Ich habe vor konsequent zu handeln. Es ist meine Abmachung mit mir.
Beiträge von Vayana
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Mein Wohlbefinden ist meine Verantwortung. Also wenn ich der Meinung, der andere muss (abc), damit es mir besser geht, ist das der falsche Weg. Mit diesen Gedanken gebe ich sozusagen meine eigene Verantwortung ab und übernehme sie nicht selbst.
Und Du machst Dich von dem anderen abhängig. Will man ja auch nicht 😉
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Im Moment habe ich nicht das Gefühl, etwas ändern zu wollen, weil es mir einfach nur klasse geht.
Wow!
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Das Ende einer Beziehung ist nicht willkürlich und erfolgt nicht spontan. Die Gründe dafür entwickeln sich über die Zeit. Alkoholismus ist für keine Beziehung tragbar, unabhängig davon, wie sehr man es sich wünschen mag.
Das hast du gut geschrieben, Hartmut.
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Ich bin immer sensibler was sein Verhalten bei mir auslöst. Denke dann ganz oft, wie heute Abend, als er depressiv auf dem Sofa lag, weil er nicht mehr konnte während ich mit Rückenblockaden mich nur mühsam bewegen kann und das kleine Kind gemanaget habe: so will ich doch nicht leben! Es stresst mich doppelt, wenn dann noch jemand so seine Wunddn leckt, anstatt dich adäquat Hilfe zu holen und es anzugehen! Und ich weiß, dass ich noch nicht so weit bin, mich von ihm zu trennen. Es fehlt nicht viel. Aber ich werde mir dafür vermutlich therapeutisch noch etwas Unterstützung holen. Bzw bin Ich noch nicht ganz an dem Punkt, die Hoffnung komplett aufzugeben. Es ist noch eine Resthoffnung. Eine kleine. Aber sie ist noch da.
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Hallihallo Nayouk, die Flaschen habe ich tatsächlich zufällig gefunden, waren aber vermutlich absichtlich nicht in Sichtweite gewesen. Hat mir den Boden unter den Füßen kurzzeitig ins wackeln gebracht. Es war gerade eine hoffnungsvolle Stimmung zwischen uns beiden gewesen. Und er hat mir nie versprochen, dass er nichts mehr trinkt. Es war meine Hoffnung, dass er in etwa da steht, wo ich bin. Aber die Blase ist geplatzt.
Er hat mir hoch und heilig versprochen bzw gesagt, dass das noch alte Bestände waren. Es waren ja auch „nur“ 2 halbe. Am nächsten Tag habe ich dann passend dazu die Kronkorken gefunden. Natürlich auch aus den alten Beständen. Entschuldigt, dass ich hier noch von meinem co-Verhalten berichte. Ich bin noch nicht ganz an dem Punkt. Wobei es mir gut getan hat, es war wirklich eine Bestätigung, dafür, dass die Kuh definitiv nicht vom Eis ist. Ich vermute, bei nächster Gelegenheit (wenn ich nicht da bin und der Stress zu hoch) gibts wieder ein paar Halbe. Ich hasse es.
Wir hatten noch ordentlich Streit, was ich denn noch wolle, er trinke doch nur noch alkoholfreies Bier, er verstehe nicht, warum das jetzt nicht ok sei, bla bla. Er will es auch nicht verstehen. Ich will ihn auch nicht bekehren. Habe ihm nur gesagt, dass er in meinen Augen das Problem nicht in vollem Umfang sehen will. Und er hat mich mehrfach angelogen. Angeblich will er diese Woche zur Suchtberatung gehen bzw. sich um einen Termin kümmern. Ich glaube es nicht. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen leben kann, wenn er wieder etwas trinkt. Auch wenn es nur 1 Bier wäre. Ich stehe es psychisch nicht mehr durch. Pistole auf die Brust, sei das. Nein, das ist meine Befindlichkeit. Meine Grenze. Mit ihm hat das primär nichts zu tun. Mit eurem Einfluss bin ich mittlerweile etwas abgebrühter bzw. nüchterner, was sein Verhalten betrifft. Allerdings wirft er mir vor, dass ich nicht einfühlsam mit seinem (ja nicht vorhandenen) Alkoholproblem umgehen würde. Stimmt. Es kotzt mich an. Er soll sich gefälligst selbst drum kümmern. -
Es macht mich so verzagt und traurig
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Ach ja,… ich war doch noch in meiner Auseinandersetzung mit mir und meinem Weg beschäftigt… bin mit den Kindern seit 3 Wochen mehr oder weniger alleine im Urlaub, zwischendurch sehen wir uns, wir arbeiten viel an der Beziehung. Er trinkt alkoholfreies Bier. Seit Wochen. Eben fand ich nun 2 leere Halbe . Kein große Menge. Aber 2x100% zu viel für 0,0
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Ich verrate dir mal etwas, aber das bleibt bitte unter uns.
Ich habe festgestellt, dass direkte und unverblümte Fragen, die emotionslos erscheinen, am hilfreichsten warenOk, abgemacht. Ich werde es für mich behalten 🫣
Sich kurz weg zu beamen, ist auch eine Flucht vor der Realität, denn plötzlich ist wieder ein Tag vergangen, an dem man keine finale Entscheidung treffen musste, konnte oder wollte. Oder? Interpretiere ich da zu viel hinein?
Kurz weg beamen, schnell entspannen, da bin ich bei Dir, keine finale Entscheidung treffen- das ist in die falsche Richtung interpretiert. Es war tatsächlich eher ein verbindendes Glied, Spaß haben können zusammen. Das ging nüchtern meist nicht mit meinem Partner. Entspannung, Geselligkeit, Spaß und lockeres Miteinander war mit Alkohol möglich. Wie wir das anders, also ohne Alkohol finden, weiß ich tatsächlich noch nicht.
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Vayana, ich will dir nix Böses, mein Beitrag soll ein wenig an dir rütteln
Liebe Aurora, das empfinde ich auch so!
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Was wünschst Du Dir vom Leben? Das ist ja keine Generalprobe hier, sondern das einzige Leben was Du hast.
Liebe Momo, ich danke Dir sehr für Deine Beiträge. Du berührst mich oft sehr damit. Ich denke darüber nach. Ich arbeite im Moment mit Stift und Papier, um Dinge, die ich für mich klären möchte, aufzuschreiben. Da gibt es schon ein Zitat von Dir, etwas mit Grenzen, muss ich nochmal suchen, das kommt in meine To-dos…😘
Ich habe mir vor allem eine Familie gewünscht. Ich war lange alleine mit 2 Kindern aus 2 Partnerschaften. Ich war anfänglich verheiratet- es war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Ehe war gruselig. Ich bin offenen Auges in die „Kathasttophe“ hineingerannt. Auf der Suche nach der heilen Familie. Kurz nach der Geburt saß ich- betrogen- mit unserem behinderten Kind- in einem Scherbenhaufen. Scherbenhaufen Teil 1. Ich würde gerne weiter schreiben. Ich habe allerdings noch nicht ganz verstanden, was ich schreiben „darf“, weil es manchmal hier im Forum heißt, dass der Wiedererkennungswert zu hoch ist. Könnt ihr mir dazu vielleicht etwas sagen?
Zu dem Therapeuten: er ist Familientherapeut, kennt uns alle. Ich schätze ihn sehr, er ist der erste Therapeut, der bei mir sofort die Knotenpunkte getroffen hat. Und bei mir hat sich durch die Arbeit mit ihm sehr viel entwickelt. Deswegen vertraue ich ihm und seiner Einschätzung. Allerdings bin schlussendlich natürlich ich diejenige, die entscheiden wird, dieses aushalten muss, die es einschätzen kann. Ich sehe es jedoch als wichtigen Aspekt. Er hat jedoch von Anfang an gesagt, dass es zwei Entwicklungen in einer Partnerschaft, nämlich Gewalt und Sucht, als so große Hersusfoerderung sieht, dass er da nicht 100% PRO Beziehung arbeiten würde.
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Ein angenehmes Klima ist es bei Euch zu Hause auf jeden Fall nicht.
Leider hast Du damit recht
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Das alleine ist doch schon eine verbale Drohung seinerseits, Vayana. Du sollst besser ausziehen.
Ein indirekter Rauswurf, wenn Du nicht mehr zugewandt bist, kannst Du gehen.
Liebe Elly, ganz so krass habe ich es nicht empfunden. Allerdings setzt es mich schon zwischendurch unter Druck. Auch wenn ich verstehen kann, dass er auch verzweifelt ist und dadurch versucht did Kontrolle für sich über die Situation zu gewinnen, werde ich mir die Zeit nehmen, die ich brauche. Und wenn er sie mir nicht gibt, dann halt nicht. Aber ich werde mich dadurch nicht schneller finden😴
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Als Beispiel auch, wie fühle ich mich Freitag am Abend wenn mein Mann nicht nach Hause kommt weil er feiert- "Ich habe grosse Angst was auf mich zukommt, dadurch nervt mich mein Kind welches überhaupt nichts dafür kann".
Hallo Silberstreifen, danke für die Idee, gerade, dass ich mit meinem Kopf woanders bin und meine Energie für die Beziehung verpuffen lasse, anstatt sie dahin zu lenken, wo sie Positives bewirken könnte, nämlich zu meinen Kindern und mir, berührt mich sehr. Ich muss mich regelmäßig wachrütteln. Und ich verurteile mich dafür leider aufs Schärfste.
Ich verfolge deine Geschichte und bin sehr gespannt, wie es bei dir weiter geht! -
Nein, ich sehe mich nicht als Alkoholikerin. Aber ich denke, dass ich es bald wäre, wäre es so weiter gegangen. Ich habe vor 4 Wochen das letzte mal etwas getrunken.
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Und nich was ganz anderes: ich habe mich entschieden keinen Alkohol mehr zu trinken. Ich habe ja in vergangener Zeit immer schön mit getrunken. Ich glaube, es war allerhöchste Zeit…!!!
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Während ich das geschrieben habe, geht es mir körperlich richtig mies. In mir schnürt sich alle zusammen. Ich werte das mal als Knotenpunkt…
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Da war mein Handy schneller als ich… der Text war noch nicht fertig…
Mein Partner trinkt nach wie vor alkoholfreies Bier. Bei der Suchtberatung war er nicht. Ich vermute auch nicht, dass er aus eigenen Stücken dort hingeht. Auseinandersetzung mit der Sucht findet in meinen Augen eher halbherzig statt, genau in ihn reinschauen kann ich nicht. Aber es klingt an, dass es für ihn kein zentrales Thema ist, sondern eher am Rand mitläuft. Eine glasklare Einstellung, wie ich sie hier von euch trockenen Alkoholikern erlebe, war zwischen uns bis jetzt kein Thema von seiner Seite. Es bleibt eher schwammig.
Im Vordergrund (?) stehen unsere Beziehungsprobleme. Es liegt nicht alles am Alkohol. Ganz im Gegenteil . Es gibt viele Probleme, die wir haben, die auf den ersten Blick nichts damit zu tun haben. Allerdings werde ich zunehmend nachdenklich, wie es sein kann, dass ich mich in so vielen Erfahrungen von euch /bzw uns co’s wiederfinden kann. Bei uns dreht sich ja nicht alles so extrem um Alkohol. Aber ich bin auf jeden Fall im „Co-Modus“. Mein Eindruck verfestigt sich, dass Co-Abhängigkeit meine Beziehungsform ist. Ind dass ich da ohne Hilfe nicht raus komme. Er ist sehr bemüht, an unserer Beziehung zu arbeiten. War auch schon bei einer Therapeutin. Ich bin mit mir selbst beschäftigt oder auch leider nicht, weil mich 3 Kinder auf Trapp halten. Ich merke, dass es mir besser geht, wenn er nicht da ist. Ich komme mehr zur Ruhe. Ich genieße die Zeit mit Freunden, weil sie positiv ist. Mir gut tut. Er ist meist genervt, gestresst, überlastet. Er stößt Freunde und Familie und die Kinder vor den Kopf, merkt es nicht. Ist launisch. Er ist auf jeden Fall kein angenehmer Zeitgenosse, um entspannt Zeit mit ihm zu verbringen. Außer er hat 1-2 Bierchen getrunken. Aber nicht die alkoholfreien 😵💫Vielleicht gibt es andere Frauen, die damit zurecht kommen. Ich ärgere mich hauptsächlich über ihn, wenn wir zusammen sind. Er hat wenig Freunde, mein Freundeskreis und meine Familie haben sich lange um ihn bemüht aber er ist sehr kantig. Mir fälltest schwer, dass es nicht einfach mal harmonisch läuft. Die Zeit, die ich ich mit ihm genieße, ist gering. Das ist eine harte Einsicht. Aber die Vorstellung, er wäre gar nicht mehr da, beängstigt mich sehr. Die Angst ist anscheinend so groß, dass sie mich lähmt. Ich komme da alleine nicht raus. Dazu kommen Kommentare, die sehr gut gemeint das und, von einem Therapeuten, der uns beide kennt und schätzt, dass er Trennung für keine gute Idee hält. Und Meinungen, dass es für die Kinder schlimm wäre. So wichtig wäre, dass wir es zusammen schaffen. Ich hoffe, dass es ok ist, wenn ich hier so über mein Erleben schreibe.Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass".
Ich hab mich abgeduscht. Nass bin ich. Und ich kann schwimmen. Ich stehe auf dem 3-Meter-Brett. Aber ich bin gelähmt.
Zum Thema CO gibt es nichts Neues dazu. Alles andere läuft nun unter Beziehungsgeflecht. Oder? Wie können wir dir dabei helfen?
Mir helfen das Verständnis, die kritischen Nachfragen und Anregungen. Ich habe lange über Deine Frage nachgedacht , Hartmut. Danke!
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Guten Morgen, nun ist fast ein Monat vergangen, seitdem ich das letzte mal hier geschrieben habe. Ich lese hier allerdings täglich. Das tut mir sehr gut. Allerdings geht es mir nicht gut. Ich hänge nach wie vor fest, unfähig mich für oder gegen die Beziehung zu entscheiden. Dieser Zustand dauert schon 9 Jahre… so lange sind wir zusammen, so lange gibt es meinen Partner plus Alkohol in den verschiedenen Facetten. So lange habe ich gehofft den Mann an meiner Seite in ihm zu findenIch finde mich in vielen Erfahrungen von euch wieder.
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Das sollen keine Ratschläge sein, mit denen ich dich erschlagen möchte… sondern eher: was würde ich mir raten in so einer Situation… (in der niemand co-abhängig ist ;-)))