Inzwischen habe ich begonnen, mich in Bezug auf das Thema Alkohol anderen Menschen anzuvertrauen: Meine Eltern und zwei meiner Freundinnen wissen Bescheid. Diejenige Freundin, die selbst mit einem alkoholkranken Vater aufgewachsen ist, steht auf dem Standpunkt, ich möge meinen Partner bitte sofort verlassen!
Aktuell möchte ich daran jedoch noch nicht denken. (Bin eher der Typ, der alles ausprobiert haben möchte, bevor er das Handtuch wirft.) Wir haben uns mit sehr viel Mühe ein gemeinsames Leben aufgebaut. Haus renoviert, ein Ehrenamt angenommen, das wir nun mit viel Elan betreiben. Mein Partner ist ein guter, feinfühliger und treuer Mensch. Ich will ihn nicht abschreiben; will ihn nicht aufgeben.
Er hat mich schließlich auch noch nicht abgeschrieben, obwohl sich meine bereits seit langem bestehenden Autoimmunerkrankungen in den letzten Jahren verschlimmert haben. Insgesamt sind wir uns einig, dass wir gemeinsam sehr viel besser dran sind, als alleine.
Da ich ihn und seine Sucht nicht ändern kann, möchte ich mich darauf konzentrieren, was ICH tun kann? Bildlich gesprochen: Wie halte ich meine Straßenseite sauber? Ich habe mir zum Beispiel eine örtliche Al-Anon-Gruppe rausgesucht und möchte zum nächsten Treffen gehen ... 💪🏻
Zudem wünsche ich mir Tipps zum Umgang mit meinem Partner. Wie widerstehe ich dem Drang, erneut Alkohol-Polizei zu spielen? Wie schaffe ich es, seine Sucht zu akzeptieren?