Ich versuche einfach mal meine Gefühle runterzuschreiben, weil ich es gerade so satt habe mir den Kopf über sie zu zerbrechen. Also hier ein bisschen zusammenhangsloser Gedankenmatsch.
Laut meinem Bruder, der noch bei ihr wohnt, scheint es ihr besser zu gehen. Ob sie wirklich trocken ist oder nur nen geringeren Pegel hat um arbeiten zu können kann man nie wirklich einschätzen. Jedenfalls kam heute nach über einer Woche das erste mal eine Nachricht: "Hab dich lieb". Und mein erster Gedanke? Warum denn nicht lieb genug um aufzuhören? Ich kann mit dieser Nachricht überhaupt nicht umgehen, weil sie in mir gleich wieder ein schlechtes Gewissen hervorruft, weil ich mich ja eine Woche nicht blicken hab lassen. Musste natürlich trotzdem "Ich dich auch" zurückschreiben, obwohl es mir widerstrebt hat, weil soviel ungesagtes zwischen uns hängt, Gut auf der anderen Seite, was hätte sie denn sagen sollen, was die Situation besser gemacht hätte? Kein Plan. Rational gesehen ist mir schon bewusst dass ich selbst wenn ich da gewesen wäre, nichts hätte ändern können, aber ich kann es einfach nicht verinnerlichen.
Ich stell mir auch die Frage wies jetzt wieder weitergehen soll, ich befinde mich in einer endlos Spirale zwischen Wochen/Monaten wo es ihr (und somit auch meist mir) wirklich gut geht, und dann wieder und wieder Rückfällen die mich mit runter ziehen. Wenn ich jetzt demnächst also wieder anfange regelmäßig zu ihr zu gehe, werden mich die nächsten "Rückfälle" doch auch immer wieder mit runter ziehen. Gerade während ich hier schreibe Frage ich mich übrigens ob man hier eigentlich noch von Rückfällen sprechen kann, schließlich passieren diese in einer Häufigkeit dass ich mich während sie nicht trinkt nichtmal trauen würde sie als trocken zu bezeichnen.
Aufjedenfall muss ich was ändern, denn ehrlich gesagt denke ich nicht, dass sie es noch tun wird. Ich weiß nicht wie ich weniger emotional auf diese Situationen reagieren kann. Ich weiß ich kann ihr nicht helfen, aber gerade diese Machtlosigkeit trägt dazu bei, dass ich meinen eigenen Alltag nichtmehr auf die Reihe bekomme... Das ganze gestaltet sich nochmal schwieriger, da ich keinen geregelten Tagesablauf habe, da ich studiere und gerade in der Anfangsphase meiner Bachelorarbeit stecke. Das heißt also ich verkrieche mich bis Mittags im Bett und fliehe dann durch Serien, Bücher whatever der Realität. So kanns nicht weitergehen. Ich hasse es dass ihre Krankheit mich sosehr beschäftigt und will es wirklich ändern... Aber wie??