Beiträge von Co-Pilot

    Oh man, soweit bin ich noch lange nicht. Wir haben über 20 Jahre liebevoll ein Haus ausgebaut und modernisiert. Ich hänge sehr daran. Über einen Verkauf als einzige Alternative möchte ich noch nicht nachdenken. Das schaffe ich mental einfach nicht. Aber keiner von uns beiden könnte sich das Haus alleine leisten.

    Das ist aus einem anderen Bereich, aber ich möchte hier in deinen Beitrag antworten.

    Ich empfehle dir, dich mit dem Gedanken anzufreunden. Dein Alter kennen wir natürlich nicht, aber nach 20 Jahren gemeinsames Haus bist du mindestens 38, könntest aber auch 70 sein. Daher sind solche Empfehlungen immer relativ, weil keiner weis, wieviel Rest…..


    Wenn dein Mann wirklich Alkoholiker ist, und er den gängigen Weg weiter geht, wird er früher oder später seinen Job verlieren. Dann kommt noch eine Weile Arbeitslosengeld, dann wieder mal ein Job für kurze Zeit und wieder Arbeitslosengeld. Mach dir besser jetzt schon Gedanken wie es dann weiter läuft.

    Wenn du die laufenden Verbindlichkeiten NICHT alleine bedienen kannst, erstelle dir / für euch eine Ausstiegs-Strategie.

    Das willst du vermutlich noch nicht sehen wollen, aber leider müssen.

    Ich bin aktuell genau an diesem Punkt, ich kann aber glücklicherweise alles alleine tragen.

    Ja mach dich mal schlau was sinnvoll ist und was nicht, und denke nur an das Wohl deiner Kinder. Die können sich nicht alleine frei entscheiden, deine Frau hatte mal diese Möglichkeit.

    Pass bitte auf, dass eure Kinder nicht zur „Kriegwaffe“ werden, das wird sich irgendwann rächen.
    Und immer daran denken, die suchen irgendwann mal euer Altersheim aus 😂😂

    Ich kenne mich mit der Thematik Suchtreha in Kombination mit Kindern nicht wirklich aus, aber ich frage mich, was das soll? Deine Frau hat doch mit sich selbst zu tun, kommt mit sich selbst nicht klar. Was sollen denn Kinder dabei? Die Logik erschließt sich mir nicht. Die haben doch bereits einiges mitbekommen, sollen die das wirklich alles mitmachen? Irgendwie klingt das nicht nach Kindeswohl.

    Hallo Eloed, das kommt mir bekannt vor, meine Situation ist sehr ähnlich.

    Um deine Frage zu beantworten, nein du schlägst nicht den falschen Weg ein, das hat sie gemacht vor langer Zeit. Schütze dich und deine Kinder, mehr liegt nicht in deiner Macht.

    Wenn beim Schreiben die Spontanen Ideen und Beschreibungen fehlen, hab ich einen Tip.
    Wenn du viel Monolog in Kopf durchspielst, immer dann greifst du zum Handy, öffnest die Notizen App und drückst auf Aufnahme. Es wird dann sauber zu Text und du kannst dir alles von der Seele reden. Das machst du bei jedem Gedankengang den du so hast. Irgendwann hast du genug Material zusammen und machst einen Brief daraus. Habe ich früher auch gemacht um meine Gedanken und Vorkommnisse zu dokumentieren. Selbst wenn ich hier etwas kommentiere mache ich das so, sonst tippt man sich ja wund, und im Schreibfluss vergisst man schnell seinen nächsten Gedanken. Das kann beim Reden nicht passieren, hinterher mistest du aus und bringst Struktur rein.

    Wir sind umgeben von Technik und sollten sie angemessen nutzen, da geht mehr als nur WhatsApp und Tiktok mit den Handy. Dafür ist Technik da, sie soll Zeit sparen, nicht rauben.

    Auch von mir großen Respekt.
    Das es ihn ums finanzielle geht ist doch klar, das liegt in der Natur der Sache bei einer Trennung. Das betrifft aber beide Seiten, jeder will was haben, keiner gibt gerne mehr raus als nötig.

    Mach zur Not Screenshots vom Chatverlauf, dann kann er hinterher so viel löschen wie er möchte. Und seine Drohung sich arbeitslos zu melden wird empfindlich nach hinten los gehen, er darf nicht absichtlich seinen Wert schmälern um dich zu schaden. Selbst wenn er es macht, wird sein bisheriges Einkommen als fiktives angesetzt.

    Wünsche dir Kraft und Ruhe für die nächsten Tage und Wochen.

    Kenne ich auch.
    Jedesmal wenn ich einen RTW rufe, weil sich meine Frau wieder über Gebühr abeschossen hat kommen Weißheiten von den Sanitätern, da müssen sie doch was machen, das ist eine Krankheit, da gehören immer 2 dazu, das hat doch ne Vorgeschichte usw.
    Ja alles richtig, aber irrelevant. Ich sage dann nur: ich habe sie gerufen, um der ersten Hilfe genüge zu tun, um nicht angreifbar zu sein.

    Bewustlose Person am Boden, da muss ich handeln, obwohl ich es schriftlich von meiner Frau habe, das sie von mir keinerlei Hilfe möchte…
    Der Rest liegt in Ihrem Ermessen. Dann werden die in der Regel ziemlich persönlich, aber da habe ich ein dickes Fell und eine eigene Meinung.

    Natürlich wissen die externen Personen nur das, was sie gerade als Momentaufnahme sehen, das ganze Drama drumherum sehen sie nicht, wie auch, sie können ja aus 15 Minuten, oder mal draußen treffen keinen Gesamtüberblick generieren. Aber jemanden Anklagen oder in Mitschuld bringen ist schnell und einfach. Sich tiefer damit zu beschäftigen kostet ja nur deren Zeit, und setzt echtes Interesse voraus. Das ist aber in der heutigen schnelllebigen und oberflächlichen Zeit garnicht mehr vorhanden, jeder guckt nur nach sich und will davon eigentlich nichts wissen.

    Ich möchte dir meine Gedanken mitteilen, diese müssen nicht zwangsläufig deiner Meinung entsprechen, sie beruhen auf meiner Erfahrung.

    Zur Einordnung, ich männlich, lebe seit vielen Jahren mit meiner Alkoholiker-Ehefrau zusammen, mittlerweile räumlich getrennt und ohne unternehmerische Schnittflächen. Ich mach mein Ding, sie hängt den ganzen Tag locker ab. Kinder sind groß, kommen regelmäßig mit ihren Partnern vorbei, halten sich aber ausschließlich in meinem Bereich auf. War aber eigentlich schon immer so.

    Meine Sichtweise bezieht sich auf alle deine Beiträge über die 2 Seiten, das sind quasi Multi-Zitate, nur ohne die direkten Kontexte.

    Du schreibst von Trennungsgedanken seit 2,5 Jahren, und weist nicht so recht wie du seinen Konsum einordnen sollst. Die Antwort ist einfach, dein Bauchgefühl hat dich hier her geführt, dein Bauchgefühl hatte recht.

    10 Liter Bier die Woche sind sehr bedenklich, zumal er es bereits versteckt. Das ist ein Kasten. Du tust ihm und deinen Gedanken kein Unrecht, diese Menge ist absolut bedenklich. Hinzu kommt, Alkoholiker beginnen ihre Vorräte zu verstecken, wenn sie selbst merken, dass hier was aus dem Ruder läuft. Ist so ne Art Schamgefühl, das geht aber mit der Zeit verloren. Stell dir vor, er würde 10 Liter Cola die Woche trinken, das wäre genau so untypisches Verhalten. Leider wird er früher oder später auf effektivere Getränken umsteigen, im Bier sind immer noch zu 92 % Wasser. das heißt er muss viel "Material" ran schleppen.

    Auf Liebe zu dir wird er vermutlich nicht aufhören, das ist ein Teufelskreis, den er nur schlecht durchbrechen kann.

    Du hast keine Lust mehr auf körperliche Nähe? Dein innerer Entschluss bzgl. einer Trennung ist schon weiter als du denkst. Selbst wenn er sich reduzieren kann, es wird immer im Hinterkopf bleiben, das unbeschwerte Gefühl, Zuneigung und Vertrauen ist teilweise "aufgebraucht". das kommt nie wieder zurück.

    Seinen Führerschein mit 2,4 Promille zu verlieren ist schon eine Leistung, welche eigentlich Respekt verdient. Meine Frau hat ihren Führerschein verloren mit 2,7 Promille (Blutwert nach 1 Stunde im KKH) und sie konnte noch normal geradeaus laufen. Das sind Bereiche in denen wir "Normalos" bereits einen Filmriss haben. Das deutet auf eine gute Konditionierung hin, was auf Alkohol bezogen natürlich schlecht ist. Ist leider eine unerfreuliche Tatsache.

    Das du eine eigene Wohnung hast ist ein Riesen Vorteil, du kannst also jederzeit auf Fluchtdistanz gehen. Das unterscheidet dich von den allermeisten hier.

    Du schreibst von Kindern und äußerst gleichzeitig bereits deine Bedenken. Sehr gut erkannt, du weist jetzt schon was passieren wird. So logisch denken nicht alle, und das meine ich nicht abwertend sondern ehrlich. Du weißt mehr über den Alkohol als du dir eingestehst, deine Denkweise ist analytisch und richtig. Natürlich liebst du ihn (sehr wahrscheinlich), und hast gleichzeitig eine objektive Sicht. (anerkennendes Kopfnicken)

    Stell dir folgende Fragen: Ist er der Richtige für gemeinsame Kinder, Ist er der Richtige für ein glückliches und unbeschwertes Leben, ausgelassene Urlaube, gemeinsame Hobbys / Unternehmungen? Könntest du mit ihm ein Häuschen bauen / kaufen?

    Niemand hier kann dir sagen was für dich das richtige ist, diese Entscheidung bleibt leider an dir hängen. Aber du bist erst 36 Jahre, es ist noch alles möglich.

    Oh verdammt, klingt wirklich nicht gut. Ich hoffe du stehst das halbwegs unbeschadet durch.
    Der AG darf dir nicht willkürlich das Gehalt kürzen während einer regulären AU, das ist ein Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für 6 Wochen sind gesetzlich geregelt, danach Krankengeld über die Krankenkasse ca. 60%. Ist Fakt, kein Halbwissen. Ich bin ein Betriebsratsmitglied. Nun weis ich nicht ob ihr auch einen Betriebsrat habt, vermutlich aber nein, weil der hätte dich vor der Kündigung kontaktiert. Aber Versuch dein Glück ruhig, es kann sich ja nur zum besseren wenden.

    Wirklich übel was du erleben musst.

    Wenn ihr einen Eigentümerwechsel habt, ist doch (meiner Ansicht nach) noch nichts passiert, der alte ist nicht mehr zuständig, der neue erst „rechtlich“ wenn er im Grundbuch steht. Das dauert für gewöhnlich 3-6 Monate, solange ist eigentlich von dieser Seite Ruhe.

    Das mit deiner Katze ist natürlich auch traurig, ich habe auch kürzlich einen treuen Begleiter verloren. Tut bei mir auch immer noch weh.

    Das klingt ja alles nicht so gut, eher richtig schlecht. Das er beim Anwalt ist muss ja nicht zwangsläufig stimmen. (meine Alkoholikerin redet viel wenn der Tag lang ist). Hast du den Job wirklich wegen ihm verloren? Was steht in der Kündigung?

    Das ist wichtig. Betriebsbedingt, Verhaltensbedingt oder Personenbedingt? Nimm die Kündigung nicht leichtfertig hin, du hast 21 Kalendertage Zeit um zum Arbeitsgericht zu gehen und eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Selbst wenn es nicht gut für dich läuft, hast du nun einen zeitlichen Puffer bekommen von mehreren Wochen, in welcher dein Arbeitgeber dein Gehalt weiter zahlt.

    Aus der Wohnung ausziehen ist eher schlecht, ihr steht beide im Mietvertrag, du haftest für spätere Schäden die er anrichten könnte, ebenso wie offene Mietforderungen.
    Ich würde erst einmal Ruhe bewahren, und Fakten zusammentragen. Ich hoffe du hast aus deiner finanzielle guten Zeit Rücklagen angespart.

    Grandios und traurig zugleich, es setzt mir einen Spiegel vor.

    90 % hiervon könnte ich geschrieben haben, außer das meine Kinder etwas älter sind, ich ein Mann ende 40 bin, und ich 3 geliebte Menschen innerhalb einer Woche beerdigen musste.

    Alles, wie du es schreibst habe ich ebenfalls im Alleingang durch, meine Frau ist ebenfalls nur noch eine Randerscheinung. Aber ich habe das akzeptiert und spiele das Spiel mit.

    Du hast dich räumlich mit dem Kindern getrennt, das ist schön zu lesen. Telefonate mit ihm sind vermutlich anstrengend, und unterschwellige Schuldzuweisungen gehören leider dazu. Mit seinem Job wird er vermutlich früher oder später Ärger bekommen, du warst sein Ankerwesen, bist aber nicht mehr allgegenwärtig. Da wird der Konsum vermutlich steil ansteigen.

    Das mit dem Abschiedsbrief ist in der Regel eine emotionale Erpressung, den Spieß kannst du aber leicht umdrehen indem du ihn dafür lobst einen geschrieben zu haben. Und frag, wo genau er den hinlegt, damit du später nicht suchen musst.

    Ich weis ich klinge immer ziemlich hart, ich habe aber genug in meiner Ehe gesehen, erfahren, gehofft, geschimpft, war sauer und angefressen, hab Schäden beseitigt und vieles mehr Ich sehe das mitlerweile sportlich und relativ, es gibt Dinge, die passieren wollen, du kannst sowieso nicht regulierend eingreifen, nur im Nachgang aufräumen.
    Ich wünsche dir und deinen Kindern viel Kraft und Gelassenheit.