Beiträge von lili0204

    Es ist wirklich so Kräfte raubend. Man ist alleine mit seinen tausend Gedanken im Kopf. Immer wieder spielt sich alles wie ein Film in mir ab und immer wieder kommt die Frage auf, ob ich etwas falsch mache wenn ich gehe. Obwohl ich doch eigentlich sicher bin, dass ich ausziehen werde.

    Ich Frage mich, warum da dann doch immer wieder diese Gewissensbisse kommen. Mach ich es noch schlimmer wenn ich ihn alleine lasse? Würde er wirklich endlich aufhören zu trinken? Daran glaub ich eigentlich nicht mehr.. Im Prinzip hab ich ihm gesagt, dass es für mich keine Rolle mehr spielt ob er aufhört zu trinken oder nicht, dass meine Entscheidung einen neuen Weg zu gehen trotzdem sicher ist. Es waren einfach schon soviele Enttäuschungen über die ganzen Jahre und viele andere Dinge, die mich Stück für Stück immer weiter von ihm weg getrieben haben.

    Trotz allem schleicht sich immer wieder die Frage in meinen Kopf, ob ich egoistisch bin ob es meine Aufgabe ist, da zu😫 sein damit er nicht mehr trinkt. Ich will dieses leben so wie es ist absolut nicht für meine Kinder und mich, doch trotzdem machen mich diese ganzen Gedanken verrückt

    Danke das ich hier sein darf, es tut gut zu wissen daß viele das gleiche erleben. Ich habe mir schon oft vorgenommen mit den Kids zu gehen, im Endeffekt hab ich mich immer wieder von den schönen Worten blenden lassen und habe es danach wieder bereut es nicht getan zu haben. Meine größeren Kinder sind 15 und 9 Jahre alt. Die sehen es leider so, dass ich ihnen das zu Hause weg nehmen würde wenn ich gehe. Was mich natürlich zusätzlich belastet weil ich doch für alle nur das Beste möchte 😔 Aber das er mittlerweile sogar neben den Kids bis zur kompletten Eskalation trinkt, sie dann komplett sich selbst überlasst usw und das nicht zum ersten mal, ist einfach zu all dem was ansonsten schon war der absolute wahnsinn.. man möchte sich nicht ausmalen was passieren hätte können 😔 Bis Montag befindet er sich noch in der Psychiatrie, gegen einen längeren Aufenthalt und dem sofortigen Antritt einer 6 wöchigen entzugskur hat er sich gewährt. Seines Erachtens ist er dort falsch und er kann ja ohne Probleme von selbst aufhören. Er schafft es ja immer wieder ein "paar Wochen" somit hat er in seinen Augen sowieso kein richtiges Alkohol Problem. Er redet so sehr auf mich ein, dass ich es doch nicht schaffen werde mit den Kindern alleine (bin jetzt auch ständig alleine gewesen) das wir alles sind was er hat, er kann nicht ohne uns. Ich kann den Kindern nicht die Familie wegnehmen, es wird diesmal zu 100% alles anders usw. Natürlich bekomme ich hinsichtlich meiner Entscheidung Gewissensbisse, obwohl i h tief im Inneren doch weiß das es sich nicht ändern wird.. Man fühlt sich so im Zwiespalt, was ist richtig oder falsch. Wird sich wirklich was ändern oder sind es nur weitere Jahre die ich verschwende und in ständiger Angst lebe und eben mich selbst dabei kaputt mache, da die ganze Situation schon sehr lange wirklich an meiner Psyche nagt..

    Hallo, ich bin 34 Jahre alt und Mama von vier Kindern. Seit 2019 bin ich mit meinem jetzigen Freund in einer Beziehung. Die zwei kleinsten Kinder im Alter von 2 und 3 Jahren habe ich mit ihm. Als wir uns kennenlernten, erzählte er mir, dass er früher mit Alkohol übertrieben hat und jetzt mittlerweile schon über ein Jahr nichts mehr trinkt. Ich wusste aber nicht, dass er generell ein Alkoholproblem davor hatte.. Ein Jahr lief alles super, ich wurde schwanger mit unserem ersten gemeinsamen Kind. An seinem Geburtstag trank er ein Bier und seitdem ist alles anders. Er trinkt meistens tagelang, ist für mich dann nicht erreichbar. Er hat sich auch schon angemacht in seinen Rausch Zuständen, was mich absolut angeekelt hat.. Er ist im nüchternen Zustand ein toller Mensch, ein super Papa, liebenswert hilfsbereit usw. Aber die Sucht macht mich kaputt. Er verspricht immer und immer wieder sich zu ändern und trinkt dann auch manchmal 1 Monat nicht, aber er verfällt immer und immer wieder ins gleiche Muster.. ich habe ihm schon so oft verziehen, aber ich kann nicht mehr.. Mittlerweile war es schon ein paar mal so, dass wenn ich arbeiten war und er die Kinder hatte, ich auf einmal einen Anruf bekam, dass unser 3 jähriger Sohn alleine draußen ist und ihn niemand rein lässt. Er hat ihn einfach draußen "vergessen" und hat im Haus am Boden geschlafen, wo natürlich auch noch der kleinere Sohn anwesend war. Er verliert dann jegliches Verantwortungsgefühl, es ist ihm in dem Moment egal, dass ihn die Kinder so sehen neu er nicht mal mehr fähig ist auf sie zu schauen. Ich hab eine Wohnung gefunden und stehe kurz vorm Auszug,meinen noch Freund habe ich vor einer Woche einweisen lassen, da er drohte sich umzubringen wenn ich gehe. Natürlich bettelt und fleht er jetzt wieder das ich bleiben soll, dass dies jetzt der Wendepunkt sein wird und er alles ändern wird und der Mann sein wird den ich verdiene. Ich hab Angst mich wieder "einschüchtern" zu lassen bzw seinen Worten wieder glauben zu schenken. Ich packe das so nicht mehr, ich bin schon so lange unglücklich und kann mir nicht vorstellen das so mein restliches leben aussehen soll.. immer nur warten, hoffen usw. Ist jemand in der gleichen Situation und kann sich mit mir austauschen?? 🙏🙏😭 Ich bin wirklich so verzweifelt und weiß nicht mehr ein oder aus..