Beiträge von Joshi

    Auch wir haben das „ein bisschen trinken“ „ab und zu „ probiert. Nix ist… es funktioniert einfach nicht.

    Das er dir die „Schuld“ gibt und meint ohne Dich wäre er besser aufgestellt, zeigt in meinen Augen doch nur, dass er nicht wirklich begriffen hat und dir nur weh tun will.

    Ich schicke eine dicke Umarmung…

    Es ist wohl genauso schwer das Kontrollieren zu beenden, wie es für den Alkoholiker das trinken sein zu lassen.

    Ich merke immer noch wie meine Gedanken um diese Trink-Merkmale kreisen. Das braucht Zeit.

    Mein xy zeigt die besten Voraussetzungen, er macht viel Sport für den Entspannungsfaktor, er hat auch nie mir die Schuld gegeben und ist sehr einsichtig. Nächste Woche ist nochmal Gespräch beim Hausarzt, er hegt und pflegt uns, plant einen Jobwechsel, hat alle Weihnachtsmarkt-Termine abgesagt etc.

    Und dennoch bleibt die Angst wieder so enttäuscht zu werden. Ich weiß ja das es keine Sicherheiten gibt, aber ich frage mich, ob es nicht schon zu spät ist… 😓

    Hallo an Alle,

    In der letzten Zeit habe ich hier nur mitgelesen. Irgendwie war ich traurig, dass sich niemand mehr gemeldet hat. Und dann dachte ich ich schaff es auch alleine.

    Mir geht es nicht so gut. Irgendwie fühlt sich alles hoffnungslos an. Ob ich nun alleine bin oder mein Xy da ist…

    Mir ging es während der letzten Wochen total schlecht, als ich alleine war. Körperund psychisch. Jetzt ist mein Mann wieder da. Er bemüht sich so sehr. Wir sind den Auslösern für seine gelegentlichen „Ausfälle“ auf die Spur gekommen.

    Aber ich bin trotzdem hoffnungslos. Es fühlt sich an als ob ich wieder komplett in die Co abgesackt bin. Ich hab mir so sehr gewünscht dass es einen gemeinsamen Weg gibt.

    LG

    Joshi

    Tja SummerSun,

    Das ist das Härteste, dass man diesen Menschen liebt… sonst wäre der Schritt einfacher…

    Ich versuche gerade herauszufinden was ich da liebe… wirklich den Mann? Oder ist es der gemeinsame Traum, den ich liebe? Die Vorstellung davon wie es sein könnte?

    Schwierig… 😞

    LG joshi

    Liebe SummerSun,

    Ich kann dich so gut verstehen. Man will eigentlich den Mann, die Familie und den gemeinsamen Traum nicht aufgeben. Das tut so weh.

    Irgendwie hat man immer noch die Hoffnung dass alles gut wird.

    Wie schwer die Einsicht für die Alk-Partner ist, können wir gar nicht nachvollziehen. Und beeinflussen auch nicht. Leider!

    Mein Mann ist jetzt seit 1,5 Wochen im Hotel. Er zeigt sich einsichtig, hat viele Gespräche geführt und kämpft wie verrückt um uns.

    Leider finde ich im Moment keinen Ansatz mehr zu vertrauen, dass es dieses Mal wirklich klappt, daher bestehe ich weiterhin auf die räumliche Trennung.
    Glücklich, erleichtert oder frei macht mich das nicht… Da liegt ein langer Weg vor mir..

    LG joshi

    Guten Abend!

    Ja, ich glaube ich bin einfach zu ungeduldig mit mir selbst. Die Co ist ja auch nicht von heute auf morgen weg.

    Wir hatten heute ein Gespräch, als er unseren Sohn vom Ausflug wieder brachte, in dem er sich zum ersten Mal geöffnet hat welche Momente es sind die ihn was trinken lassen. Im Grunde ist es ein enormer Druck immer perfekt und von allen geliebt zu sein. So wurde es ihm beigebracht.

    Und wenn dann der Druck zu groß ist… Also Entlastungstrinker?. aber das soll der Arzt lieber mit ihm besprechen. Ich bin keine Psychologe.

    Ich finde es gut für ihn, dass er sich damit auseinandersetzt. Auch wenn das an meiner Entscheidung der räumlichen Trennung nichts ändert, wünsche ich ihm ja trotzdem das er irgendwann gesund wird…

    Joshi

    Guten Morgen,

    Nachdem ich in den letzten Tagen sehr sortiert denken konnte, bin ich jetzt wieder total down.


    Habe gestern meinen Mann zum ersten Mal wieder gesehen (er hatte unseren Sohn nach Hause gebracht).

    Ihm geht es echt schlecht. Er ist verzweifelt aus Angst uns ganz zu verlieren. Das tut mir echt weh das zu sehen. Getrunken hat er nicht.

    Er hat einiges unternommen, Termin beim Arzt, Anmeldung beim Sport etc. Er schämt sich so sehr, dass er sich nicht mal traut seine Eltern anzurufen.

    Woher weiß ich aber ob es wirklich bei ihm angekommen ist? Ich wünsche mir immer noch, dass es eine glückliche Zukunft für unsere kleine Familie gibt.

    Ich bin so verwirrt…

    Joshi

    Hallo!
    Ich finde mich als Co im Eingangbeitrag total wieder.
    Auch ich habe gedacht, wenn mein Mann eine Therapie macht, wird er trocken.

    Einfach nur, weil das etwas handfestes ist. Woher soll ich sonst wissen wann er trocken ist und an sich arbeitet.

    Er wohnt ja im Moment nicht bei uns zu Hause und kann mir ja viel erzählen um wieder nach Hause zu dürfen.

    Gefühlt ist die Therapie da etwas, was ich als Co glauben kann. Ich denke deshalb wollen viele Co‘s eine Therapie für Ihre Partner und schöpfen daraus Hoffnung.

    Grüße

    Liebe Esther,

    Ja es kostet sooooooo viel Überwindung.

    Letzlich hast du das Problem aber nicht geschaffen!!!!!! Wer soll dich da verurteilen? Wenn das jemand tut… vergiss ihn!

    In meinen Augen heißt „ Etwas für sich selbst tun“ auch zu schauen, welche Menschen/ Freunde tun mir gut und sind für mich da…

    Weinen darfst du doch überall und immer, wenn du es brauchst. Hilft manchmal eben auch weiter!

    Du findest die Kraft, die Du brauchst, ich bin mir sicher!!!

    Auch kleine Schritte sind Schritte. Jeder hat sein Tempo und Prioritäten was wann für Schritte möglich sind…

    Joshi

    Ja, die Freunde die wir hier haben sind auch gemeinsame (Ehepaare). Nach unserem Umzug vor zehn Jahren sind die „Einzelfreunde“ auch weit weg.

    Aber es hat trotzdem funktioniert. Die Mädels haben mich auf einmal ganz anders, auch alleine, eingebunden. Das heißt ja nicht, dass sie den bösen Alkoholiker aus meinem Mann gemacht haben.

    Es wird nicht Partei ergriffen aber eben mir als Einzelperson dennoch Zuneigung und Hilfe mitgegeben.

    Ich bin ja auch wer, nicht nur im Doppelpack, oder die Frau von…

    Einen Versuch ist es wert..,

    Uli

    Liebe Esther,

    Ich habe mich vor unseren Freunden auch viel zu lange geschämt, aber es hilft total es klar zu kommunizieren.
    Ich habe so viel Liebe und Hilfe dadurch im Freundeskreis gefunden.

    Ich wusste gar nicht wie vielen Menschen wirklich etwas an mir liegt ( und auch wie viele Menschen im Umfeld das gleiche Problem haben)Das hat mein Selbstbewusstsein wirklich gestärkt und mich stärker gemacht.

    Versuch es mal Dich Freunden anzuvertrauen!

    LG joshi

    Hallo Panama,

    danke für deinen Bericht.
    Es ist toll, das ihr es bis hierhin geschafft habt, ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass es so bleibt.

    Richtig schlimme Abstürze hatte mein Mann seit Jahren nicht mehr und davor auch nicht sehr oft. Daran kann ich mich nicht festhalten. Und er hat auch niemals seinen Job vernachlässigt. Noch nie gab es ernsthafte Konsequenzen aus seinem Verhalten. Daher ist es für ihn wahrscheinlich noch zu früh zu begreifen, dass es falsch ist, was er tut.

    Vielleicht hilft ihm die unbefristete Auszeit mal nachzudenken.

    Joshi

    Ich habe immernoch die Hoffnung dass der Knoten bei ihm platzt. Vielleicht mache ich mir da selbst was vor, aber heute Abend hilft es mir den Moment erst mal durchzustehen. Ich kann nicht glauben dass alles zu Ende ist. Jetzt ziehe ich das aber durch. Ohne Therapie und Abstinenz gibt’s kein Zurück…

    Danke für deine Antwort. Mir geht es bereits sehr schlecht damit.
    Deshalb hab ich ihn heute gebeten das Haus zu verlassen und sich eine Unterkunft zu suchen. Er hat seine Sachen gepackt, hat dolle geweint und ist erst mal in ein Hotel gegangen.
    Ich versuche zur Ruhe zu kommen. Das war echt schwer für mich, aber du hast recht. Das Suchtsystem muss unterbrochen werden. Ein erster Schritt, der dennoch so unendlich weh tut…

    Hallo an Alle,

    Gibt es hier auch Beispiele für einen positiven Ausgang? Ich liebe meinen Mann noch immer sehr und möchte eigentlich gar keine Trennung, aber das Trinken macht mich einfach fertig. Das Vertrauen ist gestört. Er ist ein so toller Mensch ohne den Alk. Ein toller Ehemann und Vater. Er war auch schon mehrmals bei der Suchtberatung und es sind auch Familie und Freunde vollumfänglich involviert. Er geht regelmäßig zur Arbeit. Eine Klinik hatte er schon mal angefragt und auch einen Termin vereinbart, ist dann aber nicht gegangen, weil er Angst um seinen Arbeitsplatz hat, wenn er so lange ausfällt. Ich glaube ihm auch, dass er gerne aufhören möchte, aber er denkt immer noch er schafft das alleine… Aber ich leide so unter der Unberechenbarkeit wann er wieder trinkt.
    Danke für eure Antworten..

    Joshi

    Hallo, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen und finde mich hier wieder.

    Mein Mann (14Jahre verheiratet) hat schon immer viel getrunken. Da ich im Laufe der Jahre viel Druck gemacht habe, trinkt er schon lange nicht mehr täglich, sondern hat unregelmäßig (manchmal dauern die trockenen Phasen 2-3Wochen, manchmal schafft er es auch Monate) Da er dann aber alleine und heimlich trinkt, ist es so unberechenbar für mich. Ich sehe es aber sofort, aber er leugnet dann und kommt am nächsten Tag zerknirscht an.

    Jedes Mal bin ich so enttäuscht und verletzt. Bislang habe ich für unseren gemeinsamen Sohn (12 Jahre) durchgehalten. Und auch weil es in den Zeiten zwischen den Rückfällen immer sehr gut mit uns läuft und ich ihn nach wie vor liebe. Zusätzlich habe ich eine Angsterkrankung. Ich bin sehr ungern allein.

    Gestern war es mal wieder soweit und ich habe ihn heute gebeten sich eine andere Bleibe zu suchen.

    Eigentlich will ich mich nicht trennen, aber er wird es ohne Crash doch nie schaffen… bin so verwirrt und ängstlich.
    Joshi