Beiträge von Naira

    Hier herrscht ein ziemlich harter Umgangston. Ihr kennt mich nicht mal und verurteilt mich schon. Ich habe so schon sehr wenig Selbstbewusstsein. Ich weiss nicht, ob das in meiner jetzigen Situation (Alkohol ist nicht das einzige Problem in meinem Leben) das Richtige für mich ist.

    Und tatsächlich muss nicht jeder Mensch in meinem Arbeitsleben von meiner Krankheit wissen...

    Ich habe einiges in meinem Leben geändert und einiges wird sich noch ändern. Ich möchte mir nicht Zuviel in einem völlig öffentlichen Forum dazu schreiben…

    Freunde habe ich ohnehin nicht viele. Aber die ich habe nehmen entweder Rücksicht oder trinken selbst nichts.

    Ich bevorzuge einfach die wertneutralen Bezeichnungen wie Alkoholkranke oder Alkoholabhängige. Das ändert ja an der Krankheit und an der eigenen Akzeptanz der Abhängigkeit nichts, oder? Ich benutze auch sonst keine abwertenden Bezeichnungen, auch nicht bei körperlichen Einschränkungen beispielsweise. Ihr könnt euch ja so nennen, wenn euch das etwas bringt. Aber ich werde das Wort weder bei mir noch bei anderen benutzen. Ist das ein Problem?

    Ich fühle mich gerade ziemlich angegriffen.

    Ich bin alkoholabhängig, süchtig, alkoholkrank. Aber ich mag das abwertende Wort Alkoholiker nicht. Ich möchte nie mehr Alkohol trinken, sondern nüchtern leben. Und hatte gehofft, dafür hier Unterstützung zu finden. Nicht indem man mich abwertet, unter Druck setzt- sondern positiv darin unterstützt, dass mein Weg, nüchtern zu leben, der richtige ist und dass ich das schaffen werde- weil es viele andere auch geschafft haben.

    PS: Körperlich habe ich keine Folgeerscheinungen, das ist schon abgeklärt.

    Nein, meine Entgiftung war nicht ärztlich begleitet. Ich habe einfach aufgehört. War denke ich keine so gute Idee. Denn ich hatte schon Symptome wie Zittern, Schwächegefühl, Übelkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

    Mein Arzt ist aber informiert und ich bin ambulant in Behandlung.

    Hallo

    Ich bin Naira. Das bedeutet Mut. Und den brauche ich momentan dringend.

    Seit 62 Tagen bin ich nüchtern. Die ersten Tage war es sehr schlimm. Ich entschloss mich spontan nach einem Wochenende mit viel Alkohol damit ganz aufzuhören. Seit vielen Jahren führe ich mit dem Alkohol eine On-Off-Beziehung. Die meiste Zeit nutzte ich Alkohol um abends zu entspannen, für Geselligkeit mit meinem Mann, zum Feiern und auch einfach so. Immer nur abends, aber da schon zwischen 2 Glas Wein und einer Flasche plus Cognac oder so. Dann gab es seit einigen Jahren immer wieder Phasen, in denen ich gar nichts trank. Das war so zwischen zwei Wochen und einem halben Jahr vor einigen Jahren. Ich bin jedesmal wieder reingerutscht. Zuerst wenig, dann nach und nach immer mehr.

    Vor einigen Tagen waren wir im Urlaub. Dort begann es wieder sehr schlimm zu werden bis hin zu Panikattacken. Seitdem ist wieder jeder Abend ein Kampf. Keine Ahnung, warum das nach 2 Monaten plötzlich wieder so schwierig ist. Da ich in meinem Umfeld nicht so gut mit jemandem sprechen kann, habe ich mich hier angemeldet. Ich wäre froh um Unterstützung. Von Personen, die das Ganze nicht runterspielen, sondern verstehen.

    Ich wünsche allen einen schönen Abend!