Also ist der Co-Abhängige ebenso Suchtkrank wenn ich Dich jetzt so richtig verstehe.
Dann bin ich nicht Co-Abhängig, ich bin definitiv nicht süchtig danach, drehe mich trotzdem immer wieder im Kreis!
In unzähligen Therapien hat man mir suggeriert ich sei das alleinige Problem mit meiner Behinderung, die Suchtproblematik von Männern der Ursprungsfamilie und Partnern wurde zwar thematisiert/besprochen und schriftlich dokumentiert, aber nie als ein problematischer Faktor angesehen,es wurde nie von Trennung/ausziehen /Veränderung der Situation gesprochen, nur das ich mein Verhalten/meine Einstellung ändern muss, was ich wirklich bis zum erbrechen versucht habe, es geht nicht, ich kann es nicht unproblematisch sehen, ich habe auch kein Helfersyndrom, dafür bin ich nicht empatisch genug, so Aussage von AG und mehreren Kollegen und auch der Grund warum ich keine Angehörigen auf der Intensiv bei Todesfällen betreuen durfte.
Eben weil ich beruflich mehrfach live miterlebt habe wie Menschen mit Suchtproblematik sterben, was definitiv kein schöner Anblick ist, ist es mein Problem, stimmt, aber nur die Einstellung/den Partner oder den Schauplatz zu ändern nützt ja nichts, das Problem Sucht ist ja dann nicht weg und meine Einstellung dazu ändert es genauso wenig.
Wenn ich dies dann erörtere ob nun zu Hause oder in der Therapie, dann übertreibe ich, sehe das zu verbissen und so schlimm ist das ja alles sicher nicht.
Wenn ein Mensch also jedes Wochendende (den täglichen Konsum bewusst weg gelassen) innerhalb von 20 Minuten fast 2 Liter Bier trinkt, dazwischen noch ein paar Kurze und nach 1 Stunde auf Whisky umsteigt um nach 2 Stunden so besoffen zu sein, dass er nicht mehr gerade aus laufen kann, sich nicht mehr artikulieren kann, der Rotz aus der Nase läuft, im Auto sofort einschläft, ins Auto kotzt oder zu Hause die Treppe runter fällt, neben der Toilette in seiner Kotze einschläft, aggressiv wird (Ex-Partner, nicht der jetzige).., ist das vollkommen unproblematisch ich weiß, ich übertreibe![]()
Natürlich kann ich gehen, es zwingt mich niemand zu bleiben und mir das anzusehen, ihn nach Hause zu bringen, ihn ihn die stabile Seitenlage zu bringen um nicht an erbrochenem zu ersticken, evtl. sogar den Notarzt oder die Polizei zu rufen, mich deswegen beschimpfen zu lassen, verharre weiter und gehe nicht, weil ich süchtig danach bin?
Oder weil mir alle suggerieren es sei allein mein Problem und alle anderen haben gar keines.
Für mich hat es was von den Elefanten die ohne Kette an ihrem Platz bleiben, weil sie in der Prägephase angekettet wurden.
törööö
Lg Hayley