Bin neu hier und kämpfe noch etwas mit der Organisation hier…..
Beiträge von Hildegardis
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Anfang des Jahres habe ich mich räumlich von meinem alkoholkranken Mann getrennt. Nach 4 Jahren Alkoholismus, Klinikaufenthalte , Rückfällen, und Suizidversuch wohne ich nun bei meiner Mutter. Gerade hab ich die Räumungsklage meines Anwalts gelesen, da die Mietern nicht aus meiner Eigentumswohnung ausziehen will, meine Eigenbedarf bestreitet. In den Zeiten der Abstinenz ist er ein toller Mann. Mir fehlt das gemeinsame Leben auf dem Hof und mit den Tieren. Er ist ein Meister seines Handwerks (im wahrsten Sinne des Wortes). Letzt Woche waren wir bei der Ehe-, Lebens- und Familienberatung. Eine Therapie lehnt er ab, von drei Klinikaufenthalten, die ich durch Anruf des RTW initiieren musste, hat er sich zweimal, auf eigene Gefahr entlassen. Beim letzten Aufenthalt vor einigen Wochen habe ich ihn kaum ansprechbar mit 3.6 Promille gefunden. Bei der Beratung äußerte er, dass er keine Therapie machen werde, ich ihn dazu zwingen wolle und er dann erst recht zur Flasche greifen würde. Auf dem gemeinsamen Rückweg tat er nach meinem Empfinde so, als wäre alles nicht so schlimm.
Warum in aller Welt kriege ich den Absprung nicht? Wir kennen uns seit fast 20 Jahren, haben gemeinsam den Hof auf Vordermann gebracht. Nun stoppt alles. Seit zwei Jahren tut sich nichts mehr, alles, was ich alleine machen konnte, ist fertig. Mein Mann scheint sowohl die wirtschaftlichen als auch die Beziehungssituation nicht zu realisieren. Beim letzten Klinikaufenthalt hat er der Ärztin gesagt, ich sei pflegeleicht und bald wieder da.
Ich habe das Gefühl, meiner Aufgabe und meinem ehelichen Versprechen als Ehefrau nicht nachzukommen und das Ablegen meines Eherings ist genauso schmerzhaft, wie ihn zu tragen …