Beiträge von Maja

    Liebe Judith,


    deine Geschichte ist so tragisch. Vielen Dank, dass du sie mit uns teilst.
    Ich möchte dir ebenfalls mein herzliches Beileid aussprechen und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du und deine Tochter den Verlust verarbeiten könnt.

    Viele Grüße, Maja

    Hast Du eine Strategie?

    Ich ziehe mich ja schon zurück, versuche mich zu distanzieren. Ist an seinen freien Tagen im gemeinsamen Haushalt, mit der Verantwortung für die Kinder nicht einfach. Wir arbeiten beide in Schichten und sind wochenlang im Voraus verplant. Wenn er arbeitet, kümmere ich mich und das sind schöne unbeschwerte Tage. Da möchte ich dauerhaft hin.
    Wollte mit meiner Chefin über eine Versetzung und geregelte Arbeitszeiten reden, doch die hat unerwartet morgen ihren letzten Tag. Am Montag kommt ein neuer Chef. Ob ich gleich den Mut finde mit einer mir fremden Person zu reden? Ich muss. Wenn die Arbeitszeiten geregelt sind und mein Mann keine Verantwortung mehr für die Kinder übernehmen muss, dann kann es mir egal sein, ob er betrunken ist.

    Warum machst Du Dir die Nerven so kaputt? Was war nochmal mit seinen Eltern ( ausziehen?

    Er zieht nicht aus. Nicht zu seinen Eltern und in keine eigene Wohnung.

    Wir können uns beide das Haus und die Rate einzeln jeweils leisten, ich jedoch keine 3 Zimmer Wohnung, weil die Miete doppelt so teuer wäre, wie die Hausrate. Eine 1 Zimmer Wohnung ginge. Aber er sagte heute, dass er so nicht hausen möchte.
    Wir müssen verkaufen und dann jeder teuer mieten.
    Das geht nicht von heute auf morgen.


    Hast du eine Idee, wie ich aus der Co-Abhängigkeit rauskomme, solange ich auf ihn angewiesen bin?

    Nun kam er nach Hause. Er darf mit mir wohl über den Inhalt des Gespräches nicht reden. Es ging 2h. Er will offen und ehrlich gewesen sein. Die Beraterin soll ihm gesagt haben, dass er gefährdet wäre! Ich habe ihn gefragt, ob sie ihm wirklich, nach acht Tagen alkoholabstinenz, zum Trinken in Maßen geraten hat? Er sagte, dass es ein Scherz seinerseits war. Bin hier erstmal ausgeflippt. Mir geht es seit Tagen so schlecht und er scherzt?
    Er will nicht aufhören! Das merke ich. Ich weiß es.
    Nun klatscht er mir wieder um die Ohren, dass er niemals ausziehen wird. Wenn ich doch nur für uns bezahlbaren Wohnraum finden würde…

    Hallo,


    mein Mann war heute bei einer Beratungsstelle. Auf seinen Wunsch hin. Dort soll man ihm gesagt haben, dass er ganz normal weiter trinken soll. In Maßen! Er hätte einen Folgetermin und dann würden sie alles Weitere besprechen…

    Er trank nun über eine Woche nicht mehr und bekommt dann von der Beratungsstelle so eine Aussage? Kann das sein?

    Er macht gerade zu, redet nicht weiter mit mir. Mal wieder! Vermutlich weil ihm meine Nachfragen unangenehm sind.
    Fühle mich schon wieder so verarscht. Trübt mich mein Gefühl? Meine Co- Abhängigkeit lässt mich nicht mehr klar denken.

    Nur um eins klarzustellen: Ich möchte nicht mehr mit ihm zusammensein, aber bis zu seinem oder unserem Auszug hätte ich es schon gern so harmonisch, also nüchtern, wie nur möglich.

    Viele Grüße

    Und wenn man dann als "Neuling" in diesem Forum liest , dann muss das auch erstmal alles verarbeitet und verstanden werden. Das ist schon krass.

    Ist es nicht der Sinn einer Online Selbsthilfegruppe, seine Emotionen ungefiltert rauszulassen um dann Meinungen zu hören, die einem weiterhelfen oder im Optimalfall die Sichtweise ändern ?

    Ganz toll geschrieben.

    Heute haben wir Jahrestag. Er war gestern unterwegs und kam erst nach Hause, als ich schon schlief. Heute Morgen ist er zur Frühschicht und hinterließ mir Blumen sowie ein kleines Geschenk mit den Worten danke.
    Mir wäre es lieber gewesen, er hätte es ignoriert. Morgen wollte er sich freinehmen und Zeit mit uns verbringen. Ich habe es abgelehnt, ich will diesen Mann nicht einfach nicht mehr.
    Mit den Kindern werde ich etwas schönes unternehmen, ohne dass wir Angst haben müssen, die Stimmung könnte kippen.


    Ich bin stolz, dass ich mich schon mal etwas abgrenzen konnte. Aber auch so irritiert, dass er heute Blumen hinstellt, obwohl er sich gestern angeblich um eine Wohnung bemüht hat. Nachher wird es garantiert Vorwürfe hageln, Gründe wird er schon finden.

    Meinen Kindern hat es nicht den Boden unter den Füßen weggerissen, meinen Kindern hat es den Boden und ihren Halt wiedergegeben!
    und eine Trennung ist für Kinder nur dramatisch, wenn man ein Drama daraus macht beziehungsweise wenn man als erwachsener das nicht positiv verpacken kann. Dass eine Trennung nichts schönes ist, ist klar. Es zerbricht ja etwas, aber die Haltung der Erwachsenen dazu entscheidet über die Gefühle und die Haltung der Kinder dazu.

    Das macht mir große große Hoffnung. Danke für deine Erfahrungen, sie machen so viel Mut.

    Wer sagt das? Ist das deine Meinung oder haben das die Kinder gesagt?

    Unser kleines Kind wird weinen, ich kenne es. Es bekommt ja von Papa auch die meiste Zuneigung.
    Und auch die Tatsache, dass sich ihre Eltern trennen werden, wird ihnen den Boden unter den Füßen wegreißen. Wem nicht?

    Ich dachte bis vor kurzem, dass die Kinder leiden nicht unter ihrem Vater. Sie haben es nie zum Thema gemacht. Jetzt so langsam erst…

    Ich bin doch dabei! Ich habe es erkannt! Ich werde etwas ändern! Ich brauche nur einen Augenblick alles zu sortieren, zu klären und vorzubereiten. Ich bin wild entschlossen, aber eben nicht Hals über Kopf!

    Ich habe ihnen aber auch gleich den Giftstachel gezogen und gesagt euer Vater ist krank. Bitte keinen Hass gegen ihn Herzen offen halten und schauen was die Jahre bringen. Habe Ihnen jegliche Schuld Gefühle genommen und gesagt ihr müsst euch entwickeln und gute und stabile Menschen werden

    Danke dafür. Deine Worte werde ich in unser Gespräch mit einfließen lassen.

    Ganz schlimm! Bitte bring Deine Kinder in Sicherheit! Sofort!

    Wenn das so einfach wäre… Du verunsicherst mich. Ist es wirklich so dramatisch? Wo sollen wir so schnell hin? Richtet man mit so einer plötzlichen Aktion nicht noch mehr Schaden an?

    Für euch klingt es vielleicht nach Ausreden, aber ich bin wirklich verzweifelt, weil vorher einiges geklärt werden muss. Wir können nicht einfach weg, ich kenne niemanden, der uns aufnehmen könnte. In unserer Großstadt findet man nicht so schnell eine Wohnung. Ich schaue wirklich täglich, bin ehrlich bemüht. Morgen rede ich mit meiner Chefin. Aktuell arbeite ich Vollzeit im Wechselschichtmodell. Ich brauche eine neue Stelle, die gibt es nicht ab morgen.

    Einfach weg, ohne Aussicht auf eine Wohnung? Ich hoffe so sehr, dass er einfach geht und wir dann in Ruhe suchen können.

    Danke Elly und Cadda für diese ehrlichen und direkten Worte.

    Ja, ich habe bis vor Kurzem wirklich geglaubt, dass eine Trennung schlimmer gewesen wäre, als hier alles aufrechtzuerhalten . Ich wusste es doch nicht besser! Und machen wir uns nichts vor: Für die Kinder wird das Gespräch unglaublich hart! Sie wollen doch, dass wir zusammenbleiben und dass alles so wird wie früher. Mir war nie klar, dass der andere Weg der bessere ist.
    Bitte verurteilt mich! Mir wird es doch gerade alles bewusst. Ich habe mir seine Alkoholerkrankung nie eingestanden, weil er ständig meine Wahrnehmung getäuscht hat.

    Ich will doch was ändern! Ich bin halt noch ganz am Anfang!

    Ich möchte schon gern vorbereitet in das Gespräch mit den Kindern gehen und wäre wirklich dankbar, wenn mir jemand von seinen Erfahrungen berichten kann.

    Genau das ist der Schlüssel zum Glück. Aber das ist ein Prozess dahin zu kommen. Ich habe ihn mittlerweile geschafft und ich denke du hast auch diesen Prozess durchlaufen. Das muss man allen Cos die erst aufgewacht sind möglichen und darf das nicht angreifen in meinen Augen

    Das hast du ganz lieb geschrieben und ich fühle mich damit ganz wunderbar: Endlich aufgewacht zu sein! Danach Step by Step.

    Ich muss mich auch noch über meinen Mann aufregen können. Nirgendwo habe ich das bisher getan, ich stehe halt noch ganz am Anfang. Und es tut mir gut, seine negativen Eigenschaften anzumerken. Ich sehe noch zu oft die guten und habe Angst mich wieder in mein Dornröschenschlaf zu verkriechen, weil die Hoffnung doch überhand nimmt.

    Vielleicht geht es ja Jana ähnlich wie mir…

    Ohje, ich habe mich mittlerweile hier durch so viele Fäden gelesen. Es ist fast überall das Gleiche.
    Ich bewundere jede/n von euch, die schon so viel weiter sind, als ich.

    Liesel, wie ist denn bei dir der aktuelle Stand? Weiß deine Tochter von der Alkoholerkrankung ihres Vaters?

    Wie sage ich es den Kindern? Was sage ich ihnen? Und wann? Erst, wenn er sicher weg ist? Ich habe solche Angst, dass er sie im Vollsuff anruft, unzuverlässig ist usw.

    Aktuell weint mein Mann im Vollrausch viel, auch vor den Kindern. So richtig: Herzzereißend, laut, Schnodder läuft aus der Nase, man versteht seine hohe Stimme nicht usw. Wir wissen nie warum, er erklärt es nicht. Im nächsten Moment lacht er wieder. Oder aber er provoziert uns, indem er ständig unsere Grenzen überschreitet. Wir sagen etwas dagegen und er fängt einen Streit an. Er wertet uns drei so oft ab, das kleine Kind bekommt am wenigsten ab.

    Heute war er angeblich auf Wohnungssuche. Es gibt eine Wohnung, die ihn interessiert. Da hat er vor Wochen bereits hingeschrieben, keine Antwort. Meine Nachfragen seiner heutigen Aktion, bleiben aber unbeantwortet. Eben sagte er, er könne auch zu seinen Eltern ziehen. Ich musste auflachen, weil ich eure Antworten hier im Kopf hatte.
    Aber das wäre die schnellste Lösung, doch dann müsste er seiner Mutter reinen Wein einschenken.
    In meiner Schwiegerfamilie bin ich ohnehin die Blöde. Seine Eltern und sein Bruder sind ebenfalls alkoholkrank, meine Vermutung. Mein Mann kam von Besuchen dort immer auch angetrunken nach Hause. Einmal hatte er die Kinder im Auto, seitdem lasse ich sie nicht mehr mit. Nun bin ich für alle die Blöde. Aber das ist mir egal. Konnte mich da immer klar abgrenzen und bin froh dort nicht mehr hinzumüssen.

    Doch im betrunkenen Zustand hält mir mein Mann immer wieder vor, wie wenig Verständnis ich für seine Eltern aufbringe, dass ich die Beziehung zwischen ihnen und den Kindern zerstöre. Bla bla bla.

    Nerve ich ihn weiter so sehr mit meinen Fragen, bis er freiwillig hier verschwindet? Klare Ansagen ignoriert er! Er sagt dann immer: Zieh du doch aus. Ich bewerbe mich wirklich für jede Wohnung im Umfeld, aber erhalte entweder Absagen oder gar keine Antworten.

    Ich hasse mich für diese Gedanken: Aber ich wünsche mir in solchen Phasen wie derzeit, er würde einfach tot umfallen. Dann wären wir alle Probleme los. Und das erschrickt mich. Ich bin so ein harmoniebedürftiger Mensch, der niemanden etwas Schlechtes wünscht.

    Wie lange dauert es, bis man sich von einer Co-Abhängingkeit erholt hat? Kommen wir alle unbeschadet aus der Nummer raus?

    Es tut so gut endlich mal alles loszuwerden, bisher habe ich mit niemanden darüber gesprochen.

    Schrecklich Jana. Ich wünsche dir, dass dein Mann nie mehr nach Hause kommt und du den Absprung dadurch schneller schaffst.

    Danke Whitewolf, fürs Augenöffnen. Ich glaube, ich brauche das gerade so sehr.
    Natürlich, soll mein Mann nicht mehr zurückkommen und natürlich weiß ich auch, dass unsere Beziehung zu Ende ist. Ich suche nur noch nach einem Weg daraus. Ohne, dass er uns mit seinen Hasstiraden drangsaliert oder seine perfiden Pläne in die Tat umsetzt. Eigentlich möchte er mich aus dem Haus haben oder verkaufen. In den ganz wenigen reuigen Momenten, findet er die Idee, dass ich mit den Kindern bleibe und er sich was sucht, gut. Und das ist mein oberstes Ziel: Den Kindern das Umfeld belassen, ohne Wohnortwechsel, ohne Schulwechsel usw.

    Natürlich war er gestern Abend betrunken, als ich heim kam. Er polterte noch bis nachts um drei durchs Haus. Eigentlich sollte er sich heute morgen um die Kinder kümmern, damit ich zwischen meinen Schichten etwas Schlaf bekomme. Aber so typisch Co: Ich habe mir einen Wecker gestellt und versorge die Kids gleich. Er schläft seinen Rausch im Gästezimmer aus.

    Liebe Jana,


    mich nehmen die Geschichten hier alle so mit, weil einfach so viel Leid dahinter steckt. Es tut mir leid, dass du dein Glück noch nicht ausleben kannst. Ich wünschte, ich wäre schon so weit…

    Wohin ist dein Mann gegangen? Habt ihr Kontakt?


    Ich habe gleich Feierabend und schon große Angst, nach Hause zu kommen. Hoffentlich ist alles gut gegangen.

    Danke Aurora, für deine lieben Worte…

    Noch bin ich nicht so weit zu gehen. Aber ich bin froh, dass ich mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen bin, dass wir gehen müssen. Zehn lange Jahre grüble ich bereits und hatte immer das Gefühl zu übertreiben, habe gehofft und war wohl zu naiv.
    Ich muss einen Plan entwickeln.

    Früher hat mich mein Mann immer eingeschüchtert, dass er eher das Haus abfackeln würde, als es uns zu überlassen. Ich möchte es ja gar nicht haben und schon gar nicht mich daran finanziell zu bereichern. Doch ich möchte den Kindern so wenig wie möglich Veränderung zumuten. Eine Wohnung kann ich mir bei den Preisen derzeit nicht leisten. Die Hausrate ist günstiger. Habe meinem Mann vorgeschlagen, dass ich alles selbst bezahle und wir das Haus verkaufen, wenn die Kinder ausgezogen sind. Das war viele Jahre undenkbar für ihn, gerade lenkt er ein. Die Chance muss ich nutzen, doch er sucht nicht aktiv nach einer Wohnung. Er schafft es noch uns mit seinen wenigen nüchternen Tagen „einzulullen“.

    Der Vorschlag, er könne sich eine Wohnung für die Besäufnisse suchen, hat ihn dahingehend aber immerhin zum Umdenken gebracht, dass es für ihn attraktiv ist. Er denkt noch, dass er dann seine nüchterne Zeit weiterhin bei uns verbringen kann und zum Trinken in seine Wohnung fährt. Das wird aber auf keinen Fall passieren, wenn ich ihn erstmal los bin, ist er für immer weg…


    Wie gehen deine Kinder mit ihrem alkoholkranken Vater um? Besteht Kontakt? Umgang? Ich habe Angst, dass mein Mann nicht zuverlässig ist und sie weiterhin so verletzt.

    VG, Maja

    Hallo,

    seit einigen Wochen lese ich mich still durchs Forum. Seitdem begreife ich langsam: Mein Mann ist alkoholanhängig, und ich Co.

    Dass mein Mann ein Problem mit dem teuflischen Zeug hat, kam mir schon ein paar Mal in den Kopf. Auch bereits vor vielen Jahren. Doch wahrhaben wollte ich es nie.
    In den letzten Monaten ist es bewusster geworden, offensichtlicher. Vorher hat er immer versucht mich zu täuschen, mir meine Wahrnehmungen abzusprechen, das typische halt- wie ich jetzt weiß.

    Wir haben zwei Kinder, im vorpubertären sowie im pubertären Alter. Bis zum Einlesen in dieses Forum dachte ich immer: Ich kann meinen Mann nicht verlassen, müsse wegen der Kinder bei ihm bleiben, sie würden eine Trennung nur schwer verkraften. Außerdem wollte ich doch an unserer Familie festhalten. An Trennung habe ich jedoch häufig gedacht. Ich war so oft so unglücklich.

    Ich liebe den nüchternen Mann, den betrunkenen verabscheue ich zutiefst.

    Er putzt mich dann runter, schreit mich an, beleidigt mich, macht mich klein und wertet mich ab. Körperliche Nähe, Zuwendung, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Interesse: Alles Fremdwörter für ihn.

    Nun leiden aber auch die Kinder immer mehr unter ihm. Ich habe erkannt, dass wir ihn verlassen müssen. Es ist nur so schwer und scheint unüberwindbar.

    Die Kinder lieben ihren nüchternen Papa. Der Betrunkene verunsichert sie. Unser großes Kind rebelliert immer häufiger gegen seinen Vater, es knallt fast täglich zwischen den beiden, verbal. Mein Mann wertet dann auch unser großes Kind ab. Das kleine Kind scheint er zu bevorzugen, ihm lässt er mehr durchgehen. Was macht das nur mit meinem großen Kind und der Geschwisterbeziehung auf Dauer?

    Ich habe meinem Mann vorgeschlagen auszuziehen, dann könne er saufen ohne Kontrolle und ohne Verpflichtungen. Der Gedanke gefällt ihm, aber er unternimmt nichts dafür.

    Heute sagte mein jüngeres Kind: Was habe ich nur für eine Kindheit, wenn Papa immer so ist? Es zerreißt mir das Herz.

    Die Kids bringen sein Verhalten nicht mit Alkohol in Verbindung, sondern mit Traurigkeit.

    Morgen muss ich lange arbeiten, ich habe solche Angst die Kinder mit ihm allein zu lassen. Er „vernachlässigt“ die Kinder, er streitet mit ihnen und beide werden weinend einschlafen. Sie sind so voller Zweifel.


    Sobald ich mal abends oder am WE nicht zuhause bin, endet es in einem Besäufnis seinerseits. Wenn ich da bin, passe ich auf, reguliere, ermahne, streite, kontrolliere, erwarte usw. Die schönsten Tage sind die, an denen er auf Nachtschicht ist. Dort geht er tatsächlich nüchtern hin (bei den Früh- und Spätschichten bezweifle ich, dass er bereits ausgenüchtert ist)

    Dann ist hier abends und nachts eine herrliche Ruhe und Harmonie, ich mache mir keine Sorgen und Gedanken, wie er wieder drauf sein könnte, die Kinder sind unbeschwert…

    Ich fühle mich so schlecht, weil ich nicht eher gegangen bin und den Kindern das alles so lange zugemutet habe. Weil ich manchmal eine Diskussion vor ihnen mit ihm angefangen habe,

    Welchen Schaden haben sie bereits erlitten? Kann man das wieder aufarbeiten?

    Wie soll ich das nur alles schaffen?

    Ich weiß, viele standen vor diesem Schritt und haben es geschafft. Aber momentan sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels und weiß, dass ich noch lange brauche ihn hier rauszuwerfen. Wir haben ja auch gute Momente. Nun steht der Urlaub vor der Tür. Immer eine schöne Zeit. Nehme ich uns den?

    Zieht er wirklich aus? Überlässt er uns das Haus? Ich suche nach Wohnungen, finde aber nichts Bezahlbares, trotz vieler Abstriche. Schaffe ich Kinder, Vollzeitjob, Haus und Garten allein? Wann und wie sage ich es den Kindern?

    Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

    Eure Maja