Beiträge von Herzilein56

    Liebe Herzilein,

    also was du da beschreibst kenne auch ich zu genüge. Die Gefühle gehen rauf und runter weil natürlich niemand nur ein A Loch ist… und dieses permanente schlechte Gewissen, weil man einen kranken Menschen doch nicht einfach fallen lassen kann….
    Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Sei froh, dass ihr nicht zusammen wohnt und belasse es auch bitte dabei. Ist er erst einmal in der Wohnung hast Du überhaupt keinen Schutzraum mehr. Ich hab den Fehler gemacht zusammenzuziehen, sogar zu heiraten, obwohl ich tief im Inneren wußte, dass mir das nicht gut tut… hab mir immer wieder alles schön geredet….

    Heute leben wir getrennt. Gott sei Dank!!! Er ist vor ein paar Tagen jetzt endlich mal zu einer 3 Monatigen stationären Behandlung gefahren.

    Die Zeit mit ihm war für mich furchtbar. Ich genieße jetzt meine eigenen Wohnung und möchte nie wieder in so eine Situation kommen. Bitte bleibt zumindest räumlich getrennt.

    Weißt du ich wohne jetzt 3 Jahre in meiner Wohnung. Davor hatte ich eine Ehe in einer Hochtoxischen Beziehung. Fremdgeher etc. Viele Manipulationen vom feinsten. Mein jetziger Partner kann gar nicht verstehen, warum ich nicht nochmal heiraten möchte. Aber mein Bauchgefühl sagt mir genau das was du geschrieben hast. Alleine wohnen bleiben. Ich möchte nicht nochmal abhängig in einer gemeinsamen Wohnung sein. Zumal was würde dann passieren, wenn er sich meiner ganz sicher ist?? Ich vermute es würde noch mehr eskalieren, weil er sich dann richtig gehen lassen wird. Eigentlich schon beängstigend meine Gedanken. Hast du noch Kontakt zu Ihm?? Und ja, die schönen Zeiten halten einen gefangen. Genau wie du es beschreibst, ich habe das Gefühl Ihn fallen zu lassen , hat er ja auch oft genug zu mir gesagt.

    Liebe Herzilein56, was würdest Du denken, wenn Du deinen Text von jemand anderen lesen würdest? Ehrlich? Sei froh, dass ihr nicht zusammenwohnt. Ich bin einige Jahre älter als Du und mein Partner ist mit 58 Jahren vor sechs Wochen an seiner Alkoholkrankheit gestorben. Tu Dir das nicht an. Du brauchst keine Schuldgefühle zu haben, an was solltest Du Schuld sein? Wenn er trotz seiner massiven Gesundheitsprobleme weiter trinkt, ist das Selbstmord auf Raten. Davon kannst Du ihn nicht abhalten. Du hast ein besseres Leben verdient.

    Danke für deine offenen Worte. Es tut so weh, wenn sich jemand selber zerstört den man liebt aber hilflos ist. Diese Hilflosigkeit macht mich auch sehr wütend. G'enauso wie es mich wütend macht, das er immer wieder sagt, er hätte kein Problem. Das sieht ja so aus, als wäre ich zu doof um so etwas zu merken. Ich war erschüttert über deine Nachricht und mir ist bewusst geworden, das Alkohol Tod auf Raten ist. Das muss ja die Hölle für dich gewesen sein. Wie hast du das nur mitgemacht?? Ich weiß wenn man das als Aussenstehende liest, denkt man, oh Gott, was ein Schmerz..wie konnte Sie das nur ertragen?? Verrückt, man steckt ja selber drin und erträgt auch viel Schmerz.

    Hallo ich bin 56 Jahre und seit 2 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er hatte vor 3 Jahren Halskrebs. Als wir uns kennenlernten erzählte er mir davon, da er auch kaum eine Stimme rausbekommt. Am Anfang war ich total verzaubert von Ihm.... tat mir leid aufgrund der Vorgeschichte und das Ihn seine Verlobte 2 Jahre bevor er mich getroffen hatte vor dem Traualtar stehen gelassen hatte...erzählte er mir, was sich aber im Nachgang als Lüge erwies. Die ersten Wochen war toll, bis ich merkte das er sehr viel trinkt. Und rauchen tut er auch viel. .... ich dachte mir erstmal nun ja, wenn man so krank war sollte man besser auf sich achten...nahm es aber erstmal stillschweigend hin. Tagsüber ist er ziemlich normal, zum Abend hin, benimmt er sich immer komisch.... er bekommt dann keine Luft, fängt an zu weinen, über seine schlimme Vergangenheit....... wird vom Reden her sehr locker..... Ich weiß das er am Tag über 2 Flaschen Wein trinkt...wir wohnen nicht zusammen, aber an den WE konnt ich das zu genüge beobachten. Er fängt Vormittags schon an Wein zu trinken..er zittert viel schon morgens... ich habe ihn schon mehrmals darauf angesprochen das er zuviel trinkt und mich große Sorgen mache...aber er ignoriert es immer weg. In den 2 Jahren hatten wir schon viele Offs weil er mich oft beschimpft hat..z.b. falsche Schlange, Schlampe... lass dich durchvögeln. Er spinnt sich Sachen zurecht die überhaupt nicht der Realität entsprechen. Ich bin ein so treuer Mensch und hatte immer das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, aber wofür?? Ich bin ja immer für Ihn da. Ruft mich wenn er betrunken ist, sogar spät Abends noch an, obwohl er weiß, das ich in der Woche um 04.00 Uhr aufstehen muss. Er hat sich vorletztes Jahr mit seiner Ex getroffen, weil er was klären wollte. Was weiß ich bis heute nicht..Angeblich schuldete Sie Ihm Geld. Im Nachgang habe ich herausgefunden, das Sie die ganze Nacht bei Ihm war.... er schrieb ihr..er wäre so traurig das es zwischen den beiden so ausgegangen ist...und das obwohl er mit mir zusammen ist?? Ich habe ihm nie gesagt, das ich das weiß... dann habe ich letztes Jahr seine Ex Frau angeschrieben mit der er 2 Kinder hat.... Sie teilte mir mit, das er Alkoholiker ist seit der Bundeswehrzeit und das Sie durch die Hölle mit IHm gegangen ist. Seine Kinder wollen keinen Kontakt mehr zu Ihm.... Ich habe schon mehrmals versucht mich zu trennen- Das schlimme ist, wenn er nüchtern ist, kann er so lieb sein, aber wenn er getrunken hat, wird er zum Teufel..... Es geht IHm nicht gut..er hat täglich Halsschmerzen und kann nicht richtig sprechen und schlucken. war schon 2 x in Reha hat alles nix geholfen..... Seine Worte: Alles Quatsch, die haben ja alle keine Ahnung.. Hilft alles nix. Aber Alkohol und Kippen??? Hallo??? Ich weiß selber das ich alles richtig wahrnehme und trotzdem schafft er es immer wieder mich zurückzuholen. Ich habe mittlerweile Angstzustände und Panikattacken, kann nicht mehr richtig schlafen und keine Kraft mehr. Diese ständige Gejammer, Geschimpfe und in Selbstmitleid verfallen... Warum macht er das?? Ich habe schon mehrmals gesagt wenn das so weiter geht, trenne ich mich...habe ich auch getan...bin aber wieder zurück.. ja ich weiß, er nimmt mich gar nicht mehr ernst..es tut so weh jemanden los zu lassen, den man liebt und mit anzusc hauen wie er sich selber vernichtet. Mittlerweile ekelt es mich an, dieser ständige Alkoholgeruch. Er ist abgemagert, ißt kaum..... und ich kriege nur zu hören.... er hätte kein Problem.... warum gehe ich immer wieder zurück obwohl es mir nicht gut tut?? Diese Erniedrigungen..Filmrisse wenn er betrunken war.... dann tut er am nächsten Tag, als wenn nix gewesen ist..ist das denn alles noch normal?? Wer bin ich geworden, das ich das alles mitmache???? Warum schaffe ich es nicht mich zu lösen?? Ist es die Hoffnung, das sich doch noch alles ändert und er zur Einsicht kommt?? Sind es Schuldgefühle Ihn alleine zu lassen??? Ich bedanke mich schonmal für ein Feedback von Euch.