Wie hilft Dir die Antwort weiter?
Es interessiert mich einfach. Ganz abgesehen von unserer Problematik habe ichvein Interesse an den Zusammenhängen.
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Es interessiert mich einfach. Ganz abgesehen von unserer Problematik habe ichvein Interesse an den Zusammenhängen.
Mal eine Verständigungsfrage: wie klappt das mit dem alkoholfreien Bier? Der Alkoholgehalt reicht doch vermutlich nicht aus, um einen Entzug zu verhindern, oder? Oder reicht so eine kleine Menge Alkohol dem Körper, um körperlich noch genug zu bekommen?
So, ich musste mich erstmal sortieren. Hat aber noch nicht ganz geklappt. Das mit dem alkoholfreien Bier… Danke nochmal für den Hinweis… hat ja 0,5% … ich denke, er macht sich etwas vor bzw. mir. Es passt zu meinem Eindruck, dass er das Ausmaß des ganzen nicht wahrhaben will. Für mich fühlt es sich auch nicht richtig an, dass ich ihn jetzt einfach nur mit einer anderen Bierflasche antreffe. Auch mein Therapeut vermutete, dass die Kuh noch nicht vom Eis ist. Mein Eindruck ist, dass er sich noch nicht wirklich konfrontiert…
Er war sehr interessiert, was „unser“ Therapeut gestern gesagt hat. Ich habe es ihm im groben gesagt, hatte aber den Impuls wahrgenommen, ihm gar nichts zu sagen, soll er sich selbst Hilfe holen. Der Klassiker war dann, dass er sagte, dass er überhaupt nicht verstehen kann, wo ich denn abhängig sein sollte von ihm und ihn diese Aussage zutiefst verletzt (?) und er das Gedpräch jetzt beenden will, weil ihn das zu sehr stresst(ER hatte nachgefragt)
Danke, Morgenrot! Ich melde mich nachher…
Wie allerdings mein Zeichen bzw. Mein Weg aussehen kann, das weiß ich noch nicht genau… irgendwas mit : mehr reinfühlen was ich will und danach handeln, eigene Abhängigkeiten zu ihm (?) angucken, … Ich brauche Abstand und Zeit…
Verständlicher, Momo?
LG
Wie läuft es für mich? Hm… für mich war bzw. ist die Erkenntnis, dass mein Mann Alkoholiker ist, neu! Ich habe das die ganze Zeit gefühlt. Aber er und mein Umfeld haben mir etwas anderes suggeriert. Das ist für mich gerade die Befreiung schlechthin! Denn ich habe mich entschieden, meinem Gefühl zu vertrauen. Ich glaube, das ist der riesige Schritt der letzten Tage!
Und ich frage mich jetzt im nächsten Schritt: wieso habe ich das 9 Jahre mitgemacht bzw. immer wieder verdrängt? Das ist also die nächste Gedankliche Baustelle…
Ja, mein Mann trinkt seit 9 Tagen alkoholfreies Bier in Mengen. Ein erster Schritt. Er setzt sich angeblich mit seinem Alkoholumgang auseinander, möchte da aber zur Zeit nicht mit mir drüber reden. Und er fährt die Schiene: jetzt machen wir alles anders!
Das, was für mich das Schlimmste in unserer Beziehung war- ständige Erschöpfung, Gereiztheit, Überforderung, mega schlechte Laune- ist schon nach 4 Tagen alkoholfrei Vergangenheit. Das ich dem Braten nicht traue, liegt auf der Hand. Und trotzdem ist es eine Art durchatmen… Ich will nicht so weiter machen. Ich denke, wenn ich jetzt nicht für mich ein klares Zeichen setze, dann würde er- schwuppdiwupp- schnell wieder alles unter den Teppich kehren, und so weiter machen als wäre nichts gewesen. Bis dann irgendwann wieder ein Bierchen auftauchen würde… und dann zwei…
Ich bemerke meine psychischen Versuche, ganz schnell wieder die Klappe zu zu machen und wieder zurück zu „normal“ zu gehen. Ich wollte mich ja eigentlich räumlich vorerst mehr trennen, das hat jetzt wegen krankem Kind und anderen Dingen nicht geklappt. Und es wird schon wieder gefühlt schwieriger… das ist vielleicht wieder dieses noch mal „einschlafen“. Ist das verständlich, was ich schreibe?
Lg
Hallo, ich möchte ein Lebenszeichen geben😊
Ich war heute bei einem Therapeuten. Er kennt uns beide. Ich hab viel zum Nachdenken mitgenommen. Vor allem ist es mir relativ selbstverständlich über die Lippen gekommen, zu sagen: er ist Alkoholiker. In dem Moment war ich mir wieder sicher! Alleine diese Erkenntnis ist so wichtig für mich.
Mein Mann und ich sind uns in mehreren Gesprächen ehrlich begegnet. Er hat nichts abgestritten. Zwar auch nicht gesagt: so ist es! Aber wir hatten schon oft Streit wegen der Lügen. Und ich habe ihn vor 1/2 Jahr gebeten, mich mehr anzulügen, weil es mich so verzweifeln lässt. Und er wird ich jetzt vorsichtig darauf hin, dass er das auch seitdem nicht mehr gemacht hat. Er sagt dann eher nichts. Das ist viel wert. Mit meinem Therapeuten habe ich das Bild des Aufwachens benutzt: kann sein, dass ich auch noch mal wieder einnicker und es doch nicht so klar sehe, aber ich bin gerade in einem Dämmerzustand, noch nicht ganz wach. Aber nicht mehr ganz schlafend. Ich bekomme schon etwas mit. Auch wenn ich das Thema co-Abhängigkeit noch nicht ganz zu fassen bekomme, ich registriere schon, dass es vermutlich umfassender mit mir zu tun hat bis ich noch vor kurzem dachte…
Dir geht es nicht gut und er ist sauer
Na, ich glaube bei uns beiden liegen die Nerven gerade blank. Ich glaube, wir beide wünschen uns , dass es einfacher wäre…auf jeden Fall sind wir beide traurig und durcheinander.
Er ist oberkontrolliert. Das würde er nicht machen. Auf jeden Fall nicht so viel, dass er nicht mehr handlungsunfähig wäre.
Ich weiß noch nicht so recht wie ich das mache, arbeiten, Schule, Kindergarten hin und her. Er ist sauer, dass ich das will
Du hast eine beeindruckende Lebensgeschichte! Du bist ein Dschungelkind, würde ein bekannter Therapeut zu Dir sagen😊 Was für eine Resilienz Du mitgebracht haben musst auf diese Welt! LG
Das stimmt. Ich bin einfach selbst total durch und weiß selbst nicht mehr ein noch aus. Ich bin verzweifelt. Für mich ist es gerade ein „aufwachen“, was ich hier erlebe. Deswegen frage ich auch immer wieder, wie ihr das einschätzt. Weil ich gerade beginne, von außen auf unsere/ meine Situation zu schauen. Es kommt noch gar nicht richtig zu mir durch, wenn du fragst: was willst du denn?! Weil ich in diesem emotionalen Schlsmassel so festhänge.
Ich habe mich entschieden, räumlich etwas Abstand zu bekommen, ich werde die nächsten Tsge mal mit mal ohne Kinder wo anders verbringen, weil ich den Kopf hier nicht frei bekomme. (Bringt zwar auch Unruhe und zu allem übel ist mein Auto hinüber und ich mittlerweile finanziell von meinem Mann abhängig- genug Themen zum nachdenken )
LG Vayana
Ob er jetzt Bier trinkt oder nicht ist doch egal.
Verstehe ich nicht. Wie meinst du das?
Ich möchte wieder ein zufriedeneres und harmonischeres Leben leben. Ich habe 3 Kinder, die sehr unter all dem leiden. Aber „einfach“ Trennung ist nicht einfach. Das macht es für mich so schwer.
Tja, …
Ich weiß es alles nicht… wir hatten diese Phasen schon häufig. Jetzt ist halt gerade alkoholfreies Bier dran. Bis jetzt kam dann aber irgendwann wieder ein Bier(ich werde es mir nicht nehmen lassen ab und an mal ein Bier zu trinken) und dann irgendwann auch wieder der Kasten… und den Rest kennt ihr sicherlich… ich schreibe es mir einfach mal von der Seele… er würde nicht merken wenn keine Milch mehr für den Kaffee im Kühlschrank steht, bzw. sicher nicht dafür noch los fahren… aber wenn kein Bier mehr da ist… auch wenn er sich dann nur 2-3 Dosen holt… aber dafür fährt er sicher noch mal los…
Und er ist ständig überfordert: alles ist zu viel, zu viel Druck, zu viel zu tun, zu viel los, …. Ich denke mir oft: es ist doch eigentlich gar nicht so außergewöhnlich. Ich wundere mich immer, dass er es alles als sooooooo belastend empfindet. Manchmal ist er so scheiße drauf, dass es mir auf der Zunge liegt, zu sagen: trink doch einfach ein „Bierchen“, dann hast du wenigstens bessere Laune… sag ich nicht wirklich, verzeiht meinen Sarkasmus…
Achso… eine Ferndiagnose möchte ich gar nicht… vielleicht kam das falsch rüber…
Vielen Dank, ihr helft mir gerade wirklich!
Ja, ist der Klassiker, kannst Du in so ziemlich jedem CO- Faden nachlesen
Das hilft mir. Sehr sogar! Ich bin im Moment so durcheinander!
Zweifelst Du denn in anderen Fragen auch an Deinem Bauchgefühl?
Manchmal! Es wird immer ganz schwierig für mich, wenn jemand etwas behauptet, und mein Gefühl etwas ganz anderes fühlt. Dann komme ich innerlich ins Chaos. Und das passiert gerade. Als wir vor ein paar Tagen unser Gespräch hatten, war plötzlich alles klar und ich war so unsagbar erleichtert! Da habe ich einer Freundin eine Nachricht geschickt und gesagt: hierbei brauche ich jetzt deine Hilfe! Dabei, dass ich jetzt gerade genau weiß wie es ist! Und das will ich nicht wieder einbüßen! Erinnere mich bitte daran, was ich dir jetzt gesagt habe!
Und einige Tage sind vergangen: 2 Freundinnen, deren Männer auch einen problematischen Umgang mit Alkohol haben plus mein Mann sagen: so schlimm ist das doch gar nicht. Er ist doch nicht ständig betrunken. Wenn er sich ab und an mal betrinkt… und so viel sind ein paar Bier abends ja eigentlich auch nicht… und außerdem… Sucht und Sucht… da gibt es Unterschiede und eigentlich passiert dir doch gar nichts… jetzt vermischt es sich wieder in mir… das macht das Chaos… aber ganz tief drinne weiß ich es genau und wahrscheinlich will ich es nur selbst nicht wahrhaben
Ihr seht, ich routiere…
Danke für deine Antwort. das trifft es nicht ganz. Ich möchte mit ihm zusammen leben. Aber ich möchte nicht belogen werden. Und darum geht auch gerade. Wem vertraue ich: ihm, der sagt, ja es ist ein bisschen viel in letzter Zeit, aber nie wieder ein Bier trinken, das kannst Du vergessen und ich arbeite jetzt an mir aber mehr sage ich nicht, oder meinem Gefühl, das sagt, es ist ein großes Problem, er bagatellisiert und ich mache schon wieder mit. (Ist ja vielleicht doch nicht so schlimm). Ich habe Schwierigkeiten meinem Gefühl/ meiner Wahrnehmung zu vertrauen. Ichvejrl mich vor der Version von ihm, die volltrunken mit Fahne ins Bett fällt und in dem Moment keine Verantwortung mehr übernimmt. Ich komme nicht darauf klar, dass er den ganzen Tag gereizt ist und schlecht drauf und dann nach 1-2 Bierchen(ich hasse dieses Wort) anfängt bester Laune zu sein und ärgerlich wird, wenn ich darauf nicht klar komme. Und jetzt ist wieder alkoholfrei angesagt und wir machen jetzt alles anders! Darauf komme ich nicht klar! Mir geht es schlecht… ich habe krin y A vertrauen mehr in : jetzt wird alles besser! Und mit der Einstellung kann’s ja auch nicht besser werden, meint er. Hat er ja auch irgendwie recht. Aber so fühle ich mich instrumentalisiert.