Beiträge von Co-Pilot

    Ich habe seit längerer Zeit meine beiden Zimmer mit Kameraüberwachung mit Nachtsicht ausgestattet, und was ist da so sehe, ist richtig verstörend. Ich verschließe die Zimmer nachts nicht, nur wenn ich die Wohnung länger verlasse.

    Interessanterweise ist meine Frau sehr aktiv wenn ich mal kurz im Keller oder Ähnliches bin. Dann wird alles genauestens inspiziert, Schränke und Schachteln geöffnet, Mausunterlage hoch geklappt, Briefe gelesen. Auf Grund meiner Homeoffice Tätigkeit habe ich immer etwas „Aufschrieb“ rumliegen, womit sie aber nichts anfangen kann.

    Vor ein paar Tagen saß sie in der Nacht ca. eine Stunde bei mir im Zimmer auf dem Stuhl, und hat schwer geatmet, mich aber in Ruhe gelassen. Das habe ich mal archiviert und werde es bei Gelegenheit dem Anwalt vorlegen, ob hier nicht etwas möglich ist, vielleicht ist ja eine Grenze überschritten.

    Wieder sind einige Tage vergangen, die Zeit rennt förmlich wenn man was zu erledigen hat.

    Aber ich konnte dieverse Unterlegen zusammen sammeln, meine Geburtsurkunde, Eheurkunde, Familienbuch, Facharbeiterbrief…. und in Sicherheit bringen. Habe mir dazu in meiner Hausbank ein Bankschliessfach angemietet, so habe ich einen sicheren Ablageort außerhalb ihres Zugriffs.

    Des Weiteren habe ich einigen „Komfort“ entfernt, ich muss es ihr ja langsam ungemütlich machen. Sie befindet sich nun mit Ihren Geräten im Gast WLAN, welches von mir die alten Zugänge erhalten hat. Somit hat sie keinen Zugriff mehr auf FritzTV, Beleuchtung, Drucker, NAS… Sie hat relativ schnell gemerkt das irgendwas nicht stimmt, und mich ordentlich ausgeschimpft, das sie hier auch wohnt.

    Email und Internet gehen aber noch, ich kann sie ja nicht gänzlich isolieren, oder doch?

    Den Trennungsbrief hat sie laut Aussage anderer Familienmitglieder nicht einmal durchgelesen, das kann ich mir sogar gut vorstellen. Sie hält sich zu 99,9% in ihr Zimmer auf, und steckt den Kopf in den Sand, nach den Motto was ich nicht sehe passiert auch nicht.

    Einen neuen Ausweis hat sie noch immer nicht beantragt, und dass sie Anspruch auf Trennungsunterhalt hätte, hat sie auch noch nicht erkannt. Das ist natürlich gut für mich, weil den muss sie aktiv einfordern, und das geht nicht rückwirkend . Wenigstens etwas Gutes, die Zeit läuft ja bereits.

    Jetzt im Nachhinein beim Korrekrurlesen mach es einen sehr herzlosen Eindruck, aber ich bin innerlich tot. Es gibt ja noch andere Baustellen, Tot eines Elternteils, der andere Elternteil liegt mehr im Krankenhaus als daheim, da habe ich auch eine Vorsorgevollmacht und alle wollen ständig was von einem. Das mache ich natürlich gerne, aber irgendwann ist mein Tag auch vorbei und meine Energie

    Ursprünglich war mein Gedanke hier, Tips oder Erfahrungen entgegenzunehmen, jedoch scheint das eher nicht zu klappen. Liegt vielleicht auch an der vertauschten Geschlechterrolle

    Wieder sind einige Tage vergangen, aber ich konnte noch nichts weiter klären, muss ja auch noch arbeiten und war grippemässig etwas angeschlagen. Jedenfalls konnte ich HomeOffice machen, und ein wenig Ablage organisieren, das ist doch etwas.

    Das Wetter ist ja auch ziemlich bescheiden und durchwachsen, kein Wunder.

    Auf Wohnungssuche bin ich nicht, die Wohnung möchte ich behalten, zumindest ist so der Plan. Die kann sie eh nicht bewirtschaften geschweige denn in Ordnung halten. Das würde relativ schnell zu Problemen mit den anderen Bewohnern führen, zumal alle um ihren Zustand wissen.
    Es werden ihrerseits auch keinerlei Briefe mehr geöffnet, Papier ist geduldig, vermutlich nur Werbung. Oje, das kann ja noch was werden.

    Viel mehr Sorgen machen mir ihre ganzen blauen Flecke, ich höre ja ständig dass sie irgendwo hinfällt oder sich anstößt. Die Tage meinte ein Nachbar zu mir, ob ich ihr ein paar eingeschenkt habe, ob ich handgreiflich sei. NEIN. Das ist genau das, was ich weiter oben mal schrieb, ich muss sehr vorsichtig sein, sonst unterstellt man mir noch häusliche Gewalt.

    Seid ca 2 Wochen sind wir nun innerhalb der Wohnung so gut es eben geht getrennt, und wenn das so weiter geht mit Ihrem Lebensstil, brauche ich keine Scheidung mehr. Kein Einkaufen mehr (Lebensmittel und Getränke) nur noch Lidl und Edeka um Alk und Zigaretten zu kaufen. Sie wiegt mittlerweile keine 50 Kilogramm mehr, und sieht aus wie, ja eigentlich keine Ahnung, richtig fertig halt.

    Aber heute ist Sonntag, ich werde es noch ruhig ausklingen lassen, und dann werde ich sehen, was die nächste Woche so bringt.

    Danke für die aufmunternden Worte, ja es hat mich Überwindung gekostet es zu schreiben und auszudrucken. Es fühlte sich ziemlich endgültig an, aber das musste ja getan werden.

    Langsam lösen sich auch meine anderen Baustellen auf, 3 Beerdigungen in einem Jahr und ein bürokratischer Kleinkrieg mit der Pflegekasse hinterlassen Spuren.
    Glücklicherweise gab es auch immer wieder schöne Wochenenden mit Geburtstagsfeiern und sogar eine Hochzeit, so konnte ich immer mal wieder abschalten und regenerieren. Nein eigentlich nicht, aber es waren willkommene Ablenkungen.

    Nun werde ich die Tage mal wieder zum Anwalt gehen und die zeitliche Abfolge klären, was alles wann und wie geklärt sein sollte. Welche Dokumente werden benötigt, wann sind welche Sticktage, und wann wird wohin geguckt…. habe ja nichts zu verschenken. Außerdem muss ich ja die Finanzen offen legen, Einkünfte und Ausgaben und mir mal ausrechnen lassen, was mich erwartet. Das klingt jetzt vermutlich unehrenhaft, aber mein Leben muss ja weiter gehen. Für mich wird es ja ein „Danach“ geben, inclusive Unterhaltszahlungen. Der Anwalt meinte zwar „da kommen keine Forderungen“, 3 gescheiterte Entzüge sind nicht tragbar, das sei eine selbst herbeigeführte Hilfebedürftigkeit. Das kann ich eigentlich nicht so recht glauben, aber ich lasse mich überraschen.

    Ich habe hier irgendwo einen sehr treffenden Spruch gelesen, wenn du gehst stirbt einer, wenn du bleibst sterben zwei. Das hatte mir jedenfalls zu denken, und letztendlich den Anstoß gegeben.

    Nun sind wieder einige Tage vergangen, weitere Eskapaden die bewusstlos in Eigenurin liegen…..Naja ist halt so bei 10 Flaschen Vodka in 5 Tagen.

    Ich habe den Trennungsbrief geschrieben und natürliche mit Datum versehen und unterschrieben.

    Den habe ich an den Kühlschrank gehängt und ein Foto gemacht, sollte ja reichen.

    Der Brief ist auch weg, wurde also zur Kenntnis genommen.

    Diverse Gläubiger und Versicherungen, welche von meinem Konto abbuchen habe ich kontaktiert, sie mögen bitte eine neue Bankverbindung bei meiner (Noch-Ehefrau) erfragen. 2 Rückmeldungen hat sie schon per Post erhalten, wildes Gemecker ihrerseits, wie soll sie das bezahlen. Momentan habe ich noch andere Baustellen, die sich aber dem Ende nähern, wenn hier Ruhe rein kommt, dann geht’s erst wieder weiter

    Danke für die Info.

    Das mit dem Paragrafen habe ich mir durchgelesen, klingt ja einfach.

    Mein Anwalt meinte ich solle es schriftlich machen, und wenn möglich eine Scheidungsfolgen Vereinbahrung aufsetzen, wo direkt alles geregelt ist. Das setzt klare Voraussetzungen und beschleunigt den weiteren Verlauf enorm. Alles was vorher geklärt ist, wird vor Gericht nicht mehr verhandelt, Unterhalt, Ausgleich usw.

    Dazu muss ich sie aber mitbringen, er hat einen Notar im Haus und kann es dann gleich beurkunden. Aber jetzt kommt das beste, der Ausweis meiner Frau ist abgelaufen, das macht sie doch mit Absicht oder?

    Heute ist es etwas ruhiger, ich konnte mich mal wieder um mich selber kümmern.

    Wie fange ich am besten an, ohne meine Frau hier bloß zu stellen, oder ihre Persönlichkeitsrechte zu verletzen?

    Sie ist sehr schwer alkoholabhängig, körperlich als auch geistig. Sie hat bereits 4 Therapien oder Entgiftungen hinter sich, welche nicht angeschlagen sind. Immer kam es zum Rückfall, und die Ausfälle wurden jedesmal schlimmer. Sie ist schlussendlich alkoholbedingt gekündigt worden, und das Arbeitslosengeld wird in kürze enden. Wie es dann weiter geht ist mir noch nicht klar, eigentlich müsste ich sie dann wenigstens über meine Krankenkasse Familienversichern… hier muss ich mich mal schlau machen ob das überhaupt noch geht. Mit Beginn der offiziellen Trennung endet ja auch die Bedarfsgemeinschaft.

    Sie unterschreibt mir auch nicht den Trennungswunsch, oder besser gesagt will sie die Trennung garnicht.

    Also werde ich das wohl als Brief per Einschreiben machen müssen, schließlich benötige ich ja einen Nachweis später vor Gericht.

    Leider ist sie im Grunde zu keiner Entscheidung mehr gewillt und im Grunde auch nicht fähig, erstmal interessiert es sie nicht, sie will nur in Ruhe gelassen werden, und bei täglich einer Flasche Vodka ist man ja auch nicht mehr zurechnungsfähig. Zumindest denke ich mir das so.


    Wir leben seit kurzem in der ehelichen Wohnung getrennt, jeder hat seinen geschützten Bereich welcher auch abschließbar ist.

    das war mal ein kurzer Anfang hier, in Wirklichkeit ist ihr Zustand noch viel schlimmer, aber das kann ich ja nicht gleich als ersten Beitrag verfassen.

    Das Zusammenleben mit meiner nun mittlerweile sehr extrem alkoholkranken Ehefrau ist nicht mehr tragbar, die Trennung steht bevor.

    Da ich ein Mann bin, decken sich meine Erfahrungen prinzipiell mit der „Standardsituation“, allerdings herrscht quasi Rollentausch.


    Ich lese hier schon lange mit, aber meistens ist es nunmal andersrum, der Mann wird auch schon mal aus der Wohnung verwiesen. Das geht ja in meinem Fall eher nicht, oder zumindest wäre das dann grenzwertig. Ich habe auch schon externen Rat eingeholt, aber als Mann bin ich tendenziell der „Böse“, und muss daher sehr behutsam mit der Situation umgehen. Selbst blaue Flecke aufgrund ihrer permanenten Stürze, selbst innerhalb der Wohnung, werden schnell zu einer Bedrohung für mich.

    Ich möchte hier Erfahrungen sammeln, wie die Trennung so aus der Erfahrung von Betroffenen abläuft.