Beiträge von Ino

    Guten Morgen,

    Meines Erachtens liegt die Verantwortung bei einem Co, genauso wie bei einem Alkoholiker, sich mit seinen eigenen Themen auseinanderzusetzen.
    Es „kostet“ trotzdem viel, neue eigenen Mustern zu erarbeiten und etablieren. Ich lese oft, dass Cos bereits in deren Urfamilien (z. B) gelernt haben, auszuhalten. Es ist keine Entschuldigung für die eigene Handlungsweise, jedoch eine mögliche Erklärung. Ich habe für mich festgestellten können, dass ich Schwierigkeiten habe, Grenzen zu setzten und mich irgendwann irgendwo vergessen hatte. Der Fokus lag auf seine Aktionen und Reaktionen.
    In meinem Fall hat meinen Mann verheimlicht, vertuscht, gezielt gelogen. Das hat mich verwirrt und gekränkt. Als es soweit war, dass ich soweit war, wollte er nicht loslassen. Das ist sogar für jemand, der psychisch stabil ist, ein Wirrwarr. Und für jemand, der bereits kraftlos ist, teilweise noch schlimmer.


    Hallo Sonnenschein,

    Ich habe vieles nicht gelesen und nicht mitbekommen, eine Pause war mir wichtig.
    Auf jeden Fall, bleib hier, würde mich sehr freuen.
    Ich sehe, dass manche Diskussionen in eine Richtung ausarten, welche keinem hilft. Aus dem Grund halte ich mich eher zurück gerade.
    Liebe Grüße und hoffe, du hast das neue Jahr gut gestartet.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Karlotti,

    ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Die Interaktionen, absichtlich nenne ich diese keine Beziehung, mit einem nassen Alkoholiker rauben Lebensenergie, erzeugen emotionalen Chaos und ziehen den Boden unter der eigenen Füßen. Der Fokus ist nicht mehr gerichtet Richtung eigener Wünsche, Bedürfnisse und Ziele. Immer nur in Reaktion. Ich glaube sogar, selber merkt man nicht mehr, wie absurd das eigene Verhalten wird, im Sinne der Selbstsabotage.

    Ich weiß nicht was richtig ist, kommunizieren oder schweigen :(

    Ich bin zuversichtlich, du weisst was richtig ist, nach deinen Vorstellungen. Die Frage ist, passt du diese an, weil der Fokus auf seine Reaktion liegt?

    Ich mache mir Vorwürfe ihn allein zu lassen, aber ich kann so nicht mehr mit mir umgehen lassen.

    Deine Sorgen verstehe ich. Leider hat jeder Mensch das Recht das eigene Leben an die Wand zu fahren. Die Frage ist, fährst du mit oder steigst du davor aus. Und mit welchen eventuellen Aktionen deinerseits wäre ihm geholfen?

    Nun kam doch tatsächlich eine Nachricht .. er macht den ersten Schritt, liebt mich über alles und er kann nicht mehr - die Nachricht wurde anschließend wieder gelöscht.

    Zack, und da dreht sich alles wieder um ihn und das Gänseblümchenspiel „Ich mag dich, ich mag dich nicht“. Absichtlich oder nicht, Labilität oder Boshaftigkeit, ist egal - das ist ein infantiles Verhalten.

    Liebe Karlotti, sei achtsam und pass auf dich auf.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo releasme,

    Ich schließe mich auch meinen Vorrednerinnen an. Deine Zerrissenheit kenne ich auch. Zustände der Verzweiflung habe ich ebenfalls. Vermutlich werden diese immer wieder kommen - Weihnachten, Geburtstage, gemeinsame Orte, und wer weiß noch was! Das Kind vermisst offensichtlich die Zuversicht, dass alles gut wird. Bei mir ist es sogar so, dass mein Mann keine Mittel hat (komplete finanzielle Ruine) und keine Kraft hat, sich helfen zu lassen (trinkt nicht mehr, aber die Konsequenzen sind vorhanden), Selbstmordankündigungen. Trotzdem bleibe ich dabei, mich auf mich und mein Kind kümmern zu wollen und müssen. Wie soll ich es kitten? All die Verletzungen, Lügen, Täuschungen, Hoffnung und danach wieder mitten drin. Nur die Zeit kann zeigen, ob derjenige konsequent in der Abstinenz, ist, Und das ist auch keine Garantie, für gar nichts.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo Sonnenschein,

    Haselnusskaffee und Mamas Plätzchen.

    So ist es!

    Wir bekommen spätestens im Februar regelmäßig Termine. Da bin ich richtig glücklich drüber.

    Das freut mich sehr, Ich hoffe, den Mädels geht es soweit gut und ihr habt Glück mit guten Therapeuten. Ist nicht selbstverständlich.

    Jetzt bin ich noch guter Dinge. Mal sehen, wie es mir morgen geht. Es hilft alles nichts. Ich muss da irgendwie durch.

    Das schaffst du, Sonnenschein. Lass dich nicht provozieren!

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Sonnenschein,

    So eine schöne Einladung kann ich und will ich nicht ausschlagen!
    Also, warte kurz, bald klingelt es an der Tür ❤️

    Ich wünsche euch einen wunderschönen dritten Advent. Ich hoffe, es wird so ablaufen, wie beschrieben. Es klingt so schön.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo zusammen,

    Heute schaff ich es gar nicht meine Balance aufrechtzuerhalten. Je mehr ich es versuche, desto klarer sehe ich meine Unmöglichkeit hierzu. Als ob ich gar keine Ressourcen habe, und meinen Notfallkoffer abgereist wäre. Pfuh, bitte um ein paar virtuellen Umarmungen.
    Die Weihnachtsmusik bringt mich zum Weinen, und ich empfinde Schuldgefühle, dass meine Tochter mich so sieht. Insgeheim erhoffe ich mir eine Verbesserung, nachdem ich es hier losgeworden habe.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo releasme,

    Ich schließe mich meinen Vorrednerin an. Bleib bei dir und versuche dich nicht durch seine Worten zu beeinflussen.
    Dass es enorm schwierig ist, weiß ich durch persönliche Erfahrungen.
    Dieser Wechsel zwischen Liebesflüstern und Vorwürfen ist eine Achterbahn. Ob der Ehemann das absichtlich oder unbewusst macht, hilft nicht das Ergebnis anders zu betrachten.
    Ich frage mich an der Stelle, wenn eine Person es soweit kommen lässt, dass der Ehepartner das Haus fluchtartig, mit Kindern, verlässt, welche Lösung bringt diese Person jetzt? Neben „nicht mehr trinken“ gehört eine tiefgründige Veränderung dazu. Und das passiert nicht von Montag auf Dienstag,

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Sonnenschein,

    Tatsächlich klingst du müde von dem Ganzen, Ich habe ähnliche Empfindungen wie deine, es ist schwierig den Alltag mit Job, Kind, Aktivitäten, Artztermine etc zu stemmen. Mir fehlt auf, es benötigt so viel Flexibilität, insbesondere diese Situationen mit den Stundenausfällen in der Schule, bei uns läufst genauso wie du es beschreibst. Es ist ein Rennen von A nach B über D. Ich arbeite mittlerweile zusätzlich spät abends, da ich sonst nicht nachkomme.
    Ich kann auch sehr gut nachempfinden, dass du gestresst bist wegen des anstehenden Wiedersehens mit deinem Mann. Ich glaube schon, dass du es gut hinbekommen wirst. Aber die Anstrengung und die Nerven kosten Kraft, diese wünsche ich dir ❤️

    Liebe Grüße Ino

    Hallo releasme,

    Es ist eine sehr herausfordernde Phase, in welcher du dich befindest. Diese kenne ich auch.
    Immer wieder hat mein Mann früher gesagt, wir haben Beziehungsprobleme und ich habe genau so schuld an der Situation wie er. Ich habe es sogar geglaubt, nach dem Motto : in einem Streit hat jeder sein Anteil. Vor paar Monaten habe ich realisiert, dass wir eigentlich gar keine Beziehung haben, wegen seiner Sucht. Das Vertrauen war weg. ich hatte keine Motivation mehr wieder emotional zu investieren. Keine richtigen Verhandlungen waren möglich. Und ich weiß, würde ich ihn jetzt „zurücknehmen“, würde ich genau wieder dort einsteigen… das ist ja keine Perspektive für ein zufriedenes Leben. Ich brauch keinen Schloss und Millionen, „nur“ einen Partner, dem ich vertraue, Zuversicht verspüre und das Leben genieße. So wie ich bin und so wie er ist.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Sara,

    Ich habe sehr lange versucht Logik hinter der Handlungen meines Mannes zu suchen. Wütend habe ich in Selbstgesprächen moniert wie es nur sein kann, dass er sich/ uns ruiniert - finanziell, mental, ganzheitlich. Und unserem Kind schreckliche Erlebnisse herbeiführt. Erst hier, im Forum, habe ich verstanden- .Es gibt keine Logik, welche man nachjagen könnte. Alkohol zerstört rücksichtslos und kennt keine Zukunftspläne. Ich habe es akzeptiert und mir hat das geholfen.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe releasme,

    Mein Mann hat sich ein halbes Jahr „versteckt“, hat mich ignoriert und keine Kommunikation zugelassen. Unsere Tochter hat ihn mehrmals kontaktieren versucht, irgendwann hat er angefangen ab und zu ihr etwas zu schreiben. Mir hat er die Scheidung angekündigt, meine verstorbene Mutter beleidigt. Erklärt hat er mir auch, dass man mit so jemandem wie ich nicht zusammen hausen kann. Ist ausgezogen. Ist zurückgekommen. Die Stadtwerke wollten uns den Strom abschalten, da nicht bezahlt. Kindeskrankenvericherung nicht bezahlt über 12 Monate. Gelbe Briefe haben geregnet bei uns. Mit dem Trinken hat er aufgehört, und trotzdem kam keine Entschuldigung, keine Reue, nada.
    Er war trotzdem, nach allem was er veranstaltet hat, am Boden zerstört, dass ich tatsächlich die räumliche Trennung möchte. Dann hieß es, er bringe sich um. Und er lebe auf der Straße. Toll!
    Ich schreibe dir diese ganzen Sachen, weil ich fest daran glaube, dass die Sucht unter Umständen die Person total unkenntlich macht. Mach dich, trotz deiner emotionalen Not, nicht abhängig von deinem Mann / seinen vorwürfe. Was zerstörst du? Eine harmonische Familie?
    Ich hab deinen Faden gelesen und sehe in deinen Aktionen deine Verzweiflung, einen Versuch der Rettung, keine Zerstörung. Natürlich hast du Zweifel, wer von uns hatte diese nicht! Natürlich ist es ein Leiden die Kinder so zu sehen und aktiv etwas gemacht zu haben, dass es jetzt so ist wie es ist. Verliere jedoch deswegen nicht dein „Wissen“ warum du so gehandelt hast. In dem Tun bist du alleine, er hat dir durch seine Passivität die gesamte große Verantwortung überlassen.

    Ganz liebe Grüße Ino