Beiträge von Silberstreifen

    Liebe Releaseme

    Das mit der Einsicht ist so eine Sache. Er ist erwachsen und hat schliesslich seinen Teil dazu getan, dass es zur Trennung kommt. Das zuzugeben ist schwer. Viel einfacher ist es dir die Schuld zuzuschieben. Habe ich auch erlebt. Es tut mir so leid.. es ist schlimm wenn man meint alles zu verlieren. Aber glaub mir, das wird wieder. Es wird einfach anders... Eins nach dem Anderen. Ich drücke dir für morgen beide Daumen.

    Alles Liebe für euch..

    Hi Rennschnecke

    Vielen Dank der Nachfrage. Ich lese immer mal wieder mit hier im Forum. Im Moment gehts mir weder schlecht noch gut.

    Meine Tochter hat immer wieder Heimweh nach ihrer alten Schule. Das stresst mich sie leiden zu sehen. Sie ladet zwar ab und zu jemanden zum Spielen ein vom "neuen" Wohnort aber so mit einer Freundschaft will es "noch" nicht klappen. Ich bin auch nicht das beste Vorbild in Sachen Beziehung. Seit der Trennung ihres Vater hadere ich sehr mit mir. Ich habe Mühe jemanden an mich heranzulassen, bleibe oberflächlich und freundlich. Eigentlich schon immer. Auch streiten fällt mir sehr schwer. Ausser mit meiner Tochter. Wir streiten und versöhnen uns aber schnell wieder. Aber sie ist meine Tochter, keine Kollegin und auch kein Partner.

    Ich war schon in verschiedenen Therapien aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut. Auch bin ich viel zu Hause, um so mehr ich zu Hause bin umso weniger habe ich Lust jemanden zu treffen. Aber im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden. Auf jedenfall habe ich weniger emotionalen Stress und muss weniger Angst haben. Wenn ich mir meine Notizen von früher anschaue...haarsträubend was ich mit meinem ExPartner alles erlebt habe. Von da her kann ich mich glücklich schätzen meine eigenen 4 Wände zu haben.

    wurde jemand von Euch schon provoziert und beschimpft wenn Alkoholkonsum thematisiert wurde. Meine Ex versucht das gerade. Ich wurde von gemeinsamen Bekannten die beschimpft wurden kontaktiert.

    Liebe Korli

    Ich wurde mal von meiner Mutter wüst beschimpft da war ich etwas jünger.. Ich hatte sie auf einen Abend angesprochen wo sie dem Geburtstagskind (erwachsener Mann und gemeinsamer Freund von uns) eine gelangt hatte als der nicht mit ihr tanzen wollte. Ich hatte das über eine andere Freundin gehört und hatte mich tierisch aufgeregt weil sie bei jedem Anlass zu viel trank und sich völlig daneben benahm. Dazumal verstand ich nicht, dass meine Mutter Alkoholikerin war (immernoch ist).

    Ich habe ihr Vorwürfe gemacht und sie hat mich so zur Schnecke gemacht, dass ich nur noch geheult habe. Nie hätte ich mit so einer Reaktion gerechnet.

    Denke das ist ein Schutz um die Sucht zu sichern bzw um keine Verantwortung zu übernehmen denn sonst müsste man ja handeln.

    Liebe releaseme

    Es tut mir leid, dass dein Mann dich so stresst... er merkt dass du es ernst meinst. Er wird sich irgendwann sicher wieder beruhigen. Vor unserem Umzug (von mir und unserer Tochter) und auch danach wurde ich auch verunsichert, beschuldigt, bombadiert etc. Mein Ex Partner ist während dieseer Zeit auf Schnaps umgestiegen und hat nur noch gesoffen. Er wollte mir richtig zeigen, dass ich Schuld bin, dass er jetzt noch mehr trinkt. Es tat mir sehr weh ihn leiden zu sehen.. er war völlig verzweifelt. Aaaber er hat seinen Teil dazu getan, dass es zu einer Trennung kam. Er wusste, dass ich mich trenne wenn er nichts ändert.. er hat mir immer wieder versprochen in eine Shg zu gehen, sich zu einer Entgiftung anzumelden etc.... Jahrelang.... Im Nachhinein weiss ich, er wollte nur Zeit gewinnen. Mich bei der Stange halten.

    3 Monaten nach der Trennung hatte mein Ex Partner bereits eine feste Freundin mit der er immer noch zusammen ist. Das hat mich geschockt. Wir waren 10 Jahre zusammen.... Und es ging dann immer noch weiter mit mich anschreiben, aber irgendwann hat es aufgehört. Eine Trennung schmerzt, in den meisten Fällen sogar sehr .. Dein Mann ist erwachsen, er hatte seine Chancen. Natürlich wünscht ihr euch beide und auch die Kinder eine heile Familie das ist sehr verständlich. Aber es geht um Notwendigkeit. Das Leben mit einem Süchtigen ist extrem stressig und voller Sehnsüchten und Enttäuschungen.

    Glaube mir ich wollte mich nie trennen, meine Tochter hat nicht mal Geschwister. Ich wollte wirklich dass wir drei zusammen bleiben denn wir hatten viele schöne Momente... ich weine schon wieder fast :-(... Meine Eltern und Geschwister wohnen weiter weg. Keine idealen Voraussetzungen um unserer Tochter "Familie" zu bieten. Aaaber wir haben uns hier seit letztem Jahr ein Umfeld aufgebaut und leben "in Sicherheit" und wir leben zufrieden. Es ist nicht ideal, aber das Vorher war nicht mehr zum Aushalten.

    Du musst für dich abwägen "was ist schlimmer" oder positiver ausgedrückt "was ist besser"? Der Rest ergibt sich..

    Ich habe mir Situationen aufgeschrieben wo ich mich in den Boden geschämt habe, vor Wut fast geplatzt bin, fast durchgedreht bin oder grosse Angst hatte. Damit ich nicht vergesse wie es WIRKLICH war.

    Ich drücke dir beide Daumen releaseme.

    Liebe releaseme

    Ich finde auch keinen Schlaf und dein Beitrag hat in mir Erinnerungen geweckt. Es ist enttäuschend wenn man voller Hoffnung da steht und dann erkennt, dass die Einsicht die man sich wünscht kein bisschen da ist. Mir wurde auch immer die alleinige Verantwortung zugeschoben. Ich müsse ja auch meinen Teil bringen und einmal pro Woche körperliche Nähe sei ja nicht zu viel verlangt. Dann würde er vielleicht auch weniger trinken. Jaaa genau... Im Nachhinein bin ich über solche Aussagen froh denn sie haben mir geholfen mich endgültig zu lösen. Auch ich habe Jahrelang im Karusell gehangen. Ich lese bei dir, dass dir der Besuch von heute in deinem Entschluss gestärkt hat. Ich denke dein Mann ist weit weg von "Einsicht" und von Beziehung auf Augenhöhe kann man wohl nicht sprechen. Ich drücke dich aus der Ferne und hoffe dass du für DICH bei deinem Entschluss bleibst. Sei gut zu dir und hab keine Angst. Das wird schon. Alles Liebe Silberstreifen...

    Was ich damit sagen will: ja, du darfst Abstand nehmen. Nein, du bist nicht verantwortlich. Er ist erwachsen. Und hat sogar eine neue Freundin. Du darfst die "verirrten" WhatsApp ignorieren. Sind doch angeblich eh nicht für dich. Also, was solls?! Wenn er eine konkrete Frage hat, kann er die ja sachlich stellen. Und dann kannst du immer noch überlegen, wie du dann reagierst. Wenn es zB ums Kind geht (ist euer gemeinsames Kind? Hab ich grad nicht mehr im Kopf). Das ist dann ja nunmal was anderes. Ansonsten braucht er sich nicht zu melden und du darfst das ignorieren.

    Liebe Eule, liebe Jump,

    Vielen Dank, eure klaren Worte.. sie helfen mir aus meinem Gedanken-Wirrwarr raus... der tritt immer auf wenn ich eben solche WhatsApp kriege. Ja genau Eule, wir haben eine gemeinsame Tochter, sie ist ein Jahr älter als euer Kind.

    Die WhatsApp einfach löschen und ausschließlich WhatsApp beantworten wo es um unsere Tochter geht, ist glaub ich im Moment die beste Lösung. Meine Tochter macht gerne Videotelefonie mit ihrem Vater daher ist das "Löschen der Nummer" schwierig. Aber wenn das Ignorieren dieser verirrten WhatsApp nicht helfen würde, wäre der nächste Schritt, wie Jump vorgeschlagen hat, Kommunikation nur noch über E-Mail. Ich danke euch für eure offenen Worte und dass ihr euch Zeit genommen habt. Ihr hilft mir sehr.

    Superstreifen-hört sich gut an :) Tatsächlich könnte ich ein bisschen stolzer auf mich sein, danke Jump.

    Guten Morgen alle zusammen

    Mein ExPartner schafft es immer wieder mich zu verunsichern obwohl wir schon mehr als 1 Jahr auseinander sind. Er schickt whatsapp an mich die für andere Leute bestimmt sind. Vermeintlich im Chat geirrt. Das passiert ungefähr alle 10 Tage. Ich glaube, dass er damit erreichen will, dass ich nachhake. Zb. Hat er jemandem geschrieben, dass er die und die Arbeiten übernehmen kann. Ich, so doof wie ich bin , frage ihn ob er auf Jobsuche ist. Kommt wieder die alte Laier, dass er ja sonst nicht über die Runden käme. Wenn ICH und meine Tochter über dir Runden kommen müsste er auch über die Runden kommen. Ich habe schon soviele Anregungen und Ideen gegeben... Ich f0hle mich immer noch in der Pflicht. Er hat ja schon lange eine neue Freundin, soll die ihm doch helfen. Schluss und endlich triggern es mich extrem und ich hab immer das Gefühl ich müsste noch mehr mache, ev. hat er nicht verstanden wasich gemeint hatte mit meinen Anregungen. Ist es fies wenn ich das Ganze einfach ignoriere? (Die vermeintlich verirrten whatsapp?)

    2 Dinge beschäftigen mich aber schon sehr :

    1. Kennt das jemand von euch, wenn man sich wieder ein bisschen mehr loslöst, dass dann plötzlich vom Partner weniger konsumiert wird? Also ich zähle es ja nicht mehr, aber es kommt mir so vor als wäre es die Woche deutlich weniger gewesen, was aber nichts ändert...

    2. Das belastet mich sehr, ich versuche mich abzugrenzen, aber mein Mann klagt schon seit einigen Wochen über extreme Bauchschmerzen, die kommen und gehen, anfangs "nur" Magenschmerzen, mittlerweile den ganzen Bauch, die Abstände werden kürzer, die Schmerzen heftiger und er hat wirklich extreme Schmerzen, so hab ich ihn noch nie gesehen. Ich war kurz davor den Krankenwagen zu rufen. Er will aber absolut nicht zum Arzt, ich habe es mehrmals angeboten. Und ich muss sagen, auch wenn ich es nicht ändern kann und es sein Körper ist und seine Verantwortung, so mache ich mir trotzdem riesige Sorgen, er ist der Papa meiner Kinder und ich wünsche ihm nichts Schlimmes.

    Liebe Releaseme

    Ja ich kenne beides- als ich mich das erste mal vor 9 Jahren getrennt habe, hat mein ExPartner drei Monate nichts getrunken, danach gings langsam wieder los. Und später auch - immer wenn er merkte, dass ich die Nase voll hatte reduzierte er den Konsum für eine Weile, dann ging alles wieder von vorne los...

    Und auch die Sorge um den gesundheitlichen Zustand, die kenne ich auch. Mein ExPartne und ich sind seit über einem Jahr getrennt und haben eine Tochter. Heute wollte er sie nicht mal bei sich haben. Er hätte leider keine Zeit meinte er. Ich glaube eher dass er zu verkatert und müde war. Er hat auch seit längerem gesundheitliche Probleme, er würde sie aber nicht dem Alkohol zuschreiben, denn sonst müsste er ja was daran ändern. Er ist sehr verschlossen, vielfach auch depressiv was mich sehr traurig und hilflos macht. Ich muss mich aber auf mich und meine Tochter konzentrieren und habe mehr als genug um die Ohren.

    Letzte Woche habe ich nun wirklich meine restlichen Sache aus der Garage geholt und musste diese Tage immer wieder weinen. Ich hoffe so sehr, dass er aus der Sucht rausfindet aber es sieht leider nicht danach aus.

    Fühl dich gedrückt... du bist nicht alleine mit deinen Sorgen und Hilflosigkeit. Leider können wir niemandem helfen der keine Hilfe will....

    Mein Noch-Mann hat mir heute Nacht wieder mehrere Nachrichten zukommen lassen. Natürlich keine Rede von seinen Süchten. Nur Gejammer über kein Geld und Vorwürfe wie ich mit ihm umgehe und wie ich das alles tuen kann und ich würde nur lügen und nicht zu vergessen der andere Mann. Ich kann das einordnen und erkenne die Manipulation dahinter, aber ich frage mich immer wieder, ob ihm das bewusst ist. Lebt er einfach nur in einer anderen Realität und bringt viel durcheinander oder ist das berechnende Absicht?

    Wie kann man sooooo unterschiedliche Wahrnehmungen haben?

    Liebe Sonnenschein

    Mir kommt das soooo bekannt vor. Diese Schuldzuweisungen und dieses Festhalten an der Opferrolle... "ich habe doch alles getan"... die eigene Verantwortung komplett zu ignorieren. Manchmal denke ich mein ExPartner ist verrückt geworden.. Ich weiss nicht ob der Alkohol den Realitätssinn entsprechend trübt aber es muss so sein. Anders kann ich mir das nicht erklären...

    Guten Morgen zusammen

    Ein kurzes Update- ich habe einen Termin bei einer Therapeutin die auf Traumas spezialisiert ist. Bin sehr gespannt und hoffe sehr, dass dieses ewige Angespanntsein besser wird.

    Meiner Tochter geht es sehr gut. Sie ist fröhlich, geht gerne zur Schule und hat viele Freunde.

    Morgen ist es exakt ein Jahr her, dass wir ausgezogen sind. Ein guter Entschluss, auch wenn ich immer wieder daran denken muss was mein ExPartner gerade so macht. Wie lange er seinen Job wohl noch behalten kann. Wann dann der Anruf kommt, dass mit ihm etwas passiert ist. Ich habe aber immerhin aufgehört ihm "Tips" zu geben weil er sich im Grunde nur beklagen will. Er sagt mir immer wieder (durch die Blume) dass diese Trennung unnötig gewesen wäre, hätte ich nur mehr an mir gearbeitet. Und dass er finanziell nicht durchkommt (wir haben gleich viel und ich zahle noch alles für unsere Tochter mit). Als wäre das Finanzielle das wichtigste zzzz. Ich wollte ihm eine Aufstellung schicken mit meinen Ausgaben, sodass er sieht, dass ich auch nicht mehr habe und trotzdem sehr zufrieden bin. Aber heute morgen denke ich-das wird vergebene Mühe sein...

    Wie auch immer-morgen ist ein Jahr nach dem Auszug. Wie die Zeit vergeht :)

    Übrigens habe ich letztens in meinen Notizen die Notfallkoffer durchgelesen. Habe 12 davon. Szenen die wir im Suff erlebt haben, Gemeinheiten, die mich überfordert haben. Das ist eine sehr gute Sache diese Notfallkoffer, da man ja sehr gerne "vergisst":-). Sehr zu empfehlen.

    Ich wünsche euch ein schönes und hoffentlich friedliches Herbstwochenende.

    Guten Morgen releaseme

    Bei uns hatte der Konsum auch nach Antritt einer Leitungsfunktion zugenommen. Ich hatte angeboten, dass er eine andere Stelle annimmt und ich mehr arbeite, aber das wollte er nicht. Er brauchte/braucht ja mitunter einen Grund zum Trinken. Wenn man eine Familie hat ist es ja nicht mehr als recht für die Familie zu sorgen. Ich gehe ja auch Arbeiten und kümmere mich ums Kind. Und wenn ich ohne Kind wäre müsste ich ja auch meine Rechnungen zahlen. (?) Reine Manipulation, lass dich nicht beirren.

    Ich bin letztes Jahr mit meiner Tochter zusammen ausgezogen. Es war ähnlich wie bei euch. Keine Gespräche mehr...Ich hatte auch keine Lust mehr mit ihm zu reden. Es war alles gesagt. Und wenn ich reden wollte konterte er damit, dass wir keine Nähe hätten. Nach etlichen Vertrauensbrüchen kann es schon mal sein, dass sich Gefühle verändern. Ich kam mir vor wie seine Mutter, nicht wie seine Partnerin.

    Die Trennung war hart aber absolut nötig. Für mich und unsere Tochter. Ich bin jeweils auch angespannt wenn meine Tochter bei ihm ist. Seine neue Freundin ist aber meistens bei ihm und gibt mir Sicherheit. Und alle 3 Stunden rufe ich an und checke die Lage. Bescheuert, aber im Moment löse ich das so. Wir wohnen nur 5 Min. voneinander weg. Ich hatte mir das Ganze viel schlimmer vorgestellt. Zusammen mit Bekannten, Nachbarn und Freunden geht das. Und im Notfall natürlich mit Hilfe des Jugendamtes. Wenn ich zb weiss das ein Fest ansteht kann unsere Tochter mit ihm und dem halben Dorf Zeit verbringen und ich hole sie dann nach einer Weile ab. Dann schläft sie bei mir auch wenn es Papas Wochenende ist.

    Alles Gute für dich. Bleib bei dir...

    Liebe Alice

    Ich habe deine Geschichte gelesen und fühle sehr mit dir. Ich war verzweifelt, wusste weder ein noch aus. Ich liebte meinen Mann sehr, nur mit der Zeit veränderte er sich. Oder ich mich? Ich weiss es nicht..... Das Einzige was ich wusste: eine Beziehung sollte nicht so sein. Sie sollte nicht so ein Kampf sein. Und ganz wichtig: mit seinen Aktionen (Unfälle, besoffen Autofahren, Geld verschleudern) würde er meine und die unserer kleinen Tochter mitbestimmen und zwar in eine Richtung die abwärts zeigt. Ich komme aus ärmlichen Verhältnissen und habe immer viel gearbeitet. Es geht nicht ums Geld-es geht darum dass man sich bemüht etwas aufzubauen und dass das Ganze in einem Leerlauf endet-und zwar auf jeder Ebene.

    Ich fühle mich auch jetzt (fast einem Jahr nach dem Auszug) immer wieder hilflos und traurig. Aber der Abstand hilft eine gewisse Distanz zu wahren und mir immer wieder zu sagen: er ist ein erwachsener Mann, er trifft seine eigenen Entscheidungen. Er kann zum Arzt wenn er will. Wieviele Male hatte er es mir versprochen und ich habe immer gewartet. Wenn er nicht will dann wird das nichts.

    Immer wieder höre ich jetzt, dass ihm das Geld nicht reicht. Er müsste klar kommen, hat mehr als ich und meine Tochter. Sofort will ich wieder helfen - so gerne. Aber nehme mich bewusst zurück und überlege zuerst-ich musste mit meiner Tochter aus unserer gemeinsamen Eigentumswohnung ausziehen (ich hatte keine Kraft und keinen Mut dagegen vorzugehen). Ich habe ihm meinen Teil der Wohnun verkauft und zwar für einen niedrigen Preis. Heisst, er ist jetzt Besitzer dieser Wohnung mit Wiese, Doppgelgarage, eigene Waschmaschine etc. Ich sage mir das immer wieder. Und dann mach ich irgendwas im Haushalt um mich abzulenken :-).

    Das wurde schon, du wirst deinen Weg finden. Ich fühle sehr mit dir. Ich glaube es hat nichts mit Stärke zu tun, nur mit dem Wohlwollen dir selbst gegenüber. Komischer Satz, ich hoffe du weisst was ich meine :-).

    Ich drücke dir beide Daumen.

    Und dann sind ihm die Konsequenzen seines Absturzes noch nicht voll Bewusst. Ich würde mich zutiefst schämen und im Boden versinken, bei dem was er anderen mit seinem Handeln angetan hat. Statt dessen stellt er Forderungen und sieht nicht, dass ihm mehr entgegen gekommen wird, als notwendig.

    Liebe Sonnenschein

    Mein ExPartner hat auch vor 8 Jahren den Führerschein verloren und zwar für eine lange Zeit. Mit der Busse hätten wir fast schon einen Kleinwagen kaufen können. Ich war bereits schwanger, aber wer weiss vielleicht wär ich trotzdem geblieben-habe ja immer wieder gehofft.

    Es ist eine schreckliche Erfahrung. Mein ExPartner durfte dann 2 Jahre nichts trinken, seine Einstellung aber war aus meiner Sicht unverändert. "Das kann halt passieren, saublöd gelaufen" etc. Darum hat er nach 2 Jahren Abstinenz auch gleich wieder angefangen zu trinken. Und es folgten noch viele weitere Probleme. Ich hoffe dein Partner übernimmt noch Verantwortung. Denn ohne dass der Süchtige Verantwortung übernimmt wird er immer wieder in die Opferrolle schlüpfen und schön weitertrinken. Hör auf dein Bauchgefühl es zeigt dir den richtigen Weg. Und lass dir von Niemandem deine Zukunft versauen. Ich wünsche dir viel Glück und schicke dir ganz viel Trost.

    Hallo ihr lieben

    Heute hat mich unsere bald 7-jährige Tochter überrascht. Sie hat im Fernsehr eine Vorschau von einer Frau gesehen die so stark übergewichtig ist, dass sie um ihr Leben bangen muss. Sie wollte unbedingt mehr darüber wissen und ich habe ihr erklärt, dass es Menschen gibt die einfach nicht mehr aufhören können zu essen. Sie hat dann noch ein paar Fragen gestellt, ich habe versucht ihr das möglichst kindgerecht zu erklären.

    Heute sagte sie zu mir der Papa hätte im Zug 3 grosse Bier getrunken und seine Freundin sei deshalb genervt gewesen. Das sei doch zuviel meinte meine Tochter. Aber das sei ja leider eine Krankheit die Papa da hätte, weil ihr Grossvater trinke auch Bier aber sehr viel weniger. So eine Krankheit wie die Frau aus dem Fernsehr. Mich hat es fast aus den Socken gehauen.

    Ich stellte mir ihren Vater vor der mit seinem Witz und Charme irgendwie versuchte seinen Konsum zu überspielen, seine neue Freundin die das Ganze vermutlich noch nicht ganz einordnen kann und unsere Tochter die schon soviel weiss, und ihrem Papa direkt sagt, dass soviel Bier ungesund sei.

    Ich hatte das Gefühl, dass sie froh ist, dass sie nun weiss dass es eine Krankheit ist. Sie schien mir relativ gefasst die Kleine. Die Tatsache, dass ihr Papa Alkoholiker ist kann ich nicht ändern aber ich bin sehr froh, dass wir nicht mehr zusammenwohnen und ich und meine Tochter dem Ganzen nicht täglich ausgesetzt sind-vorallem unsere Tochter. Ich bin so dankbar ...und auch so unfassbar traurig dass ihr Vater nicht gesund werden kann/will.... wie auch immer... Ich danke euch fürs Lesen.

    Liebe Wieweiter

    Hadere nicht mit dir. Ich weiss nicht was genau was sich vom Stress erholen muss (der Geist, die Seele, der Körper-ich kenne mich zu wenig aus).... aber ich kann dir von mir sagen, dass egal wie stressig oder bedrohlich eine Situation für mich war, sich der Stresslevel nach einer gewissen Zeit gelegt hat. Mal früher, mal später. Als hätte sich die Seele oder was es auch ist wieder selbst geheilt. Ich denke mit der Trauer wird es ähnlich sein oder wie siehst du das? Du warst über lange Zeit einem extremen Stress ausgesetzt, zusätzlich zur Trauer spielt vielleicht noch eine Erschöpfung mit rein? Auch davon wirst du dich sicher mit der Zeit erholen.

    Ich finde es toll wie du mitten im Leben stehst, soziale Kontakte pflegst und jetzt auch noch Sport treibst. Ich wünsche dir auch ganz schöne Pfingsten.. und weiterhin viel Krat und Zuversicht.

    Liebe AnnaBlume

    Danke für deinen Beitrag. Wir haben schon eine Ansprechperson für meine Tochter in der Schule. Ich habe noch heute mit ihr gesprochen und ihr die Situation erklärt. Meine Tochter hat nun jeweils die Möglichkeit in den Schulpausen zu dieser Person zu gehen. Oder auch nach der Schule wenn sie zusätzlich jemanden zum Reden braucht. Nächste Woche gehen wir auch noch zusammen hin. Ich hoffe das hilft uns weiter. Bin sehr gespannt.

    Guten Morgen zusammen

    Seit dem Vorfall vor ein paar Wochen wo mein Ex mitten in der Nacht aufgetaucht ist und ich es nicht geschafft habe ihn rauszuwerfen, geht es mir wieder schlechter. Ich bin gereizt, weinerlich, ungeduldig und die Antriebslosigkeit ist sehr gross.

    Meine Tochter eckt in der Schule an und auch bei Freundinnen von mir. Die Kleine nimmt sehr viel Raum ein und das stört den Unterricht es stört auch mein Umfeld. Wenn ich mit ihr und beispielsweise einer Freundin und derer Tochter unterwegs bin will meine Tochter immer im Mittelpunkt sein und zeigt das auch. Ich reagiere natürlich aber anscheinend nicht genug: Meine Freundin hat sie letztens wirklich lautstark zurechtgewiesen was mich irgendwie sehr gekränkt hat. Ich bin immer wieder im Gespräch mit meiner Tochter und erkläre ihr, dass Andere auch zu Wort kommen wollen aber das Ganze braucht Zeit. Das deprimiert mich zusätzlich und ich habe im Moment einfach das Gefühl auf ganzer Linie zu versagen.

    Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass sich von den ganzen Vorfällen in den letzten Jahren (inkl. dem Vorfall von vor ein paar Wochen) bei mir Traumas entwickelt haben die mich blockieren und depressiv halten. Hat jemand von euch eine Traumabewältigung "ausprobiert"? Falls ja, wie war das? Hat es geholfen?