Beiträge von Esther

    Ich bin noch so orientierungslos und gerade voll Emotionen, find gerade meinen Beitrag nicht. Kopiere es da bitte rein. Er hat sich sehr gefreut, dass sein Kind nach zwei Jahren wieder mit ihm gesprochen hat. Die beiden haben eine Stunde allein geredet. Dann haben wir drei ganz harmonisch Kaffee und Kuchen gehabt. Als der Besuch weg war ist er hektisch durch die Wohnung gelaufen und musste Alkohol suchen, den er jetzt auch gerade konsumiert. Auf die Frage nach dem Warum, kam als Antwort wir beide hätten ja letzte Woche gestritten und das würde ihn immer noch ärgern. Er sitzt also da und freut sich riesig über das erste Gespräch mit seinem Kind nach ca. 2 Jahren . Es ging auch um Alkohol und seinen Konsum, ärgert sich aber über unseren Streit ( es ging um seine Sucht)!!!! und säuft da wieder. Ich kann über soviel Blödheit nur den Kopf schütteln , ich bin fassungslos. Hinzufügen möchte ich noch, dass er wirklich einen anspruchsvollen Job hat und täglich funktioniert, aber beim Thema Alkohol setzt der Verstand wohl aus !!!!

    Ich sitze gerade in der Küche, die Töpfe qualmen. Unser Kind kommt gleich zu Besuch. Will mit dem Vater noch einmal ein Gespräch bezüglich seiner Sucht führen. Habe Angst davor , er wird Nix kapieren."So viel Energie wie wir da rein gesteckt haben und er leugnet immer noch seine Sucht. Hat mittlerweile 15 kg verloren, angeblich gewollt, trinken auf nüchternen Magen ist ja viel schöner .Liebe Aurora, halte mich gerade an deiner Geschichte fest.

    Könnten alles meine Worte sein, auch ich finde den Absprung nicht. Man kommt sich wirklich doof vor, wenn man etwas sagt. Die Außenwelt trinkt zum Teil mit oder betrachtet das als mal zu viel getrunken. Seine eigenen Eltern beschönigen alles obwohl sein Vater auch ein Alkproblem hatte und davon schwer krank wurde. Die einzigen, die das ganze Ausmaß kennen und darunter leiden sind mein Kind und ich. Mein Kind hat schon Konsequenzen gezogen🙏ich lese hier jeden Tag und hoffe auf meinen Tag X. Danke an jeden für die Aufklärung und direkten Worte !!

    Dieses Gefühlschaos zu lesen macht mich ganz traurig, es macht mir wieder bewusst, was mein Kind durchleidet. Therapiestunden helfen sehr, wir hatten auch schon mal Kontaktabbruch, gerade über Weihnachten, es war so schlimm. Ich möchte das nie wieder erleben. Es ist auch große Unverständnis, dass ich nicht schon längst gegangen bin. Wir fragen uns dann immer wieder, warum ist der Alkohol so stark ??!!

    Letzte Woche das alljährliche weihnachtliche Freunde-Treffen gehabt und ganz bewusst sein Trinkverhalten beobachtet: immer mehr, immer schneller, immer glücklicher !!Gelacht, gescherzt, wie es nüchtern nie passieren würde. Große Überzeugungsarbeit am Schluß aufzuhören und nach Hause zu fahren. Zu Hause die bittere Erkenntnis, dass ja nix mehr im Haus ist, sonst hätte er weitergemacht . Dann frage ich mich immer wieder, warum nur mit Alkohol und warum ist ein fröhlicher Abend oder Alltag ohne Alkohol nicht möglich ? Ich mache im März eine Qualifizierung, die mir beruflich mehr Türen öffnet. Ich habe ihm dann gesagt, wenn er sich bis dahin nicht um seine Sucht gekümmert hat, muss er alleine weiter machen. Die Antwort ist natürlich,,dass er das gar nicht versteht, das ich ja übertreibe , dass er ja gar nix schlimmes machen würde und das er mir nicht glaubt, merke ich auch. Ich habe schon zu oft gedroht ihn zu verlassen. Dann ging es eine Zeitlang gut, bis Tag x wieder da ist Langeweile ? Stress ? Wetter schön ? Ehestreit, Streit mit unserem Kind, dass seine Trinkerei nur noch anekelt und ihn zu einer Therapie überreden möchte ? Das erwachsene Kind, das ihm sagt, das er so schwach ist und endlich den großen starken Papa von früher wieder haben möchte?.So, jetzt Schluss mit Gejammer. Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage, allen Co ‚s viel Kraft und Ruhe!! Allen Trockenen eine schöne Zeit. Ich habe gerade von euch sehr eingehend gelesen, mir ist viel verständlich geworden und ich bin bei jedem einzelnen sicher, dass er /sie weiterhin stark und nüchtern bleibt ❤️

    Heute Vormittag noch mal die restlichen Besorgungen gemacht. Gemeinsam ! Rein ist Geschäft, Einkaufsliste raus. Sonderangebot Kaffee gesucht, Clementinen gesucht, Rotkohl etc .Während wir durch die Gänge schlendern und suchen , e n t d e c k t Er ein Sonderangebot : Kräuterschnaps, ich hätte es nie gesehen, ER sieht all unsere gesuchten Lebenmittel nicht. Da ist mir wieder die Sucht bewusst geworden. Es ist verankert, total…

    Ich kann das alles so verstehen. Man ist nur am Grübeln, warum trinkt er, warum jetzt nicht, trinkt er am Wichenende oder nicht, bin ich daran Schuld,welche Umstände haben zu dieser oder jenen Reaktion geführt. ??? Das Programm nach etlichen Jahren abzulegen ist wirklich nicht einfach. Das Lesen der Geschichten hier macht mir vieles verständlich und ich danke den trockenen Alkoholikern hier, die ehrlich gesagt haben.:Der Grund des Trinkens war egal, es wurden Gründe oder Schuldzuweisungen vorgeschoben. Wenn die Zeit reif war zur Flasche zu greifen, musste es sein. !!!

    Ich habe hier in den letzten Tagen viel gelesen. Von Co Abhängigen und Betroffenen. Ich war bei AA, bei Angehörigentreffs, bei Therapie . Keiner hat mir gesagt, dass es einfach so ist der Alkoholiker muss aufhören wollen !!! Kein, ich pausiere mal, ich trinke nicht mehr so viel, usw. Sondern einfach Schluss und nie wieder Alkohol.Es hat mir sehr geholfen, keine Schuldgefühle, kein Überlegen, was mache ich falsch. Jetzt muss ich gucken, wie es weitergeht

    Ich brauche mal einen Rat. Bei meinem Mann ist letztes Jahr eine recht seltene unheilbare Krankheit aufgetreten . Wird nicht zum Tod führen, unabhängig vom Akohol. Er muss jedes Quartal zum Facharzt und den Stand seiner Krankheit untersuchen lassen. Die Ärztin wundert sich über wenig Symtomverbesserung, weiß aber nicht, dass er seit einem Jahr keine Medikamente mehr einnimmt. Er hat sie abgesetzt, wegen u.a.Kortison Gewichtszunahme und weil das mit dem Alkohol nicht mehr funktioniert🤦‍♀️würdet ihr den Arzt einweihen ?