Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo Snowman,

    Die letzten 2 Wochen hat sie unter der Woche ( Mo-Frei) abstinent verbracht, an den Samstagen hat sie eine Flasche Wein getrunken. Wenn das so bleibt, ist ja eine positive Tendenz feststellbar. Ich traue der "Ruhe" aber nicht.

    Solche Gedankengänge kenne ich. Aber ist es nicht nur ein bisschen Hoffnung, dass sich etwas ändern wird? Bist du wirklich mit diesem Ergebnis zufrieden? Eine ganze Flasche Wein an den Samstagen….. mmmhhh. Ist das nicht Augenwischerei? Ist das wirklich „Ruhe“?

    Ich bin auch oft auf solche Zugeständnisse reingefallen. In der Regel wird es ganz schnell wieder schlimmer und auch noch schlimmer als vorher. Das merkt man immer erst später.

    Ich wünsche dir Kraft, Durchhaltevermögen und einen guten Blick mit viel Abstand auf die Situation.

    Liebe Grüße

    Hallo,

    ich habe heute Hochzeitstag und mein XY fragt mich tatsächlich heute Morgen, ob wir uns denn nicht wenigstens gratulieren können, wenn wir uns schon nichts schenken.

    Das hat mich noch einmal zusätzlich in meinem Entschluss bestärkt. Hab nun Kontakt über eine Suchtberatungsstelle für Angehörige für mich und die Kinder. Ich hoffe wir bekommen jetzt schnell einen Termin. Und dann gleich noch bei einer Scheidungsanwältin einen Termin vereinbart. Geht zwar erst nach Ostern, aber das kann ich jetzt auch noch abwarten.

    Ich hab grad das Gefühl, es muss dringend was passieren.

    Hallo Elly und danke. Das habe ich gebraucht.

    Ich hab mich nicht getraut meinen Faden durchzulesen. Da steht bestimmt vieles, was mich runterziehen würde. Warum hab ich das so lange mitgemacht? Warum habe ich so vieles als „ nicht so schlimm“ empfunden? Das kann ich heute nicht mehr verstehen.

    Was ich allerdings weiß ist, dass ich diesen Weg genau so und in genau diesem Tempo gehen musste. Anders hätte ich es nicht verstanden.

    Du hast genau die richtigen Zeilen gefunden und alles gut zusammengefasst. Es ist jetzt der richtige Moment. Die Freiheit fühlt sich so nah an und ich habe keine Angst mehr davor. Ich habe sooo viele Zweifel in den letzten Monaten wegwischen können und mich vorbereitet.

    Und jetzt sitz ich hier und fühle mich einsam. Ich kann mich gar nicht richtig freuen. Vielleicht spielen die Hormone verrückt oder ich bin einfach zu erschöpft. Vielleicht erwarte ich auch einfach zu viel. Oder, oder, oder…….

    Hallo zusammen,

    nach nun ganz viel Wut seit Freitag Abend und dem folgenden Abreagieren in Form von Hausputz, bin ich heute sehr erschöpft. Zudem fühle ich mich einsam. XY ist nach fast 2 Tagen Schlaf am heutigen Nachmittag gefahren, ohne ein Wort. Ärgert mich ein kleines bisschen, ist aber besser so. Dann fühlt sich die Wohnung nicht so an, als würde ein Mammut hier sitzen. Ich hab zwar meine Kinder um mich, jedoch fühl ich mich einsam und irgendwie erscheint alles fade. So muss es sein, wenn irgendwann die Kinder aus dem Haus gehen. Eine Lebensaufgabe geht zu Ende. Was fange ich nun mit meiner Zeit an? Ideen habe ich ganz viele, aber ich kann mich kaum motivieren. Das nervt.
    Kann mir bitte jemand in den Hintern treten?

    Hallo zusammen,

    ich muss hier einmal kurz Dampf ablassen.

    Ich bin so sauer. Muss ich grad erfahren, dass meine drogensüchtige Nachbarin meiner 17 jährige Tochter erzählt, dass sie meinem saufenden XY zwischendurch mit Marihuana und Antidepressiva versorgt hat. Worüber soll ich jetzt mehr ausflippen?

    Das er so etwas konsumiert ist mir ehrlich gesagt egal. Es ist sein Leben und sein Körper. Das sie ihm jedoch so etwas gibt, obwohl wir in ihren dunkelsten Zeiten Sie und ihre Familie unterstützt haben, macht mich echt sauer. Reicht es nicht, dass sie ihre Familie zerstört?
    Am schlimmsten aber finde ich, dass sie das grundlos meiner Tochter auf die Nase bindet, die jetzt wieder in ein tiefes Loch fällt. Und dann noch mit dem Hinweis: ich bin immer für dich da. Ich könnte kotzen.

    Was ist mit den Menschen los? Gibt es kein Gewissen mehr? Haben wir nicht alle genug um die Ohren. Muss man immer neue Feuer legen?

    Sorry.

    Das musste ich loswerden. Jetzt geht es mir besser.

    Hallo Koda,

    danke der Nachfrage.

    Tatsächlich geht es mir bedeutend besser. Ich habe meine beruflichen Veränderungen wie angekündigt umgesetzt. Somit hat sich meine finanzielle Lage verbessert und der berufliche Stressfaktor ist gesunken. Dieses Jahr ist für meine Töchter und mich da. Und es fühlt sich gut an. Ich fühle mich emotional so stark wie schon lange nicht mehr. Alles geplante konnte ich noch nicht umsetzen, aber für die kurze Zeig hab ich schon vieles erreicht. Stück für Stück. Ich bin vorbereitet, wenn es zum großen Bruch zwischen meinem Mann und mir kommt. Ich habe still hier weiter mitgelesen und viel gelernt. Vor allem mein und sein Handeln besser einzuschätzen und in Worte zu formulieren. Ich kann meine Gefühle und Forderungen ganz klar benennen ohne mich von falschen Beschuldigen oder dergleichen irritieren oder manipulieren zu lassen. Ich habe die Kontrolle zurück. Und nun mach ich mich auf den Weg mein Leben zurück zu holen. Und dabei fühle ich mich wie eine Kriegerin.

    Wie geht es dir Koda?

    Anders herum gefragt. wenn es einer freundin von dir so ginge, was würdet du tun? doch sicher auch zuhören, ihre hand nehmen und sie weinen und erzählen lassen. und dann einen plan schmieden. gemeinsam.

    Dann würde ich erwarten, dass sie sich mir öffnet und ich ihr beistehen kann.

    alleine bist du ja nicht, du hast uns. wir lesen dich.

    Und das kann ich spüren. Das hilft mir. Danke 🙏

    Warum erst ab Januar, wenn es Dir gerade alles zu viel ist? Verstehe mich bitte nicht falsch - Du musst auch nicht antworten - aber ich wollte Dich einfach darauf aufmerksam machen, dass Du einer Person, die Dir nahe steht, auch nicht raten würdest, die Zähne noch ein bisschen zusammenzubeißen. Was, wenn Du richtig zusammenklappst?

    Ich verstehe was du meinst Lanananana und ich geben dir zu 100% Recht. Aber leider hängt von der Arbeit die ich noch bis Ende des Jahres zu erledigen habe (wegen auslaufenden Fristen) einfach zu viel ab. Viele Arbeitsplätze und meine Kollegen hängen mir wie Familienmitglieder am Herzen. Ich kann sie nicht hängen lassen.

    aber solange er in deiner naehe ist, ist es vermutlich schwer, sich das nicht von ihm zu wünschen, der dir das in seinem zustand 0 geben kann. da wo du warst, ist jetzt der alkohol.

    kannst du jemanden anrufen, wenn es dir so mies geht? eine freundin, oder besser noch woanders hin? eins ist klar, die situation macht dich krank.

    Hallo Koda,

    es ist verdamt schwer. Vor allem diesem körperlichen Verfall zuzusehen. Ich würde ihn am liebsten Schütteln, aber es bringt nichts. Und dann gesagt zu bekommen, dass er zwar weiß was ich ich mit ihm mitmache (tut er aber nicht), ich aber nur noch wegen Geld mit ihm zusammen bin und er mir doch eigentlich egal ist…. das ist wie ein Schlag in die Magengrube. Ich konnte nicht glauben, was ich höre. Und zeitgleich wusste ich durch dieses Forum hier, dass es doch schon geistig schlimmer um ihn steht, als gedacht. Jeglicher Millifunken Hoffnung auf ein Leben mit ihm ist dahin. Das war eine harte Einsicht.

    Ich habe Freunde, ja. Und die Fragen auch ständig wie es mir geht und ob ich reden will. Aber so bin ich nicht. Ich möchte niemanden zur Last fallen und mit meinen Problemen belasten und wie viel darf man nach Außen erzählen, ohne den XY zu entwürdigen? Ich tu mich da echt schwer.

    Hallo Momo,

    Hast Du Möglichkeiten irgendwo mal zur Ruhe zu kommen? Ein bisschen Kraft zu sammeln, damit Du entscheidungsfähig wirst? Kannst Du Dich heute beim Arbeiten rausnehmen?

    Ich weiß nicht wie ich das bewerkstelligen soll. Die Umstände und ich selbst stehen im Weg. Ich kann hier zu meiner Beruflichen Situation keine weiteren Erklärungen machen, weil ich Angst habe erkannt zu werden. Ich muss bis Ende des Jahres noch einmal 200% leisten, um größere Schäden für die Firma und damit auch für uns zu vermeiden. Ich habe mich durch meine Rolle als Co in diese Situation gebracht und muss da jetzt irgendwie durch. Ab Januar stell ich neue Regeln für mich auf und das müssen und wie die Anderen dann damit umgehen, ist nicht mein Problem.
    Im Moment tut mir Ablenkung ganz gut, aber die Belastung und der Druck sind auch ohne meine private Situation viel zu groß.

    Heute geht alles langsam. Ich bin noch daheim und versuche mich zu sortieren.

    Zu Hause habe ich mir meine Ruhezone geschaffen. Und im Januar werde ich mich in Therapie und anwaltliche Beratung begeben. Und auch einen neuen Arbeitsplatz schließe ich nicht mehr aus. Bis dahin heißt es „Augen zu und durch“.

    Danke für deine Umarmung und deine Worte. Das hat sehr gut getan.

    Guten Morgen zusammen,

    ich ärgere mich gerade über mich selbst. Ich habe eine Diskussion mit meinem betrunken Mann angefangen, obwohl ich es hätte besser wissen müssen. Und er hat es wieder geschafft mich zu treffen, mich emotional zu kränken. Ich wieder Panikattacke und mich über der Kloschüssel erbrochen. Und das schon am frühen Morgen, wo ich eigentlich genug mit den Kindern zutun habe und nicht weiß, was der Tag so noch von mir abverlangt. Einfach nur total doof von mir.
    Und nun wünsche ich mir nur jemanden an meine Seite, in dessen Armen ich Geborgenheit, Liebe und Nähe fühlen und einfach hemmungslose weinen kann.

    Ich bin so unfassbar traurig und kraftlos. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in so einer Situation stecke.

    Danke SummerSun,

    ich verstehe was du meinst. Ich wünsche dir, das der Schmerz aufhört und du dein neues Leben genießen kannst.

    Ich glaube immer mehr, dass eine Trennung notwendig ist. Natürlich hauptsächlich wegen dem Alkohol, aber inzwischen auch wegen dem was war und vielleicht kommen wird. Je mehr ich auf Abstand gehe, um so weniger schmerzt es. Es sind ganz feine Nuancen, aber immerhin.

    Die Zeit wird alles fügen, davon bin ich überzeugt. Ihr alle habt mir hier eingetrichtert, dass ich und die Kinder an 1. Stelle stehen und das habe ich verinnerlicht. Das ist mein Leitfaden. Was er mit seinem Leben macht, ist seine Sache. Und doch habe ich mich gestern Abend wieder dabei erwischt, wie ich ihn seit langem wieder richtig abgesehen habe. Ich war geschockt von seinem körperlichen Verfall. Und das so hinzunehmen, tut mir sehr weh. Irgendwo in dieser Hülle aus Haut und Knochen steckt mein einst Seelenverwandter. Doch ob der jemals wieder zum Vorschein kommen kann oder ob ich den nicht bereit unwiederbringlich verloren habe, dass frag ich mich gerade.

    Hallo liebe Jump,

    auch ich möchte die sagen, wie gerne ich dich lese. Ich war in letzter Zeit nicht so regelmäßig hier und habe nun deine letzten 3 Wochen aufgelesen. Ich habe mit dir geweint über die große Enttäuschung. Doch du bist stark und sehr klar. Dazu zählen auch diese Gefühlsabschweifungen an den schlechten Tagen. Das macht dich nur noch menschlicher. Du bist mir ein Vorbild und ich bin glücklich dich hier zu haben.

    Übrigens…. wegen deinem Urlaubsdilemma…. Ich würde mich opfern und mit dir fahren. 😉🙃

    Fühl dich gedrückt und bleib wie du bist…. denn du bist eine Bereicherung.

    Liebe Grüße

    Hallo Koda,

    ich vermute, dass er die Grenze verschoben hat. Es ist schon auffällig, dass er plötzlich erst nachts zwischen 2 und 3 Uhr nach Hause kommt. In der Regel schlafe ich dann und merke nicht wie er sich reinschleicht. Ein paar Mal habe ich es mitbekommen. Er wirkte nicht betrunken, ich war aber der Meinung in der Nacht oder am nächsten Morgen etwas gerochen zu haben. Deswegen glaube ich, dass er trinkt, aber nicht viel und sich dann versucht reinzuschleichen. Wahrscheinlich kontrolliertes Trinken?

    Ich habe die Grenze nicht verschoben, aber es war dadurch nicht notwendig etwas zu unternehmen. Am Wochenende ist er dann nüchtern, wie immer, kämpft aber immer mehr mit den Entzugserscheinungen. Oder sie sind für mich einfach bewusster geworden.