Beiträge von Ino

    Liebe Sonnenschein,

    Mein Mann hat auch eine Depression diagnostiziert bekommen, und nimmt Medikamente hierzu. Sein Alkoholproblem ist auch bekannt. Ich hab mich immer wieder gefragt, was ist Ursache und was ist Wirkung. So wie ich es mitbekommen habe, begünstigen sich die Depressionen und das Alkoholismus gegenseitig. Umso wichtiger ist es, dass man nicht mehr trinkt (laienhaft ausgedrückt).

    Dicke Umarmung Ino

    Danke für euere Kommentare 😘

    Manchmal hab ich Wut und es befreit mich, diese rauszulassen.
    Jetzt geht es mir besser. Generell geht es mir besser, da ich die alltäglichen sinnlosen Reibungen nicht mehr in meinem Leben habe. Ich verschwende auch keine Gedanken mehr nach dem Warum, bezogen auf den Verhalten meines Mannes. Wir hätten als Familie alles haben können - Ruhe, Erfolg, ein zu Hause, ein zufriedenes Leben… Haben wir aber nicht, werden wir auch nicht haben. Die Sehnsucht nach der verlorenen Zukunft weiter zu züchten bringt mir gar nichts. Also, denke ich nicht mehr was alles so möglich gewesen wäre.
    Meiner Tochter gebe ich Sicherheit, rede mit ihr; erkläre ihr, wenn sie fragt. Manchmal brauche ich eine virtuelle Umarmung, da es doch hart ist und nicht schön. Der erste Druck ist raus, aber es stinkt noch. Die letzten Tagen hab ich Leute um mich herum gehabt, die glücklich aussahen und irgendwie hab ich Lust bekommen, Teil der „sonnigen Seite“ zu sein. Es kommt bestimmt, bin ungeduldig 😅

    Einen schönen Abend Lg Ino

    Hallo zusammen,

    Ich nehme meine heutigen Gedanken als Anlass, um hier zu schreiben.
    Warum bin ich überhaupt hier? Vor ca 2 Monaten ist mein Mann ausgezogen nachdem ich ihn „erwischt“ habe, dass er weiterhin trinkt, mich belügt, manipuliert, die Rechnungen nicht bezahlt, Pfändungen auf unserem Konto angekündigt sind, die Krankenversicherung unserer Tochter nicht bezahlt wird etc. Also, meinte er, nachdem ich ihn konfrontiert habe mit meiner Erkenntniss, dass er betrunken ist, er könne so weiter mit mir nicht leben, die Scheidung sei in der Zukunft unsere Perspektive. Danach ist viel mehr passiert - Beleidigungen, Silent Treatment, Verantwortungslosigkeit ohne Ende, mir gegenüber und seiner Tochter.
    Warum ich das hier erzähle? Weil ich es mir immer wieder vor den Augen halten möchte, welche Lebenslage ich angeboten bekommen habe seitens meines Mannes. Und welche Lebenslage ich nicht mehr akzeptiere. Mein Mann hat sich dafür entscheiden, täglich zu sich einen Cocktail aus Psychopharmaka, Gras und Alkohol zu nehmen. Das ist keine Entscheidung FÜR Familie, Frau Kind, Glück und Zufriedenheit. Auf meine Unterstützung hat er gepfiffen, bestimmt gibt es jetzt eine andere, die total gut versteht, wie es ihm geht und absolutes Mitgefühl ihm gegenüber zeigt (soll mir egal sein, der Mann hat seine Probleme nicht mit mir lösen wollen). Unglücklich war er, wie er in seiner Kindheit schlecht behandelt worden ist, dafür hat er jetzt die Kindheit seiner Tochter vermasselt.
    Ich bin bei mir, mir geht es nicht gut, ich habe Angst, weil ich übermüdet bin. Ich bekomme keinen Cent von dem Herrn Ehemann, ich bin sauer und habe keine Lust alles alleine zu organisieren. Habe aktuell keine Lust mich nur dem Thema Liebe auseinander zu setzen, obwohl es jemand gibt, der mir zeigt, dass ich gemocht bin.
    Bin ich hier richtig? Ich denke schon.
    Entschuldigt meine Worte, diese mussten raus.

    Hi Twizzer,

    Ich antworte erstmal hier, ich hoffe es ist ok. Deine Frage verstehe ich , und ich merke, meine Worte sind tatsächlich schwammig gewesen. Die Entscheidung habe ich bereits getroffen, die Ehe wird nicht vortgesetzt. Meiner Tochter und mir geht es gut, das gebe ich nicht mehr auf :) und ich warte nicht auf Entwicklung seinerseits, um mich neu (zurück) zu orientieren.

    Künftig - sollte mein Mann seine Themen angeht, werde ich mich auf eine neue Kommunikationsebene mit ihm freuen. Das wollte ich vorhin eher ausdrücken, ist mir nicht gut gelungen.

    Nachtrag: somit ist aktuell mein größtes Thema meine Tochter. Weiterhin bin ich der Meinung, eine Zukunft mit meinem Mann wäre nur dann denkbar, wenn er ein alkoholfreies Leben anstrebt, und seine Baustellen aufräumt. Es ist zu viel passiert, und zu viel davon hat unsere Familie negativ beeinflusst.
    Ich setzte mich immer mehr mit meinen Themen aus, hier sehe ich die Möglichkeit, mein Leben aktiv zu beeinflussen.

    Liebe Sonnenschein,

    Ich hoffe, dein Mann lässt sich dann helfen.
    Bei uns ist sehr durchwachsen. Mein Mann hat den Kontakt mit mir und unserer Tochter abgebrochen. Ihr geht es dabei nicht gut und ich probiere ihr zu helfen, die Situation nicht auf sich zu beziehen. Na ja, schwierig. Wie soll sie es nicht persönlich nehmen! Ich bin ziemlich überfordert mit dem ganzen.
    Wie es ihm geht und wo er ist, weiß ich nicht. Verrückt.
    Ich schaue für mich weiter, so gut wie es geht alles organisiert zu bekommen, nach Prioritäten.
    Liebe Grüße Ino

    Hallo Sonnenschein,

    Es freut mich, dass du dich gemeldet hast. Deine Gedanken kann ich nachvollziehen. Ich hoffe, du bleibst bei dir und findest weiterhin Kraft, um dir und den Kindern helfen zu können.
    Die Ungewissheit empfinde ich als eine schwierige Situation, möchtest du, dass er wieder nach Hause kommt? Liebe Grüße Ino

    Ich bin einfach nur müde und es tut mir gut hier zu schreiben. Psychisch geht es mir besser, jeder abgearbeitete Punkt gibt mir mehr Halt und Zuversicht.
    Meine Tochter macht Witze über uns und über die immer mehr werdenden Sachen zu reparieren in der Wohnung.
    Wir lachen dann zusammen und das ist ein gutes Gefühl für mich.

    Hallo zusammen,

    Bei mir ist ruhig geworden. Ich abarbeite Themen auf meiner to do Liste und wundere mich, wie schnell neue Punkte dazu kommen. 2 x Check, dafür 3 neue aufgeschrieben 😆 Mein Mann ist irgendwo, Koordinaten sind unbekannt. Kontakt ist ungewünscht, das Kind hat auf einmal nur ein Papa „auf Papier“. Sporadisch (3 mal z.b die letzten 1,5 Monaten) antwortet er ihr. Pro aktiv ist nur sein Schweigen. Finanzielle Mitverantwortung, organisatorische Einbindung - Fehlanzeige. Mich wundert tatsächlich, wie geschickt er seine Verantwortung nicht übernehmen möchte.
    Ab und zu kommt er nach Hause und übernachtet.
    Meine Gedanken die letzen Tage sind, dass ich jegliche Erwartungshaltung meinerseits ihm gegenüber ausschalten muss. Sei es auch Richtung Kind.
    Es fällt mir schwer, wird jedoch irgendwann klappen.
    Liebe Grüße Ino

    Liebe Wichtelmama,

    Dankeschön ❤️ Ich hoffe auch, dass er auszieht. Hoffnung ist jedoch keine Strategie, daher die Suche meinerseits. Ich muss Lotto spielen, oder Glück haben, tatsächlich. Lass mich aber nicht entmutigen.
    Lass mich wissen wie es dir/ euch ergeht.
    Liebe Grüße und gute Nacht Ino

    Hallo zusammen,

    Ich hatte die letzte Zeit ein Berg organisatorischer Themen, das hat echt Energie gekostet. Ich gehe Schritt nach Schritt weiter. Es hat sich rausgestellt, dass mein Mann diverse finanziellen Verpflichtungen an die Wand gefahren hat, musste handeln, um finanzielle Schäden bei mir und Kind abzuwenden. Und dabei ist noch nicht alles „bereinigt“. Bin jedoch kurz davor; das halte ich mir als ein Stern im Himmel, um den Weg nicht zu verlieren. Danach bekommt er einen Brief von dem Anwalt mit der Aufforderung die Wohnung zu verlassenen.
    Er ist noch nicht ausgezogen und ich bezweifle, dass er das machen möchte. Er nutzt die Wohnung zum übernachten, mal schläft er irgendwo auswärts. Gespräche gibt es keine, er meinte, er sei psychisch fertig und kann sich nicht austauschen. Er scheint nüchtern zu sein, ist für uns jetzt jedoch zu spät. Ich suche weiterhin parallel eine Wohnung und verzweifele an den Preisen.
    Ich fühle mich organisatorisch überfordert - Kind, Job, Termine, schulfreie Tage, Ferienzeiten organisieren. Vor allem hab ich Respekt vor der kommenden Ferienzeit. Es wird so richtig klar werden für mein Kind, dass es jetzt nur uns zwei gibt. Sie schaut bereits „neidisch“ auf Mama- Papa - Kind Konstellationen und ist richtig traurig. Mich macht das wütend, muss aber damit umgehen.
    Freunde helfen mir, wo sie können. Seine Eltern bieten mir auch Unterstützung an, seine Schwester ebenso. Am Ende bin ich doch abends alleine mit mir zu Hause und das ist ein neues Gefühl.
    Lange Rede, kurzer Sinn - die Reise geht weiter 🙏

    Euch allen einen schönen Sonntag, Ino

    Hallo zusammen,

    Ich habe die letzen Tage nicht geschrieben und mich mit mir beschäftigt.
    Aktuell habe ich viele Gedanken bezüglich meiner Situation. So verrückt wie es klingt: trotz Traurigsein, Stress und Verlustgedühle, zum ersten Mal seit langem fühle ich eine Art Vorfreude auf eine kommende Chance es so zu haben im Leben, wie ich es mir wünsche.
    Wünsche einen schönen Nachmittag und Lg, Ino

    Liebe Sonnenschein,

    Es tut mir sehr leid, dass es so passiert ist wie du es beschreibst. Manchmal denke ich, das schlimmste ist gekommen, und dann kommt noch mehr und noch mehr dazu! Ich hoffe, du warst für dich erfolgreich mit der Schadensminimierung, was dich und die Kinder betrifft.
    Ich schicke dir, sei es auch lediglich virtuell, viel Kraft und pass auf dich auf ❤️

    Bei mir ist einiges passiert. Meine Schwester und Vater kamen für paar Tage mich besuchen und sie waren mir eine große Unterstützung. Mein Mann hat sich verkrochen und hat die meiste Zeit irgendwo verbracht, auch die Nächte. Dadurch ging es mir besser, aber meine Tochter ist traurig. Ich hatte auch ein rundes Geburtstag und habe gemerkt, dass meine Wunschliste sich auf Gesundheit und Durchhaltevermögen vor allem reduziert hat.
    Meinen Anwalt habe ich getroffen, er meinte ich soll aufschreiben was passiert und dann hätten wir eventuell eine Chance meinen Mann aus der Wohnung zu bieten. Gerichtliche Wohnungszuweisung sei sehr schwierig durchsetzbar. Davor probieren wir es mit dem Anwaltsbrief. Wenn nichts klappt, dann sehen wir weiter. Ich suche bereit parallel etwas für mich und das Kind. Bin aber finanziell nur auf mich gestellt. Mein Mann hat Schwierigkeiten bekommen, auch sein Job verloren und sein Auto ist nicht mehr fahrbar. Gelbe Briefe stapeln sich und bleiben ungeöffnet.
    Am Freitag habe ich Termin mit der Kinderpsychologin, später als es mir lieber ist, aber es hat geklappt.
    Ich fühle mich ausgelaugt und meinen Blutdruck spinnt, sehne mich nach Ruhe und Gelassenheit. Bin manchmal sehr wütend und probiere damit umzugehen.
    Eine große Umarmung für dich und bleib stark

    Hallo Liebe Sonnenschein,

    Ich hoffe, dir geht es wieder besser. Mich plagen teilweise die selben Gedanken wie dich. Frage mich oft, wie kann er so wenig Liebe verspüren gegenüber Frau und Kind, warum schmeißt er alles weg wegen Alkohol; warum schickt mein Mann uns in die Hölle; warum lässt er zu, dass sein eigenes Kind so leidet… Diese Fragen hervorrufen Gefühle, welche mir den Schlaf rauben. Der Punkt ist - so kommen du und ich nicht weiter! So wie ich gelesen habe, diese „unsere“ Logik ist nicht anwendbar in dem Fall. Es ist nicht nur traurig, ich find es sogar tragisch. Ich gib mir Mühe mich von Bildern zu trennen. Reality Check - mein Leben verläuft total anders wie gedacht. Ich schicke dir eine riesige Umarmung ❤️ Ino

    Liebe Sonnenschein,

    Das Gefühl des freien Falls gehört m.E. zu deinem Prozess. Lass dich dadurch nicht selbst verunsichern in deiner Stärke und Motivation. Du bist eine starke Frau, das lese ich aus deinen Beiträgen heraus 💪.
    Ich persönlich probiere mich in solchen Gefühlslagen auf meinen „Tunnelblick“. zu konzentrieren - die alkoholfreie und dadurch unbeschwerte Zukunft, für mich und für mein Kind,

    Kopf hoch, Krone richten und weitermachen 🙂

    Lieber Gruß Ino