Natürlich wünscht er sich, dass er in aller Ruhe seiner Sucht nachgehen kann und du dich um alles andere kümmerst. Rechnung zahlen, organisieren, verwalten und so weiter.
Da du nun aber anfängst eigenständig zu werden, er sieht ja wie du deine Sachen zusammen sammelst und dein Leben umorganisierst, versucht er dich zu halten aus reinem Selbstschutz, erst mit guten Worten und Dankbarkeiten, wenn das nicht funktioniert mit Schuldumkehr.
Meine Frau hat sich früher auch um vieles gekümmert, aber nach und nach habe ich diese Sachen übernommen. Sie hat gar keine Funktion mehr. Sie ist im Grunde ein Hotel Besucher, der sich allerdings seine Lebensmittel und was sonst noch alles dazugehört selbst besorgen muss und sich ansonsten im Zimmer einschließt.
Momentan ist sie wieder mal auf Therapie, wenn ich richtig gezählt hab müsste dass die Fünfte sein.
Es ist eine himmlische Ruhe. Ich bin tiefenentspannt. Ich komm von der Arbeit, muss nicht irgendwo Sch…. aufsammeln oder was wegwischen, ich weiß was mich erwartet und ich kann mich gechillt auf dem Balkon setzen und einem Kaffee trinken, bisschen lesen, die Zeit totschlagen, Motorrad fahren gehen oder was auch immer mir in den Sinn kommt.
Das ist auch deine Zukunft, wenn du die Zöpfe abschneidest und die Tür hinter dir zu ziehst.
Das ist super angenehm, das weißt du nur noch nicht.
Aber für deinen Mann (vorausgesetzt, er kann solche Zusammenhänge noch erkennen) ist das eine echte Bedrohung, die er versuchen wird, mit allen Mitteln abzuwenden.
Pass gut auf dich auf. Wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, wird es eventuell gefährlich für dich. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen, wobei meine Frau mit ihren 45 Kilo keine Gefahr mehr darstellt. Sie kann keine 2 Minuten mehr auf ihren Füßen stehen, dann muss sie sich hinsetzen und schnauft, als hätte sie einen Marathon gelaufen. Aber das kann ja bei dir völlig anders sein,,, und gefährlich werden.