Hallo Marie, danke für die Antwort, das hilft mir ein wenig. Dass ich meine Grenzen selbst bestimmen kann und auch das auch sagen kann. Der Absprung gelingt mir leider nicht, weil ich Angst davor habe, allein zu bleiben. Wir haben 2 Kinder, Haus, gemeinsamen Betrieb.
Zudem (es ist kompliziert, arbeite aber mit meinem Therapeuten dran) habe ich mich „leider“ in einen anderen Mann verliebt und hatte eine schöne Zeit mit ihm. Er war der erste, bei dem ich mich richtig verstanden gefühlt habe, da ähnliche Kindheit (Alkoholkranke Eltern). Er ist leider auch psychisch krank. Nun hat er sich getrennt und ich hatte massive Verlustängste, er ist sehr distanziert zu mir und ich mach mir noch Hoffnung und will ihn nicht verlieren…
Auf der anderen Seite steht mein Mann (der noch nichts von dem anderen weiß), für den ich „leider“ kaum noch Gefühle habe und den ich irgendwie auch nicht loslassen kann… Ich bin ihm auch für vieles dankbar und es gibt auch tolle Zeiten…
Also irgendwie 2 Männer, die mir nicht gut tun, aber von denen ich mich nicht lösen kann. Ich bin nicht stolz drauf, dass mir sowas passieren konnte, aber momentan ist es einfach nur ein riesiges Gefühlschaos in mir.
Mein Therapeut meint, das läge wohl daran, wie ich aufgewachsen bin. Alkoholkranke Mutter, narzisstischer Vater, der sich nicht gekümmert hat und weggeschaut hat.
Ich sei selbst (wie meine Mutter) in eine dysfunktionale Beziehung geraten. Um das auszuhalten, hab ich zumindest nicht wie sie zur Flasche gegriffen, weil ich das meinen Kindern nicht auch antuen wollte. Aber zumindest brauchte ich irgendwann wohl Bestätigung von anderen Männern (habe nicht aktiv gesucht, wir haben uns zufällig kennengelernt und gleich diese Verbindung gehabt), und hab das auf diesem Wege kompensiert…
Meine Mutter ist Tod und zu meinem Vater, der mir oft sehr weh getan hat, habe ich seit meiner Therapie keinen Kontakt mehr.
Vielleicht geht es hier jemandem ähnlich …