Beiträge von Korli

    Hallo Becca,

    anderen Schuld zu geben ist Teil dieser Krankheit und hält das Erklärungssystem aufrecht.

    Der Alkoholiker braucht Rechtfertigung für das Fehlverhalten. Wenn man anderen die Schuld gibt braucht man selber nichts zu ändern.

    Ich bin an alldem fast zerbrochen.

    Ich muss akzeptieren dass nur konsequente Schritte mich vor Schaden bewahren können.

    Hallo Jump,


    Hast Du Dir schon mal Gedanken drüber gemacht wie ein Leben nach dem Alk ausschauen könnte?

    Womöglich lebst Du mit einem Menschen der komplett anders ist.

    Und ein Leben in ständiger Sorge vor Rückfällen.

    Also ich kann das nicht.

    Hallo Esther,

    Wir reden immer davon was der Alkoholiker soll oder nicht soll.

    Und was ist mit uns,wann schauen wir auf uns. Ich will und kann auf keinen Fall weiterhin mit den Lügen, den Beschuldigungen und der Manipulation so weiterleben.

    Mein Selbstwertgefühl hat gelitten bis ich erkannt habe dass es nie meine Entscheidung zu Trinken ist.

    Sie trifft alle Entscheidungen nüchtern, niemand flösst den Alk ein.

    Hallo Aurora,


    Ja, stimmt es ist andauernd verletzt zu werden. Wahrscheinlich braucht man das als Co.

    Hab mir sagen lassen dass auch bei den Cos Glückshormone wie auch beim Alkoholiker freigesetzt werden.

    Ich schaffe es bisher nicht mich um mich zu kümmern. Ich warte und warte auf etwas wo mir mein Verstand sagt dass es nicht kommt. Meine Lebenszeit rinnt dahin.

    Es sollte heissen ich bin zurückgerudert. Ich bin immer wieder zurück zu ihr wenn ich Schluss gemacht habe.

    Wahrscheinlich habe ich dadurch auch den Konsum unterstützt. Wenn es keine Konsequenzen spürt kann ja alles so weitergehen wie bisher.

    Mir wurde immer vorgeworfen 24/7 zu kontrollieren. Wir wohnen gar nicht zusammen.

    Die Beziehung war von Donnertag Abend, Freitag Abend, Samstag bis Sonntag NM beschränkt.

    Sie wollte das so.

    Heute erkenne ich dass ich Teil u d Unterstützer des Systems geworden bin.

    Momentan bin ich sehr traurig und weiss nicht weiter.

    Es fällt mir schwer loszulassen.

    Habe die Beziehung vor 2 Wochen beendet. Bin aber wieder zurückgerufen.

    War am Freitag bei ihr und hab sie am Mittag beim Trinken überrascht.

    Hallo Aurora,


    Danke für Deine unterstützenden Worte. Ich pendle zwischen Gefühl und Verstand. Der Verstand sagt schon lange "renn weg und rette Dich".

    Das Gefühl kennt eine liebenswerte nette Frau.

    Auf der anderen Seite gibt's den Dämon mit Lügen und Manipulation.

    Ich bin so wie sie gefangen in 2 Wesen.

    Ich stell mir immer wieder vor dass ich mit meiner Alkoholkranken Freundin glücklich sein könnte wenn ich die Akzeptanz für ihr Trinken aufbringe.

    Dann müsste ich nicht mehr belogen und manipuliert werden.

    Wer denkt dass das ein gangbarer Weg ist?

    Jedoch weiss ich nicht ob ich damit leben könnte...

    Ich bin, war usw. seit nunmehr 4 Jahren in einer Beziehung zu einer Alkoholikerin. Hab sie bereits 2 x durch stationären Entzug begleitet. Der 2. Versuch hat genau bis zum Tag der Entlassung gedauert, der 1. für 5 Wochen während der stationären Behandlung.

    Die Beziehung ist eine klassische ON/Off Beziehung. Immer wenn ich merke dass sie mich wieder belügt habe ich für ein paar Wochen Schluss gemacht. Ich lese schon einige Zeit in Eurem Forum über Co-Abhängigkeit.

    Ich habe schon vieles probiert z.B. Al-Anon,

    Ich drehe jedoch immer wieder eine Ehrenrunde, obwohl ich genau weiss dass meine Freundin nicht bereit ist an ihrem Alkoholproblem ernsthaft zu arbeiten.

    Sie hat ein Online Seminar "Alkohol" besucht. Trinkt aber nach Ende des Seminars wieder, oder besser gesagt hat gar nie gänzlich damit aufgehört.

    Ich habe alles mit ihr erlebt, Beschimpfungen, Schuldzuweisungen, Lügen...

    Sie ist eine heimliche Trinkerin.

    Ich komme nicht mehr an sie ran.

    Ich denke mir dass der Leidensdruck durch die Sauferei noch nicht groß genug ist. Es gab auch noch keinen echten Tiefpunkt. Immer wieder denke ich daran sie zu ignorieren und den Kontakt abzubrechen. Leider liebe ich sie sehr und schaffe es einfach nicht.

    Ich bin in einer Sackgasse gelandet und finde nicht heraus.

    Ich bin mir dessen bewusst dass ich durch Kontrolle, zureden, nichts, aber rein gar nichts erreichen kann.

    Solange sie Saufen will kann ich nur tatenlos zusehen.

    Momentan sind wir wieder einmal in einer Phase wo wir nicht kommunizieren.

    Muss man wirklich abwarten bis ein geliebter Mensch am Abgrund steht. Vermutlich schon, alles andere hatten wir ja schon.

    Ich weiss dass man sich als Partner um sich selber kümmern soll und Grenzen setzen muss.

    Momentan fühle ich eine komplette Leere und Machtlosigkeit.

    Grüße an Euch alle