Beiträge von Rainbow

    Guten Morgen zusammen 😊

    Danke für eure Antworten. Ich lese ja sehr viel im Forum, aber wenn man selbst Antworten bekommt, die "hart" klingen, fühlt es sich doch etwas anders an 😀 aber ich verstehe das, es ist eben so, dass sich nichts ändert und es immer so weitergehen wird und dass sich alle Beteiligten immer mehr kaputt machen. AnnaBlume

    Was ich für mich beschlossen habe, ich besuche meine Mutter weiterhin, aber nicht so oft. Sie kommt öfter dann zu uns oder wir gehen ne schöne Runde mit dem Hund spazieren.

    Vorgestern waren wir zu Besuch auf einen Kaffee, haben uns dann abseits hingesetzt, um einfach Abstand von ihm halten zu können. Er tut ja dann immer als wäre nichts, alles ist lustig. In der Nacht zuvor hat er im Suff meine Mutter mit Motzen und Licht anmachen geweckt, weil er was ausdrucken wollte. Er hat sie wieder total runterlaufen lassen auf überheblichste Art, weil sie ihn fragte was das soll mitten in der Nacht.

    Und dann motzt er rum, dass wir uns woanders hinsetzen 🤦‍♀️ ob er jetzt wie ein Außenseiter behandelt wird, etc. Jedenfalls hatten wir dann unsere Ruhe nach kurzer klarer Ansage.

    Wir haben vor ein paar Tagen bei einem Sorgen-oder Seelsorgetelefon angerufen speziell für Thema Alkohol, die Dame, die ran ging, war ganz lieb, aber sagte sie hat von dieser Problematik keine Ahnung und wir sollen alles Mögliche mal im Internet suchen und anrufen. Fand ich bisschen doof und waren dann genauso schlau wie vorher.

    Ich wollte hier einfach mal fragen, wie und wo man anfangen kann. Anwalt kostet Geld, was momentan nicht da ist. Meine Mutter schafft das nicht alleine, die Belastung und Krankheit seit vielen Jahren ist einfach zu groß und durch ihre schwere Krebsoperation im letzten Jahr kann sie nicht mehr. Ich weiß, dass es ihr Leben ist, aber sie ist weder Co. noch tut sie sonst was, um ihm zu helfen. Sie will einfach raus und Ruhe haben und wir haben keine Ahnung wo anfangen. Wir sind überfordert von allem was war und die entstehenden Kosten sind mit der Grund, warum wir keine Ahnung haben wohin wir sollen.

    Danke auch dir Seb25 habe mir deinen Faden durchgelesen, fühlt sich an als wäre es meiner gewesen.

    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche, auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lässt 😊

    Jump! Danke dir 🤗

    Was mich am meisten ärgert, dass man so hilflos ist und dass es irgendwie keine Möglichkeit gibt, so jemanden aus dem Haus zu bekommen.

    Er macht alles kaputt und andere verlieren dafür alles. Das ärgert mich am meisten aktuell.

    Was mich auch belastet ist dieses emotionale auf und ab. Dieses Schwanken zwischen Wut und Mitleid. Das ist furchtbar.

    Ich denke mittlerweile auch, dass das nur aufhören kann, wenn der Auslöser für das ganze Elend nicht mehr da ist...so schlimm es ist, aber ihr wisst was ich meine...

    Liebe Grüße

    Guten Morgen zusammen und danke für die Antworten.

    Vorgestern haben wir ihm gesagt, dass wir wissen, dass er wieder trinkt. Auf die Frage wie lange schon hat er natürlich nicht die Wahrheit gesagt. Gab viel Geschrei, die Emotionen sind bei uns allen etwas übergelaufen. Seitdem ist er beleidigt, ist uns aber auch relativ egal. Jedenfalls ist er unbelehrbar, er sagte er trinkt noch zwei Tage, dann hört er wieder auf. - Also heute - 😆 Jeder Psychologe sagte ihm, ein Ausrutscher stände ihm zu 😀 Da sind die Psychologen plötzlich wieder toll bei solchen Aussagen. Er hat auf Nichtigkeiten rumgehackt und hat sich wieder als Opfer hingestellt. Jedenfalls habe ich gesagt was ich denke und jetzt soll er damit machen was er möchte.

    Bezüglich der Frage von Pingu_001 ob meine Mutter und mein Bruder wieder zurück sind. Ja, Anfang Januar sind sie wieder nach Hause. Das Wohnen bei meinen Großeltern ist nicht die Lösung. Meine Großeltern gehen auf die 90 zu, Opa ist pflegebedürftig, täglich kommt zwei Mal der Pflegedienst. Und meine Oma ist sehr anstrengend und fordernd.

    Jedenfalls haben wir gesagt, er soll sich Gedanken machen wie es weitergeht, da wir raus sind. Und, dass er am Besten gehen soll. Wird er denke ich nicht machen. Er hat seinen Job verloren, ist seither krank geschrieben (ein gutes Jahr ca.) Es kommt kein Geld rein, da alles der MDK prüfen möchte, weil er aus der Reha arbeitsfähig entlasse wurde und wieder die ganze Zeit krank gemelde ist. Die Fixkosten und Raten vom Haus könne so lange nicht bezahlt werden bis die Krankenkasse bezahlt. Mein Bruder und meine Mutter können aufgrund Krankheit nicht arbeiten. Wir wissen nicht wohin.

    Es ist alles zum Kotzen. Meine Mutter ist seit 30 Jahren krank, sie kann nicht mehr und sie hat gesagt, dass sie alles verloren hat und jetzt will sie nicht auch noch ihr Elternhaus verlieren, was ich verstehen kann ( Großeltern haben damals das Haus überschrieben und neu gebaut). Leider auf beide überschrieben, weil meine Mutter es so wollte.

    Wir hatten ihm auch angeboten, dass wir das Haus abkaufen, bissl was abreißen und neu hinten rein bauen für uns, dass meine Mama und mein Bruder weiter dort bleiben können und wir hinten wohnen. Und er soll gehen. Aber da macht er auch nicht mit. Er lebt gefühlt auf dem Mars.

    Hab auch gesagt, dass mein Vater gestorben ist. Das was er war, ist nicht mehr da...sorry für die langen Texte. Irgendwie wirds nicht kürzer 🤣

    Schönes Wochenende an alle 🤗

    Hallöchen zusammen, habe länger nichts mehr von mir hören lassen. Ich möchte aber meine Gedanken etwas loswerden.

    Weihnachten 2024 kam der Zusammenbruch meines Vaters. Wurde in die Klinik eingewiesen, da er massive Wassereinlagerungen hatte, nicht mehr laufen und auch sonst nichts mehr konnte. Leberzirrhose Stadium C, eine Lebertransplantation stand im Raum.

    Er war 6 Monate trocken, davon 4 Monate in einer stationären Therapie. Leberzirrhos von C auf A zurückgegangen. Als er nach Hause kam, war ein paar Tage alles in Ordnung, dann wurde er wieder verbal laut, gemein und blöd, hauptsächlich meiner Mutter gegenüber. Nur Vorwürfe, Kritik und Unterstellungen, die weder gerechtfertigt waren noch der Wahrheit entsprachen.

    Anfangs war er motiviert, wirkte, bezüglich seiner verbesserten Gesundheit, froh und erleichtert. Hat sämtliche Termine gemacht für verschiedene Untersuchungen, hat Bewerbungen geschrieben, etc. Die letzten 4 Wochen wieder dieser alt gewohnte Trott, rumsitzen, Zeit tot schlagen.

    Vor zwei Wochen habe ich das erste Mal wieder Alkohol gerochen. Er macht es heimlich und denkt wir sind blöd. Ich halte mich fern so gut es geht, was meine Mutter und mein Bruder leider nicht können.

    Heute hat er Blutentnahme, auf Drängen des Hausarztes. Ich denke, der weiß direkt was los ist.

    Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter. Im Endeffekt war wahrscheinlich alles nur ein Schauspiel, da die Rentenkasse Probleme gemacht hätte, wenn er die Therapie nicht angetreten wäre. In der Reha wollte er alles und jeden ändern, nur sich nicht. Von Psychologen hält er nichts, die seien alle zu jung und dumm. Und und und...

    Ich bin überfordert, er tut mir leid, aber irgendwie will ich ihn gar nicht mehr sehen. Seine Mutter und sein Bruder nähern sich wieder an und er macht schon wieder alles kaputt.

    Tut mir leid für den langen Text, aber das Schreiben tut gut. Vllt hat jemand noch irgendwelche Ratschläge oder irgendwelche Tipps.

    Wünsche allen einen schönen Donnerstag :)

    Hallo zusammen,

    Ich bin die Tochter eines schwerst alkoholkranken Vaters. Ich bin 33 Jahre alt, wohne seit ein paar Jahren nicht mehr zu Hause und weiß gar nicht so recht wo ich anfangen und aufhören soll...

    Mein Vater trinkt massiv Alkohol, alles begann schleichend während seiner Ausbildung. Hier mal ein Feierabendbier, da mal in der Runde was getrunken, damals nach dem Sport im Verein ein paar Bierchen, usw. (Erzählungen meiner Mutter). Jetzt ist er 57 Jahre alt und hat 4 Entzüge ohne anschließende Reha hinter sich. Nach jedem Entzug wurde es schlimmer.

    Die ganze Situation ist ziemlich schwierig. Mein Bruder ist sehr krank, meine Mutter hat vor ein paar Wochen eine Krebsdiagnose bekommen, konnte aber operiert werden, die Großeltern benötigen mehr Unterstützung, die Arbeit fällt mir schwer, etc.

    Zurück zu meinem Vater. Er trinkt sich mit Vollgas ins Grab. Er lässt sich von keinem helfen. Er bekommt aktuell gar nichts mehr auf die Reihe. Die ganze Zeit ging es immer wieder irgendwie gut, bis es jetzt dann doch ziemlich schnell bergab ging. Er schaut auch nicht mehr auf sein Äußeres, isst kaum, trinken tut er ausschließlich Alkohol, bis auf seinen Kaffee morgens. Er stürzt ständig und kommt dann ins Krankenhaus, danach trinkt er weiter wie bisher.

    Zu meiner Kindheit, die war wirklich schön und uns ging es immer gut. Er war ein sehr guter Vater, bis sich das irgendwann änderte. Er hat einfach nur noch auf sich geschaut und immer mehr getrunken und hat sein Leben in vollen Zügen genossen. Ich war damals immer stolz, weil mein Bruder und ich die einzigen Nicht-Scheidungs-Kinder im Freundeskreis waren und jeder am liebsten bei uns zu Hause war. Heute denke ich, wäre ich lieber auch mit getrennten Eltern aufgewachsen...aber es ist wie es ist. Könnte noch weitaus mehr schreiben, aber das wird sonst ein Roman.

    Jedenfalls mache ich mir große Sorgen, ich bin emotional total durcheinander, habe Angst, bin sehr traurig und habe auch Wut in mir und kann einfach nicht begreifen, warum er damit nicht aufhört. Sich selbst so zugrund richtet und nicht sieht, was er uns damit antut.

    Meine Mutter ist mit meinem Bruder vor etwa 3 Wochen zu meinen Großeltern gezogen, weil sie den Anblick und dieses Theater nicht mehr ertragen konnten. Und sie zu Hause nicht gesund werden kann. Ich selber halte mich aktuell ebenfalls fern von ihm, was mir aber auch ziemlich zu schaffen macht...ich brauche irgendwie einen Rat von Betroffenen, weil ich aktuell einfach nicht mehr kann und nicht mehr weiter weiß...

    Das war jetzt mal die Kurzfassung...

    Vielen Dank fürs Lesen und allen eine hoffentlich gute Nacht :)