Beiträge von wieweitsollmangehen

    Hallo Topfmann, ich bin über Deinen Faden gestolpert und muss sagen, ich finde Dich stark. Diese Willensstärke haben nicht viele Menschen. Und das meine ich ab vom Alkohol. Ich selbst habe nur als Teenagerin getrunken, häufig bis zum erbrechen, von heute auf morgen wollte ich keine Zigaretten und Alkohol mehr in meinem Leben und habe es durch Sport und ein gesundes Leben ersetzt. - edit -

    Aber zurück zu Dir. Ich habe mich gerade wirklich sehr über Deine Frau geärgert beim lesen. Wie kann sie dich nur so negativ beeinflussen? Ich finde man muss trotz Kindern und gemeinsamen Leben nicht alles gleich machen. Wenn Du gesund werden möchtest und sie dich krank halten will finde ich solltest du ihr (bestenfalls sehr ruhig) einmal Deine Grenzen aufzeigen. Natürlich kannst Du nicht verlangen das sie es Dir gleich tut, aber hier schreibt eine Frau, die leider eine Schwäche für Menschen hat, die auf Ihrem Lebensweg vielleicht nicht zu einem vorzeigbaren Lebenslauf gekommen sind. Und ich würde natürlich als Nicht-Alkoholikerin meinen Partner anheizen und positiv bestärken. Nicht übertrieben aber mit zur-Kenntnis-Name und ich glaube auch, zu viel Bestätigung kann auch nach hinten losgehen, die Gefahr, dass mein Partner dann wegen mir weitermacht oder wegen der positiven Aufmerksamkeit, die Idee dieses Gedanken gefällt mir nicht. Aber das was Deine Frau macht finde ich schrecklich unsozial. Mir tut das fast schon weh.

    Deine Kinder brauchen gesunde Eltern, diese scheinen sie bislang vermisst zu haben und Deine Partnerin scheint auch auf menschlicher Ebene (entschuldige ich will nicht übergriffig sein, ich kenne sie nicht) eine ungesunde Person zu sein. Umso bewundernswerter, dass Du bis heute durchgehalten hast. Sei bitte stolz auf Dich und habe Selbstmitgefühl. Ich wünsche Dir weiterhin, dass es dir besser geht und Du so weitermachst. Für Dich und Deine Kinder! Sie scheinen das wertzuschätzen und das finde ich schön zu lesen.

    @Moderation und Administration, ich hoffe ich habe nichts verbotenes getan mit meinem Kommentar in diesem Faden, er ist neu, ich auch, dürfen wir miteinander schreiben, ich verstehe noch nicht ganz wo ich nicht schreiben darf.

    Becca, ich habe schon einige Erfahrungen mit Männern gemacht die mir nicht gut taten. Ich kann mich trennen, das ist nicht der Knackpunkt. Das erste was ich dachte nachdem ich Deinen Eingangpost gelesen habe, Dein Leidensdruck ist noch nicht groß genug, naja und die Kinder sind natürlich nicht zu unterschätzen.

    Für mich war es ein langer Weg, mir selbst was wert zu sein. Ich bin hier, weil mein Partner am Anfang weniger getrunken hat als jetzt und vieles sicher verheimlicht hat. Wir leben auch nicht zusammen. Ich weiß, es ist ihm unglaublich peinlich. Er schämt sich. Aber er ist (noch) nicht bereit etwas zu ändern. Vielleicht sind seine Probleme auch zu groß. Er ist noch nicht mal abgeneigt, Therapie zu machen (nicht explizit Entzug, eher eine Psychotherapie) , wäre auch nicht das erste Mal. Das ist irgendwie der Punkt wo ich noch Hoffnung habe. Aber ich bin auch schon am überlegen, wie weit ich gehen kann.

    Hallo und vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

    Es ging mir gar nicht um Dein tatsächliches Alter, mir war der Zeitraum des Konsums wichtiger.

    Ich weiß, ich bin da noch sehr naiv und unbedarft aber jemanden der 3 Tage nicht trinkt kann doch aufhören. So sah ich es auch bei meinem Freund erst nicht so kritisch, weil er ja tageweise nicht getrunken hat. Also du hast es geschafft. Alkoholismus war für mich tatsächlich bisher verknüpft mit körperlicher Abhängikgeit und wenn ich den Konsum meines Partners sehe, dann wundere ich mich über vieles. Er zittert nicht, er hat nicht diese Gedächtnislücken und er trinkt wirklich viel und harte Sachen. Er ist selten volltrunken, nur in letzter Zeit belastet ihn etwas sehr und er schießt sich am WE regelmäßig ab. Ich habe ihm ein halbes Jahr prophezeit mit der Sache klar zu kommen, dies ist jetzt bald um.

    Mein Thema, sollte es dich interessieren ist ja auch öffentlich. Fühl dich bitte nicht gedrängt meine Fragen zu beantworten. Keiner kann in die Glaskugel sehen.

    Er versucht auch immer alle Menschen zu retten und sieht gar nicht das er eigentlich sich selbst retten müsste.

    Hallo Lebenskünstler,

    ich bin ganz neu hier und Deine Geschichte hat mich bewegt. Interessant wäre zu wissen, wie viele Jahre hast Du getrunken. Aber wenn Du nicht möchtest, antworte nicht. Ich habe als Teenager viel getrunken, nur am WE, aber oft bis zum erbrechen. Auch bei mir legte sich ganz plötzlich der Schalter um. Ich habe aufgehört. Ich bin aber zum Glück nie so tief gewesen, dass ich nicht trinken könnte. Ich habe keine Lust auf Alkohol. Ich kann aber durchaus einen Glühwein mittrinken oder mal ein Bier im Sommer. Muss ich aber nicht. Das ist großer Luxus.

    Ich bin hier gelandet weil mein Freund ein alkoholproblem hat. Da wir nicht zusammen leben weiß ich gar nicht wie ausgeprägt und was er selbst zugibt und wie es wirklich ist, wird sich unterscheiden. Auch er hat Menschen durch Alkohol sterben sehen, auch er kommt aus einer Suchtfamilie, auch er trinkt Bier eher als Alibi. Ungesund ist sein Konsum definitiv. Er kann auch 2 Tage nicht trinken und ich weiß beispielsweise nicht ob das ein Beweis ist, dass er nicht körperlich abhängig ist. Er sagt er trinkt unter der Woche weniger als am Wochenende. Ja er funktioniert. Aber vermutlich sollte ich einen eigenen Strang erstellen und hoffen dort Antworten auf meine vielen Fragen zu bekommen.

    Ich freue mich über Deine GEschichte und den guten Ausgang derer. Wie gesagt interessant fände ich zu den Zeiten auch eine Altersangabe oder auch wieviele Jahre du getrunken hast, bevor der Cut kam.


    LG