Beiträge von Sternenmaedchen

    Hey….

    mein Mann liegt seit letztem Donnerstag im KH, er ist dem Tod von der Schippe gesprungen, aber es ist nicht ausgestanden, Leberzirrhose C. Wenn er stabil ist, die anderen Werte, dann hilft nur noch eine Lebertransplantation. Alles muss kämpfen, Nieren, Herz, Blut, und vor allem er.

    Ich …ich bin unfassbar traurig, habe Angst, bin nicht bereit, falls es noch schlimmer wird, bin wütend (ich weiss ist nicht so einfach) das er es soweit hat kommen lassen, erschöpft vom wenigen Schlaf und der Sorge ihn zu verlieren. Schuldig nicht vehementer interveniert zu haben und ihn zum Arzt geschickt zu haben.

    Dennoch versuche ich mich mit einen Buch von der dt Leberstiftung „abzulenken“ und mich zu belesen, was Ernährungstechnisch auf und zu kommt. So verliere ich nicht die Hoffnung ….

    Er liegt 95 km von zu Hause, da ich gerade nicht arbeite, habe ich mir da eine Wohnung genommen um jeden Tag bei ihm sein zu können.

    Ich schreibe bestimmt wieder, falls ich nicht antworte, vergebt mir.

    Viele Grüße

    Sternenmädchen

    Guten Morgen ,

    danke Euch beiden für Eure Antworten und Wünsche.

    Als mich sein Vorgesetzter anrief, war ich ruhig und froh, da all mein Reden nicht geholfen hat. Ich war erleichtert, hatte immer „gehofft“, dass mal aus ärztlicher Sicht eine klare Ansage kommt.

    Es war /ist schlimm mit anzusehen, dass sich gravierende körperliche Veränderungen ( seine Augäpfel und Haut war gelb) zeigen und man nicht gehört wird.
    Ich habe gute Freundschaften und auch in der Nachbarschaft, mit denen ich ganz offen über seine Krankheit spreche, außerdem bin ich in Therapie.

    Trotzdem bin ich erschöpft, müde, kann schlecht schlafen und bin resigniert.

    Obwohl all das klar ist kommen immer wieder wieder SelbstZweifel, ob ich eine Teilschuld trage, ob meine Wahrnehmung richtig ist, oder ob ich ihn falsch beschuldige. Ich bin trotzdem viel stärker und klarer als noch vor 1 Jahr oder noch vor 6 Monaten, ich weiß das es eine Krankheit ist und ich nur unterstützen kann, er muss der sein eigener Motor sein.

    Ich habe schon vor einiger Zeit beschlossen, auch durch das Forum, dass ich nicht lügen werde. Meine Eltern wissen auch Bescheid. Das tut gut.

    Klar gehe ich damit nicht hausieren.

    Ich liebe meinen Mann und wünsche mir, dass er gesund wird und wir gemeinsam an unserer Beziehung und Zukunft arbeiten können.
    Ich fühle aber auch, sehr klar, dass ich wenn er noch mal zum Alkohol greift, ich meine Sachen packe und gehe, denn das schaffe ich nicht und so will ich auch nicht leben.
    Ich habe keine Angst ohne Partner zu leben, dass kann ich, dass weiß ich. Ich bin auch nicht auf ihn (sein Gehalt) angewiesen.

    Wir sind (leider /denn ich hätte gerne Kinder) nur zu zweit ( bis auf einen Hund und zwei Katzen), was es für mich dann „leichter“ machen würde zu gehen.
    Wenn es so käme, hätte ich Möglichkeiten wo ich erstmal unterkommen könnte.

    Ich habe vor zwei Wochen eine Kur beantragt und hoffe dass sie genehmigt wird.

    Ich wünsche allen ein sonniges Wochenende, ich werde Euch berichten. Ich hoffe er ist ehrlich, denn der Arzt wird mir nichts sagen, wenn mein Mann das nicht möchte. Ich hoffe er wird ehrlich sein.
    Liebe Grüße

    Hallo …

    ich finde die Worte mal wieder nicht… kann mich nicht richtig sortieren. Mein Mann hat eine schlimme Woche hinter sich, am Ende wurde er von seiner Dienststelle ins Krankenhaus gebracht. Ich war bei meinen Eltern und musste erst mal 8 Stunden nach Hause fahren. Morgen fahre ich zu ihm, denn das Krankenhaus ist nochmal 1 Stunde entfernt. Die Ärzte durften mir keine Auskunft geben, er möchte selber mit mir sprechen. Diese Info habe ich heute Mittag bekommen, nun schleicht sich die Sorge ein. Bis eben habe ich funktioniert und ich glaube das wird morgen auch so sein…

    Ich habe Angst, das es Leberzirrhose ist, rein sachlich gesehen wäre alles andere ein Wunder! Aber die Hoffnung geht zu letzt.
    Gute Nacht 💤

    Guten Abend,

    ich habe eine Frage, mein Mann möchte es ohne ärztliche Hilfe schaffen, mit dem Alkohol aufzuhören. Ist das möglich ? Kann man das schaffen? Ist das rin frommer Wunsch? Ist der Wille noch nicht da? Werde ich hingehalten? Mir fällt es schwer zu glauben/ hoffen , dass er das schafft, kontrolliert zu reduzieren.. um dann am Tag X abstinent zu sein.
    Ich habe ihm gesagt, dass es keine Schande ist, beim Arzt die Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen; ich habe ein alkoholproblem und alleine schaffe ich es nicht. Zumal ich sicher bin das der Betriebsarzt es eh schon vermutet. Ich habe aber auch gesagt, das er es alleine machen muss, ich kann nur versuchen da zu sein.

    Ich wünsche euch ein schönes langes Wochenende

    Sternenmädchen

    Guten Morgen liebe Antwortgeber*innen,

    Danke, für jedes Wort, so unschön es klingen mag, es sind ja trauriger weise eure Erfahrungen, die ihr dankbarer weise hier mit anderen Betroffenen, wie mir teilt.

    Am Ende liegt es ganz alleine bei Ihm ob er aufhört oder nicht. Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe

    der Satz, ist in den letzten Tagen sehr hängen geblieben, ich empfand in der Vergangenheit auch das er Ausreden sucht/ Berechtigungen.

    Es hat ewig gedauert bis ich den Gedanken zulassen konnte….

    liebe Grüße

    …. Es ist spät in der Nacht, bin aufgewacht. Mein Mann ist aus familiären Gründen in die Heimat gefahren. Ich habe kein gutes Gefühl. Seine Mutter, hat verständlicherweise gesagt das er nichts trinken darf. Letzte Woche Donnerstag wurde er in die Klinik gebracht, weil er nervös war und gezittert hat.da hatte er 5 oder 6 Stunden nichts getrunken. Ich habe solche Sorge das er einen kalten Entzug macht. Jetzt noch mehr, weil ich den abgepinnten Bericht gelesen habe. Er hatte, in den letzten 3 Jahren Krampfanfälle, die immer auf dehydrieren zurück geführt wurden. Bei einem war ich dabei. Ich war immer unsicher ob meine Wahrnehmung richtig ist und es nicht nur auf zu wenig Wasser trinken zurück zu führen ist.
    Ich meinte zu ihm, dass das Gefährlich sein kann. Er solle aufpassen.
    Ich möchte das er einen Weg rausfindet, aber mit medizinischer Hilfe… ich bin zu weit weg um zu Helfen.
    Er war oft dieses Jahr dort um zu helfen, aber diesmal war ich nicht einverstanden, also er ist ein erwachsener Mensch, ich hindere ihn nicht , aber mein Gefühl dazu…

    Ich muss früh raus…. Versuche nochmal zu schlafen

    Wünsche allen einen guten Start in den Tag

    Sternenmädchen

    Guten Morgen,

    ich muss mich hier erstmal zurechtfinden, wie ich auf all Eure Rückmeldungen reagiere.

    Warum bin ich ausgerechnet jetzt hier zu Euch gestoßen. Seit letztem Jahr bin ich in Therapie, was mit sehr hilft und mich auch zur Einsicht gebracht hat, die Alkoholkrankheit klar zu formulieren, vorallem mir gegenüber. Aber auch vor ihm. Mein (Wunsch) Gefühl sagt mir, dass ich zu ihm vorgedrungen bin. Letzten Donnerstag war er auf seiner Arbeit, und hat nichts getrunken. Er hat zu viel Sorge, dass er auffliegt. Allerdings ist er es, auch wenn seine Vorgesetzten ihn nicht direkt damit konfrontieren. Ihm ging es nicht gut, hat gezittert, war nervös, er wurde zum Betriebarzt gebracht und dort wurde noch der Psychiater zu Rate gezogen. Sie machten verschiedene Koordinationsübungen, hierauf wurde er in eine LVR Klink überwiesen.sein chef hat ihn gefahren. Als er mich anrief, dass er auf dem Weg dorthin ist. Kam ein Gefühl der Erleichterung hoch. Allerdings, kein Mensch kann eingewiesen werden, er muss das schon selbst entscheiden. Er sagte dann: ich verstehe gar nicht warum ich so nervös war, es war alles in Ordnung. Ich meinte wirklich du kannst dir nichts vorstellen? Du hast nichts getrunken, seit heute Morgen. Stimmt du hast Recht, meine er dann.
    Es war ein gewaltiger Warnschuss. Gestern waren wir wieder beim Arzt, der wollte Blut abnehmen. Er hat sich rausgewunden. Er will es nicht über den Betriebsarzt machen.
    Jetzt werden wir den Kontakt zu meiner Hausärztin aufnehmen, er will es ambulant zu Hause durchführen und sich Medizinisch unterstützen lassen.
    Er ist gerade krankgeschrieben und plant dann 3 Wochen Urlaub zu nehmen, um den Entzug zu beginnen. Nach den 4 Wochen steht eine Untersuchung vom Betrieb an, um die er nicht rumkommen wird. Dann wird er auf den Kopf gestellt. Das die Werte da nicht im Bereich eines nichtalkoholkranken sein werden ist klar, dass habe ich ihm gesagt. Aber die „schlinge“ zieht sich zu und der Ernst der Lage ist ihm bewusst. Wie, dass weiß nur er, ob das unser erster richtiger und letzter sein wird, steht in den Sternen.
    Parallel sind wir auch in Paar Therapie. Da bleibe ich auch dran.
    Ansonsten habe ich ein paar schöne Termine in den kommenden Wochen, also Self Care.

    Danke, Euch, auch wenn ich gute Freundinnen habe, die mir ( und ihm) zu Seite stehen, tut es gut hier einen Wahnehmungscheck zu machen, das gibt Kraft, dass man nicht falsch liegt.

    Liebe Grüße

    Sternenmädchen

    Lieber Silberstreifen,

    danke, für deine Worte, im Grunde weiß man es ja, aber die Wahrnehmung, schlägt einem dann doch ein Schnippchen und man ist doch dem Selbstzweifel nah.

    Ich kann das einfach nicht, diese Nähe, weil wir in den Momenten nicht auf einem Level sind. Er glaubt mir das nicht, denkt es steckt was anderes dahinter. Und ich will ihn bestrafen.

    Hat dein Mann den Weg aus der Abhängigkeit geschafft? Wie geht/ ging es Dir?

    Schönen Start in die Woche

    Sternenmädchen

    Hallo Aurora,

    danke, für deine Antwort. Es ging schleichend los, Dann ab Corona und Homeoffice, morgens ein Bier, zu dem Zeitpunkten ist auch sein Vater verstorben und ich dachte, es ist nur eine Phase…. Ich habe lange weggeschaut. Er hatte dann immer wieder Phasen in denen er konsequent nichts getrunken hat, von heute auf morgen. Aber so abrupt er aufgehört hatte um so schleichender fing es wieder an.
    Ist es schlecht es jeden Tag zu thematisieren? Ich kann es kaum aushalten.

    Hallo

    ich finde nicht die richtigen Worte, um zu sagen was ich will. Mein man hat ein Alkoholproblem. Ich schweige schon eine ganze Zeit nicht mehr. Bin offen Freunden und meinen Kollegen gegenüber.
    Ich habe ihm gesagt er braucht Hilfe. Er sagt er nimmt es Ernst. Ich habe Hoffnung, aber es fällt mir schwer. Er redet es oft einfach klein. Odet so lange, dass ich mich schuldig fühle. Keiner macht alles richtig, und dass man zusammen an der Beziehung arbeiten muss ist auch klar. Aber ich habe ihm gesagt, dass eine hat mit dem Alkoholproblem nichts zu tun und es bedingt es auch nicht. Also wenn ich mich so oder anders Verhalte, dann hört er auf. Ich werde heute nicht mehr antworten können.

    Danke und einen schönen Abend