach ihm zu schauen und Dinge zu holen. Ich hab nur ein kleines Auto und da passt nicht viel rein. Er liegt nur auf der Couch und macht mir Vorwürfe. Na ja Alkohol Nachschub zu holen geht wohl immer noch. Es ist seine Entscheidung. Mir geht es in meiner Wohnung gut. Ich kann wieder aufatmen. Sorge macht mir nur wie ich ihn aus der Wohnung bekomme wenn der Mietvertrag abläuft.

    Ich kenne diese Enttäuschungen nur zu gut. Was er alles noch mit mir erleben wollte, alles würde gut. Die Wirklichkeit war, nichts aber auch nichts änderte sich. Die Zeit verging, mein Leben verging. Ich will das nicht mehr. Keine Lügen und keine Versprechungen mehr. Taten sind das was zählen. Aber er hat immer wieder eine Ausrede warum es nicht geht und immer sind andere schuld. Aber wenn er wirklich einsichtig ist und eine Therapie macht, dann kannst Du ihm ja noch eine Chance geben, wenn er es schafft.

    Glaube mir es ist besser so. Sei froh dass sie dich ignoriert. Besinne dich auf dich und dein Leben. Meiner ruft mich x mal am Tag an und will nicht akzeptieren, dass es vorbei ist. Hey überleg mal wie lange unser Leben noch dauert. Willst Du diese Jahre im Stress verbringen? Alleine sein ist halb so schlimm wie in so einer Beziehung. Glaube mir