Hallo Meike, mir geht es ähnlich wie dir.
Mein Mann und ich sind seit über 20 Jahren zusammen. Wir wohnen ländlich und auf Feiern wird bis zum umfallen getrunken/Kontrollverlust. Zudem hat mein Mann zwischendurch immer mal wieder „heimlich“ trinken „müssen“ (aber seiner Aussage nach nur 1 Bier alle 2-3 Tage).
Mir gehts damit auch nicht gut, ich kann dich verstehen
Beiträge von Schmetterling85
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Vielen Dank für die herzliche Wiederaufnahme ❤️.
Es ist tatsächlich schwierig für mich, die Situation einzuschätzen und deshalb denke ich, ich übertreibe. Ich möchte ihm nichts falsches unterstellen und mich am liebsten auch nicht ständig mit dem Thema beschäftigen. Aber die Gedanken gehen sehr oft in seine Richtung und das leidige Thema Alkohol. Wir sind seit über 20 Jahren zusammen und früher hat es mich komischerweise nicht gestört.
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Hallo zusammen,
vor über einem Jahr war ich schon mal hier im EKA Bereich.
Mittlerweile sehe ich mich auch als Co-Abhängig. Also ob mein Mann Alkoholiker ist oder nicht, weiß ich nicht, aber für mich ist es zu viel wieviel er trinkt und es triggert mich leider.
Ich habe Flaschen gezählt und fotografiert, scanne ihn, mach auch blöde Bemerkungen manchmal.
Er : hat auf mein Nachfragen zugegeben, dass er alle 2-3 Tage 1 (?) Bier abends in der Werkstatt getrunken hätte, um runter zu kommen. In der Vergangenheit hat er auch schon vereinzelt „heimlich“ Bier getrunken. Seine Begründung ist, ich würde es ja nicht mögen, deshalb „muss“ er es ja heimlich machen. Es ist eine Endlosschleife in meinen Augen. Ab und zu gibt es Feiern in Gesellschaft, wo es dann meistens zum Absturz kommt (unregelmäßig, mal 1-2 mal pro Monat, mal alle paar Monate, aber dann mit kontrollverlust).
Hinzu kamen abendliche Treffen mit Kumpels oder Verein, wir wohnen aufm Dorf - Gründe gibt es also immer, an denen ein paar Bier oder auch mal Schnaps getrunken wurde (zum Teil war es mehrmals in der Woche).
Seid unserem letzten (nicht ersten 🙂🙃) Gespräch meint er, er möchte erstmal nicht mehr so viel trinken, weil er selbst bemerkt, dass es wieder zu viel geworden ist. An dem gleichen Punkt waren wir letzten Sommer im Prinzip schon mal. Er hat sich dann vorgenommen, mindestens 10 Tage nichts zu trinken. Innerlich fand ich es ehrlicherweise lächerlich…. Sorry. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich das gut finde, ihm aber leider nicht glauben kann… und ich es ja sehe.Unter Alkohol ist es leider vor ein paar Jahren auch schon zu verbalen Wutausbrüchen mir gegenüber gekommen, weshalb ich den Konsum einfach kritisch sehe und auch Angst habe.
Er meint, ganz aufhören möchte er definitiv nicht.Mir tut das ganze Thema nicht gut, immer wieder haben wir Drama deswegen….
Nun weiß ich allerdings auch nicht, ob ich „übertreibe“, denn so viel wie manch anderer trinkt er ja auch nicht. Bei diesem heimlichen klingeln bei mir aber innerlich die Alarmglocken. Er meinte auch, ich sei ja nur so empfindlich aufgrund meiner Kindheit (Mutter Alkoholikerin). Als ich dann gesagt habe, es liegt auch daran, dass er so aggressiv geworden ist unter Alkohol, meinte er nur, dass ist aber hart, dass ich jetzt die alten Kamellen wieder hochholen würde, wir hätten beide Fehler gemacht und man muss das nicht immer wieder sagen.Irgendwie drehe ich mich im Kreis, deshalb hab ich diesmal hier ein Thema eröffnet und erhoffe mir vielleicht ein wenig Tipps von euch …
Habe auch über die Zeit immer viel hier gelesen, was mir sehr geholfen hat.
Liebe Grüße, Schmetterling
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Das ist ja im Prinzip auch eine Grenze für dich. Wir schlafen nun auch konsequent in getrennten Zimmern.
Das heißt ihr lebt "nebeneinander" her und seid offiziell noch ein Paar?
Es ist schon noch etwas mehr, als nebeneinander her leben. Ich mag ihn auch so als Mensch und es sind auch noch Gefühle da, aber anders. Wir versuchen eine Art Familien/Eltern-WG. Es ist kompliziert 😅 Aber für eine richtige Partnerschaft funktioniert für mich nur, wenn ich wieder Vertrauen aufbauen könnte. Er sagt, er möchte beim Thema Alkohol momentan nichts ändern… und er kennt auch meine Probleme diesbezüglich. Von daher kommen wir da leider gerade nicht auf einen Nenner. Ich bin auch traurig darüber, dass ihm der Alkohol anscheinend wichtiger ist. Und ja, andere trinken mehr. Aber ich verstehe nicht, warum es so wichtig ist, wenn die Ehe so deutlich darunter leidet.
Wir wollen das zusammenwohnen noch eine Zeit lang probieren und auch schauen, ob wir wieder zusammen finden. Nur halt ohne Druck. Aber solange er sich teilweise so stark betrinkt, sehe ich keine gemeinsame Zukunft. Ich habe Angst davor, dass meine Kinder so auswachsen müssen wie ich, nämlich mit einem alkoholkranken Elternteil. Er sieht sich nicht als abhängig an. Ich will es ihm auch nicht unterstellen. Missbräuchlicher Konsum ist es zumindest.Wir haben auch vorher oft über Trennung gesprochen. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr. Jetzt ist es nur eher so ein zwischenzustand, was irgendwie auch nicht so sonderlich einfach ist.
Wie einsichtig ist dein Partner über sein Trinkverhalten? -
Hallo Feuersalamander,
ich kann verstehen, in welcher Zwickmühle du dich befindest.
Und ich sehe es so wie Sonnenschein CoA, du würdest den Kindern damit mehr geben als nehmen, wenn du den Schritt einer Trennung gehen kannst.
Dass es dir nicht leicht fällt, kann ich auch nachvollziehen. Momentan bzw. schon länger befinde ich mich in der Situation wie du, nur mein Mann trinkt nicht so viel (bloß was ist viel? —- mir ist es zu viel, dass er manchmal mehrmals im Monat einen Vollrausch hat und auch unter der Woche mit anderen mal Bier trinkt und er auch schon alleine „heimlich“ getrunken hat). Wir sind dieses Jahr auch 22 Jahre zusammen, etwas älter als ihr und haben zwei Kinder, die gerade Teenager sind. Und wir wohnen auch auf dem Land, hier gibt es immer Gründe zum Trinken.
Mich triggert sein Verhalten, weil ich EKA bin und mein Mann unter Alkohol schon verbal sehr ausfallend war. Deshalb „übertreibe“ ich wahrscheinlich auch einfach.
Mittlerweile leben wir seit einigen Monaten getrennt zu Hause, die Kinder wissen noch nichts, weil wir einfach selbst noch nicht wissen, wohin die Reise geht. Eine „richtige“ Trennung mit Auszug usw. ist bei uns aus ähnlichen Gründen schwierig. Zudem haben wir hier einen Betrieb zusammen und viele Tiere und Freunde, das möchte ich den Kindern nicht nehmen.Was ich dir raten kann und was ich erstmal für mich gemacht habe, bis es eventuell mal zu dem Schritt richtige Trennung kommen sollte… ziehe Grenzen für dich.
Das erste was ich vor ca. einem Jahr gemacht hatte war, dass ich gesagt hab, dass wir nicht in einem Zimmer schlafen, sobald er was getrunken hat. Nicht aus Bosheit ihm gegenüber, sondern als Selbstschutz.Habt ihr über Trennung schon konkret gesprochen?
Liebe Grüße, Schmetterling -
Kann ich nachvollziehen… so ging/geht es mir auch…
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Liebe Schokokeks,
Für Außenstehende ist das oft nicht zu verstehen.
Du schreibst:
Aber im Endeffekt bist Du quasi auch süchtig. Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt und Du hängst Dich an einen Menschen, mit dem Gefühl, ohne ihn kannst Du nicht leben. (Mir ging es genauso). Und er kann ohne den Alkohol nicht leben (sein Gefühl)
Aber das ist der Charakter einer Sucht, aus meiner Sicht.
Da jeder Mensch nur sich selbst ändern kann, musst Du bei Dir anfangen. Warum hälst Du an einer Beziehung fest, welche Dich auf Dauer nicht glücklich machen kann? Warum drehst Du Dich um die Probleme eines anderen Menschen und vergisst Dich dabei?
Das sind/waren alles Fragen, welche ich für mich bearbeiten musste und teilweise immer noch muss.
LG Momo
Es geht so vielen Menschen so, mir auch.
Super geschrieben:„Warum drehst du dich um die Probleme eines anderen Menschen und vergisst dich dabei?“
Das ist ein Satz, den ich mir immer wieder vor Augen führen muss, der sicher vielen hilft und die Augen öffnet, und den ich mir jetzt irgendwo aufschreibe, damit ich mich daran erinnere, was wirklich wichtig ist… sich erstmal um sich selbst kümmern.
Dankeschön 🙏
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Ich will so gerne einfach glücklich sein. Aber die Auseinandersetzungen der letzten Jahre und wie sich dieser Familienteil damals gegen mich wendete, das verfolgt mich bis heute. Dieses ständige innere hin und her zwischen dem betteln nach Anerkennung und Liebe und der Verachtung und dem Unverständnis ist meine größte Belastung, denke ich momentan.
Hallo Sansi,
mir geht es ähnlich.
„Ich will so gerne einfach glücklich sein“Setze mich auch mit Hilfe einer Therapie mit meiner Vergangenheit auseinander. Es kostet sehr viel Kraft und Tränen. Aber ich glaube nur so kann es auch wieder Berg auf gehen.
Durch die Therapie sehe ich manche meiner in der Kindheit entstandenen Verhaltensweisen, Gefühle, Muster, … in einem anderen Licht… mich dafür nicht mehr selbst zu kritisieren, sondern Mitgefühl mit mir zu haben und Schritt für Schritt zu versuchen, bestimmte Muster zu verändern (sich denen erstmal überhaupt bewusst zu sein), hat schon sehr geholfen.
Nur so richtig will die Lebensfreude momentan noch nicht zurück kommen…Welche Therapieform startest du?
Das ist ein guter Schritt, mir hat es wie gesagt schon vieles Bewusst gemacht.
Ich wünsche dir alles Gute! 🍀
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Hallo Nikkik,
auch mir wurde erst in diesem Alter (bin 39) bewusst, was für Auswirkungen hat, wenn man EKA ist. Meine Mutter war Alkoholikerin und ist vor ein paar Jahren gestorben.
Mir kommt es manchmal so vor, als wenn ich jetzt erst „Erwachsen“ werde, weil ich noch so viel lernen kann in Bezug auf meine alten Muster und Gefühle, die aus der Kindheit entstanden sind.
Und es scheint so, als wenn viele „Kinder“ von Alkoholikern sich in diesem Alter, wie ich finde recht spät, sich den Auswirkungen bewusst werden. Ich habe mich aufgrund einer Depression das erste mal bewusst mit mir selbst auseinander setzen „müssen“, mir war es nicht klar, dass die meisten dysfunktionalen Verhaltensweisen sozusagen Überlebensstrategien aus der Kindheit sind.
Liebe Grüße und alles Gute 🍀 -
Bin zur Zeit in einer Verhaltenstherapie und arbeite an den neuen Mustern.
Es ist echt ähnlich, wie du es beschreibst, ich musste gerade schmunzeln beim Lesen, obwohl es eigentlich nicht lustig ist.Mein altes Muster ist vor allem/unter anderem : Unsicherheit, klein machen, anpassen, der „Gefahr“ oder dem Konflikt aus dem Weg gehen.
Der neue Weg ist nicht einfach, aber ich fühle mich wesentlich stärker und merke, wie gut es tut. Die Angst aushalten, stark sein, auf meine eigenen Bedürnisse achten, Grenzen setzen. Wenn ich in mein altes Muster zurückfalle, dann merke ich es (mal rechtzeitig, mal zu spät). Aber ich verurteile mich dafür nicht mehr so hart, sondern versuche es dann mit selbstmitgefühl.
Also zu deiner Frage… meine „Strategie“ ist dabei, es versuchen zu beobachten/mitzubekommen, wenn ich ins alte Muster falle. Es sich bewusst sein, im besten Fall draus lernen. Selbstmitgefühl statt Selbstverurteilung.
Und immer wieder aufstehen, Krone richten, wieder versuchen den neuen Weg zu gehen. -
Kann das irgendwie gerade nachvollziehen, was du schreibst. Vom Kopf her schon wissen, man will die alten Muster nicht mehr und dass man die neuen schon kennt und eigentlich anwenden kann/möchte, dass es aber einfach noch sehr anstrengend ist, das durchzusetzen. Meinst du das so in etwa?
Welche Muster sind das z.B. bei dir? -
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Guten Morgen Marilyn,
Das bringt meines Erachtens nichts. Damit gibst du ihm wahrscheinlich noch mehr Zündstoff für Verletzungen dir gegenüber. Wenn er merkt, wie wichtig dir das Haus ist, wird er alles tun, um dich damit weiter zu reizen. Warum sollte er aus seiner Sicht gehen? Zeig ihm genau das Gegenteil.
Das sehe ich genauso. Du musst aus deiner Komfortzone treten und deinen Kampfgeist wecken. Was möchtest du deiner Tochter vorleben? Eine Frau, die sich von Ihrem Mann fertig machen lässt, weil sie sich abhängig gemacht hat. Kämpfe!!!! Zeige deiner Tochter, wie stark wir Frauen sind und wie man sich aus so einer Situation befreit. Such dir einen Job und eine Wohnung. Es gibt Bürgergeld. Du wirst überrascht sein, wie viel du bezahlt bekommen wirst. Erkundige dich beim Anwalt. Er wird finanziell nicht aus der Verantwortung genommen und bis dahin bist du durch das soziale Sicherheitsnetz aufgefangen. Es wird nicht leicht werden, aber es gibt einen Weg und eine Lösung.
Das geht vielen Frauen so. Dein Lebensplan war auch mal ein anderer, oder? Nun ist es aber nun mal so wie es ist. Kämpfe!!! Hol dir deine Würde, deinen Stolz und deine Unabhängigkeit zurück. Deiner Tochter gibst du damit viel für ihr Leben mit und es stärkt eure Beziehung.
Diese Sätze streichst du mal ganz schnell aus deinem Kopf. Das ist ganz großer Mist. Du bist niemals der Grund, dass er trinkt. Ich kenne dich nicht, aber das weiß ich 100 prozentig. Er trinkt, weil er krank ist und noch nicht bereit es zu ändern. Da kannst du dich verbiegen und anpassen wie du willst. Das wird nichts ändern. Nur das du dich noch schlechter fühlst.
Ich sende dir ganz viel Kraft.💪
Wow, der Beitrag gibt tatsächlich auch mir gerade ganz viel Kraft.
Wir sollten alle kämpfen für uns selbst.
Und für unsere Kinder. Vielen Dank für diesen tollen Text.Und auch für deinen Weg alles Gute , Marylin. Du hörst dich wirklich schon sehr klar an. Das schaffst du !
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Ich fühle mit dir, ich kenne diesen Zustand im Hochstressbereich , Ostersamstag hat mir mein Therapeut gezeigt, wie man da raus kommt und ich musste es Sonntag gleich anwenden. Kennst du das (sonst vielleicht mal googeln), dich mit Skills wieder runter zu fahren, so dass zumindest der Kopf wieder funktioniert? Und dann das Gefühl benennen, aber nicht weiter in Grübelschleifen kommen (das schwerste in meinen Augen), also bemerken, dass es sich in den Gedanken gerade nur um den eventuellen Betrug dreht. Mach dann was Schönes mit deiner Tochter, versuche bei dir zu bleiben und daran zu denken, was du alles hast (eine gute Beziehung zu deiner Tochter). Ich hoffe das hilft dir…
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Vielen Dank für die Info 🙂
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Das klingt sehr gut und stark. Und auch wenn es zwischendurch schwer wird, der Weg geht Berg auf und du hast ein Ziel vor Augen.
Bin auch gerade dabei, emotionale Abhängigkeit und Traumata aus der Kindheit zu überwinden, die sich gerade sehr stark bemerkbar machen. Das ist nicht einfach, aber irgendwann wird es schon besser werden, ich glaube daran (wenn ich nicht gerade mal wieder starke Ängste habe und klar denken kann). Schritt für Schritt.Wie machst du das? Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft bei dem Abnabelungsprozess.
Man sollte es sich wirklich wert sein, sich nicht so behandeln zu lassen.
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Lass dir das bitte nicht einreden… schuld hin oder her, er hätte ja auch längst gehen können. Und wenn du krank bist, kannst du nichts dafür, dass du (für ihn) „schrecklich“ bist…
Sorg bitte für dich, hole dir Hilfe…
Hast du Familie oder Freunde, mit denen du über die Situation sprechen kannst?
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Hallo Marilyn,
ich kann nachvollziehen, dass es dir nicht gut geht in so einer Situation….
Wie alt ist dein Kind?
Was ich dir raten kann, versuche dir immer wieder zu sagen, dein Wert hängt nicht davon ab, wie andere mit dir umgehen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan und gelingt mir momentan auch nicht.
Was mir geholfen hat ist der Gedanke, dass meine Kinder mich brauchen… sie haben es nicht verdient, mit einer Mutter aufzuwachsen, der es nicht gut geht und die sich nicht gut genug kümmern kann dadurch (habe Depressionen und Ängste und bin in Behandlung). Auch der Gedanke morgens: wofür stehe ich heute auf? Das war dann an schweren Tagen hauptsächlich für die Kinder.
Hast du die Möglichkeit für eine räumliche Trennung?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht, auch wenn es gerade sehr schwer ist… -
Nein, auf Augenhöhe ist sie leider nicht… 😔
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Das tut mir leid, dass du so eine Nachricht bekommen hast. Das würde mich auch völlig aus der Bahn werfen. Aber an der Situation bist du nicht Schuld bzw. du schmeißt nicht alles weg, sondern schützt dich und deine Kinder. So sollte kein Kind aufwachsen müssen… und du hast ja auch viel getan, irgendwann ist wahrscheinlich einfach der Punkt erreicht, an dem das Fass über läuft (im wahrsten Sinne des Wortes 😔).
Mit meiner Situation ist es irgendwie gerade etwas kompliziert. Ich habe mich angemeldet, weil ich mich gerade intensiv mit meiner Kindheit auseinander setze und es mir deshalb nicht gut geht… dadurch triggert es mich auch einfach sehr, wenn mein Mann etwas getrunken hat… und ich kann noch nicht so richtig einschätzen, ob ich einfach „überreagiere“ (bzw. mein inneres Kind, was an die alkoholkranke Mutter erinnert wird) oder mir viel zu viele Gedanken mache/Angst davor habe und es nur MEIN Problem ist, oder ob er auch eins hat… vielleicht ist er auf dem besten Wege dahin, schleichend ein Problem mit Alkohol zu entwickeln… vielleicht ist alles ganz normal?! Ich muss tatsächlich erstmal meine Baustellen aufräumen mit Hilfe meines Therapeuten, dann schaue ich weiter, momentan habe ich dafür keine Kraft mehr und gehe ihm aus den Weg, wenn ich weiß, er hat was getrunken… -
Er hat ja eh nur soviel Macht über mich, wie ich zulasse. Von daher...
Was für ein toller Satz… es bringt einem selbst ein Stück Kontrolle zurück ❤️