Ich habe deinen Beitrag gelesen….und ich habe mich selber daran gefunden….Bin seit fast vier Jahren mit einem Alkohliker zusammen…Höhen und Tiefen durchlebt…mehr sein Leben als meines gelebt und selber krank geworden- aber nicht mit Alkohol . Ich habe hier schonmal was reingeschrieben…und habe noch immer Kontakt zu ihm….merke gerade, dass die Verletzungen der letzten Episode einfach zu groß waren. Mir ist es nicht möglich, dort anzuknüpfen, bevor das Ganze wieder angefangen hat- bin aber anscheinend auch nicht in der Lage so souverän einen Schlussstrich zu ziehen.Es ist momentan sehr schwierig für mich- da ich auch nicht das Gefühl habe ihm körperlich näher kommen zu wollen. Irgendwie ist es gerade wie eine innige und vertraute Freundschaft. Vorallem kommt noch hinzu, dass er zum Teil sehr unausgeglichen und mürrisch ist- das lasse ich gerade garnicht an mich rankommen und dann bekomme ich nur die beleidigte Antwort "Du lässt dir ja garnichts mehr von mir sagen"
Er befindet sich gerade in einer Gruppentherapie, da er auf eine Reha-Aufnahme wartet…..Ich bin aber nicht für sein Wohlbefinden bis Dato zuständig….auch wenn er sagt, dass das Leben gerade so an ihm vorbeizieht.Räumlich haben wir uns mittlerweile komplett getrennt.
Ich weiß gerade nicht, wohin die Reise gehen wird- aber ich werde mich nicht von ihm anmachen lassen- diese Unruhe und das Chaos in seinem Leben muss er jetzt alleine in Ordnung bringen.
Beiträge von Hope7960
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Ich wollte mich mal bedanken- für all eure Nachrichten! Wie ihr wisst, kommt man sich als Partnerin oft sehr alleine vor…und das ist es auch. Nur meine beste Freundin weiß über alles Bescheid. Dankeschön 🙏🏼
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Nein, Angst habe ich nicht, nur das ständige Nachfragen der Leute nach ihm, wenn ich alleine unterwegs bin - das kenne ich ja schon zu gut von den letzten Jahren und habe immer Notlügen erfunden….krank,arbeiten,…. Natürlich muss man oberflächlichen Bekannten nichts erzählen …..aber man selbst kommt dadurch nicht zur Ruhe. Wir sind gemeinsam Mitglieder in einem Sport- und Spa Verein und dort habe ich auf ein erstes Aufeinandertreffen im Schwimmbad oder so definitiv keine Lust…und ja, auch Angst vor meiner Reaktion 😢
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Das Problem ist, dass er seinen Job immer noch ausüben darf….finde ich mittlerweile mehr als fragwürdig- da er anscheinend auch unter Alkoholeinfluss fährt. Er verkriecht sich in seine Wohnung und möchte eigentlich alles alleine und geheim mit sich selber ausmachen…Ich weiß aber, dass er Mengen an Vodka und Rotwein trinkt. Das ganze verschlimmert dann auch noch die Depression und eine PTBS. Wenn er dann wieder aus seiner Episode kommt- sieht man nichts davon und er "glänzt", ist zuverlässig, ein wundervoller Mensch ,,,,
Deinen Satz, dass ich ihn nicht fallen sondern die Verantwortung für sein Leben zurück gebe ….ist sehr schön und treffend gewählt!Danke
Jetzt haben wir uns fast 4 Wochen nicht gesehen und nur einmal telefoniert, wo es ihm möglich war. Ich weiß gerade nichts von ihm- was er macht ??? Er wohnt gerade mal 1km entfernt- dieses gleiche Umfeld macht es mir schwer, da ich einiges meide.Es gab kein persönliches Gespräch- alles nur über WhatsApp und ich hatte ihm geschrieben, dass es nur ein weiteres wir mit einer Therapie gibt.Ich weiß, dass man keinen zu etwas zwingen oder erpressen darf- aber ich kann das so nicht mehr verantworten…nicht meiner Tochter, mir und anderen Menschen gegenüber.Jetzt habe ich das nächste Problem, dass er noch eine Menge an Sachen hier hat und ich weiß nicht, wie ich dieses lösen soll!? Dieses Ende fühlt sich so surreal an…nach den ganzen Jahren. Ich bin einfach unsagbar traurig.
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Hallo liebes Forum !
Wie man sich schon denken kann- ich bin neu hier ! Ich bin eine Partnerin von einem Alkoholiker. Wir sind seit knapp vier Jahren ein Paar und mir ist seine Krankheit ziemlich schnell aufgefallen…..mein Vater war ebenfalls ein Alkoholiker- mittlerweile über 10Jahre trocken 🙏🏼 Egal was man jetzt denken könnte…ist die total bescheuert und lässt sich wieder auf dieses gleiche Thema ein…anscheinend ja! Ich bin Mutter von einer 17jährigen Tochter und getrennt lebend- bin aber sehr froh, dass ich mit ihr unser eigenes Zuhause habe- mein Partner hat sein Apartment ….das ist auch sein Reich und seine Höhle und Hölle zugleich. Er hat in der Anfangszeit ein Intervall zum trinken von circa 6-8 Wochen gehabt…und dann exzessiv- 2Wochen lang hat er sich komplett von der Außenwelt verabschiedet und gesoffen…tagelang nichts gehört. Er hat es immer und immer wieder geschafft selber dort raus zukommen- obwohl ich mit dem RTW schon vor der Türe stand. Man glaubt es kaum- aber wenn er im "normalen“ Leben präsent ist, dann ist er ein toller Mann- gebildet, sehr ansehnlich und empathisch ! Zwischenzeitlich hat er auch einen kurzen Besuch in einer Klinik absolviert- und - edit - verschrieben bekommen….das war Alles einmal! Was er in all der langen Zeit niemals war, er war leider nie zuverlässig…er hat Urlaube kurzfristig platzen lassen, wichtige familiäre Verpflichtungen….das was ihm aber bis Dato wichtig war- war sein Job. Jetzt aber ist Alles mehr als zusammen gebrochen- besoffen auf der Arbeit gewesen und andere Menschen mehr als in Gefahr gebracht- damit komme ich nicht zurecht. Ebenfalls hat er einen geplanten Urlaub mit meinem krebskranken Vater nicht eingehalten- geschweige, …er hat mich im letzten Jahr oft im Stich dadurch gelassen…ich könnte so einiges noch berichten….aber das würde den Rahmen sprengen. Bin zutiefst verletzt und enttäuscht und meine Frage ist nur eine. Wir hatten eine Vereinbarung getroffen- welche von ihm aus kam- beim nächsten Rückfall möchte er in die Klinik gebracht werden, damit es dann direkt in eine Therapie für ihn geht…nichts davon ist eingetreten. Er war vor Jahren schon mehrere Monate in Therpie und danach 5Jahre trocken.Ich habe jetzt den Kontakt abgebrochen, da ich es auch psychisch nichtmehr aushalten kann- obwohl ich ihn liebe! Ist das in Ordnung…kann ich ihn jetzt einfach fallen lassen ? Das schlimme ist, wenn man ihn nach der Episode gegenübersteht- ist nichts aber auch nichts von allem zu sehen…..er ist ein grandioser Schauspieler.