Beiträge von Vayana

    Da war ich auch noch eine Schildkröte...

    Es ist irre anstrengend, das stimmt! Ich habe auch keine Kraft mehr. Ich kann nicht alles auf den Alkohol schieben. Viel ist auch Beziehung. Aber ich glaube, die Muster sind die selben. Ich beobachte schon meine 15jährige Tochter seid längerer Zeit, wie sie ihn abscannt auf seine Reaktionen. Man weiß nie, wen man gerade gegenüber sitzen hat.

    Nun muss ich mal meine Schildkröte in Schutz nehmen: tolles Tier, kann uralt werden, trägt Weisheit in sich, und ist gut geschützt, hat alles was sie braucht bei sich. Ist mit sich rund. Und kommt Schritt für Schritt vorwärts. Und kann sogar ordentlich beißen, meine ich gelesen zu haben…

    Und bei deiner Drohung zu gehen, wenn er doch wieder trinkt, hat dein vernünftiges, realitätsorientiertes Ich gesprochen. Du hast nicht nur ihm, sondern auch dir selbst damit eine Grenze gesetzt. Allerdings müssen die Emotionen jetzt auch noch hinter her kommen.

    Vernünftiges, realitätsorientiertes Ich gefällt mir. Es gibt die anderen Anteile in mir, die sagen, es ist doch gar nicht so schlimm. Was machen schon ab und zu mal 2 Bierchen? Du bist nur kontrollsüchtig und willst ihn und alles kontrollieren… das sind die Anteile, die von ihm kommen und/ oder von Außenstehenden.

    wer sich diesen Floskeln bedient oder wie ich es nenne, nicht greifbaren, schwammigen Begriffen, haut sich selbst die Bremsen rein. Der ist nicht auf dem Weg; er steht noch voller Hoffnung in der Ecke und wartet darauf, dass ein Wunder geschieht.

    Hartmut, ich bin offen für deine Impulse. Und sie bringen mich zum Nachdenken. Aber mit meinem Schildkrötenweg bin ich fein. Es ist nicht der lahme-Enten-Weg. Ich bin im Prozess. Es muss mein Weg sein oder werden, für mich, für meine Kinder. Ich habe im Juli für mich die Augen aufgemacht. Und sie bis jetzt nicht wieder verschlossen, auch wenn es oft knapp davor war. Und ob ich mir ne Bremse reinhaue? Mag sein. Aber das Tempo muss ja zu mir passen.In der Wunderecke findest Du mich sicher, ab und an. Aber immer seltener…

    Viele Grüße von Krankenlager zu Krankenlager. Ich bin heute an Tag 7 und es wird besser. So krank war ich ewig nicht mehr!!! 😅 Halte durch, es wird besser!!! Vielleicht gibt Dir dein Körper auch hier eine Pause-Taste, bei deinem Tempo vielleicht ganz wohltuend, mal innezuhalten! Und wie gut, dass Du alkoholfrei bist!!! Pass nur auf mit Hustensäften etc, da ist ja oft Alkohol drinne.

    Wenn Du das weißt, warum hast Du ihn dann gebeten, für Dich das Trinken ganz sein zu lassen, verbunden mit der Ansage, dass Du Dich trennst, wenn er wieder trinkt? Musstest Du nicht davon ausgehen, dass es früher oder später passiert?

    Vielleicht weil ich die Hoffnung hatte, dass er es realisiert, dass er Alkoholiker ist?! Und ja, ich musste davon ausgehen, dass er wieder trinkt. Ich habe schon in den letzten Tagen darüber nachgedacht, auf was für einem Kartenhaus ich die nächste Zeit mein Zelt aufschlagen werde und ob ich das will. Er hatte auch Therapie und Suchtberatung in den Raum geworfen aber auf Grund von hohem Arbeitsaufkommen die Termine in ungewisse Zukunft verschoben.

    So, harter Aufprall. Für alle, die mein Fädchen nicht mehr vor Augen haben oder auch nur für mich zum sortieren: mein Partner ist in meinen Augen Alkoholiker, er ist nur bedingt einsichtig, ich habe das aber für mich nach dem letzten Exzess Ende Juni/ Anfang Juli entschieden. Seitdem bin ich hier, lese täglich und setze mich mit mir und meiner Co-Rolle auseinander. Bin auf dem Weg. Langsam. In meinem Tempo wenn möglich. Krafttier: Schildkröte. Jetzt gerade nicht mein Tempo. Seit dem letzten Exzess trinkt er alkfrei. 1-2 Ausnahmen gab es, vermutlich. Aber nicht offiziell bestätigt. Daraufhin habe ich ihm gesagt: Ich kann das nicht mehr ertragen, wenn Du Alkohol trinkst. Ich werde mich von Dir trennen wenn Du wieder trinkst. Auch nur ein „Bierchen“ertrage ich nicht. Es macht mich krank. (Er wollte mir versprechen, dass es keine Extesse mehr gibt. Aber auf mal ein normales Bierchen wird er nicht verzichten. Und er lässt sich nicht erpressen). Meine Antwort-gestärkt aus der SHG war: Es geht nicht um Dich. Es geht um mich! Mich macht es krank! Vielleicht überlegst Du sonst, ob es nicht die Möglichkeit gibt, dass Du es lässt für mich. Weil ich nicht damit nicht zurecht komme. (Ich trinke ja auch - nicht nur für ihn aber auch kein Alkohol mehr ). Weil mir die Beziehung wichtiger ist, auch wenn ich das: ich menno, wie schade -auch kenne. Beziehungsmäßig arbeiten wir im Moment effektiver als sonst. So Ausgangslage!
    Dann heute Abend kam er vom Kindergartenelternabend vom Lagerfeuer zurück. Er war vielleicht davon ausgegangen, dass ich dann nicht wach bin(liege seit Sonntag mit Fieber im Bett und bekomme seit heute Antibiotikum und Kortison, weil es meiner Lunge nicht so gut geht). Ist ja auch egal. Bei mir waren schon vorher plötzlich wieder diese Gedanken eingeschossen: wird er da was trinken? Die Unruhe kennt ihr vielleicht, CO‘s. Ich habe ihn dann einfach gefragt, als er zurück war. Ja, es gab Bier. Auch für ihn! So.

    STOP! Du brauchst Hilfe! STOP!


    Liebe Nutella! Du schreibst, dass Du Suizidgedanken hast. Deine Verantwortung für deine Kinder hält Dich davon ab. Das ist gut! Aber bei Die ist eine Grenze überschritten. Suizigedanken münden nicht selten in Suizid! Auch wenn du dich im Augenblick davon distanzieren kannst, das kann sich auch änder. Auch schnell. Vertraue Dich jemanden an. Hast Du einen Arzt? Hol Dir einen Termin am Montag. Am Wochenende: ruf die Polizei an, wenn die Suizidgedanjen drängender werden. Die können den Sozialosychiatridchen Diebst informieren. Die kümmern sich um dich und die Kinder. Ruf die Telefonseelsorge an. Geh in die nächste Klinik.
    Glaub mir: es wird die Zeit kommen, wo es dir wieder viel besser geht. Jetzt bist Du im Loch. verständlich. Aber es wird besser!!! Vertrau mir! Suizidgedanken gehen vorbei, dein VC Leben wird sich stabilisieren! Es wird besser! Aber nur, wenn Du lebst! Für deine Kinder UND für Dich!!!

    Ich habe mal eine Bitte/ Frage: wie könnte ich damit umgehen? Wie macht ihr das, ihr Co‘s?

    Situation: Ich bin seit gestern auf dem Campingplatz. Mit Kindern. Ohne Mann. Wir befinden uns ja momentan in der Trinkpause und Bezirhungsarbeitskrise. Heute morgen ging er nicht ans Telefon. Meldete sich erst am späten Vormittag. Er habe Kopfschmerzen, sei müde. Habe bis nachts halb vier gearbeitet.

    Das ist die klassische Co-Situation bei mir. Wie oft er in solchen Situationen gesofffen hat, weiß ich nicht. Aber oft, er stritt es ab oder wir sprechen/ sprachen nicht darüber. Ich hatte:- mein Gefühl , - meinen Verdacht- mein Suchen nach Hinweisen. Ihr könnt euch vermutlich vorstellen, was bei mir abgeht. Wie geht ihr mit euch um, um das raus zu kommen? Ich bin im Prozess der Gehirnwäsche- also von Co-Gehirn zurück zu normal. Aber es hakt hier. Wie geht ihr vor? Wie habt ihr euch geknackt?