Beiträge von Jacquy0

    Hallo ihr Lieben,

    vielen lieben Dank für euer Feedback und Ratschläge. Es hilft mir schon mal sehr zu lesen, dass ich ,zumindest rational gesehen, nicht Schuld habe an seinem Alkoholkonsum. Es ist nicht immer leicht für mich das alles einzuschätzen. Auch die Situation selbst ist irgendwie so widersprüchlich, denn auf der einen Seite geht er geregelt und fleißig SEINEN Pflichten nach und auf der anderen Seite steht dieses immer wieder zum Bier greifen und es einfach nicht lassen können. Er lässt mich mit allen Belangen des Haushalts und der Kinder vollständig allein, sucht sich aber ständig Arbeit bei anderen oder halt Dinge die er für wichtig hält, z.b. Stunden lang Auto putzen , wobei er dann gern ein Bier nach dem nächsten Trinkt. Familiär zieht er sich sehr raus, beschwert sich wenn er getrunken hat aber gern an Abend bei mir darüber,dass ich die Kinder nicht richtig erziehe, das ich sie verhätschle. Ja, ich gebe zu, ich bin sehr weich mit meinen Kindern. Aber es gibt natürlich auch Regeln,die er aber nicht mitbekommt, da er wenig zu Hause ist. Ich denke ich Versuche mit meiner weichen und liebevollen Art die verbalen Ausbrüche meines Mannes gegenüber den Kindern zu kompensieren. Sie werden von ihm oft genug im militärischen Ton angesprochen oder angeranzt. So möchte ich nicht mit meinen Kindern umgehen. Dieses verbal ausfallende ist seine Art ab einem bestimmten Pegel ...kurz vorher kommt kurz "lustig" und dann" blöd und gereizt".

    Ja ich weiß ich muss meine Kinder schützen und genau die Thematik belastet mich am meisten. Zu wissen meine Kinder möchten so gern eine intakte Familie und aber auch zu wissen, dass Sie unter dem Verhalten vom Papa unter Alkohol leiden. Er ist ja nicht immer so zu Ihnen. Wenn er noch nicht so viel getrunken hat tobt er auch mal mit Ihnen herum oder macht "Quatsch" mit Ihnen. Das genießen sie denn sehr, da er ja ohnehin selten zu Hause ist. Aber es ist so wie im letzten Beitrag von Hochfelln geschrieben....man weiß nie was auf einen zukommt. Hat er wieder bereits zu viel und ist schlecht gelaunt oder geht es noch... Wenn wir ohne hin weg gehen, weil er ja nie Zeit hat mir uns zu gehen, habe ich jedesmal schon Sorge wenn wir nach Hause kommen wie viel er schon getrunken hat. Manchmal geht es gut, oft nicht. Er hat allerdings ein paar Mal zwischendurch schon zugegeben,dass er zu viel trinkt und versprach immer jetzt dann mal eine Zeitlang kein Bier zu kaufen bzw zu trinken...aber das schafft er keine Woche und in dieser Woche holt er dann alkoholfreies Bier und dann schleichen sich wieder Tag für Tag die normalen Biere mit ein. So läuft es immer... spätestens nach einer Woche ist sein Versprechen nichtig. Er schafft es zwischendurch auch mal 1-2 Tage nichts zu trinken, aber es geht nicht mal längere Zeit ohne. Er sagt oft er kann ja ohne, will aber jetzt halt ein Bier trinken und er lasse sich von mir nichts vorschreiben. Dann wiederum gibt er manchmal zu, dass er was ändern muss und er weiß dass es zu viel ist.

    Ich bin einfach irgendwie überfordert. Würde er nur noch trinkend in der Ecke sitzen, wäre die Sache klar für mich...nix wie weg...aber er funktioniert im Alltag ja... Es sind diese ewigen verbalen Ausbrüche und die Gereiztheit unter Alkohol, die es schwer machen und Natürlich, dass ich das ein ganz schlechtes Vorbild für meine Kinder finde und dass es mich ansich stört,dass er so viel trinkt.

    Hallo ihr Lieben

    ich danke euch für eure Antworten. Es tut einfach gut alles mal loszuwerden und sich auszutauschen.

    Ihr habt sicher ganz Recht,dass ich an ihm nichts ändern kann. Das weiß ich im Prinzip auch. Daher denke ich auch immer neu in die Richtung, dass ich an mir etwas ändern muss bzw. Ihm das geben muss was er fordert,damit er sich dann ändern kann, weil er vielleicht dann sieht dass mir die Ehe wichtig ist und ihm das Ansporn gibt. Aber ich bin nicht in der Lage aus dem Nichts heraus diese Intimität zuzulassen. Es ist ja auch nicht so, dass er etwas dafür tut bzw. Versucht Stimmung dafür zu schaffen. Er erwartet einfach dass ich es ihm aus dem Nichts heraus anbiete so a la ... Hier bin ich also bedient dich. Ich aber bräuchte dafür zumindest mal das Gefühl dass es um mich als Person geht und nicht nur zum "abreagieren' da bin. Natürlich kann ich auch nachvollziehen,dass eine Ehe ohne Sexualleben für einen Mann problematisch ist. Ich habe ihm oft versucht meine Gefühlslage zu erklären, ihm gesagt, dass ich auch gern hätte das es wieder funktioniert zwischen uns in der Hinsicht, dass ich aber von ihm auch etwas brauche dafür, dass ich erstmal wieder das Gefühl brauche,dass er mich noch gern hat und dass ich und meine Gefühle ihm nicht egal sind. Leider sieht er immer nur meine Schuld und mein Versäumnis. Ich habe mich einfach sehr in mich zurückgezogen. Das weiß ich auch. Ich mache natürlich alles alltägliche für ihn, spreche natürlich normal mit ihm, Versuche nicht zu streiten. Aber ja, am Abend gehe ich ihm lieber aus dem Weg,weil er ja dann schon seine Biere drin hat und ich ärger vermeiden möchte. Ich halte mich mit meinen Meinung zurück,da er oft entgegengesetzte Meinungen hat. Wenn ich ihm sagen er soll wenigstens mit den Kindern vernünftig sprechen, dann sagt er ich soll einfach ruhig sein und mich nicht ständig einmischen. Mich macht das traurig.

    Er hat vor einem Jahr seinen Vater an den Alkohol verloren. Hat sich oft darüber beschwert,dass sein Vater ein Sturkopf ist, sich nicht auf eine Therapie einlässt, dass es so schwer für ihn ist, dass sein Vater sich so verhält. Und nun macht er das gleiche. Zudem hat er ein paar Monate zuvor seinen Onkel an den Alkohol verloren, der war erst 45 Jahre alt.man sollte meinen er habe daraus gelernt...aber leider geht er in die selbe Schiene.er funktioniert im Alltag einwandfrei. Keine merkt sein Trinkverhalten. Er fährt selbst mit 10 Bier intus das über 5 Meter lange Auto noch absolut sicher in die mega enge Garage. Ich wundere mich da immer wieder dass das nicht mal schief geht.

    Ich habe Angst, dass meine Kinder mir nachher die Schuld geben, wenn ich mich trenne, weil ich nicht zu ihrem Vater gehalten habe. Nie würde ich ihm den Umgang verbieten oder Probleme machen. Die Kinder sollen ihren Vater haben. Und auch wenn er trotz Alkohol im Alltag gut funktioniert, halte ich seine Launen nicht mehr aus. Möchte nicht immer wieder erniedrigende Sprüche hören und auch nicht hinnehmen,dass meine Kinder ständig im militärischen Ton angesprochen werden oder hat noch schlimmer verbal angegangen werden a la " du kannst auch echt gar nix" ' du bist selbst zu blöd zum essen' etc

    Ich weiß einfach nicht was richtig ist...für den Familienzusammenhalt zu kämpfen oder ob es für meine Kinder besser wäre wenn er nicht bei uns wohnt.

    Hallo zusammen,

    ich bin 40 Jahre alt und seit 14 Jahren mit meinem Mann (41) verheiratet. Wir haben 2 Kinder 10 und 7 Jahre alt. Leider trinkt mein Mann seit schon länger Zeit zu viel. Er trinkt Bier,aber das täglich und unter 5 Flachen an Tag sind es eigentlich nie. Am Wochenende werden es auch gern mal mehr Flaschen,sodass er dann bei 10 oder 11 angelangt ist.

    Wenn er unter der Woche trinkt, merkt man es ihm, wenn man ihn nicht kennt, nicht an. Selbst nach 7 oder 8 Biererkt man das nur wenn wann weiß wie er sich sonst verhält bzw. Redet. Zu Außenstehenden ist er immer freundlich. Alle mögen Ihn und erzählen mir was für'n tollen Mann ich habe. Zu Hause ist er oft schlecht gelaunt. Ab einem gewissen Pegel ist die Zündschnur extrem kurz. Ich muss ständig aufpassen was ich sage, damit er nicht wieder rumschimpft und mich blöd anmotzt. Er wird dann auch sehr erniedrigend mir gegenüber, auch vor den Kindern. Ich habe so oft versucht ihm klar zu machen,dass es zu viel ist was er trinkt. Aber er meint er arbeitet ja täglich und macht alles geregelt,also kann er ja kaum Alkoholiker sein. Ja, er geht geregelt sein Job nach. Ist sehr fleißig...auch außerhalb seiner Arbeit als Handwerker, dabei trinkt er natürlich gern sein Bier.. Er ist aber fast nie für die Familie da, arbeitet ständig,ich denke um sich rauszuziehen.

    Wenn ich das Themen Alkohol anspreche wird er sauer, macht mir Vorwürfe ich sei ja Schuld weil ich mich in der Ehe so verhalte wie ich es tue ... meinen tut er damit, dass das zwischenmenschliche schon längere Zeit auf der Strecke bleibt. Sex haben wir schon lange nicht mehr. Er hätte es gern, tut aber absolut nix dafür. Ich habe kein Verlangen nach Nähe, da ich mich schlecht behandelt fühle. Er beschimpft mich öfters und sagt ständig ich sei an ammel Schuld und dazu noch faul.

    Ich arbeite auf Minijobbasis, habe täglich 140 qm zu putzen, zu kochen, waschen, Hausaufgaben mit den Kindern...mein 7 jähriger hat ADHS da ist es oft nicht leicht. Ich fahre die Kinder zu Hobbys, gehe mit dem kleinen zu Therapien und versorge den Hund. Ich mache jeden Einkauf allein, nehme jeden Termin für die Kinder (Schule etc. ) allein wahr. Und noch weitere Dinge...und dann höre ich ich tue ja nix und nur er arbeitet so viel... Tut mir leid , aber mein Tag ist auch gefüllt mit Aufgaben. Bis zum schlafen gehen, aber ich trinke deshalb auch nicht uns gebe ihm die Schuld an allem.

    Er wird wenn er seinen Pegel hat auch zu den Kindern ständig verbal blöd. Brüllt nur Rum bei jeder Kleinigkeit die ihm nicht passt.

    Ich würde mir sehr wünschen,dass es wieder anders wird , denn ich möchte meine Familie zusammenhalten und auch dass wir als Paar irgendwie den Bogen kriegen...aber das was aus seiner Sicht der Grund für sein trinken ist, der fehlende Sex, den kann ich i nicht geben, da ich diese Nähe nicht spüren kann durch all das. Das versteht er nicht und sagt immer wieder er kann erst aufhören zu trinken wenn ich was daran ändere.


    Sorry für den langen Text, das musste mal raus. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich denke immer wieder ich sollte mich einfach hingeben, vielleicht ändert sich dann was...aber ich kann es nicht.

    Ich hätte gern dass es wieder anders wird, aber ich möchte auch nicht das meine Kinder so aufwachen. Sie waren aber unendlich traurig wenn wir uns trennen. Obwohl sie auch oft unter seinen Ausbrüchen leiden, lieben sie ihren Papa natürlich.

    Es ist wirklich nicht leicht

    Danke fürs lesen.

    Lg